Bayerns Probleme mit Plan A

Das Champions League-Viertelfinale gegen Manchester United war dank einer tollen Schlussphase im Rückspiel ein Erfolg für den FC Bayern. Das sollte trotzdem nicht darüber hinwegtäuschen, dass der FC Bayern zur Zeit durch eine etwas komplizierte Phase geht. In beiden Spielen gegen Manchester United gelang es den Münchenern nicht mit 1:0 in Führung zu gehen. Dabei ist ein 1:0, vor allem ein frühes 1:0 ein wichtiger Türöffner für die Münchener. Der Gegner ist gezwungen selbst mehr für das Spiel zu unternehmen. Es entstehen Räume und das eigene Ballbesitz-Spiel fällt mit einer Führung im Rücken und der fehlenden Notwendigkeit für direkten Zug zum Tor häufig leichter. Seit 2010 verlor Bayern in weit über 100 Pflichtspielen nur drei Mal nach einer 1:0-Führung. Darunter das absurde Champions League-Finale 2012 gegen den FC Chelsea, ein nicht weniger absurde 2:3-Niederlagen gegen des 1. FC Köln und Manchester City.

In den vergangenen Wochen tat sich Bayern häufig schwerer. In den letzten 9 Pflichtspielen lagen die Münchener fünf Mal mit 0:1 zurück. Nur beim 3:1 gegen Hertha BSC Berlin gelang dabei ein eigener Treffer in den ersten 20 Minuten. In der Champions League gelang der Guardiola-Elf in vier Spielen im Jahr 2014 kein Treffer in der ersten Halbzeit. Nur zwei Mal gelang es den Bayern dabei einen Rückstand in einen Sieg zu drehen (Beim 6:1 gegen Wolfsburg und beim 3:1 gegen Manchester United). Hinzu kommen zwei Unentschieden und eine Niederlage nach gegnerischer Führung. Insgesamt sah sich Bayern in dieser Saison 8 Mal mit einem 0:1-Rückstand konfrontiert. In der gesamten letzten Saison waren es nur 5 Spiele in denen Bayern 0:1 zurücklag.

Der FC Bayern tut sich zunehmend schwer mit Plan A. Für mich übrigens ein weiteres Argument warum Guardiola den Rhythmus in den verbleibenden Wochen in der Bundesliga nicht völlig aufgeben sollte. Die Selbstverständlichkeit mit der die Münchener in der Hinrunde oder im Vorjahr häufig in die Partie gingen und schnell einen Vorsprung herausschossen, ist in den letzten Wochen fast vollständig weg. Der Mannschaft fällt es zur Zeit augenscheinlich schwer Woche für Woche unterschiedliche Aufstellungen sowie taktische und strategische Anpassungen wegzustecken. Auf der anderen Seite zeigen die positiven Ergebnisse gerade gegen Arsenal und Manchester, dass die Mannschaft gefestigt genug ist sich innerhalb eines Spiels zu steigern. Guardiola sollte das bei der weiteren Planung für die restliche Saison berücksichtigen. Auf Dauer wird es nämlcu schwer wenn nur Plan B oder C richtig gut funktioniert.

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25 Antworten zu Bayerns Probleme mit Plan A

  1. Moritz schreibt:

    Ich bin derzeit etwas verwirrt ob des Spielsystems. Klar, Pep Guardiola hat immer eine taktische Vorgabe, eine Idee aber die funktioniert meistens dann doch nicht.
    Vom Gefühl her ist die Taktik nix halbes und nix ganzes. Man möchte eigentlich durch die Mitte kombinieren, in den meisten Fällen werden die Tore dann doch aber nach einer Flanke erzielt (1:1 gestern Abend, 1:1 erstes Hinspiel).
    Es wirkte gestern so als wären die Spieler froh, dass der Matchplan aufgegeben worden ist und sie nun im alten System spielen konnten.

    Kann mich jemand aufklären ob ich als taktischer Laie die Feinheiten einfach nicht sehe oder ob da wirklich nicht 100% ig alles passt?

    Zum Abschneiden in der CL: Ab jetzt ist alles möglich aber auch nur ein Bonus. In den letzten fünf Jahren, vier mal ins Halbfinale zu kommen ist schon sehr stark. Ein Ausscheiden im Halbfinale wäre keine Schande, wenn auch schade.

