WM-Notizen: Lahm, Shaqiri und spanische Planstellen

Die Vorrunde der Fußball-Weltmeisterschaft ist vorbei. Zeit eine kurze Bilanz zu ziehen aus Münchener-Sicht. Der FC Bayern ist bei der WM in Brasilien omnipräsent. Thomas Müller, Arjen Robben und Xherdan Shaqiri belegen vordere Ränge in der Torjägerliste. Mario Götze wurde als bester Spieler des Duells der deutschen Nationalmanschaft gegen Ghana ausgezeichnet. Neuer, Boateng, Kroos, Lahm, Schweinsteiger, Mandzukic, van Buyten – fast alle Bayern spielten oder spielen eine auffällige Rolle in diesem Turnier. Mit Luiz Gustavo, Miroslav Klose, Ivica Olic, Daniel Pranjic, Nico Kovac, Ottmar Hitzfeld, Louis van Gaal und Jürgen Klinsmann gibt es zudem eine Reihe von ex-Bayern, die dafür sorgten, dass der Großteil der Vorrunden-Spiele in irgendeiner Form einen Bayern-Bezug hatten. Der Start der Bundesliga-Saison 2014/2015 scheint im Moment meilenweit entfernt. Trotzdem gibt es einige Schlussfolgerungen und Beobachtungen aus der am Donnerstag zu Ende gegangenen WM-Vorrunde, die auch für den FC Bayern interessant sind.

WM-Notizen:

  • Über Thomas Müller muss ich wohl kaum ein Wort verlieren. Der 24-Jährige führt mit 4 Toren die Torjägerliste an. Seine Effizienz ist dabei außergewöhnlich. Gerade einmal 7 Torschüsse brauchte der Bayern-Stürmer für seine Treffer. Gerade das Siegtor gegen die USA war bemerkenswert. Es war eines der wenigen Müller-Tore von außerhalb des Strafraums und zudem technisch in der Ausführung hoch anspruchsvoll. Die Misstöne vom Ende der vergangenen Saison scheinen nach der vorzeitigen Vertragsverlängerung vergessen. Was bleibt ist das gute Gefühl, dass dieser Spieler mindestens bis 2019 das Bayern-Trikot tragen wird.

