Borussia Dortmund – FC Bayern 0:2 n.V. (0:0)

Borussia Dortmund Weidenfeller – Piszczek, Sokratis, Hummels, Schmelzer – Jojic (83. Aubameyang), Sahin – Mkhitaryan (60. Kirch), Reus, Großkreutz (110. Hofmann) – Lewandowski
Ersatz Alomerovic, Durm, Friedrich, Kehl
FC Bayern Neuer – Hojbjerg (102. Van Buyten), Boateng, Martínez, Dante, Rafinha – Lahm (31. Ribéry, 109. Pizarro) – Müller, Kroos – Robben, Götze
Ersatz Raeder, Contento, Shaqiri
Schiedsrichter Florian Meyer (Burgdorf)
Zuschauer 76.197 (ausverkauft)
Tore 0:1 Robben (107.), 0:2 Müller (120.+3)
Gelbe Karten – / Kroos, Hojbjerg, Boateng, van Buyten, Robben

„Und Pokal auch!“

Es war ein emotionaler Höhepunkt eines sportlich sehr erfolgreichen Jahres für den FC Bayern München. Ein hochklassiges Finale zweier toller Mannschaften. Viel Dramatik mit der Verletzung von Lahm und dem nicht gegebenen Dortmunder Treffer. Unzählige taktische Auffälligkeiten und Kleinigkeiten, die einen großen Anteil am Ausgang dieses Spiels hatten.

Es gab in den letzten 15 Jahren viele DFB-Pokalfinals mit Münchener Beteiligung. Es gab viele Siege, darunter auch Erfolge nach Verlängerung. Ich kann mich trotzdem nicht an ein emotionaleres und für diese Mannschaft bedeutenderes DFB-Pokalfinale erinnern. Der FC Bayern hat mit diesem Sieg die Saison 2013/2014 nicht gerettet, sondern gekrönt.

3 Dinge, die auffielen:

1. Guardiolas kluge Idee

Der Bayern-Coach war vor dem Spiel gezwungen seine Mannschaft anzupassen. Durch das verletzungsbedingte Aus von Bastian Schweinsteiger und David Alaba war klar, dass Guardiola seine Elf mindestens personell ändern musste. Dass der Katalane am Ende auch die Formation grundlegend überarbeitete, überraschte trotzdem und schien unabhängig von den Personalsorgen geplant gewesen zu sein. Es entstand gegen Dortmund ein 3-4-2-1 oder klassischer 3-4-3, das jederzeit mit oder gegen den Ball auf ein 5-2-3 oder 5-3-2 umgestellt werden konnte. Guardiola akzeptierte damit, dass es dem BVB mit seinem exzellenten Pressingsystem gelingt, das Bayern-Aufbauspiel 20-30 Meter in die Defensive zu zwingen, wie es hier im Blog auch auch in der Vorschau beschrieben wurde. Gegen viele Gegner in der Bundesliga beginnt Bayerns Aufbauspiel praktisch erst 40-50 Meter vor dem Tor, weil viele Mannschaften eher abwartend, beispielsweise in einem 4-5-1-Mittelfeldpressing agieren. Gegen Dortmund beginnt der für den Spielaufbau entscheidende Moment bereits 20-30 Meter vor dem eigenen Tor, weil Dortmunds Pressing schon hier Ballverluste provoziert oder das Spiel in tote Räume, beispielsweise auf den Flügel lenkt.

Durch den zusätzlichen Aufbauspieler in der Dreierkette und die enorme Breite, die die eher zurückhaltenden Außenverteidiger gaben, gelang es so immer wieder Dortmunds Pressing auseinander zu ziehen und den direkten (und spielerisch effizienteren) Weg über Lahm, Kroos (144 Ballkontakte) oder Götze durch die Nahtstellen im Zentrum zu gehen. Bayern hatte durch die Dreierkette, die zur 5er-Kette wurde und mit Neuer einen weiteren spielstarken Aufbauspieler als Unterstützung bekam, immer eine personelle Überzahl in diesem für Bayerns Aufbauspiel entscheidenden Bereich des Spielfelds. Immer wenn Dortmunds erste Pressingreihe kontrolliert (!) überspielt wurde, konnte Bayern sein Offensivspiel aufziehen. Die Maßnahme Guardiolas mit der formativen Umstellung zahlte sich hier absolut aus. 

Auch in der Rückwärtsbewegung bot die veränderte Ausrichtung mehrere Vorteile. Martínez zeigte als zentraler Abwehrspieler alle Stärken, die ihn auch auf der 6 auszeichnen. Ohne eine klare Mannorientierung wie sonst in der Innenverteidigung konnte er seine riesigen Qualitäten als unterstützender, abschirmender Verteidiger voll ausspielen. Sobald einer seiner Kollegen überspielt, überlaufen oder unter Druck gesetzt wurde, war Martínez derjenige, der durch kluges Herausrücken oder bedachtes Abschirmen Angriffe abwehrte, Laufwege verkomplizierte, Bälle gewann und Dortmunder entnervte. 15 gewonnene Zweikämpfe standen für ihn am Ende zu Buche. Nur Højbjerg (18) gewann mehr. Dortmund hatte durch die kompakte Ausrichtung kaum Möglichkeiten für Konter. Die Räume, die in Bayerns klassischer 4-2-3-1-Ausrichtung mit weit vorschiebenden Außenverteidigern neben den beiden Innenverteidigern, beziehungsweise hinter den Außenverteidigern entstehen, waren verstopft. Dortmunds Konterspiel hatte nur in wenigen Situationen Erfolg. Die Borussen mussten so viel mehr Aufwand im Ballvortrag betreiben, um torgefährliche Chancen zu kreieren, was ihnen über weite Strecken schwer viel.

