Real Madrid – FC Bayern 1:0 (1:0)

Real Madrid Casillas – Carvajal, Pepe (73. Varane), Sergio Ramos, Coentrao – Xabi Alonso – Modric, Isco (82. Illarramendi) – Di María, Benzema, Ronaldo (73. Bale)
Ersatz Diego López, Marcelo, Casemiro, Morata
FC Bayern Neuer – Rafinha (66. Martinez), Boateng, Dante, Alaba – Lahm – Robben, Schweinsteiger (74. Müller), Kroos, Ribéry (72. Götze) – Mandzukic
Ersatz Raeder, Zingerle, Weiser, Pizarro
Schiedsrichter Howard Webb (England)
Zuschauer 79.283 (ausverkauft)
Tore 1:0 Benzema (19.)
Gelbe Karten Isco / –

Früher konnten die Anderen Fußball spielen, aber wir waren oft cleverer. Heute können wir Fußball spielen, aber die Anderen sind manchmal cleverer.“

Falls Ihr es verpasst habt: Bayern begann mit Lahm, Schweinsteiger und Kroos auf den drei zentralen Positionen wobei Lahm am ehesten die klare 6er Rolle inne hatte und Kroos und Schweinsteiger ein wenig mehr pendelten. Im Spielaufbau war häufig Kroos der zweite Aufbauspieler. Rafinha verteidigte Rechts über weite Strecken 1:1 gegen Christiano Ronaldo, der seinerseits stark nach innen zog und häufig Spielmacher-Aufgaben übernahm. Isco begann für den gesundheitlich angeschlagenen Bale.

Wer ein Anfangsfeuerwerk von Madrid erwartete, wurde enttäuscht. Bayern von Beginn an mit der gleichen Balldominanz wie gegen United, Augsburg oder Braunschweig. Madrid verlagerte sich durchaus etwas überraschend komplett aufs Kontern und wartete im tiefen Abwehr- bis Mittelfeldpressing ab. Guardiola nahm wie schon häufiger bewusst eine Asymetrie in seinem Team in Kauf. Alaba spielte als Linksverteidiger eine deutlich einrückendere und offensivere Rolle, als sein Gegenüber Rafinha, der eher zurückhaltend agierte. Dante musste so häufig einen weiten Raum decken, was gut funktionierte. Bayern nach 10-15 Minuten mit den ersten Torannäherungen, jedoch ohne zwingende Chance. Ganz anders Real, die mit dem ersten konstruktiven Angriff in der 19. Minute durch Benzema das 1:0 erzielten.

Wenig später hätte Ronaldo nach ähnlicher Vorarbeit beinahe noch erhöht (26.). Bayern erholte sich langsam vom Rückstand, Schussversuche wurden jedoch mehrfach im Strafraum geblockt. Nach der Pause ließ Real den Ball mehr laufen und versuchte ein wenig mehr Spielkontrolle zu erlangen. Immer wenn Madrid den offenen Schlagabtausch suchte, wurde es jedoch brenzlig für die Hausherren, weil Bayern die Räume für einige gut vorgetragene Konter nutzte. Spätestens ab der 60. Minute zog sich Madrid deshalb wieder zurück. Neuer parierte noch einmal einen Schuss von Ronaldo – danach spielte nur noch Bayern. Guardiola brachte Martinez für Rafinha (Lahm wechselte auf RV) und Müller und Götze für Schweinsteiger und Ribéry. Müller (81.), Götze (84.) und wieder Müller (91.) hatten die größten Bayern-Chancen des Spiels. Gerade deshalb wäre ein 1:1 sicher auch in Ordnung gewesen. So ist es eine richtig schwere Ausgangslage fürs Rückspiel. Unmöglich ist es gegen eindeutig gleichwertige Madrilenen jedoch allemal nicht.

3 Dinge, die auffielen:

1. Bayern löst fast alle Probleme

In den letzten Wochen hatten sich einige Probleme ins Bayern-Spiel eingeschlichen, die auch mir vor dem Spiel ein wenig Sorgen bereiteten. Den Großteil dieser Probleme bekam Bayern im Spiel gegen Real aber gelöst. Das Umschalten nach Ballgewinn klappte besser als zuletzt. 19 Ballrückeroberungen in Madrids Hälfte bewiesen das der Biss im Gegenpressing stimmte. Insgesamt gewann Bayern 23 Mal den Ball in der gegnerischen Hälfte. Alaba mit 5, Lahm mit und Kroos mit 4 waren dabei die auffälligsten Akteure. Auch die Schwierigkeiten durch Konter durch das Zentrum bekam Bayern insgesamt gut in den Griff. Klar: Das Gegentor fällt nach einem Konter und Christiano Ronaldo hätte nach einem weiteren Konter durchaus das 2:0 erzielen können. Aber trotzdem bleiben unter dem Strich über 90 Minuten drei richtig gefährliche Gegenstöße und vier echte Torchancen für das offensiv potenteste Team auf das die Münchener in dieser Saison getroffen sind. Das ist im Prinzip zu verkraften.

Das einzige größere Problem lag einmal mehr in der Offensive. Wie schon gegen Manchester United gelang es Bayern über weite Strecken des Spiels nicht trotz hohem Ballbesitz und sogar hohem Ballbesitz in Tornähe qualitativ hochwertige Abschlusssituationen zu kreieren. Knapp 40 Flanken von denen 10 einen Mitspieler fanden kamen dabei im Wesentlichen herum. 15 Ecken verpufften nahezu ergebnislos. Real wirkte mit zunehmender Spielzeit immer sicherer in seinem tiefen Pressing und dem massierten Bollwerk rund um den Strafraum. Das Doppeln auf den Flügeln funktionierte exzellent. Weil Mandzukic immer wieder auf den Flügel auswich, um das Kombinationsspiel zu unterstützen standen phasenweise bei Ballbesitz Bayern in Strafraumnähe 4:0 Madrilenen im Strafraum. Egal wie das Rückspiel und die weitere Saison verläuft. Es wird die Kernaufgabe für Guardiola seinen Spielern einen Plan an die Hand zu geben, wie gegen tiefstehende Gegner beim Stand von 0:0 Torabschlüsse generiert werden können.

Wie es funktionieren kann zeigte sich in der Schlussviertelstunde bei zwei der vier besten Bayern-Chancen in dieser Partie. In der 81. Minute kreuzten Müller und Götze vor dem Strafraum und zogen so die Innenverteidiger auseinander. Robben passte zu dem nach innen ziehenden Götze, der legte ab auf den kreuzenden Müller, dessen Schuss von Varane neben das Tor gelenkt wurde. Diese Beweglichkeit fehlte vor der Einwechslung der beiden Offensivspieler mit Schweinsteiger oder Kroos hinter Mandzukic. Man kann darüber diskutieren, ob die Einwechslung von Müller und Götze zu spät kam oder ob gerade die späte Einwechslung die müde gewordenen Madrilenen noch einmal richtig forderte. Beide waren jedenfalls auch an der zweiten richtig gefährlichen Szene beteiligt. Müller ging an der Grundlinie nach einer geblockten Flanke beherzt ins Gegenpressing, gewann den Ball, erwischte Real in einem Moment der Unordnung, bediente Götze, der jedoch an Casillas scheiterte.

Beide Szenen unterstrichen wie es gegen tiefstehende Gegner funktionieren kann. Flanken sind dabei übrigens kein grundsätzliches Übel. Sie sollten nur nicht der einzige Weg sein, um in den Strafraum zu kommen. Es bleibt die Königsaufgabe für Guardiola – im Rückspiel und darüber hinaus.

2. Boateng der falsche Sündenbock

Der Gegentreffer – das muss einfach einmal festgehalten werden war ein nahezu perfekter Konter von Real, der nur schwer zu verteidigen war. Allgemein wurde Boateng das Gegentor angekreidet, weil er Coentrao im Rücken ziehen ließ und die Flanke nicht verhindern konnte. Mir greift diese Erklärung viel zu kurz. Am Ende ist es eher Dante, der den entscheidenden Fehler macht. Der Blick ins Detail:

Der Konter entsteht im Strafraum von Madrid, wo Kroos (etwas lässig ausgeführte) Direktabnahme geblockt wurde. Lahm versucht beim Befreiungsschlag knapp 25 Meter vor dem Tor der Madrilenen direkt ins Gegenpressing zu gehen und nimmt mit einer Grätsche gegen Benzema ein hohes Risiko in Kauf. Weil Benzema den Ball verteidigen und ablegen kann, sind die aufgerückten Münchener für einen Moment aus der Balance. Weil Rafinha die Flanke zur Bayern-Chance geschlagen hatte und erst verzögert auf seine Position zurückkehrt, weicht Boateng nach einem Pass auf Ronaldo pflichtgemäß nach rechts Außen aus. Als Rafinha Ronaldo stellt, befindet sich Boateng im Rückwärtslaufen, um den aufrückenden Coentrao aufzunehmen. Ronaldo spielt umzingelt von drei Bayern einen perfekten, extrem schwer zu verteidigenden Pass in den Lauf von Coentrao, der Boateng im Rücken kreuzt. Boateng ist hier einen Schritt zu spät – warum Dante aber seine Position im Zentrum verlässt und mit einer wilden Grätsche versucht die Hereingabe von der rechten Strafraumkante zu verhindern, anstatt im Zentrum den einzigen möglichen Abnehmer einer Hereingabe zu decken, erschließt sich mir nicht. Coentrao war in keiner gefährlichen Schussposition. Weil Boateng ihm direkt im Nacken saß, war seine einzige Möglichkeit die Hereingabe. Dort steht Benzema 1:1 gegen Alaba, der den Pass um wenige Zentimeter verpasst. Ich sehe wenig, dass Boateng in dieser Szene hätte anders machen sollen. Er verteidigt den Lauf von Coentrao auf der Kante zum Abseits korrekt. Der Moment des Passes von Ronaldo in die Tiefe war optimal getimed. Seine einziger Fehler war, dass der Abstand zur Rafinha einen Tick zu groß war, um den Pass abzufangen.

Es ist leicht den Spieler zu kritisieren, der beim entscheidenden Pass in der Nähe steht. Richtig ist das deshalb nicht immer.

3. One-Two Punch gegen Real ein One Punch

Ich war bisher noch nicht bereit die Hinweise auf eine Formkrise bei Franck Ribéry zu akzeptieren. Insgesamt waren es nach seiner Verletzungspause zwei richtig schlechte Spiele. Gegen Dortmund und Braunschweig. In der Champions League war der Franzose nach seiner Verletzung zum Beispiel an 2 von 5 Toren beteiligt. Auch in der Bundesliga standen seit März ordentliche vier Torbeteiligungen zu Buche. Nach der Leistung gegen Real muss mit Blick aufs Rückspiel allerdings festgehalten werden, dass Ribéry zum ersten Mal in seiner siebenjährigen Bayern-Karriere in einem wichtigen Spiel aus Leistungsgründen auf der Bank sitzen könnte. Es war nicht so, dass der Franzose lustlos agierte, aber es gelang ihm so gut wie nichts. 65 Ballkontakte, die schlechteste Passquote aller Bayern-Starter, kein Torschuss, immerhin zwei Torschuss-Einleitungen, aber auch nur ein gewonnenes Dribbling. Der One-Two Punch auf den Flügeln, der Bayern mittlerweile seit über vier Jahren antreibt war gegen Real Madrid ein One Punch. Bestehend aus Arjen Robben.

