FC Bayern – 1. FC Kaiserslautern 5:1 (2:0)

FC Bayern Raeder – Lahm, Boateng, Dante, Alaba (81. Rafinha) – Kroos, Schweinsteiger (75. Martínez) – Robben (61. Götze), Müller, Ribéry – Mandzukic
Ersatz Husic, Van Buyten, Hojbjerg, Pizarro
1. FC Kaiserslautern Sippel – Dick, Torrejon, Heintz, Löwe (68. Fortounis) – Orban – Matmour, Ring, Jenssen (77. Idrissou), Zimmer – Zoller (80. Zoller)
Schiedsrichter Thorsten Kinhöfer (Herne)
Zuschauer 71.000 (ausverkauft)
Tore 1:0 Schweinsteiger (23.), 2:0 Kroos (32.), 3:0 Müller (50./Foulelfmeter), 3:1 Zoller (60.), 4:1 Mandzukic (78.), 5:1 Götze (90.)
Gelbe Karten – / Dick

Berlin!

Falls Ihr es verpasst habt: Der Druck war groß vor dem DFB-Pokalhalbfinale gegen den 1. FC Kaiserslautern. Bayern hielt wie schon so häufig in seiner langen Geschichte stand. 5:1 (2:0). Insgesamt ungefährdet und doch mit Blick auf noch viel größere Aufgaben in dieser Saison nicht zu 100 Prozent überzeugend, wie auch Matthias Sammer nach dem Schlusspfiff befand.

Guardiola ließ Götze, Martínez und Rafinha draußen und agierte in einem sehr klassischen 4-2-3-1, mit Kroos und Schweinsteiger als Doppelsechs. Raeder, der nicht geprüft wurde, aber durchaus eine gute Ausstrahlung besitzt, stand wie erwartet für den angeschlagenen Manuel Neuer im Tor. Kaiserslautern zeigte gerade zu Beginn ein sehr passables Pressing und zwang Bayern zu einigen langen Bällen. Außer einem abgefälschten Kopfball von Müller an die Latte, passierte in den ersten 20 Minuten nicht viel. Dann war es einmal mehr Bastian Schweinsteiger, der nach einer Ecke per Kopf zur Stelle war und den befreienden Führungstreffer erzielte (23.). Die Bayern danach sicherer, ruhiger, besser. Kroos erhöhte nach schöner Vorarbeit von Robben auf 2:0 (32.).

Nach dem Seitenwechsel das gleiche Bild. Bayern insgesamt abgeklärt, Kaiserslautern mit einigen vorzeigbaren Offensivaktionen. Nach Müllers Strafstoß-Treffer antworteten die Lauterer mit dem zwischenzeitlichen 1:3 durch Zoller (60.). Der Titelverteidiger zog danach noch einmal an und erhöhte in den Schlussminuten durch Mandzukic (78.) und Götze (90.) auf 5:1. Auch im Pokal ist somit die Pflicht erfüllt. Die Kür kommt Ende Mai im schwerstmöglichen Finale gegen Borussia Dortmund.

3 Dinge, die auffielen:

1. Der Wert einer frühen Führung

Der Hype um zwei Bundesliga-Niederlagen in Folge war genauso übertrieben wie der Hype, um die angeblich unschlagbaren Bayern zu Rückrundenbeginn. Dennoch sind einige Probleme in Bayerns Spiel in den vergangenen Wochen durchaus handfest. Trotz des sehr souveränen Sieges am Mittwoch-Abend ist Bayern noch ein Stück entfernt von der Selbstverständlichkeit und Klarheit der vergangenen Monate. Das zeigte sich vor allem so lange es noch 0:0 stand. Es brauchte (nicht zum ersten Mal in dieser Saison) eine Standardsituation, um das Eis zu brechen. Bis zu Schweinsteigers Kopfballtreffer hatte Bayern durchaus Probleme mit Kaiserslautern gutem Pressing und den schnell vorgetragenen flügellastigen Angriffen. Vor allem der Übergang vom Aufbau im Mittelfeld ins letzte Drittel stockte und dauerte häufig zu lang. Die Münchener sind zur Zeit auch gegen einen Zweitligisten nicht in der Lage einem Spiel von der ersten Minute an mit aller Konsequenz Torchancen herauszuspielen und dem Spiel den eigenen Stempel aufzudrücken. 

