Rummenigge: „Unsere Trainer glauben, dass Rode auch Außenverteidiger spielen kann“

Der FC Bayern veröffentlicht auf seiner Homepage momentan ein mehrteiliges Interview mit dem Vorstandsvorsitzenden Karl-Heinz Rummenigge, das durchaus einige wichtige Informationen enthält.

Rummenigge stellt sehr deutlich klar, dass es keine Pläne gibt Pierre Emile Højbjerg auszuleihen. Er sei grundsätzlich ein Fan von Ausleihgeschäften, aber der 18-Jährige sei so weit, dass er sofort eine wichtige Rolle beim FC Bayern übernehmen könne.

Interessant ist auch, dass KHR bestätigt, dass das Trainerteam Sebastian Rode durchaus auch als Außenverteidiger ansieht. Es ist eine lange Forderung von mir eine der freien Planstellen auf den beiden Außenverteidigerpositionen zumindest partiell mit Sebastian Rode zu besetzen. Er hätte sowohl in der Ausrichtung der einrückenden AV’s wie über weite Strecken der Saison von Guardiola präferiert, als auch in der sichernden Funktion der Pokalfinal-Ausrichtung alle Eigenschaften, um diese Position zu besetzen. Rummenigge beschreibt den Neuzugang sehr treffend als „aggressiven Dauerläufer, der immer beißt, der immer präsent ist, der dem Gegner immer weh tut. Er erinnert mich ein bisschen an Jens Jeremies.“ Die Aussagen machen Mut, dass der Verein mit Rode etwas vor hat und er kein bloßer Gelegenheitstransfer bleibt. 

Mit van Buyten und Pizarro stellt der Bayern-Vorstand eine zügige Einigung in Aussicht. Gerade bei Pizarro stehen meiner Einschätzung nach alle Zeichen auf Verlängerung.

Das volle Interview mit Rummenigge gibt es hier:

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18 Antworten zu Rummenigge: „Unsere Trainer glauben, dass Rode auch Außenverteidiger spielen kann“

  1. Scholli schreibt:

    KMH… zu schön. 😉 Interessant, dass er meinen Tipp zu Hojbjerg bestätigt ;-)))

  2. SP schreibt:

    Das ist ja endlich mal ein Interview, in dem auch klare Aussagen gemacht werden, wie es aussieht und nicht nur irgendein Standard wie „Der Spieler hat große Qualitäten, wir werden sehen, wie die Verhandlungen weitergehen.“

  3. Rob schreibt:

    Man hat letzte Saison schon gemerkt, dass auch Heynckes viel von Hojbjerg hielt, da er da schon (sehr) kurze Einsatzzeiten bekam. Auch Guardiola hat ihn diese Saison schon häufiger eingesetzt und teilweise mit starken Auftritten für einen 18 jährigen.
    Bei Rode bin ich sehr gespannt, ob er den Anforderungen eines Außenverteidigers gerecht werden kann. Könnte auf jeden Falll funktionieren, da die unter Guardiola ja eh ziemlich weit aufrücken und auch läuferisch ein großes Pensum abspulen müssen.

  4. chicago_bastard schreibt:

    „Aggressiver Dauerläufer“, als würde es für ne tragende Rolle beim FC Bayern reichen viel zu rennen und aggressiv zu sein. Eine Profilbeschreibung von Rafinha würde wohl ähnlich klingen und der reicht schon nicht für höchstes Niveau, Rode erst Recht nicht. Wenn Lahm wirklich dauerhaft ins Mittelfeld geht kann es ja wohl nicht die Lösung sein, zwei durchschnittliche Dauerläufer zu haben, die sich dann auf rechts abwechseln…

    Rode hat es nicht mal geschafft bei Frankfurt herauszustechen. Entweder man holt für rechts einen echten Kracher oder Lahm wird wohl oder übel Rechtsverteidiger bleiben müssen, jedenfalls in den Spielen gegen Top-Gegner.