Die veränderte Ausrichtung war fraglos nicht der alles entscheidende Grund für den Sieg. Am Ende machten wie so oft zwei bis drei Situationen mit der richtigen Entscheidung im richtigen Moment (Boatengs Herausrücken+Ballgewinn vor dem 1:0 z.B.) den Unterschied aus. Aber Guardiola half seiner Mannschaft durch die veränderte Ausrichtung zwei der größten Probleme, die Bayern in der Vergangenheit in Duellen mit den Borussen hatte, zu beseitigen. Die Schwierigkeiten mit Dortmunds Pressing im Spielaufbau und die Verteidigung von schnellen Kontern nach Ballverlust. Guardiola bereitete seine Mannschaft durch die Anpassung exzellent auf die Partie vor. Das ist seine Aufgabe. Gewinnen muss das Spiel die Mannschaft selbst. Sie tat es. Mit der richtigen Taktik, aber vor allem mit einer enormen Energieleistung.

2. Plötzlich erwachsen

Mir ist nicht wohl bei dem Gedanken an die Zeit nach Bastian Schweinsteiger und Philipp Lahm beim FC Bayern. Über zehn Jahre prägen diese beiden Spieler inzwischen den Verein. Das Zeitfenster in denen sie die Mannschaft auch in großen Spielen weiter tragen können, wird gewiss kleiner. Schweinsteiger fehlte dem Team von Beginn an. Als Lahm nach 31 Minuten verletzt ging, konnte keiner der beiden dieser Mannschaft Halt geben, wie sie es in der Vergangenheit so oft gemeinsam oder allein getan hatten. Es war wohl das erste wichtige Spiel seit dem DFB-Pokalfinale 2003, das der FC Bayern ohne seine beiden heutigen Kapitäne bestreiten musste. Es war klar, dass dies der Moment war, indem andere in die Bresche springen mussten, um dieses Spiel zu gewinnen. Viele taten es.

Manuel Neuer, der die Kapitänsbinde übernahm. Rafinha, der auf ungewohnter Position als linker Verteidiger kaum Fehler machte. Martínez, der gemeinsam mit einem herausragenden Jerome Boateng und einem soliden Dante, den eigenen Sechzehner verteidigte. Kroos, der sich nicht so oft versteckte. Götze, der viel versuchte und involviert wirkte wie noch nie im Bayern-Trikot. Ribéry, dem nicht wirklich viel gelang, aber der sich für die Mannschaft zerriss. Müller, der mit unbändigem Willen voran ging. Genannt werden müssen wahrscheinlich Alle. Aber einem Spieler konnten wir am Samstag-Abend buchstäblich beim erwachsen werden zusehen. Es war sein erster richtig großer Schritt hin zu dem Fußballer, der er einmal zu werden verspricht.

Pierre Emile Højbjerg machte gegen den BVB sein drittes Spiel von Anfang an für den Rekordmeister. Auf der für ihn ziemlich ungewohnten Position des rechten Außenverteidigers. Der 18-Jährige machte keine überragende Partie. Er spielte die meisten Fehlpässe auf Seiten der Münchener, traf die ein oder andere falsche Entscheidung. Aber Højbjerg spielte eine unfassbar reife Partie. Er fiel keinen Millimeter ab. Er ließ sich vom Moment eines DFB-Pokalfinals nicht überrumpeln. Er spielte ein grundsolides, gutes Spiel. Und das ist für einen 18-Jährigen auf einer für ihn fremden Position enorm. Wenn Højbjerg weiter geduldig einen Schritt nach dem anderen geht, wenn er gesund bleibt, wenn er auf die richtigen Leute hört, wird er ein Spieler sein, der den FC Bayern gemeinsam mit einigen Anderen in die Ära nach den Lahms, Schweinsteigers, Robbens und Ribérys tragen kann. Bis dahin ist es noch ein gutes Stück Weg zu gehen. Das Pokalfinale war für den Dänen in dieser Hinsicht aber mit Sicherheit ein wesentlicher Meilenstein.

3. Arjen

Es ist kein Zufall, dass es einmal mehr Arjen Robben war, der am Samstag-Abend mit seinem Treffer den Weg zum DFB-Pokalsieg ebnete. Robben spielt eine konstant starke Rückrunde. Er geht mit großem Willen und guten Leistungen voran. Auch in den schwierigen Phase zuletzt war immer wieder er es, an dem sich die Mannschaft aufrichten konnte. Gegen Manchester hatte er mit einem Tor und einer Vorlage großen Anteil am Weiterkommen. In den Spielen gegen Real Madrid war er stets der beste Münchener Akteur, weil er immer wieder Dinge probierte und den Gegner vor Aufgaben stellte.