Mit dem 1:0 änderte sich das schlagartig. Es wurde erneut deutlich wie sehr Bayern in dieser Saisonphase eine möglichst frühe 1:0-Führung braucht, um sich mit der eigenen Spielweise wohl fühlen können. Seit Anfang März gelang diese frühe Führung nur gegen Schalke 04 (5:1) und Hertha BSC Berlin (3:1). Die Siege in diesen beiden Partien waren hinreichend klar und sicher. Auch gegen Kaiserslautern war die Führung der viel zitierte Dosenöffner.

Die Erklärung fällt nicht ganz leicht. Klar ist: Durch das 1:0 entfällt die unbedingte Notwendigkeit ein Tor zu erzielen. Bayerns eher auf Balance ausgerichtetes Spiel wird dadurch begünstigt und wurde zumindest gegen Kaiserslautern ab der 23. Minute deutlich weniger umständlich und ausrechenbar. Die Selbstverständlichkeit, die Bayern über 1 1/2 Jahre auszeichnete kehrte so Stück für Stück zurück. Dass der Gegner seinen eigenen Plan nach einem 0:1 ändern muss und vielleicht sogar zusätzliche Räume bietet, kommt erleichternd hinzu. Seit 2010 verlor Bayern in weit über 100 Pflichtspielen nur drei Mal nach einer 1:0-Führung. Lange war dieses 1:0 nicht mehr so wichtig wie in dieser schwierigen Saisonphase. 

2. Kroos und Schweinsteiger lassen Tore sprechen

Es ist wahrscheinlich das falscheste Spiel, um diesen Punkt anzubringen, weil Schweinsteiger und Kroos mit ihren Treffern den Finaleinzug einleiteten, aber es bleibt dabei: Kroos und Schweinsteiger sind für mich nicht die ideale Kombination auf der Doppelsechs. Ich kann verstehen, warum Guardiola sich mit dieser Variante sehr wohl fühlt. Beide sind extrem passsicher und können gemeinsam mit Philipp Lahm als Rechtsverteidiger den kompletten Spielaufbau auch gegen starke Pressingteams von hinten heraus bestmöglich organisieren. Gleichzeitig wird so ein Platz für einen zusätzlichen torgefährlichen Spieler (in diesem Fall Müller) frei. So weit so gut.

Was dieser Kombination aber eindeutig fehlt ist der Biss im Gegenpressing und generell die Fähigkeit frühe Ballgewinne zu erzwingen. Auch dem Tabellenvierten der 2. Bundesliga gelang es zumindest über 60-70 Minuten einige Male bis an den Strafraum vorzudringen und gerade die Innenverteidiger in Zweikämpfe zu verwickeln. All das wirkt ein wenig wie die Rückkehr in die Prä-Luiz Gustavo-Ära.

Die Transfers von Gustavo und später Martínez sollten genau diese Lücke füllen, die Kroos, Schweinsteiger, van Bommel, Zé Roberto oder Tymoschchuk in der Zentrale lange Zeit nicht optimal abdecken konnten. Zweikampfstärke, Physis, Ballgewinne. Der stabilisierende Einfluss von Martínez in der historischen Saison 2012/2013 ist bekannt. Frühe Ballgewinne bedeuten immer auch einen kürzeren Weg zum gegnerischen Tor. Im Moment verzichtet Guardiola auf diese Qualität. Auch der im Gegenpressing exzellente Lahm scheint in den großen Spielen eher als Außenverteidiger eingeplant zu sein. Gerade im Hinblick auf die Duelle gegen Real Madrid ist mir nicht ganz wohl bei dem Gedanken, dass die Kombination Kroos und Schweinsteiger Spieler wie Modric oder Isco so aufhalten können, wie es im Vorjahr Schweinsteiger und Martínez mit Xavi und Iniesta gelang. Es ist vielleicht die wichtigste Personalentscheidung, die Guardiola für die verbleibenden ganz großen Spiele in der Champions League und im DFB-Pokalfinale treffen muss. Kroos und Schweinsteiger machten gegen Kaiserslautern mit ihren Toren sicher Werbung in eigener Sache. Restzweifel bleiben trotzdem.

