Wohltuende Besonnenheit

„Monatelang wird beklagt, dass der FC Bayern den deutschen Fußball erdrückt, dass er zu stark ist für die Bundesliga. Und nur ein paar Wochen später wird die Mannschaft und das System von Pep Guardiola kritisiert. Eine Mannschaft und ein System, das uns bis heute 19 Punkte Vorsprung beschert hat. Mit solchen absurden Meinungswechseln kann ich beim besten Willen nichts anfangen. In welcher Welt lebt Fußball Deutschland eigentlich, wenn wir auf eine deutsche Meisterschaft mit gigantischem Vorsprung, auf das Champions-League-Halbfinale und auf die Chance aufs Double nicht mehr stolz sein dürfen?“ Karl-Heinz Rummenigge.

Das Vorwort des Bayern-Magazins, das zu jedem Heimspiel der Münchener erscheint, ist für Bayerns Vorstandschef Karl-Heinz Rummenigge eine beliebte Plattform geworden, um Dinge gerade zu rücken. Sein Vorwort vor dem abschließenden Bundesliga-Spiel gegen den VfB Stuttgart am Samstag macht da keine Ausnahme. Rummenigge adressiert sehr direkt die Kritik, die in den letzten Wochen auf den FC Bayern einprasselte. Ich finde es ehrlich gesagt wohltuend, dass die sich die Entscheider bei den Münchenern zumindest für den Moment nicht von der öffentlichen Diskussion anstecken lassen. Manche Journalisten, die in der Regel als gut informiert beim Rekordmeister gelten, schrieben schon nach dem 0:1-Hinspiel gegen Madrid darüber, dass nun “nur noch das Triple den Frieden an der Säbener Straße retten kann” und bezogen sich dabei auf „Insider“ beim Rekordmeister.

Ich habe zumindest was die Vorstandsetage angeht einen anderen Eindruck. Dort wird offensichtlich sehr wohl bewertet, dass der FC Bayern nach einer Triple-Saison eine insgesamt gute Saison nachgelegt hat, die bisher nur einen richtig bitteren Moment hatte. Das 0:4 gegen Madrid. Fraglos ist das kommende Pokalfinale in seiner Bedeutung gerade nach dem Ausscheiden aus der Champions League extrem aufgeladen. Es wird ein großes Spiel mit unklarem Ausgang. Eine Niederlage würde die Diskussion noch einmal extrem verschärfen. Ich bin trotzdem davon überzeugt, dass Rummenigge und Co. selbst bei einer Niederlage insgesamt gut mit dieser Saison leben können. Die spielerische Entwicklung der Mannschaft war bis zu dem deutlichen Knick am Ende in Ordnung. Das war nach dem Triple-Gewinn alles andere als selbstverständlich.

Zwischen 1990 und 2012 wurde der FC Bayern 12 Mal nicht Deutscher Meister. 10 Mal musste in diesen Saisons am Ende der Trainer gehen (Heynckes, Lerby, Ribbeck, Trapattoni, Rehhagel, Trapattoni, Hitzfeld, Magath, Klinsmann, van Gaal). Nur Hitzfeld 2002 und Heynckes 2012 überlebten eine Saison ohne Meistertitel. Mancher Trainer ging sicher zu recht und natürlich ist eine Saison ohne Titel(chance) insgesamt eine verlorene Saison für den FC Bayern. Mir hat dieses Anspruchsdenken über die Jahre trotzdem nicht unbedingt gefallen. Es muss möglich sein spielerische Entwicklungen, besondere Umstände, Kaderzusammensetzungen und vieles weitere mehr in die Beurteilung mit einzubeziehen. Die öffentliche Berichterstattung, aber auch die Haltung einiger Fans machte in der Saison 2013/2014 den Eindruck, dass die Erwartungshaltung rund um den FC Bayern noch einmal gestiegen ist. Die Besonnenheit, die vor allem Rummenigge zur Zeit ausstrahlt, empfinde ich gerade deshalb als wohltuend.

Wie lang dieser Zustand anhält? Mal sehen. Eine deutliche Niederlage im Pokalfinale, ein zu erwartend holpriger Start in die Saison 2014/2015 könnte die Situation vielleicht schon wieder sehr schnell drehen. Die momentane Besonnenheit steht dem FC Bayern jedenfalls gut zu Gesicht.