Es sind sehr gute aber keine überragenden Statistiken, die der Niederländer in dieser Saison aufgelegt hat. 11 Tore und 7 Vorlagen in der Bundesliga. 4 Tore und 4 Vorlagen in der CL. 4 Tore und 5 Assists im Pokal. Für ihn, der schon einmal 22 Torbeteiligungen in 14 Bundesliga-Spielen vorweisen konnte (2010/2011) sind diese Zahlen solide. Viel mehr nicht. Robben hat inzwischen jedoch auch andere Wege gefunden Spiele positiv zu beeinflussen. Er stellt sich in den Dienst der Mannschaft. Als er 2010 zu Bayern kam, war er in Madrid und bei Chelsea nicht kolossal gescheitert, aber doch irgendwie unvollendet geblieben. Er spielte in seinen ersten Jahren in München – so schien es häufig – allein gegen Rest der Welt, um es allen zu beweisen. Robben kämpfte um jede Einsatzminute, um jeden Abschluss, um jeden Freistoß. Er haderte gleichermaßen mit Mitspielern, Gegnern und Schiedsrichtern. Als ihn sein Heimstadion wenige Tage nach dem verlorenem CL-Finale 2012 auspfiff und als Egoisten brandmarkte, traf ihn das erst und stachelte ihn danach noch mehr an. Genau wie zuvor das verlorene WM-Endspiel 2010.

Als Arjen Robben in der 89. Minute des Champions League-Endspiels 2013 das 2:1 erzielte und den FC Bayern damit zum größtmöglichen Titel schoss, scheint etwas Klick gemacht zu haben bei dem Niederländer. Robben muss heute niemandem mehr etwas beweisen. Er hat im Vereinsfußball alles erreicht was es zu gewinnen gibt. Robben ist immer noch verbissen, hat einen großen Siegeswillen, aber er ist gelassener geworden. Er will es nicht mehr allen zeigen, sondern aus seiner verbleibenden Zeit als Profifußballer das Optimale heraus holen. Diesen Eindruck macht er seit Monaten auf dem Feld.

6 Torschüsse standen für Robben gegen den BVB zu Buche. Eindeutiger Bestwert aller Spieler auf dem Platz. Robben ging erneut voran. Mit seiner Leistungen und mit einem spielentscheidenden Tor. Ich weiß nicht welche formalen Voraussetzungen es in München für den Bau von Denkmälern gibt. Ich weiß nur, dass es Zeit wird ihm eines zu errichten.

Double! \o/

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31 Antworten zu Borussia Dortmund – FC Bayern 0:2 n.V. (0:0)

  1. Thomas schreibt:

    Danke für die sehr gelungene Einschätzung!

    Nach Lahms Auswechslung rutschte mir das Herz in die Hose, weil ich Kroos nicht zutraute, unser Spiel zu machen. Aber Toni und Javi haben es irgendwie bewältigt und von Dortmund war ja auch nicht sooo viel zu sehen. Eine Lewandowski-Chance in Halbzeit 1 und zwei Chancen in der zweiten Hälfte: der Schuß von Aubameyang (knapp daneben) und Reus‘ Knaller gegen Ende, den Boateng über das Tor abfälschte.

    Ich hatte den Eindruck, daß Dortmund das Spiel nicht machen wollte und nicht so recht wußte, wie man den ersatzgeschwächten Bayern beikommen könne …

    Am Ende waren wir glücklicher, weil wir unbändig gekämpft haben! Kroos hatte Krämpfe und Müller konnte kaum noch laufen.

    Ich bin stolz auf meine Bayern.

  2. Der Groninger schreibt:

    Sehr überzeugender Artikel, vielen Dank! Noch drei kleine Nachträge.

    1.) Es fiel auf, wie stark Bayern auf (kluge) taktische Fouls setzte. Im Gegensatz zu den Madrid-Spielen wirkten die Spieler wesentlich aggressiver, was sich auch an der vergleichsweise hohen Zahl an gelben Karten ablesen lässt. Wenn jemand wie Philipp Lahm (!) in der vierten Minute einen Gegner quasi umreißt, muss der Trainer auch in dieser Hinsicht eine andere Strategie ausgegeben haben.

    2.) Bayern hat gestern eine m.E. hochinteressante Mischung aus Heynckes- und Guardiola-Fußball hingelegt, die Zukunft haben könnte. Die anspruchsvolle Dreierkette (mit dem glorreichen Martínez!), das gute Ballbesitzspiel im ersten und zweiten Spielfelddrittel in Kombination mit dem schnellen Umschaltspiel – freue mich schon auf die Revanche nächstes Jahr gegen Madrid!