    • Thomas schreibt:

      Wenn Du so denkst, unterschätzt Du die Tätigkeit des Cheftrainers und seiner Assistenten. Hermann Gerland wird den Frankfurter schon unter seine Fittiche nehmen und weiterentwickeln?!?

      • chicago_bastard schreibt:

        Wenn es so einfach wäre hätte der Trainerstab Kirchhoff oder Contento ja auch weiterentwickeln können. Rode ist der gleiche Jahrgang wie Kroos und älter als Thiago, Götze und Alaba. Ein Höjbjerg hat noch Entwicklungspotential, ein 24jähriger Rode eher weniger. Da werden keine riesigen Sprünge mehr kommen, die wären jedoch nötig wenn man sich seine Leistungen bei Frankfurt anschaut.

      • SP schreibt:

        Erstens ist er 23. Zweitens ist er durch seine Fähigkeiten flexibler, als Kirchhoff, der Innenverteidiger und Sechser spielen konnte. Er kann eben alles im zentralen Mittelfeld und auch noch Außenverteidiger spielen. Dazu wäre Kirchhoff zu unbeweglich. Drittens kann man wenn du Kirchhoff bringst natürlich vor der gemeinsamen Zeit schwer einschätzen, wie viel Potenzial in ihm steckt. Kann bei Rode bei uns funktionieren, muss aber nicht. Viertens ist gerade die Außenverteidigerposition, und aus den Worten von Rummenigge ist wohl klar rauszuhören, dass er gerade für diese Position verpflichtet wurde, sonst hätte er es wohl nicht so deutlich gesagt (ich gehe daher auch davon aus, dass Rode von diesen Plänen wusste und damit einverstanden war, als der Vertrag abgeschlossen wurde), eine Position, auf der wir noch etwas schwächer besetzt sind (ist ja eigentlich auch jeder, es gibt halt auch kaum Weltklasseaußenverteidiger und wenn, dann spielen die Stammplatz bei nem anderen Topklub) und die gerade auf seine Fähigkeiten (soweit ich sie kenne, vor allem aber leider nur vom lesen) bei unserer momentanen Spielweise perfekt zugeschnitten ist. Gerade Laufbereitschaft, bei der du aussagst, dass sie allein noch nichts ausmacht, ist denke ich da sehr wichtig, da man eben gerade als Außenverteidiger vorne und hinten sehr viel mitspielt. Grundsätzlich ist da auch einfach wegen diesem Laufpensum und zusätzlich auch noch den vielen defensiven Zweikämpfen gegen sehr schnelle und wendige Spieler eine körperliche Fitness erforderlich. Der Spieler sollte auch schon etwas robuster sein, aber zusätzlich schnell (Alaba!) und wendig. Das bringt Rode also schon mal alles mit. Bleiben noch die Fähigkeiten im technischen und spielerischen Bereich.
        Die Bewegungsläufe sind bei uns anspruchsvoller, als bei anderen Klubs (für die Außenverteidiger zumindest), da sie zentraler spielen. Der Spieler sollte also in der Lage sein, auch mal zu vorderlaufen und vor allem auch im Zentrum eine Position zu finden, in der er sich ins Spiel mit einbringen kann. Zudem hat er auch häufig eine sehr absichernde Funktion. Es gab schon einige Spiele, wo die Außenverteidiger wirklich auf der Position des 6-ers bis 8-ers waren. Rode hatte bisher genau diese Position. Er ist also in der Lage, auch im Zentrum eine Position zu finden, in der er sich mit einbringen kann. Durch seine bisherige defensivere Position müsste er mindestens wissen, wie man absichert, er hat es mit sicherheit auch schon häufiger gemacht. Vorder- und Hinterlaufen sind Punkte, die relativ einfach einzustudieren sind und sonst nur körperliche Punkte benötigen, die er ja hat. Seine Position in unserem Spiel sollte er also denke ich relativ schnell finden können.
        Was noch bleibt sind technische Punkte, vor allem im Passspiel. Normalerweise sollte er in diesem Punkt als zentraler Mittelfeldspieler einem Spieler wie Rafinha ja sogar noch überlegen sein. Dort hat er ja schließlich andauernd die Situation, Pässe auf engem Raum zu spielen. Außerdem musste er dort auch deutlich komplexere Entscheidungen treffen, als als Außenverteidiger. Kombinationsspiel sollte also auch klappen.