3. Robben geht voran

Es gab statistisch gesehen sicherlich schon spektakulärere Saisons in der Karriere von Arjen Robben. Dennoch ist die Spielzeit 2013/2014 wohl die konstanteste und vielleicht auch die insgesamt beste, die der inzwischen 30-Jährige je gespielt hat. Robben könnte zum ersten Mal im Bayern-Trikot über eine ganze Saison gesund bleiben. Wie schon im Rückspiel gegen Manchester United hatte er entscheidenden Anteil am Sieg der Bayern gegen Kaiserslautern. Robben wirkte von der ersten Minute an entschlossen und risikobereit. Der Niederländer leitete die drei ersten Treffer seiner Mannschaft ein. 17 Pflichtspieltreffer und 12 Assists stehen nun insgesamt für den Nationalspieler zu Buche. Wie gesagt: Statistisch gab es gewiss schon auffälligere Spielzeiten in der langen Karriere des Arjen Robben und trotzdem ist er in dieser Form ein ganz entscheidender Faktor. Er bringt häufig die individuelle Inspiration, die dem Kollektiv des Rekordmeisters zur Zeit ein wenig fehlt. Er geht voran. Auch und gerade in dieser kritischen Saisonphase.

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20 Antworten zu FC Bayern – 1. FC Kaiserslautern 5:1 (2:0)

  1. DasDing schreibt:

    Immerhin mal wieder ein deutlicher Sieg, aber die Lage bleibt weiterhin angespannt. Auch gegen K’lautern war wieder eine deutliche Unsicherheit zu bemerken, teilweise mMn übrigens auch nach dem 1:0. Kroos hat ein paar haarsträubende Fehlpässe gespielt, lange Bälle von Boateng segelten mehrmals ins Nichts. Ribery wieder mal unauffällig und erst gegen Ende mit einer Steigerung – immerhin wirkten er und Götze am Ende gut gelaunt, beide haben nicht gerade die stärksten Wochen ihrer Karriere hinter sich. Einzig Robben und mit Abstrichen Müller kann man momentan normale bis gute Form attestieren.
    Insgesamt war es schon erschreckend, dass selbst ein Zweitligist momentan nur ein paar Spieler ins bayerische Drittel stellen muss, um die Mannschaft im Aufbau merklich zu verunsichern. Wo ist die Pressingresistenz geblieben? Wieso schafft man hinten keine zusätzlichen Anspielstationen, wenn der Gegner früh attackiert? Torwartkette war heute natürlich keine Option, aber zumindest am Samstag hätte man sie bringen können.

    Gegen Real würde eine Leistung wie die Heutige in keinem Fall ausreichen. Heute hat RM Barca ohne (!) CR7 geschlagen, das kann man trotz Barcelonas momentaner Schwäche durchaus überraschend nennen. Naja, eine Woche ist ja immerhin noch Zeit…und vielleicht ist es ja wirklich nur ein Pseudoformtief („Die Bundesliga ist vorbei“), aus welchem man sich jederzeit wieder aus eigener Kraft befreien kann.

    Das Erreichen des Pokalendspiels sehe ich übrigens als zwiespältige Sache an. Erreicht man das CL-Finale, ist der Pokal vor Allem ein Störfaktor in der Vorbereitung, welcher die Mannschaft aus dem Rhythmus bringen kann. Zudem kann man in Berlin dann zwar anders auftreten als am Samstag, aber trotzdem nicht absolut ans Limit gehen (Verletzungsrisiko + Erschöpfung), während die Dortmunder, die schon wieder glauben, sie hätten das WM-Finale erreicht, nichts zu verlieren haben. Für Bayern wäre es eine fast schon lästige Pflichtaufgabe, für Dortmund der Saisonhöhepunkt – bei dieser Konstellation könnte der FCB eigentlich fast nur schlecht aussehen. Aber egal, die CL hat Vorrang, und wenn die Mannschaft stabil genug ist um trotz der letzten Spiele Madrid zu schlagen wird sie sich auch von einer möglichen Pokalniederlage nicht verunsichern lassen.