    3.) Ich bin immer noch nicht davon überzeugt, dass Hummels nicht im Abseits gestanden haben soll. Die Bilder der ARD legten gestern alle das Gegenteil nahe. Da sich alle Dortmunder – inklusive ihres Trainers – daran abarbeiten, scheint mir diese Frage zentral: Wenn nämlich Hummels im Abseits stand, erübrigt sich jede weitere Diskussion, ob Tor oder nicht. Abgesehen davon stimme ich „Thomas“ zu: Wenn man das umstrittene Nicht-Tor einmal beiseite lässt, hatte Dortmund in 120 Minuten keine einzige Großchance (wenngleich sie leider einen Großkreutz zu viel hatten…).

    • Micho schreibt:

      Also ne Großchance hatten sie schon. Der Schuss von Reus, der knapp übers Tor abgefälscht wurde. Vielleicht noch der Schuss von Aubameyang in der VL.

  3. Erich_B schreibt:

    Vor dem Spiel hatte ich bedenken das Bayern eine klatsche kassiert. Samstag früh habe ich gelesen das Alaba ausfällt und ich dachte jetzt ist es ganz aus…

    Ab Nachmittag gingen dann die Grüchte rum wg. 3er/5er Kette – Ich habe die Idee von Anfang an als positiv empfunden da es für mich ein Hinweis war das man dem Gegner nicht in die Falle laufen wollte. Hinzu kam das Pep gezeigt hat das er nicht nur sein Pressing/Gegenpressing-Modell im 1/3 spielen lassen kann, sondern auch „pragmatisch“ an Probleme rangeht. Das hat er übrigens auch schon im Hinspiel gegen den BVB bewiesen, als er Martinez auf die 10 stellte und Bayern bewusst mit langen Bällen aufbaute die Martinez abfangen sollte.

    Ich habe mich über den Sieg – komischerweise – genauso gefreut wie über den CL-Sieg. Vielleicht lag es daran das ich eine negative Erwartungshaltung hatte.
    Auf alle Fälle was es ein sehr wichtiger Sieg für Bayern, um sich in Ruhe auf nächste Saison vorbereiten zu können. Die Vorurteile vor allem gegenüber Pep wären sehr groß gewesen:
    – „Er kann nicht mit selbstbewussten Spielern“ – Manzu
    – „Er hat keinen Plan A“
    – „Er kann nicht mit der Mannschaft“ – Ribery Interview und Mazu

    So kann man jetzt mit mehr Ruhe die nächste Saison planen und auch mit mehr Ruhe Transfers tätigen – 2-3 neue Spieler werden noch kommen denke ich.
    Denn vor allem das Rückspiel gegen den BVB oder auch teilweise das Hinspiel gegen Real werden Pep gelehrt haben das die vorhandenen Spieler sein Spiel nicht perfekt umsetzen können. Und das war der der Grund warum er von seiner Taktik abgekehrt ist.
    Übrigens hat man das System gegen den BVB gegen den HSV schon geprobt. Martinez lies sich in dem Spiel immer wieder stark zurückfallen, als Art Libero.

    Das Spiel ansich war wiedermal letztendlch ein Spiel auf Augenhöhe. Der BVB gehört für mich zu den stärksten 5-6 Mannschaften in Europa. Und beweist das vor allem gegen den FCB immer wieder. Eine Konkurrenz die dem FCB jedoch gut tut ! und ihn weiter vorantreibt.
    Ich bin gespannt wie Pep die Bayern weiterentwickelt, auch taktisch. Die Taktik im dem Spiel mit der 3er Kette war schon ein interessanter Aspekt – eventuell geht es in die Richtung.

    Ärgern tut mich jedoch die Fokussierung und auch die Berichterstattung auf das nicht gegebene Tor:
    – War der Ball zu 100% hinter der Linie ?
    – War Hummels zu 100% nicht im Abseits ?
    – War das Foul was zum Freistoß führte zu 100% ein Foul ?

    Vor allem der BVB und seine Spiele tun sich hier immer wieder durch Populismus hervor.
    Es gab x andere Gründe warum der BVB – trotz oder gerade wegen der vermeindlichen Favoritenstellung nicht gewonnen hat:
    – Reus konnte meiner Meinung nach mal wieder ein wichtiges Spiel nicht entscheiden. Er wird oft hochgelobt von der Presse, schafft es aber nicht eine vollständige Saison konstant zu spielen und dann vor allem die wichtigen Spielen zu entscheiden. Im Gegensatz z.B. Robben.
    – Der BVB hat es nicht geschafft die Bayern, die mit dem Rücken zur Wand standen, unter Druck zu setzen. Es war das erste Mal – das der BVB gegen Bayern eine vermeintliche Favoritenstellung inne hatte. Dieser wurde der BVB in den 90 Minuten kein einziges mal gerecht.
    – Bayern hatte 3 kurzfristige Ausfälle: Schweinsteiger, Alaba und Lahm. Der BVB hat es nicht geschafft diese für sich zu nutzen.
    – Die Spieler bzw. der Trainer konnte sich nie richtig auf die Aufstellung der Bayern anpassen. Für mich wieder ein Beleg dafür das der BVB das Aufbauspiel nicht perfekt beherrscht, jedenfalls wenn Ihnen auch Teile des Spiels überlassen werden. Ihr Spiel ist das Umschaltspiel. Ich finde das dies vor allem gegen schwächere Mannschaften in der Liga immer wieder auffällt.