  • Die Diskussion um die Positionierung von Philipp Lahm, die nach seinem Patzer vor dem 1:2 gegen Ghana an Fahrt gewann, ist für mich ziemlich verkürzt. Jenseits von der Frage, ob Sami Khedira (der zockt und den Ball im Drehen mitnehmen will statt ihm entgegen zu gehen) eine Mitschuld am erwähnten Ballverlust trägt, überzieht, die vor allem von der BILD angestoßene Diskussion über den „Problemfall Lahm“ ziemlich. Hätte Lahm gegen Ghana als Rechtsverteidiger agiert und ein Tor mitverschuldet, hätten wir die Diskussion genau anders herum geführt. Das ist mir zu oberflächlich. Fakt ist: Lahm hat selbst betont, dass er sich auf Grund der höheren Spielpraxis in dieser Saison im Mittelfeld sicherer fühlt. Er hat in zwei Spielen gegen Portugal und Ghana drei auffällige Ballverluste gehabt aus denen 1 1/2 Chancen entstanden. Ansonsten war es über weite Strecken der Lahm, den wir auf dieser Position auch aus der Saison bei den Bayern kannten. Er trägt die Hauptlast in der Angriffsinitiation, er schafft gute Winkel im Spielaufbau aus der Abwehr heraus und ist der Backbone im Gegenpressing. Gegen Ghana spielte Lahm im Spielaufbau insgesamt gerade einmal vier Fehlpässe, er wirkte in ein oder zwei Szenen nicht handlungsschnell genug. Vielleicht ist es auch ein Beweis der Qualität von Philipp Lahm in den vergangenen Jahren, dass diese kleinen Wackler ausreichen, um eine Diskussion über den Bayern-Kapitän zu entfachen. Momentan sehe ich jedenfalls (zu) wenig Gründe, warum Lahm seinen Platz im Zentrum für Khedira räumen und damit übrigens auch den sehr starken und stabilen Boateng (Beste Zweikampfquote im Deutschen Team) auf die Bank verdrängen sollte. Wir können sicher darüber diskutieren, ob es im Zentrum mit Khedira und/oder Schweinsteiger andere (robustere, physisch stärkere, etwas torgefährlichere) Spielertypen als Lahm braucht und er deshalb besser nach Außen rückt. Aber Lahm wegen zwei auffälligen Ballverlusten in Frage zu stellen, greift mit wie gesagt zu kurz.
  • Positiv sind die Leistungen von Bastian Schweinsteiger zu bewerten. Er scheint sich durch den couragierten und sehr präsenten Auftritt gegen die USA allen Unkenrufen im Vorfeld des Turniers („Schweinsteigers Zeit ist vorbei„) zum Trotz seinen Platz im Team zurückerkämpft zu haben. Schon gegen Ghana war der Vize-Kapitän ein wichtiger Impulsgeber von der Bank, der maßgeblichen Anteil daran hatte, dass Deutschland immerhin einen Punkt rettete. Schweinsteiger ist körperlich nicht in absoluter Top-Form, aber es reicht offenbar für 70-75 Minuten auf sehr hohem Niveau. Löw scheint den weiteren Turnierverlauf im Mittelfeldzentrum in die Hände von Lahm (95% Passquote gegen die USA), Schweinsteiger (87 %) und Kroos (94%) zu legen. Das Passspiel wurde dadurch schon gegen die USA deutlich sicherer und insgesamt abgeklärter. Leichte Restzweifel bleiben bei mir beim Spiel gegen den Ball. Die letzte Robustheit und Zweikampfstärke, die für die Unterdrückung von Gegenstößen erforderlich ist, geht der Münchener Kombination ein wenig ab.
  • Ich war vor dem Turnier sehr gespannt auf das Auftreten von Xherdan Shaqiri. Der Schweizer wartet in München auf seinen Durchbruch. Der Punkt rückt näher an dem der 22-Jährige und der Verein entscheiden müssen, ob es in München noch etwas wird mit dem torgefährlichen Mittelfeldspieler. Dass der selbstbewusste und ehrgeizige Shaqiri immer wieder mit europäischen Top-Clubs in Verbindung gebracht wird (zuletzt FC Liverpool) ist da nur folgerichtig. Ich war gespannt, ob Shaqiri die Bühne, die eine WM gerade für junge Spieler darstellen kann – noch dazu in der eher schwachen WM-Gruppe E – nutzen kann. Shaqiri brauchte etwas um seinen großen Akzent zu setzen. Gegen Ecuador agierte er glücklos beim Debakel gegen Frankreich ging er mit unter. In der Schweiz stand er nach diesen beiden Auftritten stark in der Kritik. Was folgte war ein Dreierpack im abschließenden Spiel gegen Honduras und damit das lang erwartete Ausrufezeichen. Shaqiri zeigte bei seinen Toren was ihn auszeichnet. Exzellente Fernschüsse und große Dynamik und Wucht im Konterspiel. Während Shaqiri in München häufiger mit etwas hektischen und überhasteten Abschlüssen auffiel, bewies er bei seinen Treffern 2 und 3 große Ruhe vor dem Tor. Zudem kreierte er, der von Ottmar Hitzfeld mit vielen Freiheiten in einer zentralen Rolle hinter der einzigen Spitze aufgeboten wurde, vier gute Chancen und hatte zwei weitere Abschlüsse in unmittelbarer Tornähe. Bayern ist spätestens ab der kommenden Saison auf der Suche nach Flügelspielern, die sukzessive in die großen Fußstapfen von Franck Ribéry und Arjen Robben treten können. Shaqiri hat gegenüber anderen Kandidaten einen großen Vorteil. Er ist bereits in München. Er ist ein Spieler, der in der Bundesliga regelmäßig zweistellige Tor- und Assist-Zahlen auflegen kann. So wie es Ribéry und Robben über Jahre tun. Wie gesagt: Es nähert sich der Punkt an dem sich entscheidet, ob es in München noch etwas wird mit Shaqiri. Leistungen wie die gegen Honduras sind dabei der Maßstab für den schweizer Nationalspieler.