    Falls man das CL-Finale nicht erreichen sollte, wäre das Pokalfinale aber natürlich eine gute Sache. Man hätte keinen Grund mehr, sich zurückzunehmen, und könnte den Dortmundern mal zeigen wie Weltklassefußball aussieht. Am Samstag ist man weit unter Wert geschlagen worden, in Normalform wäre das in dieser Form definitiv nicht passiert.

    Nebenbei: In Dortmund ist es offenbar Volkssport, sich für bedeutungslose Siege selbst in den Himmel zu loben. Real wähnte sich bereits in der nächsten Runde (ähnlich wie Bayern letztes Jahr gegen Arsenal), und für die Bayern ging es faktisch um nichts mehr. Unter diesen Voraussetzungen hat man jetzt zweimal gewonnen, trotzdem ist man aus der CL ausgeschieden und hat die Meisterschaft schon längst vergeigt – also hat man nicht unbedingt Gründe, um vor Freude an die Decke zu gehen. Allgemein fällt auf, dass die Leistung der Dortmunder gegen große Mannschaften dieses Jahr negativ mit der Wichtigkeit des Spiels für den Gegner(!) zu korrelieren scheint: Der BVB spielt immer dann „mega-Kloppogeil“, wenn der Gegner nicht ans Limit gehen muss, während die Gelben oft eher schwach wirken, wenn das Spiel auch für den Gegner bedeutend ist. In den Hinspielen gegen Bayern und Real, welche man als Wettkämpfe mit für beide Teams etwa gleichen Vorbedingungen ansehen konnte, verlor man letztlich sang- und klanglos. Und in der CL-Gruppenphase trat man gegen Mannschaften welche von der Qualität her unter Bayern und Real anzusiedeln waren alles andere als dominant auf und kam nur mit Glück in die nächste Runde. Der Nachweis, dass sie auch dann so stark spielen könnenwie zuletzt, wenn der Gegner sie nicht lässt, steht nach wie vor aus. Daher ist der BVB 2013/14 für mich keine europäische Spitzenmannschaft.

    • chicago_bastard schreibt:

      Schöner Beitrag, vor allem die Gedanken zum BVB. Man kann noch hinzufügen, dass die Medien das Spiel sogar mitspielen und den BVB jetzt für diese zwei „goldene Ananas“-Siege in den Himmel loben. Würde der BVB den DFB-Pokal gewinnen würde der Großteil der deutschen Medien deren Saison als erfolgreicher bezeichnen als die der Bayern, obwohl die Bayern mit der Meisterschaft den wichtigeren Titel gewonnen haben und in der CL weitergekommen sind, davon bin ich überzeugt.

      • Bazi78 schreibt:

        Ich bin der gleichen Meinung was die guten Medien betrifft.Wahrscheinlich würden sie den BVB selbst wenn Bayern gewinnen sollte noch als Pokalsieger der Herzen oder sowas bezeichnen…

  2. anandvishwanathan schreibt:

    Sorry, das Spiel gegen Kaiserslautern ohne König Otto war nur die Aufwärmphase für die Spiele gegen Real.
    Die Rückkehr zum 4-2-3-1 ist in dieser wichtigen Saisonphase die zentrale Erkenntnis. Die ersten 10-15 Minuten sahen sehr ungeordnet aus. Kaiserslauten kam viel zu einfach in Richtung 16m Raum. Die schienen mir besser eingestellt zu sein als die Bayern. Möglicherweise hatte man auch nicht mit dieser offensiven Ausrichtung des Zweitligisten in der Anfangsphase gerechnet.
    Die Doppelsechs BS31 + Kroos ist ein klares Downgrading zu BS31 + Martinez. Für die IV ist Martinez im Antritt zu langsam. Die Viererkette im Verbund mit der Doppelsechs BS31 / Martinez ist auch von Real kaum zu knacken- und wenn dann nur mit großem Risiko.
    Wer Real heute gegen Barca im Pokalendspiel gesehen hat kann eigentlich nur zu dem Schluss kommen mit tief stehender Viererkette und Martinez + BS31 auf der Doppelsechs zu agieren.
    bale + CR7 benötigen Räume um ihre grandiose Schnelligkeit auszunutzen.
    Ancelotti knackt Barca mit 4-4-2 wobei Bale in einer freien Rolle auch häufig die Formation zu einem 4-4-1-1 oder gar 4-5-1 mutieren lässt. Beide Tore von Real durch schnelles Umschaltspiel wobei Tor 2 klar auf die Kappe von Bartra ( anscheinend nicht 100 % fit ins Match gegangen ).
    Ein Weltklasse Keeper hält möglicherweise beide Treffer ( Di Maria + Bale ).
    Grandios wie Isco immer wieder das Doppeln gegen Neymar gelungen ist. Ein einziger guter Pass von Iniesta auf Jordi Alba sowie Xavi auf Neymar ( Pfostentreffer ) ist einfach zu wenig für ein solches Team von Weltklasseleuten. So blieb letztendlich nur die Ecke von Xavi auf Bartra der ein phantastisches Kopfballtor erzielt.
    Unter dem Strich steht: Barca spielt abermals „Tiki Taka for nothing“.
    Ancelotti war bei Simeone in der Lehre.
    Wie Real heute gegen Barca verteidigt hat war absolut vorbildlich. Das schnelle Umschaltspiel bei Real ging teilweise so blitzschnell dass die Regie kaum mitkam. Wer mit einer hohen Verteidigungslinie gegen Real agiert schlägt sich selbst.
    Lassen wir sie also schön kommen im Bernabeu und kontern wir sie über Müller, Rib + Rob wunderschön aus. Ancelotti wartet nur darauf dass die Bayern sein Team mit 4-1-4-1 zum Tore schießen einladen.
    Ancelotti steht jetzt kurz davor in seiner ersten Saison bereits erfolgreicher zu sein als Mourinho während seiner gesamten 3 Jahre bei den Königlichen.
    Ancelotti ist es innerhalb der wenigen Monate gelungen bei Real einen neuen Teamspirit zu schaffen. Die klatschen sich gegenseitig ab bei gelungenen Aktionen. Und wenn Iker mal in einem Finale steht dann ist es allzu wahrscheinlich dass er dieses auch gewinnt ( 12 Finals 9 Siege ).
    Sorry, Real ist leichter Favorit für das CL HF mit den Bayern. Sie sind vor allem auch physisch auf dem Level auf dem die Bayern in der letzten Saison waren.
    Wie bereits von Bayernblog angesprochen: sehr entscheidend wird sein wer das erste Tor im Bernabeu erzielt.
    Die mögliche Aufstellung für das Match im Bernabeu:

    Neuer
    Lahm- Boa- Dante- Alaba
    BS31 – Martinez
    Robben – Müller ( Kroos, Götze )- Ribery
    Mandzukic

    • chicago_bastard schreibt:

      Glaubst du das eigentlich selbst was du da schreibst? Wir sollen im Bernabeu Konterfußball spielen? Unter Pep? 🙂

      Und den Teamspirit bei Real kann man jedes Mal sehr gut in Ronaldos Gesicht ablesen, wenn Bale nach dessen obligatorischen drei Schüssen in die Mauer oder den Oberrang den vierten Freistoß schießen darf. Real und Teamgeist, das ich nicht lache.

      Barca ist derzeit ein Schatten seiner Selbst, die spielen so einfallslos, dass selbst Granada sie am Wochende problemlos verteidigen und zu Null spielen konnte. Dann Real, die sich sogar ein Kopfballgegentor (!!!!!) von den Tiki-Taka-Zwergen eingefangen haben, für ne starke Defensivleistung gegen sie zu loben, naja. 🙂

      Und angesichts des Seitenhiebs gegen Mourinho kann ich auch nur schmunzeln. Das CL-Halbfinale hat Mou in jeder Saison mit Real erreicht, da hat ihm Ancelotti derzeit also nichts voraus. Und in der Liga hatte Mou das beste Barca aller Zeiten unter Pep als Gegner und konnte dennoch immerhin einen Meistertitel gegen sie einfahren, Ancelotti hingegen hat keine solche Übermannschaft als Konkurrent, sondern nur ein deutlich schwächeres Barca als damals und eine Billig-Truppe (wenn man den Etat in Relation zu dem von Real setzt) wie Atletico, von der er sich allem Anschein nach die Butter vom Brot nehmen lässt. Ne beeindruckende Bilanz sieht für mich anders aus. 🙂