Der Niederländer war einmal mehr der konstanteste Aktivposten der Münchener, hatte 90 Ballkontakte, 6 Torschüsse, 2 Torschussvorbereitungen, 3 erfolgreiche Dribblings. Er war an fast jeder gefährlichen Szene beteiligt auch wenn er sicher nicht immer die richtige Entscheidung traf. Guardiola steht beim Umgang mit Ribéry vor einer kniffeligen Aufgabe. Lässt er den sensiblen und zur Zeit etwas verunsichert wirkenden Ribéry draußen, um eine Reaktion hervorzurufen oder stärkt er dem ansonsten immer verlässlichen Franzosen den Rücken. Alternativen stünden bereit. Mario Götze hat mit einer insgesamt inspirierten Vorstellung Argumente für einen Einsatz gesammelt. Thomas Müller brennt sowieso. Der Moderator und Motivator Guardiola ist hier gefragt. Ich würde Ribéry am Samstag gegen Bremen die Chance von Anfang an geben, um ihm die Möglichkeit zu eröffnen Selbstvertrauen zu sammeln und seinen Rhythmus wieder zu finden. Klar ist: Es braucht im Rückspiel Spieler, die den Unterschied ausmachen können – wie es Ronaldo am Mittwoch-Abend mit seinem öffnenden Pass gemacht hat. Ribéry, Götze und Müller kämpfen nun um den Startelf-Einsatz.

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70 Antworten zu Real Madrid – FC Bayern 1:0 (1:0)

  1. chicago_bastard schreibt:

    Gute Analyse. Ergänzen würde ich noch Rafinha, der für mich neben Ribery der Schwachpunkt war. Defensiv war das zwar ordentlich, aber offensiv ist das auf diesem Niveau einfach ungenügend was er zeigt. Immer wenn er vorne den Ball bekommt spielt er ihn zurück oder schlägt eine harmlose Halbfeldflanke, die nicht ankommt. Zudem unterstützt er Robben viel zu selten durch Hinter- oder Vorderlaufen, so dass der viel zu oft auf dem rechten Flügel gegen 2 oder 3 Mann komplett auf sich allein gestellt ist und kaum zur Geltung kommen kann, wobei Arjen heute wirklich noch das Beste daraus gemacht hat. Als er in der Schlussphase Lahm an seiner Seite hatte (und Götze und Müller für mehr Bewegung gesorgt haben) lief es gleich deutlich besser.

    Daher würde ich im Rückspiel am Liebsten Müller und Götze für Ribery und Rafinha in der Startelf sehen. Auf dem Niveau kann man es sich nicht erlauben einen formschwachen Spieler aufzustellen, daher muss Ribery eigentlich raus.

    • Tery Whenett schreibt:

      Ganz meine Meinung.

    • Hartmut Wastian schreibt:

      Götze für Ribery sehe ich auch, so sehr mich Fronggs momentane Form traurig stimmt… Aber Müller für Rafinha? Und dann Kroos und Schweini als 6 bzw. 8?
      Ich würde eher Martinez für Rafinha bringen und Lahm nach hinten ziehen?!
      Meinungen?

      • Moritz schreibt:

        Zustimmung. Würde aber eher Robben auf links, Götze auf rechts. Götze hat auf links, meiner Meinung nach, noch nicht so gut funktioniert.
        Kann mir jemand erklären was Guardiola sich gedacht hat, Rafhina auf rechts zu stellen und auf Martinez zu verzichten?

      • Bazi78 schreibt:

        Ich denke auch das Müller und Mandzukic im Rückspiel anfangen.Ebenso das Lahm als RV spielen wird.Nur ob Guardiola wirklich Martinez im Mittelfeld aufstellen wird ist die große Frage? Man kann schon eher mit Schweini und Kroos im Zentrum rechnen.Götze sollte auch mMn für Ribery spielen nur glaube ich nicht das es so kommt.Wenn sich keiner mehr verletzt könnte es wahrscheinlich die gleiche Aufstellung wie gestern werden.Nur das für Rafinha eben Müller in die Startelf kommt und Lahm dann als rechter Verteidiger.

    • Erich_B schreibt:

      Ribery würde ich auch rausnehmen – wieso nicht Robben auf Links und Müller auf rechts ?
      Wir haben so z.B. das Pokal-Viertelfinale gegen BVB gespielt und dies war eine der besten Leistungen der Vor-Saison.

      Ein muss ist weiterhin Martinez zu bringen – wie man auf den verzichten kann verstehe ich bis heute nicht. Martinez war DER Schlüsselspieler der vergangenen Saison.

      Götze von mir aus auf der 10…

  2. Stan schreibt:

    Bin auch der Meinung, dass Ribery und Rafinha die schlechtesten Bayern Spieler waren. Ansonsten fand ich Bayern und auch die einzelnen Spieler deutlich verbessert. Bei Spox liest man durchweg schlechte Kritiken, das kann ich so nicht nachvollziehen. Gegen eine disziplinierte, kämpferische und kollektiv starke Real Mannschaft war das eine ordentliche Leistung. Ich bleibe aber dabei (habe das vor dem Spiel schon geschrieben und wurde in der Meinung bestärkt), dass Müller für Mandzu und vor allem Martinez für Rafinha die besseren Entscheidungen gewesen wären. Leider hat mich das Spiel gestern sehr an Bayern – Barca letztes Jahr erinnert, auch wenn das Spiel gestern ausgeglichen war.

  3. Ein starkes Stück schreibt:

    Gute Analyse! Rafinha spielt eine tolle Saison. Aber auf internationalem Niveau ist es in der Offensive zu wenig. Zumindest im Vergleich zu einem Lahm. Einem Vergleich dem er sich aber bei Bayern nun einmal stellen muss. Dies ist seit der Sommervorbereitung und wird mir von Guardiola zu sehr ignoriert.

    Teile auch deine Analyse zum Gegentor weitgehend. Allerdings kann ein aufmerksamer und resoluter Boateng den Ball klären. Leider hat er sich offensichtlich fürs elegantere Ablaufen entschieden und seine vermutlich größte Schwäche wieder einmal offenbart: Die mangelnde geistige Schnelligkeit!

  4. Axel schreibt:

    Wie habt Ihr Schweinsteiger gesehen? Mein Eindruck war, dass er auch nicht seine Normalform erreichte….

  5. Hartmut Wastian schreibt:

    Insgesamt wie immer eine Top-Analyse, danke dafür! Zum Coaching könnte man noch anmerken, dass Ancelotti klar mit 1:0 gegen Pep führt. Bei allem Respekt vor Peps Strategie finde ich es schon bitter, von Real im Bernabeu (!) ausgekontert zu werden. Wäre das Tor nicht gefallen, dann würden heute alle Experten Real für die verhaltene Spielweise dahoam in die Pfanne hauen, aber so hat Ancelotti alles richtig gemacht. Mir ist jedenfalls immer(!) wohler, wenn Martinez noch zusätzlich absichert…

    • bsg schreibt:

      ich weiß nicht, wie ich den post verstehen soll. von wem, wenn nicht real zuhause soll sich bayern einen konter einfangen? unvorstellbarste sache der welt? kaum.

  6. zechbauer schreibt:

    Im Großen und Ganzen gehe ich mit allem konform. Wenn aber drei Möglichkeiten Reals in HZ 1 zu einem Tor und zwei Großchancen führen, kann ich da nicht nur ein Problem in der Offensive erkennen. 100 Prozent der Chancen Reals in der ersten Hälfte waren brandgefährlich – da stimmt die Defensivleistung nicht.
    Was zudem fehlte, brachte Olli Kahn gestern wieder auf den Punkt: Der Biss. Wenige gelbe Karten – oder war’s nur eine? – sind ein Indiz dafür. Die Bayern waren mir zu brav – Real hat das (und anderes) gestern Abend besser und cleverer gemacht.
    Ich kann meine Enttäuschung nicht verhehlen – hatte mir deutlich mehr erwartet. Ich fand das Spiel nach vorn einfallslos und statisch. Ballbesitz schön und gut, aber nur eine Torchance und mit viel Glück nur ein Gegentor, obwohl mehr verdient gewesen wären, das ist in einem Halbfinalspiel zu wenig. Am meisten aber ärgert mich die Schönrednerei nach dem Spiel. Da wäre mehr Selbstkritik im Hinblick auf das Rückspiel angebracht.

    • Bligger schreibt:

      Was haben denn die Spieler davon wenn sie nach einem Spiel in den Staub fallen und sehr selbstkritisch sind? Klar will man das als Fan nach so einem Spiel hören, aber grundsätzliche Probleme wie die aktuelle Verunsicherung nach nem Rückstand oder die Formschwäche Riberys bekommst du in einer Woche nicht weg. Da ist es besser sich auf das positive zu konzentrieren.

  7. giselher schreibt:

    Zwei kurze Anmerkungen seien gestattet:

    Es ist zwar richtig, dass in der 1.HZ Real primär aufs Kontern aus war. Aber es waren nicht nur die drei Angriffe, die zum Tor (Benzema) bzw zu 100 %-igen Torchancen (Ronaldo, Di Maria) führten. Noch mindestens drei weitere Mal – allein in der 1. HZ – waren es allerletzte Bayern-Füße, die einen Durchbruch von Real mit dann einem 1:1 vor Neuer verhinderten (Dante, 2 x Boa). Wieder einmal hat sich die strukturelle Schwäche des Pep-Systems gezeigt: Überwindet der Gegner die Pressing-Kette in der eigenen Hälfte, hat er „ganz viel Wiese“ (M.Reif) vor sich. Und wehe, er hat Renner im Angriff – wie halt Real.

    Zweitens ist und bleibt Mandzu gegen die Pepes dieser Welt verschenkt. Zumindest dann, wenn er von Anfang an kommt und sich sukzessive vorne drin aufreibt, ohne ins Spiel eingebunden zu sein. Sein Ausweichen auf die Flügel wirkt immer etwas verweifelt, zumal dann, wenn er an seine technischen Grenzen stößt. Als später Brecher – gerne. Ansonsten aber Müller oder (zweitbeste Wahl) Götze vorne drin …

    Ausblick: Im Rückspiel brauchts schon drei Tore. Denn einen schenlen uns die anderen ein …

  8. anandvishwanathan schreibt:

    Pep ist heute der Einsamste Mann. Die Ballbesitztaktik wurde innerhalb von einer Woche 2x von Real auf höchstem Niveau besiegt.
    Wir hatten gestern EINE EINZIGE GROSSCHANCE in 90 Minuten. Die wurde von vielgelobten Neueinkauf Götze kläglich vergeben.
    Pep hat ein Team konstruiert welches eindeutig auf Ballbesitz und Spieldominanz ausgelegt ist. Wie kann man 10-1 Ecken sowie 80 % Ballbesitz haben ( wie in Hz. 1 ) und kein Tor erzielen? Ganz offensichtlich wurde diesem Aspekt viel zu wenig Bedeutung geschenkt. Der Kaiser hat in seinen Aussagen völlig recht- für Ballbesitz gibt es keinen Preis.
    Also, bin überhaupt nicht konform mit der Bewertung „Wir haben eigentlich ganz gut gespielt. Die Konter von Real kann man eigentlich nie ganz ausschließen“.
    Sorry, nach der ersten Hz. hätte der Vergleich Real- Bayern bereits entschieden sein können. Ancelotti hat das Taktikduell ganz klar für sich gewonnen. Man überlässt den Bayern die Spielkontrolle, steht in einem klar defensiv ausgerichteten 4-4-2 welches bereits eine Woche zuvor im Pokalduell gegen Barca zum Erfolg geführt hat.
    Die Bayern laufen mit ihrem allzu hochgelobten Coach Pep Guardiola ganz klar ins offene Messer. SIE HABEN GENAUSO GESPIELT WIE ANCELOTTI ES SICH GEWÜNSCHT HAT.
    Rafinha steht in Alves Manier auf RA und schiebt dort den Ball hin und her. Bei Ballverlust steht er meilenweit von seinem Gegenspieler CR/ entfernt. Dieser muss dann folgerichtig von einem der Innenverteidiger übernommen werden und so steht plötzlich Benz im 1:1 gegen Dante. Danke.
    Sorry, die Ursache für das 1:0 liegt im FALSCHEN und ERFOLGLOSEM Grundsystem der Bayern. Dass dieses System von Pep absolut nicht aufgegangen ist sieht man daran dass Rafinha absolut keine gefährlichen Aktionen hat einleiten können. Im eigenen 16m Raum brannte jedoch der Baum.
    Schon mal aufgefallen wie CR7 und Di Maria bei weiteren Konteraktionen von Real direkt vor Neuer in sehr zentraler Position zum Abschluss kommen konnten? Dass sind insgesamt 3 Großchancen innerhalb von ca. 20 Minuten.
    Sorry, die erste Hz. war eine Vorführung wie man ein hoch postiertes und völlig harmloses Tiki Taka Team auskontert.
    Warum korrigiert Pep seine Fehler nicht früher und wartet bis zur 66. Minute um Korrekturen vorzunehmen? Auch gegen Man U im Rückspiel wartet er bis zum Gegentor von Evra um zu REAGIEREN.
    Dies ist das Dritte CL Spiel in Folge in dem die Bayern mit 0:1 in Rückstand geraten. Die hoch stehende Viererkette sowie der von Pep bevorzugte EINE SECHSER führen aktuell dazu dass es gleich gefährlich wird sobald der Gegner den Ball erhält und in der Lage ist schnell umzuschalten. Die Balance stimmt nicht.
    Dass die zur Zeit beste Kontermannschaft der Welt dies ausnutzt war nun wirklich keine Überraschung. Real war gnädig- CR7 + Di Maria hätten gestern den Sack bereits zumachen können. So haben wir zumindest noch eine Chance im Rückspiel. Danke.
    Man hat auch gesehen dass es mit Müller gleich gefährlicher wird. Warum lässt Pep unseren besten Torschützen in der CL ( auch unter Don Jupp ) so häufig in den CL Spielen auf der Bank schmoren?
    Dass man hätte mit Doppelsechs Martinez / BS31. Lahm auf der RV Position und Müller für Mandschu hätten auflaufen sollen wurde zuvor bereits klar formuliert.
    Was macht Pep? Er bringt Martinez und wechselt BS31 aus um nur ja nicht an die Ära Don Jupp zu erinnern.
    Diese Aussage „Pep wird die Bayern Spieler noch besser machen“ kann ich überhaupt nicht teilen. Was ist beim Saisonhöhepunkt nur mit Franck Ribery los? Der herausragende Spieler im Konzept von Don Jupp ist nur mehr ein Schatten seiner selbst. Er hat über 50 % seiner Gefährlichkeit eingebüßt.
    Für das Rückspiel gegen die Bayern in der Allianz Arena hat Ancelotti mit der BBC Connexion nun alle Trümpfe in der Hand. Die Bayern MÜSSEN nun zumindest 2 Tore machen um weiter zu kommen. Bei der KONTERSTÄRKE von Real sind den Madridlenen sicher 1-2 Tore zuzutrauen.
    Sorry, Ancelottis Taktik ist voll aufgegangen. Real hat mit dem 1:0 ein Wunschergebnis erzielt.
    Tiki Taka ohne Effizienz ist vollkommen wertlos- wie die FCBs aus Barcelona und München unisono gegen Real erleben durften.
    Warum stehen wir nicht mit stabiler Viererkette und Doppelsechs ( BS31 / Martinez ) und kontern sie dann mit Müller, Rib + Rob im Bernabeu aus??????
    Sorry für die klaren Worte, aber mit dem Ergebnis sowie der mangelnden Gefährlichkeit der Bayern bin ich überhaupt nicht zufrieden. Alle wissen und fürchten sich vor unserer Offensivpower. Wo war die denn gegen Real?????

  9. Usedomspotter schreibt:

    Der Konter von Real zum 1:0 wurde durch einen geblockten Schuss von Kross aus einer sehr schlechten Position eingeleitet. Das war nicht mal ein gezieltes Zuspiel. Boateng muss man ankreiden, dass er Coentrao gar nicht gesehen hat, weil der Blick nur zum Ball ging. Dantes Spiel ist seit Wochen von Unsicherheiten geprägt, den entscheidenden Fehler macht aber imho Alaba. Der sieht, dass Dante rausgeht Richtung Coentrao, zieht auch noch in die Mitte und lässt Benzema völlig blank stehen, statt bei ihm zu bleiben. Null Abstimmung in der Situation. Die gleichen Probleme gab es auch schon zu Saisonbeginn zu sehen.

    Für die Bundesliga reicht Ballbesitz und individuelle Klasse, um überlegen Meister zu werden. Man kann auf die Fehler der Gegner warten. International funktioniert das nicht. Das war schon in den Spielen gegen Arsenal und ManU zu sehen. Eine andere Idee als Ballbesitz scheint Guardioala nicht zu haben bzw. nicht zu tolerieren. Gestern konnte man von Glück reden, das CR7 die Riesenchance zum 2:0 nicht reinmacht. Wer weiss, was dann passiert wäre. Das 1:0 war mehr als glücklich.

    Die gesamte Mannschaft wirkt seit Wochen wie gelähmt. Quer, quer, quer, zurück, nochmal quer. Und wenn man damit fertig sind, ist selbst eine Alt-Herren-Mannschaft wieder komplett am eigenen 16er, um es etwas überspitzt auszudrücken. Van Gaal hätte das gestern nicht besser hinbekommen können.

    Schmeichel hat es gestern gut getwittert: Er hätte gerne wieder die Heynckes-Bayern zurück. Ich auch.

    • Hartmut Wastian schreibt:

      Ich auch! Und Martinez in der Stammelf.

    • Bazi78 schreibt:

      Vielleicht hätten sich die Gegner auch auf die „Heynckes-Bayern“ eingestellt und wir wären jetzt an dem gleichen Punkt.Nach Jupps erster Saison mit dem Finale gegen Chelsea wurde auch von den meisten Leuten ein neuer Trainer gefordert.Vielleicht war so eine Leistung wie im letzten Jahr auch einfach die absolute Ausnahme bzw kann nicht in der Form wiederholt werden.Kann den jemals ein Trainer unseren Ansprüchen beim FC Bayern gerecht werden?

  10. Pingback: #Link11: La bestia negra | Fokus Fussball

  11. ufo schreibt:

    Ich stimme dem letzten Kommentar im wesentlichen zu. Allerdings möchte ich folgendes anmerken: Ribéry momentan eine Schuld anzukreiden ist falsch. Der Mann hat so viel geleistet und ihn jetzt als psychologisch anfällig hinzustellen, ist nur ein Symptom für die aktuelle Situation. Kurz zum Spiel: Es ist augenscheinlich, dass der FC Bayern sich in einer Krise befindet. Das System Guardiola lebt von der Beweglichkeit der Akteure. Gerade beim Kurzpass-Spiel mit Tempo müssen die Mittelfeld-Akteure schnell in die sich bietenden freien Räume stoßen, damit ein Pass durchgesteckt werden kann. Durch den entstandenen Freiraum kommt Dynamik und es entsteht ein Überzahl-Spiel in Ballnähe. Von dieser Beweglichkeit ist bei Bayern seit Wochen nichts mehr zu sehen. Es passiert genau das Gegenteil: Bayern erstickt am stumpfen Festhalten einer ungeeigneten Taktik. Was Bayern momentan spielt ist kein TikiTaka. Das ist einfach nur leicht ausrechenbar. Sieht man die Dynamik der Spieler gestern, so waren einzig Lahm und Robben voller Kampfbereitschaft. Der Rest ist mehr oder minder nebenher getrabt. Kroos z.B. macht das Gegenteil von TikiTaka. Er bewegt sich nur zögerlich in die zu besetzenden freien Räume und beim Pass-Spiel geht er überhaupt kein Risiko ein.
    Diese Mannschaft ist verunsichert. Und ich glaube, dass die Ursache dafür Pep Guardiola selbst ist. Im schlimmsten Fall also hat er den Draht zum Team verloren oder erkennt nicht, dass gerade jetzt eine Veränderung des taktischen Konzepts nötig ist, die der Mannschaft Raum zum Atmen und Selbstbewusstsein zurück gibt. Eine Aussage wie : “Wir spielen nicht typisch deutsch, hin und her. Das will ich nicht. Wir bleiben bei Dominanz” drückt das aus. Gerade für Alaba und Ribery wäre ein Konterspiel mit Tempo Gold wert. Und genau dieses Tempo bleibt mit dieser Taktik auf der Strecke. So kommt Bayern auf keinen Fall weiter, da Real 1 Tor schießen wird, Bayern aber keine drei. Schade.

  12. Tobi schreibt:

    Als die Aufstellung bekannt wurde war doch eigentlich klar wohin die Reise gehen wird. Die Forummeinung hat bereits im Vorfeld die Gefahren geschildert und Bedenken geäußert.

    Klar ist nun, man kann in der CL nicht einfach mal den Hebel umlegen und „on fire“ sein. Pep hat dies begünstigt mit seinen Äußerungen im Vorfeld. Er hätte den Anspruch weiter hoch halten müssen. Die Mannschaft kommt nun nicht in ihr gewohnt gefürchtetes Spiel. Der Gegner wird nicht in Grund und Boden gespielt. Sicherlich setzt dann auch das Nachdenken der Spieler ein. Es ist nun an Pep die letzten Reserven herauszukitzeln. Bremen muss der Testlauf sein. Man kann sich Selbstvertrauen holen und versuchen die Kurve zu bekommen. Noch ist es nicht zu spät. Pep muss dem Team Lösungen anbieten.

  13. anandvishwanathan schreibt:

    Die Fehler sind analysiert und das Spiel abgehakt. Der Blick geht nach Vorne. Die Ausgangslage für das Rückspiel ist nicht gerade gut, aber Chancen haben wir allemal.
    Wir sehen der Begegnung in der heimischen Allianz Arena also mit großem Optimismus entgegen.
    Real und Bayern sind beide als Teams mit gutem Teamspirit aufgetreten, allein die Spieltaktik hat beim 1:0 für Real den Unterschied ausgemacht.
    Die Bayern haben das Spiel wie eben auch gegen Man City anfangs sehr gut kontrolliert. Es ist Ihnen jedoch nicht gelungen die Dominanz mit Torgefahr zu veredeln. Deshalb hat Pep mit seiner Aussage „Wir müssen uns verbessern“ völlig recht.
    Vorausgesetzt Bale UND CR7 sind 100 % fit für das Rückspiel dann erwarte ich Real mit einem 4-3-3 wobei speziell Bale und Benzema vermehrt auch defensive Aufgaben übernehmen werden.
    Die ersten 15 Minuten werden von ganz entscheidender Bedeutung sein da die Bayern auf ein schnelles 1:0 und Real gleichzeitig den Bayern den Todesstoß versetzen möchte. Hier nun die Balance zu wahren ist die taktische Masterclass die es zu erarbeiten gilt.
    Ribery und Götze können in einem Spiel die eher schwächeren Leistungen der letzten Wochen vergessen machen.
    Ja, dass Ancelotti sich taktische Ratschläge bei Sacchi holt ist doch wohl so zu verstehen dass Pep sich eben keine bei Don Jupp geholt hat. Alles Psycho Spielchen die Pep schlicht und einfach ignorieren sollte.
    Mit einem Weiterkommen am Dienstag würde Pep seinen Kritikern mit einem Schlag ein „Silencium“ erteilen. Jetzt gilt es nur noch die geeignete Lösung zu finden und dafür auch das VERTRAUEN der Spieler zu gewinnen.
    Ribery speziell benötigt das Quentchen mehr Selbstvertrauen um seine Aktion erfolgreich zu Ende zu bringen. Alaba und Ribery war es mehrfach gelungen in den Rücken der Real Defensive zu kommen. Genau dort muss man anknüpfen. Und auch nach der Einwechslung von Müller und Götze kam mehr Kreativität und Torgefährlichkeit in das Bayer Spiel.
    S04- Real 1:6
    Real – BVB 3:0
    Real – Bayern 0:1
    Die Bayern sind das einzige Team welches nach dem Hinspiel noch eine realistische Chance auf ein Weiterkommen gegen DIESES Real und damit zum Erreichen des Finales in Lissabon hat. Wir sollten diese Chance in aller Konsequenz nutzen.