  2. mirko schreibt:

    Das war in den ersten 60 Minuten wieder unterirdisch gestern, tut mir leid. Das Spiel in Manchester wars auch schon. Und wieder geraten wir in Rückstand. Und immer erst dann wird ein Gang hochgeschaltet. Nein, das Momentum ist weg, die Mannschaft beginnt oft mit versuchter Schönspielerei, statt mit 100% Einsatz und Wucht. Wir drücken nicht von Anfang an auf die Führung, sondern spielen irgendwie selbstgefällig abwartend. Diese Spleiweise, sie begann in London gegen Arsenal, führt ins Nirgendwo und wird die Mannschaft nicht auf absolutem Top-Level halten.
    Das ist mir auch taktisch zu eindimensional, zumindest das, was die Spieler daraus machen.
    Mir fehlt diese Dynamik im und um den 16 Meter-Raum. Ab dort sehe ich zunehmend zögerliche Ratlosigkeit. Immer häufiger. Hinzu kommen unübersehbare Formschwächen von Ribery, Martinez und auch Müller. Wäre da nicht Robben, der Mann für die großen Spiele. Vor seiner Haltung als Profi habe ich mittlerweile großen Respekt. Immer bissig, immer bemüht, immer 100%.

    • hartmutw schreibt:

      Besser kann man es nicht sagen, danke dafür! Selbstverliebtes Ballett ohne den letzten Biss, dazu immer weniger Spiele „zu Null“. Imho sollte Guardiola in den letzten Spielen deutlich weniger rotieren, damit sich die selbstverständlichen Abläufe wieder einstellen können.

      • Bazi78 schreibt:

        War für dich Barcelona in ihrer besten Zeit 2009-2011 auch nur ein selbstverliebtes Ballett?
        So eine negative Sch… hab ich schon lange nicht mehr gelesen.Würde mich an deiner Stelle mal fragen ob ich wirklich ein Bayern-Fan bin…

      • Hartmut Wastian schreibt:

        @Bazi 78: Ich frage mich nur, wozu Du Dein Großhirn verwendest…

      • Bazi78 schreibt:

        @Hartmut Wastian
        Du bist wohl einfach nur ein arroganter Angeber und machst bei allen Kommentaren einen auf Oberlehrer…

      • Hartmut Wastian schreibt:

        Eher nicht, ich hatte mich ja bei mirko bedankt… aber mich wurmt die Rückkehr zum LvG-Fussball – und Deine Pöbeleien auf sachliche Kritik hin finde ich zu billig.

      • Bazi78 schreibt:

        Deine erste Antwort war aber ebenso eine Beleidigung und „selbstverliebtes Ballett“ soll eine sachliche Kritik sein? Schon beim Hinspiel-Artikel waren deine Kommentare nur negativ.Was konnte man den erwarten als Guardiola verpflichtet wurde? Wahrscheinlich möchtest du nur wieder so einen Fussball sehen wie letzte Saison…

  3. Ryukyu schreibt:

    Was ich nicht verstehe ist, dass man versucht solche Gegner, die eh schon sehr tief stehen, noch weiter in die Defensive zu drücken. Genau das ist doch der Plan von Manchester gewesen. Tief stehen und auf den lieben Gott hoffen. Genau wie Arsenal.

    Im Hinspiel kann ich die taktische Ausrichtung noch verstehen, denn hier müssen beide noch etwas für das Spiel tun. Aber im Rückspiel war die Situation eine andere. Manchester musste kommen und ein Tor erzielen, sonst scheidet man aus. Warum kann man hier nicht mal von seiner taktischen Grundausrichtung abweichen und den Gegner locken und kommen lassen!? Damit ergeben sich auch mehr Räume. Und wenn sie hinten drin bleiben, dann sollen sie eben hinten drin bleiben, kein Problem. Dann spielen sie 0:0 und fahren nach Hause. Durch das träge Ballbesitzspiel spielt man mittlerweile auch fast gar keine Konter mehr. Das Gegenpressing trägt somit ausschließlich zur Defensive bei und bringt überhaupt keine offensiven Impulse mehr. Wie soll man auch noch kontern, wenn man den Ball eh schon 25 Meter vor dem Tor abfängt!? Da stehen dann immer noch 7 Leute hinter dem Ball.

    In der Bundesliga ist das auch noch mal ein anderes Thema. Dort fängt jede Partie bei Null an. Aber gestern war die Ausgangslage eine andere. Da kann man den Gegner auch mal kommen lassen.