    Es wird interessant zu beobachten sein wie sich der BVB und die Bayern verstärken. Beide ! Mannschaften haben trotz zahlreicher Ausfälle (BVB: Hummels, Subotic, Gündogan…/ Bayern: Thiago, Ribery, Martinez, Schweinsteiger) sehr gute Saison gespielt. Spielen die Mannschaften wieder in Top-Besetzung, ist wieder großes möglich (Siehe Saison 12/13).
    Meines Erachtens hat man wegen der zahlreichen Ausfälle zu selten die wahren Gesichter dieser Mannschaften gesehen…

  4. DasDing schreibt:

    Starke Leistung zum Saisonabschluss! Spielerisch war das Pokalfinale vielleicht kein Highlight, aber dafür bekamen wir die vielleicht beste kämpferische Leistung einer FCB-Mannschaft in den letzten Jahren zu sehen. Alaba fällt kurzfristig aus, Lahm muss nach einer halben Stunde runter, Ribery spielt 80 Minuten angeschlagen, Neuer angeschlagen, die halbe Mannschaft mit Krämpfen in der Verlägerung – und trotzdem kollabieren sie nicht, kontrollieren sogar das Spiel! Jedwede Zeifel am Charakter dieser Mannschaft dürften damit erledigt sein.

    Auch in taktischer Hinsicht hatte man diesmal die Oberhand, nach den in dieser Hinsicht biederen Auftritten der letzten Wochen erwies sich Guardiolas geplant-improvisierte Formation als Treffer. Die 3er/5er-Kette um den bärenstartken „Abwehrturm“ Martinez hebelte das dortmunder Pressing weitgehend aus und sorgte dafür, dass die Gelben in den ersten 45 Minuten zu keinem nennenswerten Torabschluss kamen. ImVergleich zu den meisten Spielen in dieser Saison lief das Ballbesitzspiel zudem in deutlich tieferen Zonen ab (nur dem dortmunder Pressing geschuldet, oder ein Fingerzeig für nächste Saison?), Umschlatmomente wurden genutzt und immer wieder auch vertikale Kombinationen eingeleitet. Die Ausrichtung war ausgesprochen Flexibel – kein klassisches, hohes Besitzspiel, aber auch nicht mit der Saison 12/13 zu vergleichen. Stattdessen eine Variante, die man so beim FCB noch nicht gesehen hat. Nach den drastischen Fehlschlägen gegen Real ist damit auch das Vertrauen in Guardiolas Entwicklungsfähigkeit ein Stück weit wiederhergestellt.

    Aus dem starken Kollektiv herausgeragt haben vor Allem Robben und Martinez. Zur Nr.10 wurde ja oben schon eine Menge gesagt – Subotic bereut seine Attacke gegen Robben von vor 2 Jahren vermutlich heute noch!
    Was Martinez in der Defensive zeigt ist unglaublich, in Sachen Konterantizipation ist er weltweit mit der Beste. Dazu seine allgemeine Spielintelligenz, die Zweikampfhärte, das Gespür für das Foul im richtigen Moment – damit kann man Dortmund schonmal in den Wahnsinn treiben. Guardiola weiß wohl bis heute nicht, wieso er Javi gegen Madrid draußen gelassen hat. Eines steht jedenfalls fest: Dieser Spieler muss um jeden Preis gehalten werden, denn einen besseren Defensivakteur kann man sich für den FCB eigentlich nicht vorstellen!

    Vor dem Spiel hatte ich Guardiola schon für irre erklärt, als ich gesehen hatte, dass er Höjbjerg mit seinen zarten 18 Jahren in dieses Pokalfinale werfen würde. Aber auch hier hatte Pep letztlich Recht. Natürlich hat man Höjbjerg auch seine mangelnde Erfahrun angemerkt, aber insgesamt war das für sein Alter wirklich große Klasse. Wächst hier ein großer dänischer Mittelfeldstratege á la Sören Lerby oder Michael Laudrup heran?

    Noch ein Kommentar zu den Vizemundern, ich kann es einfach nicht lassen: Es ist jedes Mal der gleiche Unsinn, den Klopp und seine Freunde nach wichtigen, verlorenen Spielen erzählen: „Eigentlich hat der BVB gewonnen, aber der Sieg wurde uns gestohlen durch Pech, schlechte Schiedsrichter, schlechten Rasen, viereckige Bälle, die DFB-Verschwörung etc. etc…“. Der lächerliche Versuch gerade auch der BVB-Verantwortlichen, das Cupfinale auf ein nicht gegebenes Tor zu reduzieren (dem im Übrigen ein ungerechtfertigter Freistoß voranging) fügt sich nahtlos in die Ausreden nach dem CL-Finale, dem Neapel-Spiel im September, dem Spiel gegen den FCB im November und den deinen Partien neulich gegen Real Madrid ein. Ist es wirklich der Fußballgott, wegen dem die Dorfmunder so häufig Spiele gegen starke Gegner unter gleichen Anfangsvorraussetzungen verlieren? Soll man auch nach dem x-ten zweiten Platz weiter von fantastischen Saisons sprechen und super-kloppomäßig feiern gehen? Oder sollte man sich beim BVB nicht vielleicht langsam mal die eigene Schwäche eingestehen?? Dortmund hat seit zwei Jahren keinen Titel gewonnen, aber der Realitätsverweigerung bei den Gelben tut das keinen Abbruch. Alles ist super, und wenn man wieder mal verliert wars halt der Schiedsricher…