        Insgesamt kann man also sagen, dass er für unsere Außenverteidigerposition eigentlich alles mitbringt, was er braucht. Ich persönlich würde auch sagen, dass die Außenverteidigerposition der Position im Zentrum bei uns wohl am ähnlichsten ist. Der einzige Grund, warum bisher dennoch keiner unserer Spieler vom Zentrum auf die Außen gerückt ist (außer Alaba), ist, dass bei keinem, außer Lahm, Höjbjerg und Thiago, die körperlichen Voraussetzungen stimmen. Lahm und Thiago dagegen sind für außen verschenkt, Höjbjerg wird es vermutlich auch bald sein.
        Die beste Begründung, warum man auf Rode mindestens hoffen kann, ist für mich aber David Alaba. Dieser hat ja auch lange im zentralen Mittelfeld gespielt (und tut dies bei Österreich ja immer noch). Als zentraler Mittelfeldspieler hat er jedoch den Durchbruch nicht geschafft. Ich gehe davon aus, dass ihm das ein paar Jahre später schon gelungen wäre, ob er allerdings im Zentrum bei uns Stammspieler wäre, wage ich trotz seinem großen Talent zu bezweifeln. Als Außenverteidiger ist er bereits jetzt einer der besten weltweit. Ob das Rode schafft ist wohl eher unwahrscheinlich. Für mich ist aber ein zentraler Mittelfeldspieler, der körperlich ideal für die Außenverteidigerposition geschaffen ist und sich auch nicht zu schade ist, diese auszuüben, ein ausgesprochen guter Transfer (vor allem ohne Ablöse!) und man kann zumindest einige Hoffnungen auf ihn setzen. So wie du würde ich ihn also niemals abschreiben.

      • chicago_bastard schreibt:

        Das klingt ja in der Theorie ganz toll, nur leider ist es eben erstmal nur Theorie. Ja, Rode ist ein zentraler Mittelfeldspieler, aber das heißt nicht automatisch, dass er all die Vorzüge, die du aufzählst, auch wirklich besitzt. Nur weil er bei einem Club wie Frankfurt im Mittelfeld spielt heißt das nicht, dass er automatisch über ein besseres Passspiel als Rafinha verfügt. Seine Ballbehandlung und sein Passspiel sind maximal durchschnittlich, das fällt bei einem Team wie Frankfurt nunmal nicht so ins Gewicht wie bei Bayern. Gustavo kann auch bei jedem anderen BL-Team im Mittelfeld spielen, für die Bayern hat es hingegen nicht gereicht.

        Ich kenne einige Frankfurt-Fans, keiner von ihnen weint Rode auch nur eine Träne nach, während sie Schwegler und Jung als herbe Verluste bezeichnen. Rode hingegen war diese Saison selbst in Frankfurt nur ein Mitläufer! Wie soll so einer beim FC Bayern einen Stammplatz haben? Meinetwegen hat er körperliche Voraussetzungen, die ihn für die RV-Position prädestinieren, die Klasse um diese auf höchstem Niveau auszufüllen hat er aber nicht und wird er nie haben, da ändert es nix, dass er „erst“ 23 ist. Gerade in den Punkten, wo er große Defizite hat, nämlich Ballbehandlung und Technik, verbessert man sich mit 23 nicht mehr, der Zug ist abgefahren.