  • Es ist spannend zu beobachten wie wieder einmal ein großes Turnier einen taktischen Trend setzt beziehungsweise verstärkt. Die Dreierkette, die sehr variabel zur Fünferkette werden kann und generell die Variabilität des jeweiligen Systems durch veränderte horizontale und vertikale Abstände verstärkt, ist der taktische Trend dieser WM. Chile, Mexiko, Holland – auffallend viele der erfolgreichen Vorrundenteams setzen auf (jeweils unterschiedlich interpretierte) Dreierketten und/oder auf zwei Angreifer. Der Trend zur Dreierkette ist auch in München vorprogrammiert. Guardiola testete diese Variante mehrfach in der Vorbereitung und wagte im Pokalfinale gegen Dortmund bereits erfolgreich den „Live-Test“. Die Dreierkette wird in der kommenden Saison ein wesentlicher Baustein des Münchener Spiels werden – da bin ich sehr sicher. Auffällig ist übrigens auch wie stark die auch von Guardiola forcierte Positionslosigkeit im Offensivspiel inzwischen im internationalen Fußball greift. Bestes Beispiel ist dafür die neuerfundene Oranje unter Louis van Gaal. Während der Fußballlehrer in seiner Zeit in München sehr viel der Positionstreue unterordnete und damit das Münchener Spiel in seiner Endphase in der Saison 2010/2011 sogar behinderte, ist die Niederlande das wohl fluideste Team dieses Turniers. Es ist unmöglich das Spiel der van-Gaal-Elf in Zahlen zu gießen. Mal ist es ein 3-5-2, mal ein 5-4-1, mal ein 5-3-2, mal ein 5-1-3-1, mal ein 3-6-1. Es ist eine bemerkenswerte Entwicklung gerade für den gern als stur beschriebenen van Gaal.
  • Aufgefallen ist in der WM-Vorrunde auch, dass der ex-Münchener Luiz Gustavo ein richtig guter Fußballer ist, dessen Talente nach seinem Abgang aus München ein wenig verkannt wurden. Sein Problem war schlicht die Großartigkeit von Javi Martínez und vielleicht die gelbe Karte im Champions League-Halbfinale 2012, als er Pepe attackierte und für das Finale gesperrt wurde. Ich denke bis heute darüber nach wie dieses Finale ausgegangen wäre, wenn Gustavo, der gegen Madrid herausragend spielte, hätte dabei sein können. Es ist zugegeben müßig. Gustavos Leistungen für Brasilien haben mich beeindruckt und das obwohl er für die Selecao im zentralen Mittelfeld viel mehr machen muss, als seine Paraderolle als Abfangjäger auszufüllen. Ein Toller Spieler, der nach dieser WM aus meiner Sicht eher nicht nach Wolfsburg zurückkehren wird.
  • Das Ausscheiden der Spanier ist eine Zäsur von der zwei Bayern-Spieler profitieren könnten. In der spanischen Nationalmannschaft werden einige Planstellen frei. Javi Martínez und vor allem Thiago sind zwei Spieler, die diese Lücken in Zukunft füllen werden. Es ist eigentlich immer noch unglaublich, dass Barcelona Thiago verhältnismäßig günstig zu Bayern hat ziehen lassen. Die Zeit des großen Strategen Xavi ist vorbei. Cesc Fabregas verlässt Barcelona ebenfalls. Der Ersatz heißt bei den Katalanen heißt Ivan Rakitic. Thiago stehen (wenn er verletzungsfrei bleibt) in München und in der spanischen Nationalelf alle Türen offen. Bei Martínez bleibt das Gefühl, dass seine Fähigkeiten durch den wohl dauerhaften Positionswechsel in die Innenverteidigung ein wenig verschenkt werden. Aus einem herausragendem 6er wird ein sehr guter Innenverteidiger, der erst noch dauerhaft nachweisen muss, dass er auf dieser Position ebenfalls herausragend sein kann. Die Umstellung auf eine Dreierkette würde auch ihm sehr stark entgegen kommen, weil er hier auf der zentralen Position seine Fähigkeiten besser einsetzen kann, als auf einer der Halbpositionen und der dadurch zwangsläufig stärkeren Mannorientierung.
  • Arjen Robben scheint seine hervorragende Form vom Ende der Saison in die WM herübergerettet zu haben. Robben wirkt seit dem Champions League-Triumph 2013 irgendwie befreit. Er spielt nicht mehr wie jemand, der es allen beweisen will, sondern wie jemand, der aus seiner ohnehin schon gekrönten Karriere alles herausholen will was möglich ist. Seine veränderte Rolle bei der er vermehrt durch das Zentrum kommen und zudem seine Stärken im Konter mit viel Raum vor sich ausspielen kann, ist spannend, wenn auch nur bedingt auf den Alltag in München gegen häufig tiefstehende Gegner zu übertragen. Robben hat Statistiken wie ein Stürmer. Mit vielen Abschlüssen und z.B. Im Spiel gegen Spanien mit gerade mal 19 Pässen. Ich erwarte weiterhin großes von ihm in diesem Turnier.
  • Besonders geachtet habe ich bei den Spielen der Argentinier auf Ezequiel Garay, der vor dem Turnier mit einem Wechsel nach München in Verbindung gebracht wurde. Ich bedaure stark, dass es ihn offenbar eher nach St. Petersburg zieht. Zum einen spricht das dafür, dass das Interesse der Münchener doch nicht so konkret war wie angenommen, zum anderen bleibt momentan die Frage, ob der FCB überhaupt noch einen Innenverteidiger verpflichten möchte. Garay hätte aus meiner Sicht optimal ins Anforderungsprofil gepasst. Er ist mit 27 Jahren ein gestandener Spieler, hat eine beeindruckende Präsenz und extreme Ruhe am Ball und in der Zweikampfführung. Dazu ist er bei offensiven Standards mit 1,92 m immer eine Gefahr. Wie gesagt: Schade.
  • Ein weiterer Spieler, der immer wieder in Gerüchten auftaucht ist der Kolumbianer Juan Cuadrado. Der Flügelspieler war in diesem Turnier an vier Toren beteiligt und hat eine exzellente Saison in Florenz hinter sich (11 Tore, 8 Assists). Interessant ist, dass er in Florenz sowohl als linker Flügelspieler, als auch als rechter Flügel und Rechtsverteidiger im Einsatz war. Interessant ist er also allemal – und klar scheint auch, dass er nach dem Turnier den Sprung zu einem europäischen Spitzenteam wagen wird. Genau das ist jedoch das Problem. Der FC Bayern muss schon sehr überzeugt von dem 26-Jährigen sein, denn er wird bei Konkurrenten wie dem FC Barcelona schon sehr tief in die Tasche greifen müssen, um den Kolumbianer zu verpflichten. Ein Transfer ist deshalb nicht gerade wahrscheinlich.
  • An dieser Stelle wollte ich eigentlich etwas versöhnliches über die Zeit von Jürgen Klinsmann als Bayern-Trainer schreiben, aber das (und den darauf folgenden Shitstorm :p) spare ich mir nochmal für einen längeren Artikel auf.
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37 Antworten zu WM-Notizen: Lahm, Shaqiri und spanische Planstellen