    Bei Bayern hat man nach dem Vize-Triple nicht die Schuld auf externe Faktoren geschoben oder gar halbe Verschwörungstheorien verbreitet – man hat seine Enttäuschung gezeigt, aber die Schuld nicht bei anderen gesucht. Die FCB-Verantwortlichen haben sich eingestanden, dass man 11/12 nicht gut genug war, man hat die Fehler analysiert, gründlich nachgebessert und anschließend die beste Saison der Vereinsgeschichte hingelegt.
    Und vielleicht ist diese Art der Verarbeitung von Rückschlägen genau DAS, was wirklich große Vereine von miesen Emporkömmlingen unterscheidet.

    • Erich_B schreibt:

      Dein Kommentar bzgl. der „BVB-Welt“ spricht mir aus der Seele…

      • DasDing schreibt:

        Schlimm ist auch, wie bereitwillig die Medien solche BVB-Märchen immer wieder glauben. Das muss sich ja verkaufen wie warme Semmeln…

      • Erich_B schreibt:

        @Das Ding: Offensichtlich, die Medien sind voll davon.

        Gefreut hätte mich wenn Klopp jemand auf Malaga (war das die Mannschaft ? Ich meine das Rückspiel CL-Saison 12/13 Viertelfinale) angesprochen hätte.

      • Bazi78 schreibt:

        Den Leuten beim BVB geht es mMn nur darum das sie mit ihrer Denkweise eigentlich niemals als Verlierer dastehen können.Gewinnt Dortmund sind sie die Besten und wenn verloren wird sind immer die anderen Schuld.Die Medien machen eben das ganze Spiel mit weil Bayern endlich wieder einen ernsthaften Konkurrenten hat…

      • Thomas schreibt:

        @DasDing:
        Ich teile ebenso die Einschätzung, daß die BVBler immer das Pech verantwortlich machen oder eine Verschwörung wittern oder Uli Hoeneß‘ Steuervergehen ins Spiel bringen — anstatt sich mit den eigenen Fehlern zu beschäftigen. Es ist psychologisch verständlich, daß die Zeter und Mordio schreien, sich aber nicht fragen, warum sie nicht durchkamen und nicht besser waren als Bayern. Vom Dortmunder Gegenpressing habe ich jedenfalls kaum was gesehen. Die Auswechslung von „Mücke“ bewies ja ebenfalls, daß dieser wirkungslos blieb. Reus‘ Standards waren schlecht und Lewandowski war meistens abgemeldet. Daß Dortmund zum Großteil an Peps Taktik gescheitert ist, blenden die aus.

        Deshalb wird auf der einen Situation herum gehackt. Man kann sich eigene Fehler schwer eingestehen.

        Trotzdem stimmt es nicht ganz, daß sie 2 Jahre lang keine Titel geholt hätten. Den nationalen Supercup 2013/14 haben sie geholt. (Peps erstes Pflichtspiel mit Tom Starke im Tor und Daniel van Buyten in der Viererkette.) In diesem Jahr findet der Supercup übrigens wieder in Dortmund statt … (Termin steht laut kicker noch nicht fest; mglw. Mi., 13. August)

        Grundsätzlich aber bleibt es dabei, daß beim BVB fast immer gejammert wird. Nach der ganzen Großkotzigkeit („wir haun die Bayern weg“ etc.) ist dieser Pokalsieg eine echte Genugtuung. Ich bin stolz auf meine Bayern!

      • DasDing schreibt:

        Den Supercup zähle ich nicht als „richtigen“ Titel. Von Vizemund kann man wohl leider wenig Einsciht erwarten, da glaubt man ja tatsächlich, den Fußball neu erfunden zu haben. Schon auffällig, dass der megageile Kloppofußball immer nur dann zu sehen ist, wenn der Gegner nicht ann die Leistungsgrenze gehen muss. Das Pokalfinale hat wieder mal gezeigt, dass Dorfmund bei gleichen Ausgangsvoraussetzungen meist die schwächere Mannschaft ist.
        Meine Erklärung dafür: Das fußballerische Konzept des BVB ist mittlerweile überholt und ausrechenbar, gegen klug agierende, spielerisch starke Teams kommt es nicht mehr zur Geltung (und gegen schwächere Mannschaften hat Dorfmund sowieso oft Probleme, da sie nicht viel mit Ballbesitz anzufangen wissen). Von selbst scheinen sie das nicht zu merken, was möglicherweise ein Zeichen eines Niederganges darstellt.
        Was ich mir aber wirklich wünschen würde, wäre eine wenigstens halbwegs unvoreingenommene Presse. Die glauben den BVB-Verantwortlichen mittlerweile auch noch den letzten Müll, es ist nicht auszuhalten.