    • anandvishwanathan schreibt:

      Hups „freudscher Versprecher“:
      Real – Bayern 1:0 muss es natürlich heißen.
      Hatte das Ergebnis von DON JUPPS TAKTIK mit 4-2-3-1 mit Lahm auf der RV Position, Martinez / BS31 auf der Doppelsechs und Müller als Konterspieler im Kopf. Sorry.
      Das Forum hier hat diese Lösung ja auch herausgearbeitet- ist allerdings am Stolz von Pep gescheitert.

      • Tobi schreibt:

        Du sagst es. Der Stolz von Pep. Weiter beharrlich auf das nicht funktionierende System setzen und ein Bayern-TikiTaka erfinden wollen kann die Lösung aktuell nicht sein. Deshalb pro Martinez

        Bremen mit einer Galavorstellung zurück an die Küste schicken (4:0) und an Real damit das Signal senden „wir können es noch – in der Arena erwartet euch ein Feuerwerk“. Die SchwatzGelben haben vorgemacht wie es gehen kann gegen Real. Ordentlich unter Druck setzen. Dann kommen die Fehler, die man nutzen muss. Und wir brauchen nur ein Tor. Keine drei.

  14. Stefan Dauber schreibt:

    Schön, dass hier viel Kompetenz am Start ist, im Gegensatz zu sonstigem Gelaber.
    Ich versuche mich kurz zu halten:
    Gut gespielt oder nicht?
    Gut gespielt, ja. Chancen gut erarbeitet, nein. Effektiv gespielt, nein.
    Die Bayern spielen zu viel 5 gegen 2. Ziel ist Ballbesitz und nicht, das Eigentliche, Tore zu schießen. Das muss sich ändern. Ballspiel war gut, wie meistens, der Rest ist ausbaufähig.
    Trotzdem, ein Aufwärtstrend war erkennbar.
    Real hatte so wenig Torschüsse wie in keinem anderen CL-Spiel. Die wenigen dafür extrem gefährlich. Ronaldos Schuss übers Tor war allerdings Abseits (Warum wurde das in der Analyse nicht mal in Erwägung gezogen?) Hab es mir in Zeitlupe mehrfach angeschaut. Es war Abseits !!

    Man hat den Eindruck, als hätte Guardiola Kontrolle gegen Handlungsschnelligkeit getauscht. Die ist aber gegen eine massive Abwehr notwendig. Mir sind zu viele Spielverwalter im Spiel.
    Lahm ist zwar im Gegenpressing und Ballspiel sehr gut, aber seine Offensive war als Rechtsverteidiger besser.
    Was ist mit Ribery? Hat der irgend ein zwischenmenschliches Problem? Wie ist dieser Leistungsabfall zu erklären. Nicht nur, dass er keine eins-gegen-eins Situation mehr gewinnt, nicht nur seine hohe Fehlpassquote, seine Laufwege sind nicht erklärbar, als wäre er ein Fremdkörper.
    Kroos ist zu sehr Ballverwalter, ich würd mir mehr Zug zum Tor und zum Risikopass wünschen, der kann das doch.
    Arjen Robben, momentan der Leader für mich. Fast jede gefährlich Aktion läuft über ihn.
    Müller, hat noch die Handlungsschnelligkeit und vor allem hinter neun am wirkungsvollsten.

    Oops, jetzt war es doch nicht kurz, deshalb jetzt ein schnelles Ende.
    (Hoffentlich auch für Real am nächsten Dienstag)

    • anandvishwanathan schreibt:

      Exakt, es fehlt Vorne die Schnelligkeit und der letzte Killerpass. Wer die Anzahl der Assists von Lahm und Kroos über die gesamte Saison hin sieht hat auch schnell die Antwort.
      Müller, Ribery und Götze sind die besten Assistsgeber bei den Bayern in der BL- Rafinha steht auch noch gut dar. Ein klarer Hinweis auf „small ball“.
      In der CL ragt die Leistung von Robben mit 6 Assists heraus. Zusätzlich ist die Abschlusssicherheit von Müller zu betonen- und dies obwohl er in den letzten Spielen vermehrt auf der Bank Platz nehmen musste.
      Weder Kroos, BS31, Thiago, Alaba, Lahm noch Ribery können mit ihren Assists in der CL glänzen. Müller und Mandzukic sind eher die Verwerter. Die meisten Scorerpunkte in der CL hat Robben verbucht. Er zeigt seine besten Leistungen in der CL.
      Denke die Lösung gegen Real im Rückspiel ist genau in diesem Bereich zu suchen. Für die tödlichen Pässe muss es eben auch einen Abnehmer geben der sich perfekt in Position gesetzt hat.
      Mandzukic, Müller und Robben sind diejenigen mit den besten Scorerwerten.

  15. DasDing schreibt:

    Zum Satz am Anfang konnte man noch ergänzen: „Letzte Saison konnten die Bayern Fußball spielen und waren dazu auch noch cleverer als die Anderen“.

    Das Erschreckende waren nicht die Konter, es ist normal, dass man sich diese gegen Madrid einfängt (inklusive Gegentor). Deren Offensive ist einfach individuell so stark, dass man sie nicht permanent ausschalten kann, vor Allem nicht im Bernabeu.
    Wirklich angsteinflößend war die völlige offensive Harmlosigkeit der Bayern! In den ersten 75 Minuten konnten so gut wie keine Torabschlüsse kreiert werden, die madrider Defensive hatte einen unerwartet entspannten Tag. Scheinbar kann mittlerweile jeder halbwegs disziplinierte Abwehrverbund die Bayern nachhaltig am Eindringen in den Strafraum hindern, dem Ballbesitzspiel geht ähnlich wie unter van Gaal die Dynamik oft komplett abhanden. Hinzu kommen natürlich Verletzungen und Formschwächen, aber auch personelle Fehlentscheidungen des Trainers. Wozu mit Rafinha auf RA agieren? Druck hinters Offensivspiel bekommt man so nicht. Weshalb spielt Martinez nicht von Anfang an? Im Antizipieren von Gegenangriffen ist er immer noch der beste. Bei den ganz frühen Balleroberungen vielleicht schwächer als Lahm, aber wie man gestern gesehen hat ist es auch nicht unbedingt hilfreich, das Spielfeld so extrem eng zu machen. Weshalb wird Ribery nicht früher rausgenommen? Wieso spielt nicht mal Götze statt Kroos, der zwar unzweifelhaft seine Qualitäten hat, aber nicht im (dringend nötigen!) Verschnellern des Spiels.

    Insgesamt muss man wohl sagen, dass es mit der CL-Titelverteidigung nichts wird. Die Dynamik und Durchschlagskraft aus dem letzten Jahr wird zur Zeit nicht mehr erreicht, und auch falls man den Rückstand in München drehen kann, wird man im Finale an den Betonmischern aus dem anderen HF scheitern.
    Wenn man jetzt gegen Real rausfliegen sollte, hat das aber auch gute Seiten: So kann man sich voll auf den Pokal konzentrieren und die Zecken mal ordentlich verdreschen (das sollte auch mit den derzeitigen Mängeln möglich sein). Wenn man am Ende dann mit Double und CL-Halbfinale dasteht war es zwar keine Monstersaison wie 2012/13, aber immer noch ziemlich gut.

    • Erich_B schreibt:

      Um ehrlich zu sein habe ich mehr Bedenken vor dem BVB im Finale als Madrid…
      Irgendwie wirkt es so als wäre kein Spieler bei 100% – vor allem nicht die Schlüsselspieler.

      • ufo schreibt:

        BVB ist stärker als Madrid, wenn sie an die Form der letzten Wochen anknüpfen

      • DasDing schreibt:

        Das Dortmund-Starkreden wird mir allmählich zu sehr zum Volkssport, zum einen natürlich in den Medien, aber teilweise selbst unter Bayernfans. Was zeichnet diese Mannschaft denn aus, dass man sie als „stärker als Madrid“ kennzeichnen könnte? Der Ausgang des CL-Viertelfinals jedenfalls nicht. Ich hatte hier neulich schonmal angeführt, dass die „außergewöhnlichen“ Leistungen der Dortmunder in dieser Saison merkwürdigerweise immer in Spielen zustande kamen, in welchen der Gegner sich Nachlässigkeiten erlauben konnte, nie unter ausgeglichenen Voraussetzungen. Im Rückspiel des VF konnten sie ein Real schlagen, dass sich offenbar ein wenig zu sicher war, und die Runde nochmal spannend machen. Dasselbe hat der FC Arsenal gegen Bayern 2012/13 auch geschafft, aber zurecht hat niemand die damalige Arsenal-Mannschaft deshalb stärker einschgeschätzt als den FCB unter Heynckes. Warum wird Dortmund nun also völlig anders gesehen als die Gunners vor einem Jahr? Ich denke, dass es an der überschwänglichen Sympathie liegt, welche die Medien diesem Verein immer noch entgegenbringen (warum weiß der Geier, vielleicht generieren pro-BVB-Artikel besonders viele Klicks) – irgendwann färben die Lobhymmnen eben auch auf die Zuschauer ab.

        Allgemein kann man wohl sagen: Der FCB gehört trotz der momentanen Formschwäche zu den stärksten Mannschaften auf der Welt, der BVB hingegen nur zum erweiterten Kreis der internationalen Topteams. Falls man gegen Madrid ausscheidet, sollte das Pokalfinale darum gewonnen werden – auch wenn Pep sich bis dahin schon überlegen muss, wie gegen eine gestaffelte Abwehr aus dem Spiel heraus Torgefahr erzeugt werden kann.

      • chicago_bastard schreibt:

        Ich denke die Antwort warum der BVB so wohlwollend betrachtet wird ist einfach: Sie sind aktuell der Hauptkonkurrent des verhassten FC Bayern und somit die Hoffnung eines großen Teils der deutschen Fußballinteressierten. Könnt ihr euch noch an das erste Halbjahr 2008/09 erinnern? Damals schwappten die Sympathien der gesamten Republik mit Ausnahme der Bayernfans einem gerade aufgestiegenen Retorten-Verein aus einem badischen Kuhdorf zu, weil dieser sich doch tatsächlich anschickte, den Bayern Position 1 in der Tabelle streitig zu machen. Bremen hatte auch immer gute Beliebtheitswerte als sie der Hauptkonkurrent der Bayern waren und ihre ständigen Blamagen in der CL wurden deshalb auch nie kritisch kommentiert.

        Wer gerade als Hauptkonkurrent der Bayern angesehen wird ist Everybody’s Darling, aktuell haben eben die Dortmunder diesen Status inne.

      • Erich_B schreibt:

        @Das Ding:
        Ich bin selbst Bayern-Fan und bezeichne den BVB nicht als besser weil ich ein Fan einer anderen Mannschaft bin.

        Jedoch muss ich folgendes sagen: der BVB hat nicht nur aus Nachlässigkeit Reals 2:0 gegen Real gewonnen. Die wussten ziemlich genau was Sie erwartet, Real ist im letzten Jahr 3:1 (oder wars 4:1) untergegangen.