  1. H34T schreibt:

    Wenn lahm in die Abwehr geht, wär es sinnvoller ihn links für höwedes spielen zu lassen, der ist die offensichtlichste Schwachstelle. Dann kann boateng weitre rechts spielen.

    • Don Netzerone schreibt:

      Mit dieser Ansicht stehen wir beileibe nicht allein, neben „the special one“ Mourinho, Netzer etc. sagt auch Ballack folgendes: Ich würde aber gern auch über die taktische Ausrichtung von Löw diskutieren, Lust darauf?
      Zitat Ballack:
      Deutschland hat ein starkes Kollektiv, einen tollen Spirit in der Mannschaft. Man spürt, dass sich jeder für den anderen aufopfert. Mit diesem Geist kannst du Weltmeister werden…

      Aber die Diskussion um die richtige Position für Philipp Lahm kommt zur Unzeit! Für mich ist die Debatte sogar überflüssig! Bundestrainer Joachim Löw hätte sich bereits weit vor der WM erklären können. Er hätte sagen müssen, dass er Lahm bei dem Turnier auf der Sechs sieht. Dann hätte es diese Diskussion jetzt nicht gegeben.

      Allerdings verstehe ich nicht, dass Löw ihn im Mittelfeld sieht. Verstehen Sie mich nicht falsch, er ist ein Super-Spieler auf dieser Position. Aber im Gegensatz zu Bayern München wird er in der Nationalmannschaft eher in der Viererkette gebraucht. Da wäre er viel wertvoller. Dort hat er jahrelang gespielt, dort hat er sich zu einem Weltklassemann entwickelt.

      Und ich frage mich: Warum sollten wir uns freiwillig eines Lahms auf dieser Position berauben, um den uns die ganze Welt beneidet? Mit dieser Maßnahme schwächen wir uns doch nur selbst.

      Außerdem: Lahm nimmt einem anderen Weltklassemann den Platz weg. Und der heißt für mich Bastian Schweinsteiger.

      Warum haben wir bis jetzt auf ihn verzichtet? Im Mittelfeld haben wir doch gar keine Probleme. Mit Kroos, Khedira, Schweinsteiger, Götze, Özil, Kramer, Podolski und Schürrle haben wir doch gerade in diesem Bereich ein Überangebot an guten Spielern. Unser wahres Problem liegt in der Abwehr auf den Außenpositionen. Besonders auf der linken Seite.

      Und ich bleibe dabei: Lahm müsste auf links spielen, Boateng rechts, Mertesacker und Hummels innen. Dann hätten wir auch eine Defensive von WM-Format.

      Ich kann mir vorstellen, dass Philipp eine Rückkehr in die Viererkette nicht schmecken könnte. Er ist jetzt dreißig Jahre alt, er weiß natürlich, dass es in den nächsten Jahren immer schwieriger wird, auf der laufintensiven Außenverteidigerposition zu bestehen.

      Mit einem Wechsel ins defensive Mittelfeld könnte er mit seiner Spielintelligenz locker noch drei, vier Jahre auf höchstem Niveau spielen. Aber am Ende sollte der Bundestrainer diese Entscheidung alleine treffen.

  2. Günter Nobis schreibt:

    Sehr treffendes WM-Zwischenfazit und ausgezeichnete Analyse!

    Meine persönlichen Highlights:
    – Dreierkette & Positionslosigkeit: Ich freu mich schon auf die Saison 2014/15. 😉
    – Luiz Gustavo & Ezequiel Garay: Schade, dass einer der beiden weg ist und der andere wahrscheinlich nicht kommen wird. Und natürlich
    – Arjen & Milla: Einfach genial die beiden sowie auch der Auftritt von Shaq im letzten Gruppenspiel.

    Übrigens haben Spieler aus dem Kader des FC Bayern in der Vorrunde 13 Tore erzielt. In vier Worten: Ü BER RA GEND!

    Eine Bitte an dich hätte ich jedoch geschätzter Bayern-Blogger: Bitte den letzten Punkt nochmal überdenken. Das braucht nun wirklich keiner…

  3. chicago_bastard schreibt:

    Schade, dass Du nix zu Götze, Kroos und Boateng (zu ihm immerhin einen kurzen Nebensatz) geschrieben hast. Fand Kroos in den ersten beiden Spielen sehr stark, gestern etwas weniger aber insgesamt ist er für mich neben Müller, Hummels und Boateng bislang der beste deutsche Spieler bei der WM.

    • derbayernblog schreibt:

      Ich muss von Kroos und Götze noch ein wenig mehr sehen. Bisher war es (wieder einmal) ziemlich wechselhaft – wobei mir gerade das Engagement und die Zweikampfstärke von Kroos wirklich positiv auffällt.

  4. Kurt schreibt:

    Den letzten Punkt würde ich auch nochmals schwersten überdenken…
    Wir sind alle Froh das diese Zeit vorbei ist. Ich erinnere mich noch mit grauen daran wie die Bayenspieler wie aufgescheuchte Hühner rumgerannt sind und am Ende in der Kabine selbst über Taktik und Aufstellung diskutiert haben… DA GIBTS NIX VERSÖHNLICHES!

    Ansonsten alles wieder punktgenau analysiert. Und wie so manche Möchtegernexperten Lahm kritisieren finde ich schon grenzwertig. Der eine Fehlpass wird stundenlang diskutiert aber über seine hervorragende Leistung ansonsten wird kein Wort mehr verloren. Vielleicht sollte Lahm öfter mal Krank feiern damit mal jemand sieht wie wichtig er für eine Mannschaft ist…

    • Klaus schreibt:

      Vollkommen deiner Meinung. Bitte keine Ausführungen zum besten/teuersten Innenarchitekten, den der FCB jemals hatte …

    • chicago_bastard schreibt:

      Hehe, da bekommt der Bayernblog ja ordentlich Gegenwind. Ich bin hingegen ziemlich neugierig, was der Bayernblog gerade bei dieser WM Positives zu Klinsmanns Bayernzeit finden will. Denn wenn ich mir die deutsche Elf dieses Turniers anschaue werd ich eigentlich pausenlos an Klinsmanns Fehleinschätzungen erinnert. 🙂

      Dass Hummels zum BVB ging hat er mitzuverantworten, ebenso wäre Müller wohl nach Hoffenheim verscherbelt worden wenn er Trainer geblieben wäre. Zumal er Müller bis auf das Rückspiel gegen Sporting, das nach dem 5:0-Hinspielsieg eh schon gelaufen war, so gut wie gar keine Einsatzchancen gab während er bei van Gaal wenige Monate später direkt Stammspieler war. Wird schwer, diese Negativpunkte irgendwie aufzuwiegen 😉

      • derbayernblog schreibt:

        Ich freue mich ja auch über Gegenwind :).