      • daniel schreibt:

        Tja, der BVB ist halt eben doch eine Aktiengesellschaft. Und dort wollen Investoren bei Laune gehalten werden. Irgendwo verständlich, aber sicherlich nicht zielführend Fehler immer anderswo zu suchen. Mir fällt auch auf, dass man sich in Dortmund immer häufiger gegenseitig auf die Schulter „kloppft“, gerade nach entscheidenden Niederlagen. Bedenklicher Trend… Oder einfach nur: Echte Liebe?

  5. Stan schreibt:

    Fällt schwer, da objektiv zu bleiben. Besonders für mich, ich habe das Spiel leider verschlafen (läuft um 2.45 Uhr in meiner Zeitzone). Wenn man auf Gib mich die Kirsche schaut, steht da zwar schon, dass Bayern das bessere Team war, aber hauptsächlich, dass der Schiri sowohl bei der Zweikampfbewertung als auch bei dem vermeintlichen Tor für Bayern gepfiffen hat. Und es braucht mir keiner erzählen, dass Bayern nicht auch mit dem Schiri gehadert hätte, wenn sie ein reguläres Tor aberkannt bekommen hätten. War es denn nun Abseits oder nicht? Wenn es selbst in Zeitlupe nicht zu erkennen ist, fällt das wohl eher in die Kategorie „Im Zweifel für den Angreifer“.

    Aber was solls, wir haben das Double und anscheinend ganz nebenbei an taktischer Flexibilität dazugewonnen – was will man mehr?

    • kurt schreibt:

      Tja, ich habe das Spiel nicht verschlafen und kann Dir daher mit Gewissheit sagen, dass der Schiedsrichter keineswegs Pro-Bayern gepfiffen hat. Es mag einige Fehlentscheidungen gegeben haben, aber dies auf beiden Seiten. Insgesamt keine sehr gute Schiedsrichterleistung.

      Warum Pizarros Tor in der 111 Minute abgepfiffen wurde, hat mir immer noch keiner erklären können. Komischerweise war/ist nur der irreguläre Treffer von Hummels (Freistoß war lächerlich) Thema in den Medien.

      Alles in allem war es eine Genugtuung. Der Sieg. Das Double. Die Heulerei der Dortmunder. Hat das Spiel und diese Saison doch bewiesen, dass deren „geiler Fußball“ endlich entzaubert ist. Auch wenn die Medien in den letzten Wochen vergeblich versucht haben, dieses Bild aufrecht zu erhalten.

      • bootsmann schreibt:

        Wenn man das Ding von hinten aufzäumt, muss wohl gesagt werden, dass es das Pizarro-Tor (ich glaube mich zu erinnern, dass „Abseits“ gepfiffen wurde) nicht gegeben hätte, wäre Hummels Treffer anerkannt worden. Minuten vorher hatte ich meinen Mitschauern den Phrasenschwein-Satz gesagt, dass dem Spiel ein Tor gut tun würde und dass der Club, der dieses schießt, wohl den Sieg heimtrüge. Allerdings weiter rückwärts gezäumt: Hummels war wohl in der Tat mit zwei Zehen im Abseits, was aber wesentlich schwerer zu sehen war, als den Ball im Tor. Was wiederum zu dem doch eher unberechtigten Freistoß führt…
        Allerdings sollten sich die Dortmunder hüten, jetzt wieder davon anzufangen, dass natürlich im Zweifel immer pro Bayern gepfiffen würde.
        Und ganz abgesehen von taktischen Fouls: Die Bayern haben ja fünf Gelbe Karten eingeheimst, der BvB keine. Das zeigt, finde ich, schon ein bisschen, mit welchem „Ernst“ die Mannschaften an die Aufgabe herangegangen sind.

      • vimentis schreibt:

        Wow, das mit Pizarros Tor ist ja witzig! Habe ich mir grade angeguckt. Van Buyten soll im Abseits gewesen sein, würde ich schwerstens bezweifeln.
        Jetzt können wir unser eigenes Fass aufmachen! Verschwörung gegen Bayern! Ne Hummel in der ARD-Regie! Warum zeigen die die Wiederholung nicht?
        Aber mal im Ernst, warum wird da selbst von der ARD-Seite so dramatisiert und keine richtige Aufklärung betrieben? Ich denke eben genau deswegen … Drama verkauft sich besser.

    • Bazi78 schreibt:

      Also bei der Zweikampfbewertung hat der Schiedsrichter Florian Meyer bestimmt nicht nur für Bayern entschieden.Das Dortmund keine gelbe Karte bekommen hat ist schon sehr verwunderlich.Die hätten wohl auch 2 Gelbe verdient gehabt wenn Bayern schon 5 bekommt.Der BVB hat auch einige zweifelhafte Freistöße bekommen und gerade vor ihrem Tor war es auch nicht unbedingt ein Foul.