        Lasst uns schauen was die Mannschaft und Guardiola für Lösungen findet – viele Ausreden gibts nicht. Die Mannschaft spielt fast in Bestbesetzung. Bayern trägt die „Defensiv-Probleme“ schon das ganze Jahr mit rum, nur kommen Sie jetzt gegen stärkere Mannschaften mehr zum tragen.

  16. anandvishwanathan schreibt:

    In einem Taktikforum finden sich nach der Verpflichtung von Pep folgende Aussagen:
    1. „Ich vermute, Pep wird das Barca-System so weit wie möglich kopieren wollen, weil das seine Vorstellung von Fußball ist- auch wenn das mit dieser Mannschaft schwierig wird und eventuell auf Kosten ihrer Stärken gehen könnte, die sie in anderen Bereichen hat. Er wird sein Tiki-Taka-Gegenpressing-System nicht aufgeben wollen und können.
    2. 
“Entweder er leitet bei Bayern mittel-langfristig eine neue Ära ein, dann mit teilweise neuen Spielern (allerdings würde Bayern dann an finanzielle Grenzen stoßen: immerhin haben Gomez u. Martinez sehr viel Geld gekostet) oder er könnte scheitern, weil sich das “spanische System” in Deutschland eventuell nicht implementieren lässt. Dann hätte Pep Guardiola die momentan so erfolgreiche Mannschaft kaputtgemacht.
    In jedem Fall ist die Verpflichtung eines Trainers aus einem anderen Kulturkreis mit einem ganz anderen Fußball ein hohes Risiko u. der Erfolg keineswegs garantiert.”

    Fasse es mit einem Satz zusammen: sein Messi Namens Götze traf nicht ( in der 84. ).
    Iker war gar nicht besonders gefordert da der Abschluss von Götzinho fast genau auf den Keeper kam. Messi macht den rein. Dann steht es 1:! und Real ist gezwungen kurz vor Schluss seine Taktik zu ändern. Fakt.

    Unter dem Strich: denke Guardiola benötigt MEHR ZEIT um SEIN SYSTEM von Fussball beim FC Bayern weiter zu perfektionieren. Dazu bedarf es neben Lewa noch 2 weiterer Neuerwerbungen. Man hat Pep für zuerst einmal 3 Jahre geholt und sich damit bewusst für SEINE Philosophie vom Fussball entschieden.
    Man hat Real sehr lange sehr deutlich beherrscht und war dabei nicht zielstrebig und effizient genug. Bei Barca hat Massi die brillante Arbeit des Teams in aller Regel vergoldet.
    Real hat schon einmal ein extrem defensives Spiel im Bernabeu abgeliefert. Unter Mourinho spielte man 2011 im CL HF gegen Pep + Barca. Aber auch dort hat Messi den Unterschied ausgemacht ( Real – Barca 0:2 ). Mou ist damals von der spanischen Presse zerrissen worden.
    Wenn man gegen einen extrem defensiv eingestellten Gegner agiert benötigt man eben auch das Spielermaterial um diesen Abwehrblock zu knacken. Die Bayern hatten es gestern nicht.

    Kleiner Link noch gefällig zu Peps und Ancelottis Taktik:
    http://www.realtotal.de/community/threads/halbfinal-hinspiel-real-madrid-vs-fc-bayern-muenchen.238/page-21

  17. Johannes schreibt:

    LoL an die ganzen Erfolgsfans hier ihr schreibt hier auch nur Kommentare wenn Bayern mal ein Spiel verliert lächerlich.

    Die 90 Minuten waren alles in allem schon absolut ok das 0:1 auswärts ist natürlich nicht optimal aber fürs Rückspiel ist noch alles drin.Philip Lahm hats treffend auf den Punkt gebracht du kannst gegen Real nicht 100% alle Chancen verhindern das ist unmöglich.
    Das Spiel war natürlich geprägt von Ballbesitz weil wir A Reals Konter so besser kontrollieren und B wussten das wir im weiteren Spielverlauf unsere möglichkeiten bekommen.Das ist meiner Meinung nach auch gut aufgegangen die Chancen waren da und Real war die meiste Zeit abgemeldet.Das frühe 0:1 hat uns natürlich ein Strich durch die Rechnung gemacht aber gerade da versteh ich nicht warum sich jeder über unseren Ballbesitz beschwert.In der Situation mehr Risiko zu gehen und vielleicht noch das zweite zu kassieren wär absolut Harakiri gewesen.
    Deswegen war es wichtig das Tempo rauszunehmen weniger Risiko zu gehen um gegen Ende mit entsprechenden Wechseln evtl noch das Tor zu machen oder zumindest weiteren Schaden gering zu halten.Wir waren mit Götze und Müller nah dran hat am Ende nicht ganz gereicht.Das muss man akzeptieren aber gleich wieder alles in Frage stellen zeigt mal wieder das die meisten den Plan dahinter nicht kapiert haben.

    • Bazi78 schreibt:

      @Johannes
      Ich bin ganz deiner Meinung.Aber leider wird bei Bayern immer alles in Frage gestellt wenn man ein Ziel nicht erreicht.Es ging in den meisten Jahren aber eher um die Meisterschaft in der Bundesliga.Das ist auch gut so und sollte immer das erste Ziel sein.Mittlerweile geht das ganze Theater aber schon los wenn man in der Champions League ausscheidet…

    • bligger schreibt:

      danke!!! seh ich genauso

    • anandvishwanathan schreibt:

      „Lol Erfolgsfans?“
      „0:1 auswärts nicht ganz optimal?“
      „Die Chancen waren da?“
      „Plan dahinter nicht kapiert?“
      „Real die meiste Zeit abgemeldet?“

      Kann es sein dass hier der Sinn für die Realität fehlt. Es hat der amtierende CL Champ gespielt und EINE zwingende Tormöglichkeit bei teilweise 80 % Ballbesitz und 10-1 Ecken ( 1. Hz ) generiert. Gibt es eine noch klarere Beweislage für die Ungefährlichkeit des Systems? Ballbesitz bei Barca und dem FC Bayern wird immer mehr zum Synonym für Angst.
      Die Topchancen hatte vor allem Real und auch dies liegt in der Spieltaktik begründet. Wie kann ich einem solch brillanten Konterteam diese unendlichen Räume schenken?

      Der Teamspirit hat mir bei beiden Mannschaften gefallen. Was den Unterschied ausgemacht hat war die Spieltaktik.

      Wenn man diese BBC Connexion zuzüglich Di Maria Offensoivpower nie ganz ausschalten kann warum postiert man sich dann nicht tiefer und läuft mit stabiler Doppelsechs sowie stärkster Viererkette auf?
      Pep muss sich verbessern und sein Team für die ganz hohen Ziele neu begeistern.

      • Bazi78 schreibt:

        Kann es sein dass hier der Sinn für die Realität fehlt? Ja aber nur bei denen die erwartet haben das Bayern wieder die CL ohne Probleme gewinnt.Als Guardiola verpflichtet wurde sollte doch jedem klar gewesen sein das es Ballbesitz bis zum abwinken geben könnte.Natürlich haben einige gehofft das Pep sich an Bayern anpassen würde nur war es wohl nicht sehr wahrscheinlich.Wenn es in der neuen Saison zu Beginn auch so schlecht läuft wie jetzt dann ist Guardiola sowieso nicht mehr lange im Amt.Nur haben wir zu 100% früher oder später mit dem neuen Trainer wieder die gleichen Probleme…

      • Stan schreibt:

        Wir stimmen zwar in vielen Dingen überein, zum Beispiel, dass Martinez und Müller hätten spielen sollen statt Rafinha und Mandzukic. Aber zwei Sachen die du schreibst halte ich nicht unbedingt für richtig. Zum einen die stabile Doppelsechs die du jetzt schon mehrfach angesprochen hast. Auch mit Martinez wäre das ganze mehr ein 4-1-4-1 gewesen, weil sich Schweinsteiger und Kroos hoch platzieren um Reals Sechser, speziell Modric und Alonso nicht zur Entfaltung kommen zu lassen. Man kann natürlich trotzdem mit zwei tiefen Sechsern spielen und Kroos stört vorne allein, aber ob das sinnvoll ist Reals Sechsern viel Platz zu lassen wage ich zu bezweifeln. Man müsste dann mit der gesamten Mannschaft tiefer stehen, damit wenig Platz für Pässe in den Rücken der Abwehr bleibt. Da die Mannschaft aber trotzdem kompakt stehen sollte fällt das Angriffspressing, das Bayern auch ausgezeichnet hat in dieser Saison komplett weg. Damit komme ich auch schon zum zweiten Punkt. Du sagst, Bayern soll so spielen wie letztes Jahr und aus einer tiefen kompakten Defensive Konter fahren. Ganz so leicht ist es aber nicht, weil auch noch ein Gegner auf dem Platz steht. Da kann man sich es nicht einfach so aussuchen, wie man spielt. Ein paar Beispiele, um zu verdeutlichen, was ich meine: Bayern hat letztes Jahr gegen Juve gespielt. Juve wusste, dass Bayern spielstärker ist und überlässt ihnen den Ball. Da kann Bayern nicht einfach sagen ich geb ihn zurück und stell mich hinten rein. Phasenweise haben sie das praktiziert, aber über ein ganzes Spiel geht das nicht. Umgekehrt wars mit Barcelona. Abgesehen davon, dass sie es vielleicht nicht können, lässt es der Gegner nicht immer zu auf Konter zu spielen. Real spielt ja dieses Jahr auch in der Regel über Ballbesitz, nur gegen Bayern als spielstärkere Mannschaft verfahren sie anders. Bestes Beispiel ist eigentlich das Match Atletico gegen Chealsea – Atletico als ausgewiesene Kontermannschaft wird der Ballbesitz aufgezwungen, weil sie wohl die extremere Kontermannschaft sind. Passiert ja auch nur in den allerseltensten Fällen, dass eine Ballbesitzmannschaft auf einmal auf Konter spielt oder umgekehrt. Die Ballbesitzverteilung lässt sich auch in 90 Prozent aller Spielen hervorsagen. Ist jetzt leider sehr lang geworden, was ich sagen will, man kann das sich nicht nach Gutdünken aussuchen. Ich denke auch, dass die Bayern des letzten Jahres mehr Ballbesitz gegen Real gehabt hätte – von der Positionierung auf dem Feld und den Spielanteilen hätte es wohl ausgesehen wie Juve auch gegen die Bayern letztes Jahr gespielt hat.

      • Stan schreibt:

        Kleiner Nachtrag zu Bazis Kommentar: „Als Guardiola verpflichtet wurde sollte doch jedem klar gewesen sein das es Ballbesitz bis zum abwinken geben könnte.“
        Ja, aber es liegt auch nicht nur an Guardiola, sondern auch am gewachsenen Respekt vor den Bayern. Die Gegner stehen von Haus aus tiefer und versuchen weniger am Spiel teilzunehmen – ich glaube auch Heynckes hätte mehr ballbesitz verzeichnet als in der Saison davor. Insgesamt war das Spiel aber auf alle Fälle variabler, weiß nicht ob das nur daran liegt dass er sich phasenweise tiefer positioniert hat.