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25 Antworten zu Wohltuende Besonnenheit

  1. Bussard73 schreibt:

    Guter Kommentar zur aktuellen Lage…
    ich denke Besonnenheit und auch Bescheidenheit tut uns allen, auch im Hinblick auf das Pokalfinale.

  2. Effenberg schreibt:

    Mir graut vor dem Pokalfinale. Das wird bitter. Eine Lehrstunde. Die BVB-Fans, die ich kenne, freuen sich schon drauf. Das ist halt der Unterschied.

    Die Gier auf Gewinnen macht dich eher zum Sieger als die Angst zu verlieren. Da ist was dran.

    • Bazi78 schreibt:

      Vor dem CL-Finale 2013 waren sich die BVB-Fans auch sicher das sie gewinnen.Nur haben sie dann wenn auch etwas unglücklich verloren.Beim 3:0 Auswärtsieg in Dortmund waren sie ebenso bedient.Auch wenn eigentlich nicht viel für einen Pokalsieg der Bayern spricht muß man doch keine Angst vor dem Spiel haben…

      • DasDing schreibt:

        Dass einige BVB-Fans sich 2013 sicher waren, dass sie das CL-Finale gewinnen, liegt wohl primär an dem in diesem Milieu üblichen, hohen Maß an Realitätsverweigerung. Nüchtern betrachtet war der FC Bayern Favorit und hat letztlich verdient gewonnen. Der Sieg war auch nicht glücklich, da der FCB insgesamt deutlich mehr torgefährliche Situationen kreieren konnte als der BVB. Damals wirkte das natürlich furchtbar knapp, aber nachdem ich mir das Spiel mit einigen Monaten Abstand nochmal angesehen hatte, bekam ich doch einen merklich anderen Eindruck. Nach der 30.Minute konnte der BVB praktisch keine Torgefahr aus dem Spiel heraus mehr erzeugen, der Elfmeter war ein Geschenk von Dante. Sie hatten alles auf die ersten 30 Minuten gesetzt, da sie nur mit einem frühen Tor eine reelle Chance gegen die Heynckes-Bayern gehabt hätten (aufgrund von u.a. Neuer hat dies nicht funktioniert), und haben später den Preis dafür bezahlt. Insgesamt nicht das stärkste Spiel der Bayern, aber ein verdienter Sieg.

        Und dieses Jahr im Pokal? Da ist so ziemlich alles möglich, von einer erneuten Klatsche bei ebenso uninspiriertem Auftreten wie im April bishin zu einer kreativen „Explosion“. Dieses Spiel ist mMn unheimlich schwer einzuschätzen. Eines aber ist wohl sicher: Im Falle einer Niederlage würde niemand mehr von einer guten Saison reden…

      • Bazi78 schreibt:

        Solange Bayern Meister wird ist es eine gute Saison.Das war schon immer das wichtigste Ziel. Rummenigge und Sammer haben das ebenso gesagt.“Man kann aus einer guten eine sehr gute Saison mit dem Pokalsieg machen“.Also sollte auch keiner das Gegenteil behaupten…

      • DasDing schreibt:

        @ Bazi: Ich habe mich hier wohl etwas unklar ausgedrückt, beim nächsten Mal werde ich es gleich präzisieren.
        Mir ging es weniger darum, die Saison schlechtzumachen, sondern darum, dass – allein schon, um die absehbare Reaktion der Presse zu vermeiden – weder Sammer/Rummenige noch die Spieler oder sonst jemand aus dem Club nach einer Pokalniederlage noch von einem „guten“ Jahr sprechen würden. Ansonsten würde es nämlich Schlagzeilen hageln wie „Minimalisten“, „Schönredner“, „Ohne Hoeneß nur Schwächlinge“, „Nibelungentreue zu Guardiolas System“ und und und… ob diese nun sachlich gerechtfertigt sind steht natürlichauf einem anderen Blatt.

        Übrigens: Meiner Ansicht nach wäre die Saison im Falle eines Pokalsieges eine gute, und im Falle einer Niederlage angesichts der Kaderstärke eine durchschnittliche, weder eine starke noch eine Schwache.