    Die Gegner haben es mittlerweile sehr einfach, sich auf Bayern einzustellen. Ähnlich wie sich mittlerweile einige Teams auf die Spielweise von Barca eingestellt haben. Und es ist auch so, wie ich es die ganze Saison schon sage – Bayern ist nur zu schlagen, wenn man sich hinten völlig einigelt und vorne eiskalt zuschlägt. Sobald man sich auf einen offenen Schlagabtausch einlässt, ist die Partie verloren.

    • Johann Weidenpreller schreibt:

      „Und es ist auch so, wie ich es die ganze Saison schon sage – Bayern ist nur zu schlagen, wenn man sich hinten völlig einigelt und vorne eiskalt zuschlägt. Sobald man sich auf einen offenen Schlagabtausch einlässt, ist die Partie verloren.“

      Und da hast Du doch auch schon die Antwort, warum sich unsere Bayern mehr und mehr schwer tun. Fast jeder Gegner igelt sich ein und hofft auf den lieben Gott und Konter, da ist es halt einfach sehr schwer, das stringente, ästhetische und taktisch anspruchsvolle Peppen 1:1 durchzusetzen.

      Ich stimme Dir durchaus zu, was das Ausspielen der Konter angeht, so sich denn, selten genug, die Gelegenheit dazu ergibt. Auch das scheint taktische Gründe zu haben, namentlich die Befürchtung eines gefährlichen Ballverlustes, aber da bin ich fussballtheoretisch nicht fit genug, das zu befürworten oder zu widerlegen. Nichtsdestotrotz vermisse ich schon auch gelegentlich das schnelle, gerade Spiel, das uns letzte Saison an den Gipfel geführt hat. Aber es ist nach wie vor ein Trumpf in der Hand, gerade in Verbindung mit dem 4-2-3-1, welches wohl keine Mannschaft so gut beherrscht wie unsere Bayern.

      Aber Stillstand ist Rückschritt und was ich entscheident finde ist, dass Pep seinem Reportoire zu Florett, der bevorzugten Klinge von ihm und damals Barcelona, auch noch Degen, Schwert und Morgenstern (siehe das 3:0 gg Dortmund) hinzugefügt hat. Denn so unvergleichlich Barca war, der FC Bayern hat vielfältigere Möglichkeiten, ein Spiel für sich zu entscheiden.

      Und bevor ich in´s Schwafeln komme, breche ich ab, mahne (!) etwas Geduld an, die Spieler und der Trainer befinden sich noch in der Findungsphase und ich bin guter Dinge, was die nächste Saison angeht.

      Und jetzt weiter, immer weiter, oder wie ein Spielkommentator von der Insel voller Wertschätzung meinte: Die Mannschaft ist auf dem besten Weg, ihre Mission zu erfüllen.

      Pack mas

    • Michael schreibt:

      Heist also man kann nur mit Anti Fussball gegen den FC Bayern gewinnen. Ich sehe lieber ECHTEN Fussball.

  4. förbay schreibt:

    Bei mir häuft sich zZt auch eher der Frust; nicht, weil der Erfolg ausbleibt, um Gottes Willen. Von den Ergebnissen her kann man (noch) nicht meckern. Nein, was frustriert ist, dass es irgendwie absehbar ist, wohin es führt, wenn der eingeschlagene Weg einfach so weiter verfolgt wird. Ähnlich wie sich bei Barcelona eine Abhängigkeit von Messi entwickelt hat könnte sich nämlich bei Bayern sehr, sehr schnell eine Basllbesitz-Abhängigkeit einstellen, und zum Teil ist es ja schon so. Gestern hat man es zT bereits sehen können: Im Prinzip igelt sich Manchester ein, aber eben nicht ausschließlich. Quasi stichprobenartig gehen sie ins Pressing, und zwar dann recht intensiv und auch effektiv. Und sobald der Ballbesitz nicht bei 80% liegt, kehrt eine gewisse Unruhe ein, und jeder, wirklich jeder der nadelstichartigen Konter fühlt sich saugefährlich an, weil die Mannschaft verteidigen einfach nicht mehr gewohnt ist. Und nur die individuelle Klasse der Abwehrspieler und natürlich von Neuer verhindert, dass es nicht öfter Gegentore nach Kontern gibt. Auch kann man eine Mannschaft wie MU, die überhaupt nicht konstant versucht, über Pressing in Ballbesitz zu kommen, und darüberhinaus eine derart starke (Innen-)Verteidigung hat, schlicht und einfach nicht kaputtspielen; die rennen eben nicht 60 Minuten wie die Bekloppten dem Ball hinterher. Dass man trotzdem anscheinend zu jedem Zeitpunkt von der Intensität her noch eine Schippe drauflegen kann ist wenigstens gut zu wissen, ist aber ja wohl gerade das Ziel der Vollrotation für die man Punkte in der BuLi und Verlust der Eingespieltheit ja bewußt in Kauf nimmt, ist somit also wiederum eigentlich obligatorisch, denn sonst erfüllt das Rotationstheater schlicht seinen Zweck nicht. Die Tatsache, dass man gestern eben NICHT versucht hat, Manchester einfach mal kommenm zu lassen, ist für mich ein klares Indiz, dass sich die Mannschaft damit ganz und gar nicht wohl fühlt und Angst hat, defensiv eben nicht bestehen zu können. Oder krasser ausgedrückt: Mittlerweile ist es nicht so, dass Ballbesitz als weiteres Mittel zur defensiven Stabilität beiträgt, es ist mittlerweile das EINZIGE Mittel. Von daher bin ich mir gar nicht sicher, ob Barca tatsächlich leichter als Athletico oder Real geworden wäre (was ich jetzt mal meine, als Essenz aus allen möglichen Diskussionen heraus gehört zu haben). Nach der Hinrunde hieß es, Bayern ist super weil jetzt unter Guardiola variabler. Das denke ich mal können wir jetzt zu den Akten legen. Echte Variabilität sieht anders aus. Klar, wenn in der BuLi ein Großteil der Gegner schlicht auf einem anderen Gesamtlevel spielt kann es schnell mal „variabel“ aussehen, mehr als Zufallsprodukt. Aber jetzt, auf höchstem internationalen Level, will ich erst nochmal einen Beweis dafür. Von daher bin ich echt froh, dass Lewandowski kommt, denn ich vermute, dass seine Integration insgesamt frischen Wind ins Konzept bringen wird. Das klingt jetzt alles sehr negativ, und der Status Quo ist ja immernoch sehr gut, aber ich sehe einfach massive Probleme auf die Mannschaft zukommen, wenn diese Probleme nicht angegangen werden.

    • DS schreibt:

      Ich stimme dir großteils zu, aber ein paar Punkte kann ich doch nicht so unterschreiben. Zum einen war die Rotation wohl eine Reaktion auf die Verletzten- und Gesperrtenliste. Eine weitere Verletzung vor allem im Mittelfeld wäre schlichtweg fatal gewesen. Des Weiteren ist Rhythmus meiner Meinung nach etwas überbewertet. Zumindest dann wenn es um englische Wochen geht. Ein Spiel pro Woche mit der A-Mannschaft sollte ausreichen um im Rhythmus zu bleiben. Nicht umsonst hat Dortmund in ihren beiden Meisterschaftsjahren ihre größten Entwicklungen durchgemacht als diese im Gegensatz zu Bayern nur noch ein Spiel pro Woche zu spielen hatten.

      Zum anderen sehe ich das Verteidigungsproblem nicht ganz so schwarz wie du. Gestern ging man ein sehr hohes Risiko ein indem man de facto einen Stürmer für einen Außenverteidiger aufstellte. Das gesamte Mittelfeld war dabei alles andere als defensivstark. Dennoch konnte durch hohe Bereitschaft im Pressing und Gegenpressing fast jegliche Kontermöglichkeit im Ansatz unterbunden werden. Dass Bayern Probleme hat über längere Phasen stabil zu verteidigen sollte angesichts des Kaders nicht verwunderlich sein. Es geht beim Verteidigen großteils nur noch darum eigene Schwächephasen und gegnerische Druckphasen torlos zu überstehen. Eine solche Phase gibt es in fast jedem Spiel, hält aber meist nicht länger als 15 Minuten an. Ich sehe eine solche Entwicklung als sehr positiv an.
      Auch wenn man sich die beiden Tore Manchesters ansieht, gibt es an der Defensive wenig zu bemängeln. Natürlich könnte man bei Vidic‘ Kopfballtor die fehlende Manndeckung beanstanden, doch es gibt in jeder Standardverteidigung Schnittstellen die ausgenützt werden können und genau das ist auch hier passiert. Ohne diese weltklasse Aktion von Vidic wäre dieses Tor niemals möglich gewesen.
      Bei Evras Tor hatte natürlich Alaba eine gewisse Mitschuld, da er Valencia nicht so frei flanken lassen darf. Aufgrund dessen war der Rest der Abwehr nicht darauf eingestellt und Evra konnte im Rücken der Verteidigung ungestört zum Schuss kommen. Evra macht dieses Tor allerdings auch nur einmal bei 20 Versuchen.