      • Bazi78 schreibt:

        Wenn der BVB das CL-Finale 2013 gewonnen hätte dann wären auch die Heynckes-Bayern gescheitert.Man sollte doch nicht einfach ein Konzept bzw eine ganze Saison von einem Spiel in der CL-Endphase abhängig machen.Im letzten Herbst war noch der Pep-Fussball variabler als der von Jupp und jetzt ist es wieder umgekehrt.Vielleicht hatte man aber in der starken Phase (Okt-Feb) auch einfach noch keine guten Gegner.Oder ein Spieler wie Thiago fehlt jetzt eben doch und mit ihm der Über­ra­schungs­mo­ment.Es gibt so viele mögliche Gründe für die aktuell schlechte Form…

      • anandvishwanathan schreibt:

        @Bazi78
        Zum Thema Thiago:
        mit 4 Assists und 2 Toren über die gesamte Saison hinweg ( BL + DFB + CL ) hat Thiago sehr überrascht- im Negativen. Welche Überraschungsmomente hast Du von ihm in der diesjährigen CL Saison gesehen?
        Vergleiche mal die Werte von Hazard oder Pogba dazu. Thiago ist ein guter + ballsicherer Spieler- wie Toni Kroos eben auch.
        Auch Götze hat eine mittelmäßige Saison gespielt. Weder Thiago noch Götze haben in den entscheiden Spielen dieser Saison bisher eine besondere Rolle gespielt.
        Robben, Mandzukic, Müller und BS31 haben die entscheidenden Akzente gesetzt.

        Man muss es so klar und deutlich sagen: dass die Bayern in der letzten Saison das Triple geholt haben war unter anderem auch auf die hervorragende Einkaufspolitik der Don Jupp Ära zurückzuführen. Mit Dante, Martinez und Mandzukic hat man 3 Volltreffer gelandet. Sie wurden in der letzten Saison ALLE drei zu wichtigen Säulen des Teams.
        Bei Peps „small ball“ haben alle drei einen schweren Stand.
        Thiago ist aktuell verletzt und Götze versucht seine Form der letzten Saison zu finden.
        Bisher hat in dieser Saison kein Neuzugang wirklich eingeschlagen.

      • Bazi78 schreibt:

        @anandvishwanathan
        In der CL ist Thiago nichts besonderes gelungen das stimmt.Aber er ist auch jetzt schon zum 2mal länger verletzt.Bei Götze war es doch genauso der konnte deswegen auch wenig zeigen bzw keine gute Form finden.Vielleicht hätte Thiago aber gegen ManU oder jetzt Real schon etwas helfen können.Ich finde auch das er dynamischer und dribbelstärker ist als Kroos.Dante ist dieses Saison aber nicht mehr so gut und Martinez war auch oft verletzt.Nur Mandzukic hat die gleiche Form wie letztes Jahr.Man könnte genauso sagen das Dante und Javi zwar letztes Jahr gut eingebunden waren aber diese Saison sich als Fehleinkäufe präsentiert haben.Damit möchte ich sagen das vielleicht schon in der neuen Saison Thiago und Götze besser bewertet werden könnten.Es wird mMn viel zu oft der Vergleich mit dem letzten Jahr gemacht keiner weiß aber wie es mit dem Heynckes-Fussball in dieser Saison ausgegangen wäre.Fakt ist das wahrscheinlich die CL2014 nicht von Bayern geholt wird.Ich glaube nicht das sich Guardiola ändern möchte was sein Ballbesitz-Konzept betrifft.Das große Problem ist eben das wir keinen Messi haben der in den richtigen Momenten die Tore macht.Vielleicht hat er Peps Phi­lo­so­phie erst zum großen Erfolg auf hohen CL-Niveau geführt…

      • chicago_bastard schreibt:

        Wie kann man denn die Scorerwerte eines Flügelstürmers wie Hazard den Scorern eines zentralen Mittelfeldspielers wie Thiago gegenüberstellen? Spieler auf Thiagos Position definieren sich nicht über die Anzahl der Scorer, ein Iniesta hat auch vergleichsweise wenig Scorerpunkte.

      • anandvishwanathan schreibt:

        @chicago_bastard
        Wie kann man ignorieren dass Iniesta in der letzten Saison der beste Assistsgeber der PD war? Wie kann man ignorieren dass Iniesta an vielen Messi Toren direkt beteiligt ist?
        Wie kann man ignorieren dass die Assistsquote im OM eine große Rolle spielt?

        Ein Thiago ist von seiner Ballbehandlung und Statur durchaus mit Hazard zu vergleichen. Zudem könnte man durchaus auf die Idee kommen Thiago auf der linken 8 zu positionieren um tödliche Pässe zu spielen und auch den Torabschluss zu suchen.
        Des Weiteren hat Hazard unter Benitez häufig im OM gespielt.
        Des Weiteren hat Alaba mehr Assists und Tore zu verbuchen als Thiago und Kroos.
        Hat also Pep das Maximum aus den zweifellos vorhandenen Qualitäten bei Kroos und Thiago herausgeholt? Nein!

      • Bazi78 schreibt:

        So langsam bekomme ich den Eindruck das du nur beweisen möchtest das Guardiola bei Bayern versagt hat.Deine ganze Kritik in allen Kommentaren über Pep lassen mich zu keinem anderen Ergebnis kommen…

      • chicago_bastard schreibt:

        Zur vergangenen Saison: Iniesta hat 13 Scorerpunkte in der ersten Saisonhälfte geholt, da spielte er meist auf Linksaußen (die Position, die übrigens auch ein gewisser Hazard bekleidet), also als Flügelstürmer! In der zweiten Saisonhälfte wurde er dann hauptsächlich im zentralen Mittelfeld eingesetzt (da wo ein gewisser Thiago zum Einsatz kommt) und prompt wurde seine Scorerausbeute deutlich geringer, er holte in der Rückrunde nämlich nur noch 6 Scorerpunkte. Und diese Saison ist seine Ausbeute erneut nicht sonderlich berauschend und oh Wunder, er wurde hauptsächlich im zentralen Mittelfeld eingesetzt.

        Zieht man in Betracht, dass Thiago verletzungsbedingt wenige Spiele gemacht hat bewegt er sich mit seinen 6 Scorern in etwa auf Iniestas Niveau, wenn dieser auf der gleichen Position und nicht im Sturm spielt.

        Einen Hazard als Vergleich zu nehmen ist hingegen so hanebüchen, dass mir dafür die Worte fehlen. Das ist als würde man Xavis Scorerwerte mit denen von Ribery vergleichen, völliger Nonsens. Dass Flügelstürmer naturgemäß mehr Scorerpunkte erzielen als zentrale Mittelfeldspieler kann man doch nicht ernsthaft anzweifeln.

  18. anandvishwanathan schreibt:

    @Stan
    Ancelotti lässt 4-4-2 gegen die aktuell beiden besten Ballbesitzteams der Welt spielen. Hierbei ist besonders auf die Position von Di Maria und Isco zu achten- die müssen nämlich enorm viel laufen. Die beiden Außenverteidiger Carvajal und Coentrao werden durch die beiden MF Spieler unterstützt.
    Ein System welches in ähnlicher Form lange Zeit bei Juve von Vidal und auch Lichtsteiner praktiziert wurde. Nur die Distanzschüsse von Alaba sowie Gustavo in Kooperation mit Fehlern von Buffon führten zu den beiden Gegentreffern für Juve in München. Das Doppeln auf den Außenbahnen hat jedoch die damals beide in Topform auftretenden Ribery und Robben weitestgehend wirkungslos gemacht.
    Ancelotti hat sich an diese Defensivkonzepte erinnert- oder ist von seinem Mentor Sacchi darauf hingewiesen worden. Juve spielt in aller Regel in einem 3-5-2.
    Wie also kann Ancelotti dieses Doppeln auf den Außenbahnen bewirken um die tödliche Flügelzange der Bayern aus dem Spiel zu nehmen? Dazu muss er auf einen aus der BBC Connexion verzichten.
    Die Geschichte mit CR7 und Bale vor dem Spiel gegen die Bayern war eine Posse. Beide waren 100 % fit aber nur einer durfte in die Stammelf. Durch die Veränderung von 4-3-3 auf 4-4-2 hat Ancelotti den zusätzlichen Mann für das MF und das Doppeln auf den Flügeln. Ancelotti wollte Bale bringen und MUSSTE CR7 aufbieten. CR7 wollte nicht noch einmal auf die Bank- wie gegen den BVB im Rückspiel.
    Absolut interessant was dann etwa nach einer Stunde Spielzeit geschah. Bale begann sich aufzuwärmen und Pep schien darauf exakt vorbereitet zu sein. Er kam Ancelotti sogar zuvor und brachte Martinez als bessere Absicherung zuerst aufs Feld. Fast gleichzeitig kamen dann Varane + Bale bei Real sowie Götze + Müller noch zusätzlich bei den Bayern. Real wollte jetzt das Tempo erhöhen und ging in ein Angriffspressing über um den Bayern den Todesstoß zu versetzen. Dadurch gibt es auf der anderen Seite Räume die von Müller, Götze, Mandzukic und Robben ausgenutzt werden sollten. An dieser Stelle wollten beide Coaches die Entscheidung. Wenige Minuten später erkannte Ancelotti die Gefahr und orderte sein Team an weiter mit 4-4-2 tiefer zu stehen und sich auf das Kontern zu beschränken.
    Das Risiko um den Bayern den tödlichen Stoß zu versetzen war zu groß. Da Götze nicht traf brachte Real das 1:0 über die Ziellinie.
    Wie dann letztendlich Coentrao zum entscheidenden Vorlagengeber in beiden Begegnungen ( gegen Barca und Bayern ) wurde ist eine weitere tolle Geschichte aus der Sacchi / Ancelotti Taktik Trickkiste.
    Die entscheidende Frage für das Rückspiel wird sein ob Carletto mit der kompletten BBC Formation aufläuft oder abermals mit tiefer 4-4-2 agiert.
    Ancelotti hat nun eine gute Ausgangsposition mit Real und spricht erstmalig vom Finale in Lissabon.

    • Stan schreibt:

      War zwar keine Antwort auf meine Kritik an deinen Aussagen, aber eine ordentliche Analyse. Würde aber so gesehen nicht unbedingt für Martinez sprechen, da man das Spiel mit dessen Einwechslung in der Offensive noch mehr auf die Außen lenkt. Er darf oder kann in dieser Saison im Spielaufbau auf der 6 nur sehr wenig beitragen, in der Regel Sicherheitspässe über 5 Meter zu den beiden 8ern oder Rückwärts. Da war er letzte Saison auch noch besser eingebunden.

      • anandvishwanathan schreibt:

        Martinez hat mit seinem Gewaltakt das 11m Schießen im Supercup mit Chelsea ermöglicht. Danke.
        Ich bin mittlerweile von diesem Forum gelangweilt und verabschiede mich. Danke.

    • Thomas schreibt:

      Zumindest beim 1:0 durch Alaba sehe ich bis heute noch keinen Fehler bei Buffon. Alaba schießt, der Ball wird von Vidal abgefälscht und dreht sich dadurch genau in die Ecke des Tores. Da war Buffon sogar eher noch nah dran, den trotzdem zu halten.

      • anandvishwanathan schreibt:

        Oh Gott, wir hatten es damals im SV Forum ellenlang diskutiert. Es gibt zu der Leistung von Buffon damals zwei verschiedene Meinungen.
        1. Buffon hat richtig reagiert und es ist ihm kein Fehler bei dem Schuss von Alaba anzukreiden.
        2. Ein Welttorhüter wie Buffon hat die Millisekunde zu spät reagiert da der abgefälschte Ball von Alaba einen ganz speziellen Drall bekommen hat den er wiederum unterschätzt hat. Warum reagiert er zu spät? Sein Alter mag dabei auch eine Rolle gespielt.
        Buffon hat im Übrigen die Tore gegen Bayern im Hinspiel auf seine Kappe genommen.

        Und Tschüss…..

  19. Fußballfan-DC schreibt:

    Eine sehr schöne Analyse. Besonders der Punkt 2 gefällt mir gut. Das Tor der Spanier war einfach toll herausgespielt und trocken abgeschlossen. Einfach ein toller Treffer, wie deine Schlußfolgerung richtig wiedergibt.