        Klar, der Transfer ist kein Fehler, da er ablösefrei erfolgte und man ihn in einem Jahr vermutlich wie Petersen sogar mit kleinem Gewinn an irgendeinen Durchschnittsclub verkaufen wird. Es wäre jedoch ein Fehler, auf Rode als Stamm-RV zu setzen.

      • SP schreibt:

        Ich wollte mit meinem Kommentar nie ausdrücken, dass Rode bei uns mit Sicherheit Stammaußenverteidiger wird, sondern nur, dass seine Fähigkeiten dafür nach allem, was ich weiß ausreichen könnten und man ihn daher nicht sofort abschreiben wird. Ich bin mir also nicht sicher, sondern halte es nur für durchaus möglich.
        Zu deiner Aussage, dass er schwächen im Passspiel hat: Ich habe mal bei whoscored nachgeschaut und das kam dabei raus:
        Erstens werden als Stärken unter anderem Passing und Through Balls angegeben. Darauf würde ich jetzt nicht so viel geben, die können sich auch schon mal irren, grundsätzlich passt es aber nach meinem Eindruck doch relativ häufig.
        Zweitens liegt seine Passquote in der Bundesliga bei 84,3% (in der Europa League sogar noch höher). Ich habe das ganze mit den ganzen anderen Bundesligavereinen verglichen und bin nur auf zwei Vereine gestoßen, bei denen mehr als 2-3 Spieler (die dann meistens auch nicht Mittelfeldspieler sondern Innenverteidiger waren) eine bessere Passquote vorzuweisen hatten. Das waren im übrigen Gladbach und natürlich Bayern. Wenn man jetzt noch mit einplant, dass erstens die Position als Außenverteidiger die Passquote nochmal erhöhen wird, dass zweitens unsere Spielweise die Passquote nochmal erhöhen wird, dass drittens die bessere Positionierung der Mitspieler bei uns im Vergleich zu Frankfurt die Passquote nochmal erhöhen wird und dass viertens er sich auch nach seinem 23. Lebensjahr noch weiter verbessern kann (Höjbjerg hat übrigens keine bessere Passquote), da erstens mit Sicherheit noch an der Technik gearbeitet werden kann und zweitens eine Passquote auch viel mit Entscheidungsfindung… zu tun hat, die mit der Erfahrung des Spielers besser wird, dann kann ich mir gut vorstellen, dass er von der Passgenauigkeit für unsere Außenposition mehr als ausreicht.
        Natürlich ist Passgenauigkeit nicht alles, sondern auch die Art der Pässe, die er spielt. Dazu kann ich noch sagen, dass er erstens pro Spiel 5 lange Bälle (Bei Bayern spielen außer den Innenverteidigern, Kroos und vielleicht noch Schweinsteiger so ziemlich alle weniger) spielt und damit 1/10 seiner Pässe weite Pässe sind. Außerdem hat er nach dem, was ich bisher von ihm gesehen habe (ich gebe zu, dass es nicht viel war und ich das meiste nur durch Recherche herausgefunden habe, aber meistens reichen für solche Dinge ja schon ein paar Eindrücke), alles andere als risikolos gespielt, sondern sich immer dynamisch nach vorne gespielt und sich dort mit ins Passspiel mit eingebunden.
        Zum Schluss noch ein Artikel, der dich vielleicht überzeugen könnte, da der Autor natürlich sehr viel mehr von Fußball versteht als ich:
        http://www.abseits.at/fusball-international/deutschland/transfers-erklaert-darum-wechselte-sebastian-rode-zum-fc-bayern-muenchen/
        Kleine Ergänzung von mir: Beide Rollen, die er einnehmen könnte und die in dem Artikel beschrieben werden, könnte mMn auch Höjbjerg ausüben, da er durchaus ähnliche Fähigkeiten besitzt. Höjbjerg wird aber wohl mittelfristig vor allem im Mittelfeld eingesetzt werden und Rode ist durch seine etwas höhere Dynamik zumindest im Moment wohl der noch deutlich bessere Außenverteidiger.