      • derbayernblog schreibt:

        Und vielleicht als kleine Vorschau: Ja, Klinsmann ist krachend gescheitert in München, aber es gab einige taktische Ansätze, die spannend waren (Einführung Gegenpressing, Versuch Dreierkette) aber aus unterschiedlichen Gründen am Ende nicht aufgegangen sind. Das ist sicher vor allem Klinsmanns Verschulden, der es verpasst hat einen echten Fußballehrer als Co-Trainer zu verpflichten und der es auch versäumt hat echte Verstärkungen in der Defensive einzufordern. (Als Beispiel hier die Viererkette vom 0:4 gegen Barcelona: Oddo – Demichelis – Breno – Lell). Müller machte übrigens schon am 1. Spieltag als 18-Jähriger sein Debüt. Dass er damals (noch) nicht an Klose, Toni und Podolski vorbei kam, ist irgendwo verständlich. In der Rückrunde hatte er die Mannschaft verloren – auch das muss er sich ankreiden lassen.

        Also nochmal: Ja er ist krachend gescheitert, aber er ist für mich nicht der ahnungslose Blender zu dem ihn viele machen.

      • chicago_bastard schreibt:

        Ja, Müller wurde am 1. Spieltag in der 79. Minute eingewechselt und das blieb neben der Einwechslung in dem von mir erwähnten Sporting-Spiel sein einziger Einsatz in der ganzen Saison unter Klinsmann. In den 5 Spielen unter Interimstrainer Heynckes am Saisonende hat er mehr Einsätze bekommen als in der kompletten Saison davor unter Klinsmann.

        Zum Wechsel nach Hoffenheim gibt es folgende Aussage von Müller: „Der damalige Bayern-Trainer Jürgen Klinsmann war einverstanden, er sagte, für mich sei in der Mannschaft sowieso kein Platz“.

        Nee also Müller ist wohl ein Paradebeispiel dafür, wieso man heute noch dankbar sein muss, dass der Klinsmann-Spuk damals beendet wurde. Kaum vorstellbar, wenn dieser Spieler, der im Alter von 24 Jahren schon zu den Legenden des Vereins gezählt werden muss, damals verkauft worden wäre…

        Blende solche negativen Aspekte in Deinem Lobgesang also lieber nicht aus, sonst befürchte ich einen richtigen Shitstorm im Kommentarbereich 😉

      • derbayernblog schreibt:

        Einen Lobgesang wird es nicht geben, aber ich bleibe, dass Klinsmann nicht vorzuwerfen ist, dass er Podolski, Klose und Toni spielen ließ und den 18-Jährigen Müller nicht. Dass LvG dieses Risiko einging ist fraglos ein unfassbarer Glücksfall für den Verein.

      • chicago_bastard schreibt:

        Das eigentliche Problem ist ja, dass Klinsmann Müller nach Hoffenheim verscherbelt hätte so wie er zuvor schon Hummels vergrault hat. Nicht auszudenken was für einen Schaden er damit angerichtet hätte.

      • Don Netzerone schreibt:

        Volle Zustimmung allein bei der Vorstellung, dass nach Hummels auch Müller weg wäre, verursacht bei mir Schnappatmung

      • Klaus schreibt:

        Naja. Die letzten 10 Minuten beim Rückspiel gegen Barca haben schon einiges gutgemacht. Die Udo Lattek, Herrmann Gerland, Mehmet Scholl, Lothar Matthäus 🙂 Sprüche waren der Wink mit dem Zaunpfahl …

  5. Don Netzerone schreibt:

    Also ich finde eher deine Einschätzung zur Leistung von Lahm im defensiven Mittelfeld recht oberflächlich, wenn ich es freundlich betrachte. Es waren weit mehr als nur ein Fehlpass. Auf den Aussenposititionen in der Abwehr ist er Weltklasse und genau hier fehlt er, weil eben die Variablität über die Aussenpositionen eine Schwachstelle des deutschen Angriffsspiels ist. Das Spiel mit 4 Innenverteidigern birgt vor allem wegen der Schnelligkeitsnachteile von Höwedes, der einfach zu leicht zu überlaufen ist und offensiv eher limitiert spielt, einige Gefahren. Auf der Mittelfeldposition ist Bastian Schweinsteiger absoluter Chef und säßen bei der Fifa nicht nur blinde Oppas, hätte es keinen Zweifel geben können, dass Basti, den ich häufig kritisierte, der Man of the Match war. Er war der Lenker mit einer großen Präsenz, nicht umsonst so häufig gefoult gestern. Müller ist ein Phänomen, der Bursche macht einfach nur Freude und ich hoffe auf noch viele Tore von ihm. Ein Wort zu Kroos sei noch gestattet, oftmals der mecklenburgischen Lethargie verfallen, war er es, der im Mittelfeld die Impulse gab, als Schweini draussen saß. Gestern segelte er eher im Windschatten von Bastian.