      • anandvishwanathan schreibt:

        Ancelotti zum entscheidenden Tor durch Superstar Bale beim Pokalfinale Real – Barca 2:1. :
        „Es war ein phantastisches Tor von einem außergewöhnlichen Spieler ( Bale ). Wir haben Glück dass er für Real Madrid spielt. Nicht zuletzt weil er die erste Trophäe einer NEUEN ÄRA geliefert hat.“
        Wer dieses grandiose Tor gesehen hat fühlte sich an Robbens Solo Lauf gegen Schalke 04 im DFB Pokal erinnert. Nur dass Bale den Ball in Rekordgeschwindigkeit von der Mittellinie förmlich bis ins Tor getragen hat.
        Warum sollte Pep mit hoch stehender Viererkette gegen den Hochgeschwindigkeitszug von Real agieren? Es käme einer Einladung gleich.
        Ancelotti spricht bereits jetzt von einer „NEIUEN ÄRA“ bei Real Madrid- er scheint sehr überzeugt zu sein von seinem Team.

  3. chicago_bastard schreibt:

    Götze hat mir nach seiner Einwechslung gut gefallen, das war ein Schritt in die richtige Richtung. Auch Lahm fand ich verbessert gegenüber seinen letzten Auftritten als Rechtsverteidiger. Zu Robben ist alles in der Analyse gesagt, momentan unsere Lebensversicherung. Damit komme ich zum Problemfall: Unser anderer Spielentscheider ist leider immer noch außer Form. Bis auf die schöne Kombination mit Götze zum 5:1 war das heute wieder sehr wenig von Ribery. Hoffentlich wird das bis zum Real-Spiel besser.

  4. anandvishwanathan schreibt:

    Hinsichtlich der Einstellung von Pep Guardiola ist folgende Aussage von der Pressekonferenz am Dienstag sehr markant: „Ich bin hier, um zu helfen. Wenn der Verein das nicht will: shake hands, no problem für mich“, hatte Guardiola unter anderem gesagt.
    So etwas sagt Jemand der eigentlich schon entscheiden hat zu gehen ( heißt wieder in Barcelona zu arbeiten ). In Anbetracht der aktuellen Situation bei Barca haben die Verantwortlichen sicher bereits vor Wochen Kontakt mit Guardiola aufgenommen. Und nach der Niederlage gegen Real im Pokalfinale wird man bei Barca ALLES daran setzen Laporta + Pep wieder zurück zu holen. Denke Johan Cruyff sieht es genauso:
    http://www.rp-online.de/sport/fussball/international/josep-guardiola-johan-cruyff-fuer-rueckkehr-zum-fc-barcelona-aid-1.4180755

    • Bazi78 schreibt:

      Guardiola wird mMn auch in der neuen Saison noch bei Bayern sein.Wenn er dann geht bzw entlassen werden sollte dann bestimmt nicht zu Barca.Dann hätte er auch gleich dort bleiben können.Guardiola würde wohl eher nach England oder Italien gehen um etwas Neues zu machen…

      • anandvishwanathan schreibt:

        @Bazi
        Hoffe dass er bleibt. Die Pressekonferenz am Dienstag hat in Spanien jedoch wie eine Bombe eingeschlagen.
        Würde jemand wie Don Jupp solche Worte in aller Öffentlichkeit wählen? 100 % Identifikation sieht anders aus.
        „Shake hands und dann gehe ich nach Hause“ in einer Phase wo die wichtigsten Partien der gesamten Saison anstehen? Da macht Ancelotti bei Real aber einen besseren Job.
        Gerade in den Matches gegen Real könnte Pep mit seiner Erfahrung ( über den spanischen Fussball und Real im Besonderen ) brillieren.
        Auch bei dem Transfergerücht von Toni Kroos hat er sich mit „Toni ist ein freier Mann“ nicht gerade liebevoll und fürsorglich gezeigt.
        Klare Bekenntnisse zu Bayern München und Toni Kroos sehen anders aus.
        Obwohl bei Real in der letzten Saison Riesentheater war, hat Mou keine ( soweit mir bekannt ) solch lustlose Phrasen von sich gegeben.
        Hat Pep noch Bock auf den FC Bayern und das Team? Er kann es nun beweisen…
        Seine ausgezeichnete Arbeit mit dem Team bis zum Gewinn der Meisterschaft ist viel zu wenig gewürdigt worden.
        Liegt Barca 10 Punkte vor Real in der Liga dann überschlagen sich die Medien mit Lobeshymnen. Sind die Bayern jedoch mit 25 Punkten vorne dann heißt es dass die Liga ( durch die haushohe Überlegenheit der Bayern ) ja völlig langweilig ist.
        Pep hat über viele Monate eine grandiose Performance mit den Bayern hingelegt. Hoffe er kann dieses wunderbare Niveau wieder erreichen und ausbauen.