      • Thomas schreibt:

        >> Das wird bitter. <> Eine Lehrstunde. <<
        So ein Quatsch! Das spielen zwei gleichwertige Mannschaften, die beide dieselbe Chance haben. Bayern hat die besseren Einzelspieler, dafür läuft Dortmund mehr. Das heißt aber niemals, daß eine "Lehrstunde" anstehen würde. Wer so was behauptet, der hat einfach keine Ahnung.
        Es werden immer enge Spiele sein, zudem kennen sich beide Teams gut.

        Was Effenberg schreibt, ist einfach nur Provokation und Dummheit. Ich werde sowas immer ablehnen. Es beruht nicht auf Fakten und es soll nur Verwirrung stiften.

    • Claudia schreibt:

      Du gehst mir so auf die Nerven. Seit Wochen schreibst du unter diesem Pseudonym nur Trollkommentare um schlechte Laune zu verbreiten. Du bist niemals Bayernfan.

      • DasDing schreibt:

        @Claudia (Falls ich damit gemeint sein sollte:)

        1. Inwiefern ist die These, dass die Bayern 2013 verdient das Finale gewonnen haben, Trollen?
        Meine Aussage, dass nach einem verlorenen Pokalfinale niemand mehr von einer guten Saison sprechen würde, beinhaltete kein(!) Urteil darüber, ob die Saison tatsächlich gut war oder nicht. Es ging mir nur darum, dass auch Sammer und Rummenigge nach einer Niederlage mMn nicht mehr öffentlich von einer guten Saison sprechen würden, da damit die akute Gefahr einhergehen würde, von den Medien als „Schwächlinge“ dargestellt zu werden (egal ob gerechtfertigterweise oder nicht). Das werden die beiden wissen.
        Vielleicht habe ich mich hier jedoch missverständlich ausgedrückt.

        2. Meine Kommentare in den letzten Wochen bestanden nicht nur aus Schwarzmalerei, vielleicht solltest Du sie Dir nochmal genauer durchlesen. Sicher war da Kritik enthalten, manchmal auch scharfe, aber ich habe immer versucht sie angemessen zu begründen. Warum es hier ein Kritikverbot geben sollte erschließt sich mir sowieso nicht. Es ist momentan nunmal nicht alles wunderschön beim FCB, auch wenn die Medien wohl einiges zu drastisch darstellen.

        3. Sprüche wie „Du bist niemals Bayernfan“ sind respektlos, unverschämt (egal ob ich jetzt gemeint bin oder nicht) und – schlichtes Trollen. Wenn man selbst dermaßen unreflektiert urteilt, sollte man nicht so Vorlaut sein und andere niedermachen. „Fansein“ bedeutet im Übrigen, sich mit dem Verein und der Mannschaft zu einem gewissen Grad zu identifizieren sowie diese zu unterstützen und – jedenfalls meiner Meinung nach – NICHT, auf Kommando alles gut zu finden, was im Verein passiert. Und ich denke, dass man die erstgenannte Definition mit Recht für besser halten kann…

      • Claudia schreibt:

        @DasDing

        Natürlich ist „Effenberg“ gemeint. Deswegen auch der Name. Direkte Antworten stehen immer eine Stufe unter dem Beitrag.

        Und glaub mir, man kann da schon sehr deutlich die Intention rauslesen, die derjenige mit seinen Postings verfolgt.

      • DasDing schreibt:

        Ok, nichts für ungut. Allerdings hat der echte Effenberg bekanntlich auch kein Blatt vor den Mund genommen, vdh passt der Name schon ganz gut.
        Aus einigen Online-Kommentaren zu schließen, dass jemand kein Bayernfan ist halte ich allerdings nach wie vor für ziemlich fragwürdig.