    • Günter Nobis schreibt:

      Sehr schöne Analyse zu Bastian und Toni. 100% Zustimmung meinerseits. Genau das ist auch das Problem von Toni beim FCB. Steht er mit dem Chef am Platz spielt er leider nur wie ein Duckmäuser oder, wie du es ausdrückst, segelt er dann im Windschatten des Boss. 😉

    • derbayernblog schreibt:

      Genau das möchte ich ja gern diskutieren. Ist Lahm auf der Außenbahn so wertvoll, dass er jetzt aus dem Zentrum abgezogen werden soll. Wenn Khedira und Schweinsteiger 100 prozentig fit wären würde ich das sogar bejaen. Aber die öffentliche Diskussion drehte sich nicht um diese Frage, sondern um eine angebliche Formschwäche von Lahm. Das habe ich als oberflächlich kritisiert.

      Deute ich deine Kritik an Höwedes so, dass Du Lahm links hinten aufstellen würdest?

      • Don Netzerone schreibt:

        Ganz offen bin ich der Ansicht, dass Philipp Lahm der absolut Weltbeste auf der LAV ist, weil er da auch durch das nach innen ziehen, Torgefahr ausstrahlt und eben nach vorn den Angreifer auf seiner Seite hinterlaufen kann und auch die notwendige Schnelligkeit besitzt. Natürlich ist er auch rechts wertvoll, aber da spielt Jerome recht ordentlich und hat gestern zumindest in Halbzeit 1 ein paar ordentliche Flankenläufe präsentiert. An seiner Weltklasse (gemeint ist Lahm) gibt es indes nichts zu zweifeln, nur denke ich, er wäre Aussen eben wertvoller.

  6. Ryukyu schreibt:

    Dass Shaquiri 3 Tore erzielt hat, finde ich super.. hoffe er trifft auch gegen Argentinien, dann bietet womöglich tatsächlich jemand 25 Mio. für ihn.. in meinen Augen verdeutlicht Shaquiri aktuell jedenfalls, dass er zu schwach für den FC Bayern ist. Er wird sicherlich immer seine Tore machen, aber ich traue ihm nicht zu, Spiele auf dem höchsten Niveau zu entscheiden.

    Wenn man dazu im direkten Vergleich Müller oder Robben sieht.. die spielen einfach in einer anderen Liga..

    Bei Schweinsteiger muss man in meinen Augen noch die nächste Saison abwarten. Wenn er da nicht schmerzfrei spielen kann, dann müssen sich die Wege eben trennen. Auf so einer wichtigen Position braucht man einfach einen gesunden Spieler.. Es bringt ja für beide Seiten nichts, wenn er sich auf Dauer in die Rückrunde quält, um dann dort mit Ach und Krach die wichtigen Spiele zu bestreiten, weil er der vermeintliche Leader ist.. Schweinsteiger wäre sicher einer der besten Spieler der Welt, wenn er denn nicht immer angeschlagen wäre.

    Zu Lahm braucht man nicht viel zu sagen. Er hat jetzt EIN Mal ein schlechtes Spiel gemacht. Das steht ihm nach 10 Jahren auch wirklich zu.. mich wundert ja nach wie vor, dass so wenig über Löw diskutiert wird. Allein die Tatsache, dass er Höwedes als LV aufstellt, rechtfertigt in meinen Augen seine Entlassung. Er versucht es auch immer weiter, egal wie hilflos Höwedes auf seiner Position wirkt. 😀 Und zu Özil fällt mir auch nichts mehr ein. Ihm fehlt einfach die Präsenz..

  7. Pingback: #Link11: Das drohende Loch | Fokus Fussball

  8. DasDing schreibt:

    Aus dem aktuellen Turnier lässt sich indirekt die in den letzten Jahren noch einmal gestiegene Bedeutung des FCB im Weltfußball herauslesen. Unglaublich, wie viele Bayern- oder ex-Bayernspieler und -Trainer da entscheidend beteiligt sind und bislang zu den prägenden Figuren dieses Turniers gehören. Hoffentlich geht der Saisonanfang nicht aufgrund der Überbelastung vieler Spieler nach hinten los – hoffentlich immerhin können Lewandowski, Thiago und der früh heimgekehrte Martinez die Lücken füllen, die so mancher angeschlagene WM-Legionär hinterlassen wird.
    Die Dreierkette und das hochfluide Offensivspiel kommen wirklich groß in Mode. Wenn im nächsten Jahr Jeder dieses System spielt kann man beim FCB immerhin zurecht behaupten, schon vor dem Hype damit gearbeitet zu haben 😀 (Pokalfinale).
    Etwas bedenklich stimmen mich die bislang sehr zaghaften Bemühungen der FCB-Verantwortlichen um neue Abwehrspieler. Das erinnert ja schon ein wenig an den Sommer 2010, als man es nach einer erfolgreichen Saison verpasste defensiv nachzulegen (Louis: „Da geb ich lieber noch einen ab“). Dabei ist ein zusätzlicher IV gerade wenn man mit Dreierkette spielen will dringend nötig. Die Bosse sollten die Transferentscheidungen daher nicht zu sehr dem ein wenig Mittelfeldvernarrten Guardiola überlassen und hier vielleicht mal ein Machtwort sprechen.
    Bei Shaqiri bin ich unabhängig von der WM leider nicht der Meinung, dass er die Nachfolge von Robben oder Ribery wirklich antreten kann. Er hat ganz sicher seine Stärken (wie man auch gegen Honduras sehen konnte), aber für die Nachfolge von Robbery kommen nur absolute Weltklasseleute in Frage – und dazu zählt Shaqiri auch vom Potential her nunmal nicht.