      • Bazi78 schreibt:

        Ich habe die ganze Pressekonferenz von Guardiola gesehen.Das “Shake hands und dann gehe ich nach Hause” hat er nur zu den Leuten gesagt die ihn in Frage stellen.Schon vor Monaten hat Pep gesagt das Kroos unbedingt bleiben sollte.Toni möchte aber scheinbar wechseln oder einfach mehr Geld.Man kann auch bestimmte Dinge überinterpretieren und sollte nicht alles aus den Medien glauben.Wenn ich das Theater um Pep verfolge dann wird mir mal wieder klar warum bei Bayern kein Trainer über mehrere Jahre arbeiten kann.Vielleicht sollte man auch mal mit der Meisterschaft und einem CL-Halbfinale zu frieden sein…

  5. Gunnar schreibt:

    Die Situation um unsere Flügelzange erinnert mich etwas an die Saison 2009/10. Da blieb Robben auch den größten Teil der Saison von Verletzungen verschont und rettete das Team sehr oft mit seinen Einzelaktionen, während auf der anderen Seite Ribery damals häufig durchhing. Ribery ist seit seiner Verletzung definitiv noch nicht in optimaler Verfassung.
    Hoffen wir mal sehr, dass Ribery wieder in Bestform kommt und Robben das weiterhin bleibt.

    • DS schreibt:

      Bei Ribery sehe ich im Moment auch ein Motivationsproblem. Neben Ballverlusten in aussichtslosen Dribblings, Fehlpässen und Mangel an Kreativität fällt nämlich auch auf, dass dieser an kaum noch einer Defensivaktion beteiligt ist. Ganz im Gegensatz zu Robben, welcher auch gestern wieder sehr wichtige defensive Ballgewinne verzeichnen konnte.
      Bei Lautern ging zwar das meiste über links und Ribery wurde in der Defensive nicht wirklich gebraucht, aber alleine die Körpersprache macht hier einen sehr lustlosen Eindruck.

      Kleine Anmerkung zum Artikel: Robben war in dieser Saison aufgrund einer Fleischwunde bereits 3 Wochen verletzt. Mit der verletzungsfreien Saison wird es also nichts.

      • Gunnar schreibt:

        Ich glaube (hoffe) nicht, dass es sich um ein Nicht-Wollen bei Ribery handelt, sondern eher um ein Nicht-Können. Diese mysteriöse Gesäßmuskelverletzung ist offenbar noch nicht völlig ausgestanden.

      • derbayernblog schreibt:

        Naja. 3 Wochen sind für seine Verhältnisse nicht viel – zumal es nach einer Fremdeinwirkung war :). 24 BL-Spiele hat Robben nach 30 Spieltagen auf dem Konto. Mehr als 24 Bundesliga-Spiele pro Saison hat Robben im Bayern-Trikot noch nie erreicht.

      • chicago_bastard schreibt:

        An ein Motivationsproblem glaub ich eher nicht. Aber es ist leider nicht auszuschließen, dass so ein Formtief bei einem sensiblen Spieler wie Ribery auch mentale Gründe haben kann. Es fällt schon auf, dass er seit der Weltfuballerwahl nicht mehr an die starken Leistungen von zuvor anknüpfen kann, dazu kam halt noch Verletzungspech und jetzt haben wir die Malaise.