  3. Ralph schreibt:

    Das der FCB mit seinen aktuell 15 Nationalspielern für die Bundesliga zu stark ist, insbesondere wenn die Konkurenz verletzungsbedingt mit Reservespielern auflaufen muß, ist eine Tatsache. Deshalb kann man auf diese (ach so frühe) Meisterschaft eben nicht stolz sein – sie war eine reine Plichtaufgabe. Aber gegen Weltklassemannschaften reicht das System (oder die Spieler) eben nicht! Das 0:4 dahom ist eine klare Aussage und eine Demontage. Nun wurden aber die gleichen Spieler im Vorjahr Triple-Sieger. Da stellt sich nun die Frage: stimmt das neue System nicht, oder passen die Spieler nicht zum System?! Und die Erkenntnis gegen Madrid ist, der FCB spielt zu langsam und drucklos um Weltklassespieler vor Probleme zu stellen, der FCB nutzt (im Gegensatz zum Gegner) seine Standards nicht und der FCB hat (berechtigt) Angst vor schnellen Kontern! Und mental stimmt leider auch etwas nicht. Der Eine (und sein Ex-Chef) kommt über seine Nichtwahl zum „Weltfußballer“ nicht hinweg, obwohl die Statistik (Tore und Torvorlagen) eindeutig gegen ihn sprach. Die Anderen (insbesindere Herr Lahm) ignorieren die (wie man sieht berechtigten) Mahnungen und agieren voller Selbstüberschätzung (wir sind wir). „Hochmut kommt vor dem Fall!“ und dies ist eine Frage des dogmatischen Systems und / oder der dazu nicht-/ passenden Spieler!

    • Bazi78 schreibt:

      Bayern hatte schon immer den Kader mit den meisten Nationalspielern in der BL.Also hätte man eigentlich auch immer Meister werden müssen.Man braucht nicht stolz aber kann durchaus zufrieden sein mit der Meisterschaft.In der CL wird es auch weiterhin solche schlimmen Niederlagen geben.Das wir letztes Jahr gegen Barca 4:0 und 3:0 gewonnen haben war für die genauso eine Demontage.In der CL ist jede Mannschaft nur genau eine Saison die Beste.Danach gewinnt wieder ein anderer Verein den Titel.Man muß doch aktuell nicht so eine Panik machen wie nach dem CL-Finale 2012…

    • Du bist so kluk! Gott sei dank hat sich endlich mal jemand die Mühe gemacht den anderen Ahnungslosen ein für alle Mal zu erklären, dass es man an einem einzigen Spiel festmachen kann, dass Bayern überhaupt nicht mit Guardiolas Spielstil klarkommt, weil nämlich gegen Real Madrid 0:4 verloren wurde. Danke Ralph! Jetzt verstehe ich endlich, dass es eben nicht auf mentale Faktoren (wie die zu früh verloren gegangene Spannung nach der Meisterschaft) ankommt, nicht auf verletzte Schlüsselspieler (Thiago) und solche, die der Form hinterherrennen (Ribéry und gegen Madrid wohl auch Schweinsteiger). Ich weiß jetzt endlich, dass Bayern keine Chance gegen Dortmund hat, weil sie 0:3 zuhause verloren haben (und das kann kein Zufall sein, den gibts nicht im Sport) und Dortmund lustigerweise auch keine gegen Bayern (weil sie auch 0:3 zuhause unterlagen). Ich weiß, dass das Finale zuhause keine Rolle für den Titelgewinn 2013 gespielt hat, weils nur auf Systeme und die passenden Spieler ankommt. Und der Herr sei gelobt, man kann auch am Beispiel eines einzigen Spiels erkennen wies um beide Qualitäten bestellt ist. Im Nachhinein weiß man dann auch, dass man das eben nicht am Spiel in Manchester gegen City konnte, weil zuletzt gabs nämlich ne Packung. Ahja! Und ich geh schwer davon aus, dass sich das alles nochmal ändern könnte, wenn gegen Dortmund im Pokalfinale gewonnen wird. Weiß man natürlich erst im Nachhinein, wie einfach die Welt ist. Gott bist du kluk! k-l-u-k, haste richtig gelesen!

      • kurt schreibt:

        Danke Roman.

        Mit Erschrecken muss ich feststellen, dass die Qualität der Kommentare und Kommentatoren hier in letzter Zeit extrem nachgelassen hat. Ich hoffe auf eine Trendwende.

      • SP schreibt:

        @kurt: Bin leider ganz deiner Meinung. Wirklich schade. Liegt das vielleicht daran, dass jetzt lauter Leute von eurosport kommen, die nicht wissen, wovon sie reden? Wenn ja, dann wünsche ich diesen Leuten, deren Verstand bereits von den Medien verdorben wurde (auch wenn bei eurosport wenigstens noch einige gute Leute sind, an der Seite selbst liegts also nicht), viel Erfolg dabei, die Qualität und die Aussagen dieses Blogs zu erkennen und zu schätzen.