    Leider muss in den Medien immer einer Schuld am Gegentreffer sein. Dabei frage ich mich oft, ob die Kommentatoren nicht schon mal selbst Fußball gespielt haben. Manchmal macht der Gegner alles richtig und dann fällt eben ein Tor. So einfach ist das.

    Die Bayern hatten diesmal nicht das berühmte Quentchen Glück. Man hatte auch das Gefühl, dass nicht die volle Power abgerufen werden konnte. Mir kam das jedenfalls so vor. Das berühmte Feuer in den Augen der Spieler habe ich vermisst.

    Wie auch immer, verloren ist noch nichts. Die Bayern sind den Madrilenen ebenbürtig. Die spannende Frage ist, ob man im Rückspiel einen Gegentreffer zu verhindern weiß. Sonst wird es schwer.

  20. Rheumakai schreibt:

    Ich hab es schon nach den ManU-Spielen hier geschrieben: Warum bewegen die sich nicht mehr vorne im bzw. in den Sturm?! Unbegreiflich, und jetzt schon wieder! Mir sind vier oder fünf Szenen in Erinnerung, in denen Robben an der Mittellinie den Ball bekommt, allein nach vorne dribbelt, von zwei Mann zur Seitenlinie gedrängt wird, und keiner kommt mit und hilft. Mandzukic steht am Strafraum rum, Ribery steht am linken Strafraumeck rum, Kroos steht im Mittelkreis rum. Alle stehen, keiner hilft.

    Bayern hat den Ball und spielt stehend Handball um den Strafraum. Mandzukic steht zwischen Pepe/Ramos am Strafraum rum und wartet was passiert. Ribery und Alaba hinter- und vorderlaufen sich munter hin und zurück an der Eckfahne, gewinnen keinen Millimeter, kommen nicht in den Strafraum. Halbfeldflanke, aus.

    Rafinha, Halbfeldflanke, aus.

    Warum wird nicht mehr gekreuzt, kurz gekommen, rochiert, überfallartig gekontert? Warum wird nur gestanden? Dortmund hat Real überrannt. Bayern hat Real grade mal eben überstanden.

    • Bazi78 schreibt:

      In Madrid wurde der BVB wohl eher überrannt.Und in Dortmund wollte Real auch nicht mehr machen bzw hat gedacht das ein 3:0 reichen wird.Ich weiß aber schon was du meinst.Vielleicht sind wir beim Heimspiel ja stärker obwohl im Moment nicht wirklich viel dafür spricht.Aber das habe ich auch gegen Manchester gedacht als Evra das Tor gemacht hat.Ich hätte zu dem Zeitpunkt nie im Leben damit gerechnet das Bayern noch 3 Tore schießen könnte…

  21. anandvishwanathan schreibt:

    @chicago_bastard
    Thiago und Gündogan werden vorzugsweise auf der 6 oder 8 eingesetzt. Beide haben sie in dieser Saison bisher keine bzw. keine wesentliche Rolle gespielt.
    Die Verletzungsanfälligkeit ist nicht gerade förderlich für die Performance im Profifussball.
    Die Scorerwerte von Iniesta sind bekannt und auch dass Hazard unter Benitez meist als OM eingesetzt wurde ist Fakt.
    Dann kann man sich Thiagos + Gündogans Saison noch schönreden – die Fakten liegen jedoch klar auf der Hand.
    Hingegen hat BS31 sich nach Verletzungen in dieser Saison bereits 2x zurückgekämpft. Sein Input liegt weit über dem von Gündogan oder auch Thiago. Wenn BS31 in der richtigen Position auf dem Platz steht leitet er das Spiel der Bayern bzw. N11- von der zentralen Bedeutung von BS31 beim letztjährigen Triple mal ganz zu schweigen.
    Peps Lösung gestern gegen Real bestand darin ihn weit vorne pressen zu lassen um Real beim Spielaufbau zu stören und schnelle Ballgewinne zu generieren. Der gesamte Input des Pressings und der Ballgewinne konnte nicht in Torchancen umgewandelt werden. In der Rolle auf der Doppelsechs neben Martinez hat mir BS31 deutlich besser gefallen. Dort verhindert er vor allem Gegentore und leitet Gegenangriffe ein.
    Jupps Team vom letzten Jahr hätte nicht mit 0:1 im Bernabeu verloren da sie defensiv in 450 Minuten gegen Barca, Juve und den BVB ein einziges Tor kassiert haben. Zudem haben sie nach der entsprechenden Anpassungsphase ihre Torchancen herausgespielt und teilweise auch genutzt. Wer glaubt allen Ernstes dass Don Jupp bei der Konterstärke von Real so ins offene Messer gelaufen wäre?
    Pep hat eine Entwicklung zum Ballbesitzfussball bei den Bayern bewirkt, Letztendlich waren die Bayern unter Don Jupp im letzten Jahr stärker- wurde bereits von Wenger so formuliert und hat sich in Madrid wieder einmal bestätigt. Alles Fakten.
    Man wird im Rückspiel im 4-1-4-1 abermals viel Ballbesitz haben und wiederum von der BBC Connexion wunderschön ausgekontert werden. Diesmal wird Carletto aller Wahrscheinlichkeit nach offensiver agieren da er genau weiß dass ein einziger Treffer von Real in München die Lichter ausmachen wird. Das Selbstbewußtsein bei den Real Spielern hat nach dem Sieg gegen Barca im Pokal und Bayern in der CL jetzt Orbit Niveau. So etwas beflügelt und wirkt wie ein 12. Mann auf dem Platz. Zudem haben sie nun vollstes Vertrauen in ihren Coach da er Tata Martino und Pep Guardiola innerhalb weniger Tage mit dem selben System ( 4-4-2 ) ausgecoached hat.
    Bei Real mit der altbewährten 4-2-3-1 Don Jupp Formation und im Rückspiel mit dem peppschen 4-1-4-1 wäre die Erfolgsformel gegen Real gewesen. Nun hat Real als weltbeste Kontermannschaft ALLE Trümpfe in der Hand.
    Einen speziellen Dank noch an Webb der die Partie praktisch fehlerlos geleitet hat. Trotzdem würde ich mir Kuipers oder Cakir für das Finale in Lissabon wünschen.

    • chicago_bastard schreibt:

      Du willst mich doch verarschen?

      Schade, dass sich hier mittlerweile auch schon Trolle breit machen…

      • anandvishwanathan schreibt:

        Beim Realtotal Forum gibt es eine ganze Reihe von Barca Fans die nur Zwist in das Team von Real bringen wollen und dementsprechende Beiträge verfassen.
        Die Verbindung Chicago und BVB hatte ich bereits zuvor dargelegt. Natürlich lesen hier in dem Forum auch BVB Fans mit und schreiben Beiträge.
        Auf persönliche Beleidigungen gehe ich nicht ein dass sorgt für das sehr niedrige Niveau in den meisten Foren.

  22. zechbauer schreibt:

    Mal weg von taktischen Maßnahmen und Spielervergleichen: Unterm Strich spielt der FCB eine Saison, die ich gleichsam mit der letzten Spielzeit in all den letzten Jahrzehnten so noch nicht erlebt habe. Das darf man nicht vergessen und man darf es auch nicht standartisieren. Es ist unfassbar, was die Mannschaft seit nunmehr zwei Jahren leistet. Das ist der schönste Fußball, der je in den Farben dieses Klubs gespielt wurde.
    Was dann eben ärgert ist, dass wir wissen was sie können und zu leisten in der Lage sind – und jetzt, wo die Entscheidungen in CL und Pokal nahen, dann so nicht umsetzen. Das ist Jammern auf sehr hohem Niveau – aber für mich ist Bayern derzeit das Beste (weil kompletteste), was es im internationalen Fußball gibt. Wir sind in der Lage etwas zu erreichen, dass es so noch nicht gegeben hat: das „Triple-Triple“. Von daher macht es mich irre, dass es nur an Details liegt und wir nun Gefahr laufen letztlich vielleicht „nur“ Meister geworden zu sein.
    Ich hoffe, dass das Team am Dienstag tatsächlich ein Feuerwerk abbrennen kann und wir Real doch noch packen. Es wird das Schlüsselspiel werden – packen wir’s, dann glaube ich fest an noch zwei weitere Titel. Die Herkules-Aufgabe ist am Dienstagabend zu lösen. Wenn das gelingt, machen mir Dortmund oder Chelsea/Atletico keine Sorgen.
    Ein Weiterkommen gegen Real Madrid, das wäre „Doping“ in den Köpfen unserer Spieler.

    • Bazi78 schreibt:

      Sehr guter Kommentar und wirklich perfekt beschrieben.Damit bekommst du meine volle Zustimmung.

  23. anandvishwanathan schreibt:

    @Zechbauer
    Sehe es genauso wie Du. Das Team hat absolut das Potential um abermals die CL zu gewinnen. In der BL hat der Hauptkonkurrent in dieser Saison nicht annähernd das Niveau der letzten Spielzeit erreicht. Die vielen Verletzten sind ein klares Anzeichen dafür dass man über seine Verhältnisse gelebt hat. Man hat Raubmord am eigenen Körper betrieben ohne für genügende Regenerationszeiten zu sorgen. Überkompensation zeigt sich vor allem in einer sehr hohen Verletzungsanfälligkeit.
    Dieses enorme Pressing in Kombination mit der hohen Laufbereitschaft war beim BVB in dieser Spielzeit nicht mehr auf höchstem Niveau. Das Hauptproblem beim BVB lag darin dass sie eben über keine starke Bank verfügten. Sobald 2-3 Spieler verletzt sind zeigen sie deutliche Schwächen. Schont man Stammspieler läuft man sofort Gefahr dass die Leistung nicht reicht um die Spiele zu gewinnen. Kloppo hatte ein echtes Problem.
    Man konnte es sehr klar erkennen ( speziell auch in den Monaten Nov + Dez ) dass der BVB meist nur Power für 20-25 Minuten hatte und auf dem Zahnfleisch ging. Dann war die Energie entladen und man war eine ganz normale Bundesligamannschaft und verlor ein Heimspiel nach dem anderen.
    Zudem hat die Auseinandersetzung mit Neapel und Arsenal in der CL beim BVB enorm an den Kräften gezehrt. Im DFB Pokal werden sie aller Voraussicht nach wieder der sehr unbequeme Gegner sein.
    Die Bayern hingegen sind eben nicht in dieses tiefe Loch gefallen und haben bereits die peppsche Blitzmeisterschaft eingefahren. Zudem wurde mit dem UEFA Supercup sowie der Clubweltmeisterschaft die Arbeit von Don Jupp noch weiter veredelt.
    Und jetzt haben wir noch die Chance den CL Titel zu verteidigen sowie den DFB Pokal „einzustreichen“. All dies haben wir Pepp und seinem grandiosen Team zu verdanken.
    Wie der bayernblog auch korrekt festgestellt hat liegen die Bayern aktuell absolut im Soll. Jetzt geht es nur mehr darum die einmalige Chance zu nutzen als erstes Team den CL Titel zu verteidigen. Der Gewinn des DFB Pokals wäre das Sahnehäubchen.
    Trotzdem darf es eventuell erlaubt sein taktische Verfehlungen ( von Pep ) anzusprechen die eben dazu führen dass nicht das Optimum aus dem vorhandenen Potential herausgeholt wird.

    • Bazi78 schreibt:

      @anandvishwanathan
      Welcher Trainer beim FC Bayern in den letzten 20 Jahren hat denn schon das Optimum aus dem vorhandenen Potential herausgeholt? Ich denke das nur Heynckes und Hitzfeld in seiner ersten Periode das wirklich geschafft haben.Diese beiden hatten aber mindestens 2 Jahre Zeit das zu erreichen.Daher sollte auch Guardiola mMn noch die ganze nächste Saison bekommen um seine Vorstellungen umsetzen zu können.Es kann doch nicht das Ziel vom Verein und seinen Fans sein das wir jedes Jahr einen neuen Trainer holen müssen!?