    • Stan schreibt:

      Danke für die Antworten – schließlich bin ich auf Input angewiesen, nachdem ich das Spiel verpasst habe! Das klingt schon ein bisschen anders als die Mediendarstellung und ich kann mich umso mehr freuen über den Sieg. 🙂

  6. Lencer schreibt:

    Vllt. sollte man auch Müller loben. Das 2:0 steht sinnbildlich für das, was da auf dem Platz vor sich ging. Die Mannschaft hatte sich komplett abgerackert. Müller war offensichtlich fix und fertig und trotzdem setzt er zu so einem Dribbling/Spurt an und kann sich durchsetzen. Das fand ich einfach nur zum Niederknien grandios.

  7. Manfred72 schreibt:

    Wenn ich das hier lese bekomme ich immer noch eine Gänsehaut. Was unser Team geleistet hat war unglaublich und mal ehrlich nach den letzten Wochen so kaum vorstellbar. Ich liebe diesen Verein nun schon seit über 30 Jahren aber so stolz und geradezu verzückt wie in den letzten beiden Jahren war ich noch nie.
    Danke Jungs für diese geile Zeit!!!

  8. Don Netzerone schreibt:

    Es gibt nicht viele, die einen solchen Willen, wie Thomas Müller ihn trotz Schmerzen bei seinem Tor nach solch einem strapaziösem Spiel, aufgebracht hätten. Es war allen Bayern anzusehen, dass sie unbedingt wollten, Martinez und Robben absolut Weltklasse. Das kindische Gegreine von Klopp würde ich der Enttäuschung zuschreiben. Auch er wird gesehen haben, dass ausser dieser umstrittenen Aktion nicht sehr viel Gefahr von den Borussen ausging. Es war eine kompakte, taktisch ausgewogene Leistung der Bayern, die mich mit Stolz erfüllt.

  9. Pingback: #Link11: Wembley liegt nun in Berlin | Fokus Fussball

  10. Bazi78 schreibt:

    Hier mal eine Aussage von Martí Perarnau (Eurosport-Experte und Guardiola-Insider):

    „Meine Meinung ist, dass er gegen Real verloren hat, weil er zu wenig Pep war. Das heißt: Pep hat ein Spielsystem, das allerdings nichts mit dem weltweit propagierten Tikitaka zu tun hat. Das ist ein Marketingkonzept, das nichts mit der Realität zu tun hat. Bei Guardiola geht es nämlich nicht um sinnlosen Ballbesitz, das hasst er – sein Spiel definiert sich als Positionsspiel. Sämtliche Positionen müssen besetzt sein, nicht zwangsweise vom gleichen Spieler, damit der Ballführende immer weiß, dass er den Ball immerzu an eine bestimmte Stelle spielen kann, weil dort immer ein Spieler stehen wird. Dazu braucht es den Ball. Damit sich das Geschehen weit vom eigenen Sechzehner abspielt, um sich selbst ordnen zu können und den Gegner aus seiner Ordnung zu bringen. Der Ballbesitz ist also kein Ziel, sondern nur ein Instrument, damit vorne die Stürmer die Kisten machen. Und wenn ich sage, dass Pep zu wenig Pep war, dann weil er in den ersten zehn Minuten gegen Real vollkommen von seinem Modell abgewichen ist, sich selbst hintergangen hat und auf Teufel komm raus nach vorne gespielt hat. Der Pep-Fußball sind die ersten 15 Minuten im Bernabéu, wo in den letzten zehn Jahren keine Mannschaft Real in die eigene Hälfte gedrückt und das Geschehen dominiert hat. Auch nicht Peps Barcelona“

    • bootsmann schreibt:

      Gedacht hätten wir das doch immer schon getan, nur sagen hätten wir uns das nicht zu können getraut. Hat er wohl nicht unrecht, Senor Perarnau!

  11. MG19 schreibt:

    Klasse Analyse. Ich hätte eine Frage bezüglich eines anderen Themas. Es kursieren ja schon länger Gerüchte, dass der FC Liverpool an Emre Can interessiert ist. Wie könnte so ein Transfer über die Bühne gehen, obwohl der FC Bayern doch eine Rückkaufoption auf den Spieler hat? Müsste sich Liverpool mit Bayer und Bayern einig werden oder kann das umgangen werden? Das würde mich sehr interessieren, da ich ein großer Befürworter eines Rückkaufs von Can bin.

  12. joshtree4 schreibt:

    @mg19 kannst Du bei Twitter nachschauen? @honigstein hat etwas dazu geschrieben

  13. anseler schreibt:

    wer weiß, was „Abseits“ ist, das ich im Fernsehen gesehen hab, weiß auch, dass Hummels Treffer „Abseits“ gewesen ist. Wo war Neuer? Oder ein sonstiger Spieler vor Hummels als Lewandowsky köpfte, außer Dante?

    • tonweya schreibt:

      Ja, diese Standardsituation war nicht sonderlich gut verteidigt. Müller und Boateng stehen vor und hinter Hummels. Neuer hüpft vor Lewandowski rum. Aber Hummels für mein dafürhalten im Abseits, alles weitere wurde tausendmal gesagt.

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