  4. boonlight schreibt:

    Man sollte nicht vergessen, dass es immer eine Zeit dauert bis ein Trainer seine Idee des Spiels seinen Spielern näher bringen kann. Auch unter JH hatten wir im ersten Jahr das Vize-Triple, welches dann auch eine Art Extra Motivation und eine Portion Gier lieferte.
    Nun ist diese Saison Pep gekommen. Und hat einen Start hingelegt, den es so noch nie gab.
    Wobei man nicht vergessen darf, dass in den ersten Monaten eines neuen Trainers die Mannschaft oft ein Mischsystem spielt aus dem alt bekannten und den neuen Ideen des neuen Trainers. Man halt die alten Abläufe noch drin und bekommt nach und nach neue Abläufe eingetrichtert.
    Darum greifen Absteigskandidaten ja oft zum Trainerwechsel um von einem Defensiv denkenden zu einem Offensiv denkenden Trainer zu wechseln und für eine gewisse Zeit dadurch die positiven Aspekte beider Herangehensweisen zum tragen kommen.

    Bayern hat diese Saison quasi eine Umstellung zu durchlaufen wobei eigentlich klar war, das irgendwann ein Bruch kommen kann, wenn man mehr und mehr das Pep System spielen lässt, aber durch die hohe Belastung der 3 Wettbewerbe nicht die Möglichkeit hat gewisse Sachen einzutrainieren sondern oft Regeneration einstreuen muss.

    Leider kommt nun das WM Jahr, wobei Bayern wieder eine der Mannschaften ist, die die meisten Spieler abstellen wird. Das Trainingslager in Trentino wurde schon abgesagt und das einzige Trainingslager wird auf der USA Tour abgehalten wo die Profis die lange bei der WM dabei sind erst irgendwann dazu stoßen.
    Spannend wird zu sehen sein, ob es Pep schafft trotzdem seine Ideen in der kurzen Zeit der Mannschaft bei zu bringen. Im Grunde hat meiner Meinung dieses Jahr am Ende nur die letzte Gier gefehlt und einige Spieler wie Boateng und Dante wirkten überspielt. Das lag aber nicht am falschen System, sondern weil die Spieler lernen müssen wie Sie sich im Pep-Sytsem im Gegenpressing verhalten müssen. Und das musst du denk ich schlicht weg üben, aber in der Bundesliga hast du bis auf Dortmund keinen Gegner, der dich fordert so wie es Real getan hat.

  5. Bazi78 schreibt:

    Wieder mal eine re­a­lis­tische Einschätzung vom BayernBlog.Ich kann nur 100% zustimmen.Leider lassen sich einige Fans einfach nicht von ihrer negativen Ansicht abbringen.Ich frage mich langsam wann ich als Bayernfan denn überhaupt zufrieden sein darf.Wahrscheinlich nur bei einem Trible was ja auch so oft in der Vereinsgeschichte erreicht wurde…

  6. boonlight schreibt:

    Das sehe ich genauso, ich habe vor der Saison damit gerechnet, dass es deutlich holpriger wird.
    Und bin mit Frühester Meisterschaft CL, Halbfinale und Pokalfinale sehr zufrieden, obwohl am Tage der Klatsche natürlich die Enttäuschung groß war. Aber man muss mal realistisch bleiben.
    Unser FC Bayern ist in Europa wohl DER VEREIN der es am besten schafft wirtschaftlich Gesund zu handeln und trotzdem im Konzert der Großen immer ein Wörtchen mitzureden hat. Der FC Bayern hat in den letzten Jahren glaub ich die meisten CL Spiele aller Vereine absolviert.
    Erreichte zuletzt immer das Halbfinale. Man darf nicht vergessen auch Real scheiterte die letzten Jahre immer Halbfinale. In der CL musst du voll da sein wenn du das FInale erreichen willst. Und da hat uns dieses Jahr etwas gefehlt zu Real, aber deswegen ist alles direkt schlecht. Dieses Schwarz/weiß Denken in Deutschland ist echt komisch.

    Ich bin zufrieden und bin gespannt wie die Entwicklung unter Pep weitergeht.