      • Bazi78 schreibt:

        @ DS
        Zustimmung.Wenn ich einige Kommentare hier lese bekommt man ja den Eindruck das wir einen neuen Trainer brauchen…

  5. Usedomspotter schreibt:

    Das positive vorweg: Welches Team steckt in einem CL-Viertelfinale Ausfälle von Spielern eines Kalibers wie Schweinsteiger, Thiago und Martinez weg?

    Das negative wurde schon gesagt. Die Druck- und auch Ideenlosigkeit in den letzten Spielen ist für einen Kader dieser Qualität erschreckend. Was die Bayern in der letzten Saison so stark gemacht hat, wurde völlig aufgegeben: Schnelles Umkehrspiel findet nicht mehr statt. Das langsame Verschieben nach vorne und Torerfolg durch Erdrosselung kann auf diesem Niveau jede Mannschaft ohne große Probleme unterbinden.

    Vielleicht nimmt jetzt der Hype um Guardiola endlich mal ab. Was der FCB zur Zeit abliefert bekommen mit diesem Kader auch andere Trainer hin.

  6. Bazi78 schreibt:

    Vielleicht ist es jetzt mal ganz gut das viele Leute Zweifel bekommen haben ob Bayern wirklich wieder die Champions League bzw das Trible gewinnen kann.Ich denke nicht das Guardiola seine vielen Wechseln bzw die Rotation ändern wird.Vielleicht hat man auch einfach zuviel Angst vor neuen Verletzungen.Pep wird mMn im Pokal und in der CL seine Top11 spielen lassen.Jupp hat es doch letztes Jahr genauso gemacht und jeder kann sich die Aufstellungen davon nochmal ansehen.Der einzige Unterschied war das Bayern alle Spiele gewonnen hat und es deswegen auch keine Kritik am fehlenden Rhythmus bzw dem Einspielen einer Stammelf gab.Die Leichtigkeit aus der Vorrunde wird wohl sowieso nicht mehr zurückkommen…

  7. anandvishwanathan schreibt:

    Aus der Tierwelt:
    Legt ein Hund sich vor einem Kontrahenten auf den Rücken und signalisiert“ Du bist eh stärker also ergebe ich mich“ dann zottelt selbst der Stärkste türkische Berghund friedlich davon. Es kommt nicht zum Kampf.
    Evra hat die tieferen Instinkte der Bayern geweckt und schon wurde sein gesamtes Team bestraft. Sehr auffällig dass ausgerechnet Evra das anschließende Kopfballduell gegen Mandschu verliert.
    Mölders hat diese Instinkte nur bei denjenigen Bayern geweckt die zum Kampf bereit waren ( Hojbjerg, Weiser, Salliah, Neuer, BS31 und eventuell noch Martinez ). Die Anderen wollten sich nicht verletzten und schonten sich für höhere Aufgaben.
    Die Bayern benötigen in aller Regel einen Gegentreffer um die komplette Aggressivität abzurufen.
    Dann zeigen sie ihre ganze Stärke. Man darf sie eben nicht reizen.
    Um die Bayern gleich von Anfang an auf Full Power zu stylen bedarf es entweder eines Gegners der sie sofort voll herausfordert ( möglicherweise kann Real dies ) oder aber der Einsicht dass der Gegner die Bayern einlullt um sie dann ganz hinterhältig tödlich zu verletzten ( ähnlich einer Giftschlange die den Gegner hypnotisiert und dann blitzschnell zubeißt ).
    Ein dominantes System immer wieder und wieder vorzuführen wird auf die Dauer langweilig und kraftlos wie wir aus dem Beispiel Barca gelernt haben. Was haben denn die beiden Superstars Messi + Neymar gestern gegen Atletico gezeigt? Einfach kein Biss…… Die Bayern können froh sein das Rib + Rob noch hungrig sind.
    Atletico Madrid ist am ehesten mit dem System der Hyänen zu vergleichen. Sie sind als Individualisten eigentlich anderen Räubern klar unterlegen und haben sich deshalb zu einem sehr gut funktionierenden System zusammengeschlossen- und bedeuten so für fast jeden Gegner eine große Gefahr. Sie zermürben ihre Gegner und sind extrem hartnäckig. Zudem verfügen sie über vergrößerte Eckzähne sowie klingenförmige Reißzähne. Auf diese Weise haben sie bis heute überlebt.