        So wie er sich vorher in Interviews geäußert hat war ihm der Weltfuballertitel enorm wichtig, die Enttäuschung dürfte also tatsächlich groß gewesen sein als er es nicht geworden ist. Unter van Gaal war er nicht richtig glücklich und das wirkte sich auf seine Leistungen aus, Ribery ist wie Heynckes immer sagte einer der sich wohl fühlen muss um Topleistungen zu bringen, derzeit scheint das nicht der Fall zu sein.

      • Johannes schreibt:

        Ich glaub bei Ribery hängt es auch ein bisschen mit der ausrichtung zusammen das wir unsere Angriffe meist über rechts vortragen.Letzte Saison war das was ausgeglichener Alaba hält sich sehr zurück erinnert für mich bisschen an Barca mit Abidal.Der gab meistens auch eher den absichernden Part während sich Alves auf rechts permanent nach vorne eingeschaltet hat.

  6. SP schreibt:

    Denkt ihr, dass wir das Gegentor bekommen, wenn Neuer im Tor steht?
    Den Kopfball hätte Neuer zwar auch nie gehalten, aber ich glaube, dass in dieser Situation Neuer deutlich weiter vor seinem Tor gestanden wäre und die Verteidiger deutlich höher gestanden hätten und auf Abseits gespielt hätten. Dann wäre entweder wegen gar kein Torschuss entstanden oder Neuer hätte die Flanke abgefangen (er deckt einfach verdammt viel Raum für einen Torwart ab) oder der Kopfball hätte auch regulär stattgefunden, jedoch von weiter hinten. Dabei würde Neuer weiter vor dem Tor stehen und durch die größere Entfernung und den deutlich durch Neuers Position verkürzten Winkel der Torschuss deutlich leichter entschärft werden können.

  7. anandvishwanathan schreibt:

    Zum Pokalendspiel in Berlin.
    Ist eigentlich bekannt dass sich der BVB gegen sehr tief stehende Teams enorm schwer tut? In Berlin gibt es für Schönspielerei keinen Preis. Wie sieht das gefürchtete Pressing + Umschaltspiel gegen einen sehr defensiv ausgerichteten Gegner aus?
    Der BVB ist absolut in der Bringschuld. Der Pokal ist der letzte Strohhalm an dem sie sich festhalten. Die Meisterschaft war bereits in der Winterpause abgehakt und gegen Real sind sie im CL VF ausgeschieden. „Schwattgelb“ MUSS in Berlin Alles riskieren ( wie Barca eben gestern auch gegen Real ) um die Saison nicht völlig in den Teich zu setzen. Lassen wir sie also kommen… und kontern wir sie geschickt aus.
    Mir ist überhaupt nicht klar wieso Viele einen Hurra Fussball ala Klinsmann von den Bayern fordern. Real hat gestern gegen Barca gezeigt wie Titel gewonnen werden.
    Das Dominanz- und Passspiel der Bayern ist noch nicht genügend optimiert um damit in ähnlicher Form wie Barca unter Pep die Gegner an die Wand zu spielen. Ergo kann man sich sehr wohl überlegen welche Taktik zum Titel führen könnte.
    Spreche nicht von „Einbuddeln“ sondern von einer defensiveren Ausrichtung und Absicherung durch die Doppelsechs Martinez / BS31- das Erfolgsduo der letzten Saison.
    In der kommenden Saison ( hoffentlich weiterhin mit Pep ) hat man dann die Gelegenheit sein Dominanz- und Passspiel ( auch durch 2 Neueinkäufe ) weiter zu veredeln.
    Ribery ist ein sehr sensibler Spieler, an ihm lässt sich ziemlich exakt die Verfassung von Pep und auch der aktuelle Teamspirit der Bayern ablesen.
    Matthias Sammer hat diesen Mangel exakt erkannt und benannt. Es fehlt die absolute Leidenschaft, der Pepp.

  8. Ein Fehler in der Aufstellung von Lautern. Du wechselst Zoller mit Zoller aus, das sollte wohl der Lakic sein.
    Ist der Mo eigentlich gestern überhaupt im Abseits gestanden?
    Ansosnten fällt zu ihm immer wieder dieses Video ein: https://www.youtube.com/watch?v=ysKmD78DuEE

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