  7. Wewew schreibt:

    Mir graut vor der absurden Erwartungshaltung. Ist wohl ziemlich einzigartig in der deutschen Fußballgeschichte, und mMn dadurch verursacht, dass zum Zeitpunkt, als man das Triple gewonnen hatte, ein scheinbar noch besserer Trainer als Heynckes das Zepter übernehmen sollte. Der 0815-Fan wusste dabei nicht viel über Guardiola, außer dass er das häufig als beste Mannschaft aller Zeiten titulierte Barcelona formte. In Kombination mit den geldgeilen Medien war klar, dass einfach alles erwartet werden würde.

    Darum bin ich nach dem Hinspiel gegen Manchester Utd. zu dem Entschluss gekommen, die Medienlandschaft, qualitativ hochwertigen Journalismus ausgenommen, zwar zu verfolgen, aber zu versuchen, mich davon nicht beeinflussen zu lassen. Zu schnell entstehen aus dem nichts, und teilweise sogar Tagesformen einzelner Spieler geschuldet, negative Tendenzen.
    Beispiele dafür ist auch die ewige Kritik an Schweinsteiger und einst Gomez. Neid scheint mir dabei auch eine große Rolle zu spielen. Barcelona erging es letzte Saison ähnlich, und schon ist nach 4 Jahren der puren Dominanz die Aura zerschmettert worden. Damit möchte ich die Bayern dieser Saison allerdings nur ansatzweise vergleichen. Zu überzeugend war die Phase vor den CL Viertelfinalspielen. Zu viel Perspektive hat die Mannschaft. Zu viele neue Impulse gab und gibt es, im krassen Gegensatz zu Barcelona. Zu viel Kompetenz und Innovation strahlt mir Guardiola aus.

    Es gilt mehr denn je…
    Bildet euch eure eigene Meinung! (wobei selbst dieser Satz absurderweise bereits von einer Zeitung benutzt wird)
    und…
    Mia san mia!
    (auch wenn selbst diese Mentalität heutzutage absurderweise oft auf Kritik stößt)

  8. Ralph schreibt:

    Offensichtlich will ein Teil des FC Bayern und seiner Fan´s (Roman) es nicht wahrhaben. Man kann die beiden Niederlagen gegen Madrid durchaus als Systemschwäche werten! Denn trotz 70% Ballbesitz und einem Standardsituationsverhältnis von 4:1 für den FCB wurden keine Tore erziehlt, aber 5 Gegentore zugelassen. Aber ja, Real Madrid ist eine Weltklassemannschaft, besetzt mit dem aktuellem Weltfußballer, einigen aktuellen Welt- und Europameistern. Aber ja, einer der Leistungsträger (Thiago) verletzt, andere ohne Form (Ribéry) oder noch nicht wieder ganz (Schweinsteiger). Aber unabhängig davon, die Torgefahr duch Standards – mangelhaft,
    das Überraschungsmoment durch riskantes Zuspiel in die Tiefe des 16. hinter die gut gestaffelte Abwehr – mangelhaft. Dafür aber (berechtigte) Angst vor schnellen Kontern und somit die Angst vor dem riskanteren, aber torgefährlicheren Paß. Das Verhindern von Torchancen nach Standards durch den Gegner – mangelhaft. Das Ziel des FCB vor Real war die Verteidigung des Triple. Nun will man „nur“ noch das Doppel. Die Chancen stehen 50:50, aber den Ansprüchen des FCB, seiner Spieler und Fan´s reicht dies wohl kaum. Herr Rummenigge sprach vom „Größenwahn“, meinte dabei aber die anderen. Vom BVB hörte man geringere Ziele, wohl wissend um die eigenen Schwächen! Mit Anstand gegen einen besseren Gegner (oder ein besseres System) zu verlieren, muß eben auch erlernt werden! Und Real Madrid hat die Schwächen dieses Systems knallhart offengelegt. Unbestritten hat dieses System aber auch Vorteile, aber es ist nicht gegen jeden Gegner dogmatisch siegreich anzuwenden. Darauf zu bestehen, hat etwas von Größenwahn!

    • SP schreibt:

      Ich persönlich meine, dass du in deinem Kommentar versucht hast, die Argumente von Roman zu widerlegen. Ich habe mir das ganze auch sehr genau durchgelesen. Komischerweise finde ich aber kein einziges wirkliches Gegenargument und kein einziges von Romans Argumenten wurde widerlegt. Hab ich was übersehen? Wenn ja, dann klärt mich bitte auf.