      • anandvishwanathan schreibt:

        @Bazi78
        da bin ich 100 % bei Dir. Pep sollte die KOMPLETTE Vertragszeit zur Verfügung gestellt werden um SEINE Philosophie vom Fussball gepaart mit der pragmatischen Art von Matthias Sammer umzusetzen.
        Meine Kritikpunkte beziehen sich auf die Auseinandersetzungen mit Man U und Real. Es war in beiden Matches zu sehen dass der reine Ballbesitzfussball ohne Effizienz nicht die Ergebnisse hervorbringt die dem Potential des Teams gerecht wird.
        Hatte es bereits im Vorfeld der Saison gesagt dass die erste Spielzeit unter Pep eine Übergangszeit darstellt und die eigentliche Stärke des Teams mit dem neuen Spielsystem erst in der nächsten Saison ( bei 2-3 weiteren Verstärkungen ) voll zur Geltung kommt.
        Pep war bei Barca als Eigengewächs von La Masia und Coach von Barca B bereits ein Insider der die meisten Abläufe im Team kannte bevor er zum Chefcoach von Barcas Profiteam wurde. Eine Eingewöhnungszeit war somit bei Barca für Pep nicht nötig. Es war nur die gestiegen Verantwortung als Kopf des Trainerteams in die er hineinwachsen musste. Ihm gelang es bereits im ersten Jahr das Potential seines Teams auf neue Höhen zu liften.
        Hier in Deutschland benötigt er viel mehr Eingewönungszeit. Dabei kann ihm Matthias Sammer sehr gut helfen. Sehe diese Kombnation in den kommenden Jahren als Ideallösung an.
        100 % Bekenntnis zu Pep und die Hoffnung dass er seine perfektionistische Arbeit auch nach Rückschlägen weiter fortsetzt. Was nicht heißt dass man pragmatische Lösungen wie die eines klassischen 4-2-3-1 im Bernabeu so einfach einer Ideologie opfert.
        Matthias Sammer ist die pragmatische Kraft die den Künstler Pep immer wieder daran erinnern wird dass die Bayern Titel holen wollen.
        Eine erfolgreiche Weiterentwicklung der Bayern geht zur Zeit nur über die Zusammenarbeit der Kombi Sammer / Guardiola. Wir sind perfekt aufgestellt für die nächsten 3-4 Jahre.

      • Erich_B schreibt:

        Sehe ich auch so.

        Mich erinnert oberflächlich einiges an die 1. Saison von Heynckes:
        Guter Start – aber stets mit defensiv Problemen. Die „0“ stand in den entscheidenden Spielen nicht – z.B. Hin- und Rückspiel gegen BVB, Chelsea. Das hat die Mannschaft verunsichert bis auch die Offensive eine Krise hatte…

        Im ersten Jahr Verletzung eines Schlüsselspielerst, Schweinsteiger. Aktuell ist es Thiago, den Guardiola anscheinend braucht um sein Spiel durchzusetzen.

        Im übrigen ist ein Großteil der Kritik einfach quatsch. Ribery spielt schlecht ja, aber es war letzte Saison auch nicht so das Ribery allein Juve, Barca und den BVB vernichtet hat. Er war stets in großen Spielen ein Teil der Mannschaft, war er auch wieder sein wird.

        Naja, ansonsten muss man sehen wir sich das entwickelt:

        Im übrigen: Ein Finale Real – Chelsea hätte was, Mou würde sich auf die übelste Art an Madrid rächen, glaubt mir das ! 🙂

  24. anandvishwanathan schreibt:

    Ein Blick noch über den Tellerrand:
    War Pep zu stolz sein Team in der altbewährten Don Jupp Formation im Bernabeu auflaufen zu lassen so hat Ancelotti sehr pragmatisch gehandelt. Er ließ sein Team eben nicht in der bewährten 4-3-3 Formation mit kompletter BBC Montur auflaufen. Ancelotti stellte auf ein 4-4-2 um welches er zuvor bereits im Clasico gegen Barca ( Pokalfinale eine Woche zuvor ausprobiert hatte ). Lediglich einen unkonventionellen Kopfballtreffer von Bartra ließ man zu.
    Barca lief an und wurde ebenso wie die Bayern relativ früh bereits mit einer Superkombination ausgekontert. Dann durfte Barca dem Rückstand hinterher laufen. Nach dem Ausgleich durch Bartra dachte Viele dass das Spiel zugunsten von Barca kippen würde.
    Aber wieder wurden sie ausgekontert. Coentrao ( auch der Vorlagengeber für Benz gegen die Bayern beim 1:0 ) steckt auf Bale durch der dann schneller als Bartra ist und „den Sack zumacht“.
    Ja, so geht pragmatischer Ergebnisfussball der die eigenen Stärken gegen ein Weltklasse Team zur Geltung bringt.
    Gegen barca brachte Ancelotti den Waliser Bale in einer unberechenbaren Rolle zwischen Angriff + Mittelfeld. Gegen die Bayern übernahm CR7 diese enorm laufintensive Rolle und wurde deshalb zuvor geschont.
    Pep hat das Spiel natürlich gesehen und lässt genauso wie Tata Martino spielen. Warum?
    Warum lässt er die Bayern ins offene Messer der besten Kontermannschaft der Welt laufen?
    Warum ist Pep nicht ebenso pragmatisch wie Ancelotti?
    Warum spielt Ribery weit unter seiner Form und warum scheint das Team in diesem Jahr in der entscheidenden Phase der Saison nicht auf dem Höhepunkt zu sein- wird hier im Forum als Fehlen des Funkelns in den Augen beschrieben.
    Meiner Meinung liegt es daran dass es im Team verschiedene Vorstellungen vom idealen Spielsystem gibt. Die Einen wollen wie unter Don Jupp ihr altbewährtes 4-2-3-1 spielen und die andere Gruppe folgt Pep mit seiner Vorstellung vom 4-1-4-1 Ballbesitzfussball. Es ist keine Einheit.
    Deshalb stimmt dann auch logischerweise der Teamspirit nicht. Für das Match gegen Real hat man sich dann aber zusammengerauft sonst wäre keine solch starke Leistung dabei herumgekommen.
    Es gibt eine Parallele bei Real unter Mou in der letzten Saison. Mou ließ plötzlich Casillas auf der Bank und stellte Lopez ins Tor. Dies führte zur Zweiteilung des Teams, zur Entlassung von Mou sowie zu einer Titellosen Saison dieses Starensembles.
    Ancelotti hat in dieser Saison zuerst einmal genau diese Baustelle mit einem Kompromiss bearbeitet. Er lässt Lopez in der Liga spielen wohingegen Casillas sein Mann zwischen den Pfosten im Pokal und in der CL ist. Zudem hat er mit Bale einen Weltklasse Mann geholt um der Ronaldodependencie entgegen zu wirken. Des Weiteren hat er Isco + Iallaramendi zur Verstärkung des MF geholt. Alles Maßnahmen die erst einmal in sein Konzept integriert werden müssen. Ancelott hat es nach wenigen Monaten geschafft sein Team zu einer Einheit zu formen. Die Ausführung seiner taktischen 4-4-2 Vorgabe gegen die Bayern hat das Team in ihrem Selbstbewußtsein enorm gestärkt. Der Erfolg hat Ancelotti recht gegeben.
    Unter dem Strich: wie hätte der Kompromiss bei den Bayern aussehen können um das Team zu Einen?
    Don Jupps klassisches 4-2-3-1 im Bernabeu und das peppsche 4-1-4-1 in der Allianz Arena.
    So aber verordnet Pep seinem Team ein 4-1-4-1 im Bernabeu und unterliegt mit einem formschwachen Ribery sowie einer mangelnden defensiven Stabilität mit 0: 1. BS31 sorgt nicht gemeinsam mit Martinez für die Unterstützung der Viererkette sondern versucht ganz weit vorne zu pressen. Mrtinez saß auf der Bank.
    Folgerichtig hatte Real in der ersten Hz. genügend Chancen um den Vergleich Real – Bayern bereits im Bernabeu zu killen. CR7 kommt frei zum Kopfball vor Neur, CR7 kommt frei zum Schuss vor Neur, Di Maria kommt frei zum Schuss vor Neuer- alle 3 Topchancen vom Teamn wunderbar herausgespielt und „inside the box“. Offensichtlich dass die Balance bei den Bayern nicht stimmte.
    Pep hat offensiv enorm viel investiert in der Hoffnung 1-2 Tore zu schießen. Seine Taktik ging nicht auf.
    Welches Potential das Team der Bayern hat wurde jedoch gerade bei der optischen Überlegenheit in der ersten Hz. deutlich. Und genau deshalb gibt es auch noch gute Chancen für das Spiel am Dienstag in der Allianz Arena.
    Findet Pep diesmal den Kompromiss um sein Team zu einen und das volle Potential zu aktivieren?

    • Stan schreibt:

      Ich empfinde es als anstrengend mit dir zu diskutieren, weil du zum einen deine Meinung als Tatsachen propagierst und als einzig richtige Lösung darstellst. Als ob irgendwer weiß, wie das Spiel ausgegangen wäre mit einer bayerischen Doppelsechs. Vor allem wenn viele andere, darunter auch viele ausgewiesene Fachleute, Schweini als „8“, um Real bereits im Umschaltmoment zu stören, wertvoller sehen. Vielleicht hast du recht, aber diese Meinung als Tatsache darzustellen ist hochmütig. Zum anderen gehst du wenig auf andere Kommentare ein, sondern wirfst nur neue „Tatsachen“ in den Raum. Ich wurde

      • anandvishwanathan schreibt:

        Bin mit meiner Meinung ganz beim Kaiser der klar dargelegt hat dass Ballbesitz alleine keien Lösungen schafft um ein Spiel zu gewinnen.
        Die Anstrengung wirst Du nicht mehr haben und tschüss…..
        Danke.

      • Stan schreibt:

        Schade, weil ich deine Beiträge inhaltlich ja oft treffend fand, wie ich oben auch schon geschrieben habe. Vor allem weil du dir meine durchaus nicht böse gemeinte Kritik offenbar zu Herzen genommen hast und mir noch auf mein Martinez Statement geantwortet hast.

        Um zum Kaiser zu kommen – da hat er recht, aber die Aussage stellt nicht das System in Frage. Ist ja nicht so, dass Bayern in Saisonhälfte eins weniger Ballbesitz gehabt hätte.

  25. mia-san-bayern schreibt:

    Also meine Taktik für das Rückspiel sieht so aus: Als erstes braucht die Oma mal ein Gebiss! So zahnlos wie die Offensive im Moment ist wird des nix… Dann wäre ein Rollator nicht schlecht den man mal kurz Ronaldo oder Bale zwischen die Beine lenken kann. Das hat den Vorteil dass man das nicht mal als richtiges Foul bewerten kann, denn wer würde einer armen altersschwachen Oma schon Vorsätzlichkeit unterstellen! Und sollte die Oma doch einen Schritt zu spät kommen (siehe Boateng vor dem 1:0 in Madrid) dann ist gerade in Zeiten des Fairplays eine gekonnte Schwalbe in Kombination mit der guten alten Oma Strategie „Junger Mann ich brauch da mal Hilfe“ nicht zu unterschätzen! Und sollte es dennoch ganz schlimm kommen, dann kann man sich immer noch auf seine Sehschwäche verlassen „Wie 2:1 für Madrid?? Ne ne auf der Anzeigentafel steht doch ganz deutlich 7:1 für Bayern!!!“.

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