    Zur NM: Lahm macht im Grunde auch bei der WM einen guten Job als DM, die Diskussionen um ihn erklären sich vielleicht auch dadurch, dass bei Schlüsselspielern generell jeder Fehler mehr ins Gewicht fällt. Spielt Lahm als Stratege und Organisator Nr.1 vier Fehlpässe, entstehen daraus zwei Chancen für den Gegner, spielt hingegen ein Höwedes Fehlpässe, fallen diese kaum ins Gewicht. Überhaupt Höwedes: Wie von einigen Vorrednern hier angemerkt ist er der klare Schwachpunkt des Teams, er ist fußballerisch einfach furchtbar limitiert. Mittlerweile bekomme ich vor dem TV schon einen roten Kopf wenn ich ihn auch nur sehe. Warum muss so jemand in die Mannschaft, kann man da nicht lieber einem Durm die Chance geben? In der Champions League hat der auch gute Leistungen gezeigt, und es kann allgemein durchaus lohnend sein, auf höchstem Niveau auch mal junge Spieler reinzubringen, vorrausgesetzt sie kommen in ein funktionierendes Mannschaftsgefüge hinein, in dem sie nicht zuviel Verantwortung übernehmen müssen. Und insgesamt ist das Team mittlerweile gut funktionsfähig.

    • Don Netzerone schreibt:

      Klar wäre Durm eine echte Alternative zu Höwedes, da liegst Du völlig richtig. Aber auch wenn meine Ansicht nicht mehrheitsfähig ist, würde ich eine linke Seite Lahm, Götze für eine der weltbesten halten. Auch spielt für mich Özil auf der falschen Position, der gehört mMn auf die Mittelposition hinter Klose, der stets ein, zwei Leute wegzieht und bindet, was Freiräume für Müller oder andere schaffen könnte. Ist aber nur so eine Idee…..sorry

      • DasDing schreibt:

        Lahm hat mittlerweile allerdings schon ziemlich lange nicht mehr auf links gespielt, ob er in diese Rolle innerhalb von max. 4 Spielen wieder hineinfinden kann ist wohl eher zweifelhaft.
        Schade dass Reus nicht verfügbar ist, sonst könnte man auch mal ohne den defensivschwachen Özil antreten, mit Götze auf rechts, Reus auf links, auf der 10 entweder Kroos oder Müller und vorne entweder Müller oder Klose (wobei Kroos/Müller als Startformation mMn sinnvoller wäre). Naja, sinnlose Spekulation…

    • Thomas schreibt:

      Unser Bayernfan „Das Ding“ schrieb: >> Etwas bedenklich stimmen mich die bislang sehr zaghaften Bemühungen der FCB-Verantwortlichen um neue Abwehrspieler. <<
      Mir geht es ähnlich. Ich folgere daraus, daß der Argentinier Garay doch zu Zenit wechselt, obwohl er selbst Bayern favorisierte, daß er als zu teuer eingestuft worden ist.

      Wir müssen wohl bis Anfang August warten, vorher wird sich wohl in puncto Innenverteidigung nichts tun.

      • Don Netzerone schreibt:

        Sehe ich auch so mit Sorge. Es gab ja vor Garay auch David Luiz, den Pep wohl unbedingt wollte. Ich hoffe, sie wissen, was zu tun ist, wenn man dauerhaft in Europas Spitze bleiben möchte. Am liebsten wäre mir der unwahrscheinliche Fall der Ruckholung von Hummels.

  9. C schreibt:

    Die Frage is doch wo Lahm am wertvollsten für die Mannschaft ist, wenn dafür ein Höwedes aus der ersten Elf rückt könnte er auf rechts und Boateng auf links spielen. Mertesacker ist wohl gesetzt (wohl einfach aus dem Grund weil er in dieser Mannschaft relativ erfahren ist) und Hummels aufgrund seiner Stärken im Zweikampf und Spielaufbau ebenfalls, deswegen bleibt Boateng atm nur die Aussenbahn auch wenn ich langfristig eine 3er Kette mit Boateng Hummels und Badstuber für am wahrscheinlichsten halte.

    • Don Netzerone schreibt:

      Boateng und Hummels völlig klar, aber „seidsma net bees“, Badstuber ist ebenfalls einfach zu langsam für eine Dreierkette. Nicht vergessen, seine Rolle bei der WM 2010 als LAV gegen Ghana, wo er einfach wegen seiner Unbeweglichkeit überfordert war, oder seine Rolle bei ALLEN 4 Gegentoren gegen Schweden in Berlin. Ich bin ehrlich entsetzt, dass den Verantwortlichen beim FCB keine wirklich starke Verpflichtung in der IV gelingt. Schade, dass Garay sich anders entschieden hat. Da bin ich aber voll beim Blogger und seiner Einschätzung.