      • DasDing schreibt:

        Als AV könnte das tatsächlich passen, auch wenn ich nicht weiß, ob das wahrscheinlich ist. Zu den technischen und körperlichen Voraussetzungen wurde jetzt schon eine Menge gesagt, man kann zudem noch hinzufügen, dass nicht alle „kleinen“ Transfers schiefgingen. Man denke nur an Dante, dem hat vor der Saison 12/13 auch kaum jemand etwas zugetraut, doch er passte ins Profil und hat eine absolut professionelle Einstellung gezeigt, sodass er zum wichtigen Bestandteil des Tripleteams wurde. Auch Rafinha hat unter Pep eine durchaus unerwartete Entwicklung genommen, und sowohl Dante als auch Rafinha sind natürlich deutlich älter als Rode.

  5. Schibulski schreibt:

    Wenn jemand für die Aussen gesucht wurde, warum Rode? Ich verstehe es nicht. Im Pokalspiel der Eintracht gegen den BVB fiel er vor allem als Chancentod auf, vor dem Tor verstolperte er eine hundertprozentige Torchance kläglich. Wenn man bei der Eintracht „wildert“, warum nicht den „offiziellen“ rechten Verteidiger Jung, im gleichen Alter wie Rode. Wolfsburg lässt angeblich 20 Mio. für 4 Jahre springen (Quelle Frankfurter Rundschau). Und Jogi hat Jung auch zum Nationalspieler gemacht. Ich denke nicht das Rode den Durchbruch bei Bayern schaffen wird. Oliver Fritsch würde sagen: Sammer Transfer um eine Duftmarke zu setzen.

    • SP schreibt:

      Zu deinen Argumenten gegen Rode: Ist ein AußenVERTEIDIGER zum Tore machen da? Selbst Alaba, der einen ausgesprochen guten Schuss hat, kommt, da ein Außenverteidiger ja im Normalfall als Linksverteidiger auf Links oder umgekehrt spielt, relativ selten zum Torerfolg.
      Zu Jung: Ich kenne ihn nicht, da ich kaum zum schauen komme, aber wenn ich im Internet Videos schaue oder mir anschaue, was Rodriguez von Wolfsburg für ein Spielertyp ist, dann sind das eher Außenverteidiger, die sehr konsequent auf der Außenbahn bleiben und noch gut flanken können. Das mögen ja auch gute Außenverteidiger sein, aber diese gibt es dann doch deutlich häufiger, als so extrem spielstarke, die auch kombinieren können, wie zum Beispiel Alaba und Lahm. Bei einem zentralen Mittelfeldspieler, der von den Fähigkeiten her ein idealer Außenverteidiger für uns werden könnte, sehe ich vor allem durch die höhere Spielstärke da doch deutlich mehr Potenzial.

      • Schibulski schreibt:

        Was ich mit meinem Post verdeutlichen wollte war, warum Rode umfunktionieren, wenn es einen funktionierenden Aussenverteidiger mit Namen Jung gibt. Ich halte Jung für technisch ausgereifter als Rode, um das zu verdeutlichen mein Beispiel mit der kläglich verstolperten Chance von Rode im DFB Pokal Spiel vs. den BVB. Just my two cents.

      • SP schreibt:

        An einem Spiel kann man schwer einen Spieler bewerten. Und was du aussagen wolltest war mir klar. Ich habe mit meinem zweiten Absatz aber Argumente geliefert, warum es dennoch Sinn macht. Und ich glaube, dass das Umfunktionieren zum Außenverteidiger erstens gut klappt und kein so großer Aufwand sein müsste (vor allem bei unserer Interpretation der Position und ihren Ähnlichkeiten zum zentralen Mittelfeld; außerdem war das ganze bei Durm bei Dortmund und im DFB-Pokal-Finale bei Höjbjerg ja letzte Saison schon zu beobachten, dass das gut funktioniert) und dass Umfunktionieren zweitens der falsche Begriff ist. Schließlich wird er nicht einfach für immer ein Außenverteidiger, sondern er wird ein Spieler, der, wie Phillip Lahm, Außenverteidiger und Zentrum spielen kann und daher eine gute Alternative abgibt. Schließlich sind Spieler, die auf mehreren Positionen spielen können, enorm wertvoll, da sie dann einen Ausfall kompensieren können, egal auf welcher Position der Ausfall ist. Außerdem können sie dann, wenn es sich durch unser flexibles Spiel ergibt, schnell die Position eines Spielers, der durch seinen Laufweg woanders ist, einnehmen.
        Woran man übrigens mMn schön beobachten kann, dass Guardiola genau diese Flexibilität von seinen Spielern in möglichst großem Umfang sehen will, sind zwei Spieler. Der erste ist natürlich Thiago, den er unbedingt haben wollte. Einerseits hat er das natürlich mit seinen überragenden Qualitäten und seinem sehr großen Talent begründet. Das allein hätte wohl auch schon ausgereicht. Als einen weiteren Grund hat er aber angegeben, dass Thiago auf der 6, der 8, der 10 und beiden Außenstürmerpositionen spielen kann. Ich würde sogar noch was drauflegen und sagen, dass er im extremen Notfall sogar Außenverteidiger und Stürmer spielen könnte, das wird aber wohl doch nicht passieren, da wir dazu genug andere Spieler haben, die in diese Rollen noch etwas besser passen. Er hat aber bereits in manchen Spielen sehr häufig die linke Außenbahn besetzt. Das war dann meistens bei Spielen, wo wir einen Rechtsfokus hatten.
        Der zweite Spieler, den ich meinte ist Höjbjerg. Dieser kam bisher vielleicht etwas überraschend in Pflichtspielen noch praktisch nie auf seiner eigentlichen Position im zentralen Mittelfeld zum Einsatz. Stattdessen hat er Linksaußen, Rechtsaußen, der viel ins Zentrum zog, und Rechtsverteidiger gespielt. Das einzige Spiel, in dem er wirklich durchgehend im Zentrum positioniert war, war das Freundschaftsspiel gegen Salzburg, in dem er eine Mischung aus 6-er und Innenverteidiger geben musste. Ich denke hier sieht man sehr deutlich, wie sich Guardiola einen Spieler nach seinen Vorstellungen formt. Das hat natürlich auch noch andere Gründe, nämlich, dass Höjbjerg wohl mittlerweile bei 3-4 Verletzten der Spieler ist, dem er am meisten vertraut. Er hätte sich aber auch entscheiden können, nach Lahms Verletzung Höjbjerg ins Zentrum zu ziehen und Rafinha auf rechts. Stattdessen hat er Götze nach hinten gezogen. Ich würde mir das so erklären, dass Höjbjerg noch nicht die Qualitäten für das zentrale Mittelfeld hat. Vor allem im Passspiel hat er noch Schwächen. Insgesamt würde ich daraus schließen, dass in Guardiolas System die Anforderungen für jede Position sich der Position im zentralen Mittelfeld durch die große benötigte Menge an Pässen deutlich angenähert haben. Ein klassischer Außenverteidiger hätte daher vielleicht sogar mehr Probleme bei uns Außenverteidiger zu Spielen, als ein zentraler Mittelfeldspieler, wie Rode oder Höjbjerg, da er beinahe schon den zentralen Mittelfeldspieler lernen müsste, was definitiv schwerer ist, als andersherum.

    • Thomas schreibt:

      Was außerdem von allen vergessen wurde: Ein Neuer im Kollektiv wird auch von anderen „getragen“. Im täglichen Training kann er sich an den besseren orientieren, von ihnen lernen, sich von ihnen unterstützen lassen.
      Das sind doch Selbstverständlichkeiten, die in einem guten Team eine Voraussetzung für Erfolg bilden!

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