      • Ralph schreibt:

        Mir sind die Erklärungen von Roman für die Niederlage (mentale Probleme, zu früh gewonnene MS, Fehlen von Thiago) zu einfach, ungenügend und nicht ausreichend. Ich sehe eben auch ein Problem im System gegen wirklich starke Gegner und das Ancelotti Pep reingelegt hat. Er hat in Madrid so defensiv spielen lassen, wie noch nie bei einem Heimspiel. Die angebliche Stärke von Bayern liegt nach Peps Meinung im Ballbesitz. Die Stärke von Real liegt in schnellen Kontern. Also hat Ancelotti das Paßspiel von Bayern erst ca. 25-30 m vor dem Tor wirklich unterbinden wollen und vor allem den Paß in die Tiefe verhindert. Die sehr diszipliniert agierende Abwehr von Madrid hat sich nur kompakt verschoben und so gut wie keine Räume zugelassen. Im Gegenzug hat man auf die weit aufgerückte Abwehr von Bayern (Dante,Boateng, Alaba) bewußt auf schnelle Konter gesetzt. Und gleiches in München, nur das man diesmal schon etwas früher auf den Ballführenden ging (um sich nicht zu weit einschnüren zu lassen). Und diese Taktik ging voll auf! Nach 20 min hatte Real schon 3mal eine 1:1 Situation im Angriff gegen eine zu weit aufgerücke Bayernabwehr. Im Hinspiel hatte Mandzukic meistens eine 1:2 oder sogar 1:3 Situation gegen sich. Und das wird ja allgemein Pep von einigen Seiten auch vorgeworfen: Ballbesitz allein ist kein Garant für einen Sieg,es muß auch schnell gespielt werden. Ancelotti hat die angeblichen Stärken von Bayern genau für sein Spiel mit Erfolg ausgenutzt. Und genau darin liegt die Schwäche dieses Systems. Selbst zu langsam agierend, zu weit aufgerückt und anfällig gegen schnelle Konter. Das Freiburg dies nicht so ausnutzen kann, wie Real ist logisch. Aber der BVB ist schon gefährlicher. Er erspielt sich durch schnelle Konter gute Tormöglichkeiten, ist aber in der Verwertung äußerst schlampig, sonst wäre Madrid gegen den BVB schon ausgeschieden. Und Bayern hätte im CL-Finale nach 25 min. 3:0 zurückgelegen. Wer seine Chancen aber nicht nutzt, darf sich nicht beschweren, wenn er verliert! Bayern hatte in 180 min mit seinem Ballbesitzsystem von 70% ca. 5 gute Chancen sich erarbeitet. Diese alle, nachdem schnell in den 16. gespielt wurde, aber 18 Ecken ohne Torgefahr! Real in der gleichen Zeit 5 Tore und ca. noch 10 gute Torchancen. Da stellt sich mir schon die Frage, stimmt das System, oder passen die Spieler nicht dazu.

      • Bazi78 schreibt:

        @Ralph
        „Aber der BVB ist schon gefährlicher. Er erspielt sich durch schnelle Konter gute Tormöglichkeiten, ist aber in der Verwertung äußerst schlampig, sonst wäre Madrid gegen den BVB schon ausgeschieden. Und Bayern hätte im CL-Finale nach 25 min. 3:0 zurückgelegen“

        Deine Aussage zeigt aber auch das die Heynckes-Bayern schwächen in ihrem System gehabt haben.Sonst hätte der BVB nicht so viele Torchancen in den ersten 30 Min bekommen.Es geht in der ganzen Dis­kus­si­on eigentlich nur darum das Bayern auch mit dem Heynckes-System das CL-Finale 2013 hätte verlieren können.Danach wäre auch die Heynckes-Spielweise kritisiert worden.Genau das wurde auch nach dem Finale 2012 gegen Chelsea gemacht.Es ist immer ein schmaler Grat zwischen Erfolg und Misserfolg aber das wollen einige Leute nicht wahrhaben.Beim Gewinnen ist alles richtig und beim Verlieren ist alles falsch.Diese Denkweise ist aber genau das große Problem…

  9. Wewew schreibt:

    Ihr antwortet mir scheinbar nicht fragezeichen.
    Ihr seids woarme.

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