      • C schreibt:

        Badstuber war bei den Sprints immer relativ weit vorne dabei bei den Bayern, er ist in jedem Fall schneller als Hummels, Mertesacker oder Martinez. Auch Mertesacker sah gegen Schweden nicht gut aus und Hummels gegen Uruguay und andere Abwehrspieler gegen andere Nationen. Wenn Hummels oder Martinez von 2 halbwegs schnellen Innenverteidigern umgeben werden dann hat man eine ziemlich gute Defensive. Ich will Garay mal sehen wenn er dauernd an der Mittellinie verteidigen muss, dann schreien so Leute wie ihr nämlich als Erstes „hüftsteif“ „langsam“ „null Gefühl fürs Stellungsspiel“

      • C schreibt:

        BTW 2010 gegen Ghana hat Badstuber gar nicht gespielt

      • Don Netzerone schreibt:

        stimmt, sorry, es war Krasic oder so ähnlich und Serbien

  10. seikogee schreibt:

    Die letzte Spielaufstellung ist meine Meinung nach die Beste.

  11. SP schreibt:

    Nach dem heutigen Spiel könnte man zwei Ergänzungen machen:
    1. Lahm im Mittelfeld gibt im 4-3-3 die Stabilität, die wir brauchen. Als Lahm auf die Rechtsverteidigerposition gewechselt ist, ist die Absicherung bei Kontern kaum mehr vorhanden gewesen. Für mich gehört Lahm auch bei der Nationalmannschaft ganz klar ins Mittelfeld.
    2. Neuer: Ein Glück, dass wir mit Manuel Neuer den wahren Weltfußballer in unserer Mannschaft haben! (über Lahm oder Busquets anstatt Neuer als Weltfußballer kann man sicher diskutieren, Ronaldo ist dagegen ja wohl eindeutig ein schlechter Witz!)

    • Don Netzerone schreibt:

      „Ronaldo ist dagegen ja wohl eindeutig ein schlechter Witz!“
      Vorsicht, dass Ronaldo gegen Deutschland noch nie glänzen konnte, hat allein taktische Gründe, hat nix mit seiner überragenden spielerischen Klasse zu tun. Da sollten wir Fairness walten lassen und auch als Teil der FCB Familie zugeben, dass Ribery letzte Saison ein eher Schattendasein führte (vielleicht aus gesundheitlichen Gründen musste).
      Aber daran, dass Ronaldo den „ballon d’or“ verdient, kann es eigentlich keinen Zweifel geben, auch wenn man ihn persönlich nicht mögen muss. Aber egal, ob Ronaldo, Messi oder der gesamte Rest der Welt, der derzeit weltbeste Fussballer trägt ein Trikot des FCB und heißt Robben.

      • chicago_bastard schreibt:

        „Aber daran, dass Ronaldo den “ballon d’or” verdient, kann es eigentlich keinen Zweifel geben“

        Oh doch, wie die WM gerade beweist. Wirklich große Fußballer beweisen sich auch unter erschwerten Bedingungen bei so einem Turnier, wo die Mitspieler eben nicht für zig Millionen zu einem perfekten Team zusammengestellt wurden. Ein Neymar trägt in der Offensive und in der Kreativzentrale höchst durchschnittliche Brasilianer mehr oder weniger im Alleingang ins Viertelfinale. Messi spielt zwar nicht überragend, führt sein bis auf wenige Ausnahmen ebenfalls recht durchschnittlich besetztes Team (und die wenigen großen Namen wie di Maria, Aguero und Higuain spielen allesamt schwach) aber mit genialen Einzelaktionen ins Viertelfinale. Über Robben, der ebenfalls nur durchschnittlich besetzte Niederländer mit überragenden Leistungen so weit geführt hat muss ich wohl nichts schreiben. Niemand hat Ronaldo daran gehindert, seine sicher nicht viel schlechter besetzten Portugiesen ebenfalls mit Einzelaktionen so weit zu führen, doch von ihm war so gut wie nix zu sehen.

        Ronaldo glänzt in einem System, in dem für zig Millionen verpflichtete Mitspieler die Aufgabe haben, ihn möglichst oft zum Abschluss zu bringen. Es ist aber kein Zufall, dass wirklich große Fußballer fast ausnahmslos auch mit großartigen Leistungen bei WM-Turnieren assoziiert werden und er hat nun schon drei WMs gespielt, bei denen er allesamt enttäuscht hat. Messi scheint seine Chance zu nutzen, zu den wahren Legenden dieses Sports aufzusteigen, Ronaldo wird ein gehypter Werbe-Star bleiben, der nur in einem perfekten Umfeld funktioniert.

      • Günter Nobis schreibt:

        Kommt eher selten vor, dass ich das mache, aber in diesem Fall muss ich dir zu 100% zustimmen. Es ist auch gar nicht notwendig hier noch etwas zu ergänzen und auch wenn man Neymar, so wie ich, absolut nicht ausstehen kann, muss ich dir auch hier zustimmen .Perfekt analysiert und ausgeführt. Danke dafür chicago_bastard!

  12. joshtree4Joshtree schreibt:

    @sp Du sprichst mir aus dem Herzen. Allerdings ist mit Lahm auf rechts offensiv mehr Schwung gekommen. Das Dumme ist, beides kann er nicht gleichzeitig spielen. Oder nur bei Pep als halber Auenverteidiger/Sechser. Das wäre aber sowohl für Löw als auch einige Mitspieler zu anspruchsvoll. wie man auch gestern immer wieder gesehen hat, dass die Antizipation bei Pässen im Mittelfeld nicht da ist, was dann zu dummen Fehlpässen führt. Vielleicht wäre ein bisschen mehr Training da hilfreich gewesen, aber was weiß denn ich.

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