    • Fatboyz Nodrog schreibt:

      Der Hyänenkommentar ist fantastisch, danke. Also, totaler Quark natürlich, aber ansonsten fantastisch.

  8. anandvishwanathan schreibt:

    @Fatboyz Nodrog
    Es ist das System welches Simeone dem Atletico Madrid TEAM injiziert hat welches, wenn denn einigermaßen perfekt umgesetzt, zum Erfolg führt.
    Mit Diego Costa + Arda Turan fehlten die beiden stärksten Einzelkönner ( neben Koke ) und doch führten sie gegen Barca nach 20 Minuten mit 1:0 und hatten zusätzlich 3x das Gebälk getroffen.
    Kann man ein überlegenes Spielsystem noch deutlicher darstellen?
    Messi und Neymar wurden im Verlaufe des Spiels immer mehr zerfleischt.
    Natürlich gilt es zu berücksichtigen dass Barca ohne Pique und Valdes antreten musste. In der IV von Barca wurden so viele Fehler gemacht dass man sie gar nicht alle aufzählen mag.
    Simeones Kommentar nach dem Spiel. „Perfekt“!

  9. Fatboyz Nodrog schreibt:

    Über den Vergleich mit den Hyänen muss man aber nochmal reden. Hyänen gehen normalerweise nur in Konflikte gegen größere Raubtiere, wenn sie fünf gegen eins oder zehn gegen eins in Überzahl sind. Sobald die Zahlen nicht stimmen, ziehen sie sich zurück bzw. heulen solange rum, bis noch mehr Kollegen vorbeikommen. (Hyänen können also offenbar zählen.) Ansonsten essen sie halt, was übrig bleibt. Dagegen ist nichts einzuwenden, ich finde das auch sehr sympathisch, aber das als Fussballtaktik („warten, bis 50 Atletico-Spieler auf dem Platz stehen oder nur noch einer von Barca, und ansonsten am Gras nagen und jammern“) kommt mir doch leicht fragwürdig vor, Eckzähne hin oder her.

    • anandvishwanathan schreibt:

      Hyänen sind in aller Regel in zahlenmäßiger Überlegenheit. Schau Dir doch mal das System vom BVB gegen Real oder auch das System von Atletico gegen Barca an. Man bekommt stets das Gefühl es wimmelt nur so von schwarz-gelben oder Gestreiften. Sie verstehen es stets ihre Gegner zu umringen und eben nicht zur Entfaltung kommen zu lassen. Zudem sind sie mit den Waffen ausgestattet um ihren Gegnern richtig weh zu tun. Beide Teams sind hervorragend im Pressing und zwingen den Gegner zu Fehlern- so machen es die Hyänen eben auch.
      Die Laufarbeit und physische Fitness ist für das Pressing von zentraler Bedeutung. Es ist aber vor allem auch die Positionierung auf dem Spielfeld und das ist reine Geometrie. Jetzt benötigt man nur ein Team welches eben jenes Pressing welches zur Zerstörung des Gegners führt perfekt beherrscht.
      Atletico gegen Barca und der BVB im Rückspiel gegen Real haben gute Kostproben abgeliefert. Für mich ist es im Grunde genommen dasselbe System mit feinen Unterschieden.

      • Fatboyz Nodrog schreibt:

        Das wäre viel lustiger, wenn Hyänen gestreift wären. Aber so ist es auch ganz gut. Was man bei dem Vergleich auch nicht vergessen darf: Hyänen beißen ihre größeren Gegner einfach in den Hintern und gehen so den Zähnen aus dem Weg.

      • anandvishwanathan schreibt:

        Ganz schön raffiniert die Biester ( Hyänen ) – und eine echte Gefahr für die Großen.
        Im Lexikon findet sich noch folgender Hinweis: „Hyänen besitzen fast keine natürlichen Feinde“. Sehr unangenehme Zeitgenossen also.
        Denke jeder kennt mittlerweile das Hyena Video von Barca…

      • Fatboyz Nodrog schreibt:

        Zum Glück ist die schwarze Bestie kein „natürlicher Feind“.

  10. Thomas schreibt:

    Es ist Real Madrid geworden. Wir spielen zuerst auswärts.

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