Uli Hoeneß zu einer Freiheitsstrafe von 3 Jahren und 6 Monaten verurteilt

Ich habe mich zu diesem Thema hier bewusst etwas zurück gehalten. Die Spekulationen, das juristische Halbwissen, die Häme, die zu diesem Thema durchs Netz waberten, waren ohnehin nur schwer zu ertragen.

Seit heute kennen wir das Urteil. Es ist für den Menschen Uli Hoeneß ein dramatisches Urteil. Für seine Familie ist es eine Tragödie. Was das Urteil für den FC Bayern bedeutet ist zur Zeit nur schwer abzusehen. Es gibt eine Vielzahl offener Fragen. Durch die Revision der Verteidigung könnte sich dieser Schwebezustand noch weiter hinziehen. 

Wahrscheinlich ist, dass die Zeit des Aufsichtsratsvorsitzenden Uli Hoeneß recht schnell vorbei ist. Der öffentliche Druck auf die Mitglieder und Unternehmensvertreter in diesem Gremium wird in den kommenden Tagen wohl noch stärker werden. Dem Vernehmen nach könnte mit dem ehemaligen Finanzchef Karl Hopfner eine schnelle interne Lösung gefunden werden. Ob Hoeneß weiter Präsident bleiben kann, ist dagegen unklar. Der Großteil der Mitglieder dürfte weiter hinter Hoeneß stehen. Sehr viel wird auch von ihm selbst und seinen Entscheidungen abhängen.

Sportlich ist der Verein unabhängig davon gut aufgestellt. Der Einfluss von Hoeneß auf das sportliche Tagesgeschäft ist seit einigen Jahren rückläufig. Hier hat sich die Profiabteilung ein Stück weit von seinem Einfluss emanzipiert. Seine Integrationskraft in die Fanszene und die Wirtschaft ist dagegen bis zuletzt groß gewesen, bzw. hat sich in den vergangenen Monaten wieder deutlich erhöht. Hoeneß ist die Person, die diesen Verein über 30 Jahre zusammen gehalten hat.

Die Führungsriege, Vorstand und Aufsichtsrat des FC Bayern steht in den kommenden Tagen vor schwierigen Richtungsentscheidungen.

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48 Antworten zu Uli Hoeneß zu einer Freiheitsstrafe von 3 Jahren und 6 Monaten verurteilt

  1. Ryukyu schreibt:

    Für mich ist das Urteil auch eine Tragödie. Aber man muss auch ganz ehrlich sagen, dass bei der Summe alles andere als eine Haftstrafe auch wirklich nicht zu vertreten gewesen wäre. Was hat sich unser Uli nur dabei gedacht??

    In der Sache sehe ich das Urteil schon akzeptabel bzw. sogar fast als milde, wenn man berücksichtigt, dass es auch 10 Jahre hätten werden können. Für weniger war die absurde Summe viel zu hoch. Wir reden hier immerhin von Erträgen!! von über 100 Mio. €.. ich glaube, er ist sich der Tragweite dieser ganzen Sache über die Jahre nicht bewusst gewesen. Trotzdem habe ich mir gewünscht, dass er sich da irgendwie noch rausgewunden hätte.

    Schrecklich ist das Urteil auch für seine Familie. Meine Freunde, ich.. alle sind völlig perplex und geschockt, auch wenn man damit rechnen musste.

    Alles was in dieser Saison noch sportlich geschieht, rückt damit für mich persönlich jedenfalls völlig in den Hintergrund. Ich hoffe sehr, dass er dieses schwere Schicksal irgendwie verdauen kann und hoffe, dass er weiterhin den Rückhalt im Verein behält, den er bisher wiederfahren hat. Diesen Fehltritt muss man ihm verzeihen. Für mich bleibt er jedenfalls nach wie vor ein guter Mensch und auch das Herz des Vereins.

  2. anandvishwanathan schreibt:

    Nachdem Gazprom als Hauptsponsor der CL agiert hat der FCB in der letzten Saison die CL gewonnen. Unter der vorherigen Ford, UniCredit, MasterCard Regentschaft gab es soweit mir bekannt keinen deutschen CL Sieger.
    Hoeness ist das Bauernopfer um möglichen US Investoren, Abramowitsch oder Glazer Clons bzw. Ölscheichs die Tore zu öffnen.
    Der Wert des FCB ist auf mindestens 1 Mrd. € taxiert- dies weckt Begehrlichkeiten.
    Da Barca + Real mehr als das Doppelte an Wert haben ist da noch eine Menge Spielraum nach oben. Ergo ist der FCB für Finanzspekulanten sehr interessant.
    Bei dem Urteil der möglichen Revision sollte in jedem Falle der soziale Nutzen von Uli Hoeness für die Bevölkerung der BRD berücksichtigt werden. Mit seinem Namen ist der kontinuierliche Höhenflug ( finanziell wie sportlich ) des FCB und damit auch der BL eng verbunden
    U. Hoeness hat sehr viel für den Profifussball ( speziell FCB ) getan, was seine Verfehlungen nicht rechtfertigen soll.
    Wenn man den FCB schon sportlich kaum besiegen kann so macht man es nun auf juristischem Wege indem man seinen Kopf narkotisiert. Da sind offensichtlich fremde Kräfte am Werk.
    Das ist nicht nur ein Prozess gegen den Privatmann U. Hoeness. Sorry, in meinem Verständnis hat dies eine geopolitische Dimension und ist eng mit dem staatlichen russischen Konzern Gazprom verbunden. Gazprom ist eine der mächtigsten Waffen die Putin in den Händen hält.
    War nicht der Kaiser persönlich zuletzt als Sportbotschafter bei RGO engagiert worden?!
    Der Wirschaftskrieg ( USA- RUS ) zeigt seine Auswirkungen im Fussballsport- Uli Hoeness ist ein prominentes Opfer- da werden sich die Medien eine goldene Nase verdienen.
    Bitte, dies hier ist als eine persönliche Meinung zu verstehen.

    • Stefan Rusch schreibt:

      Was hast du denn geraucht? Uli Hoeneß hat Gutes für die Bl getan?! Ja, ne, is klaar! Er hat dem FCB Gutes getan und seinem eigenen Konto. Alle anderen sind ihm egal.
      5 Mio gespendet, um dann 27,2 Mio zu hinterziehen – tolle Bilanz. Hoeneß hat sich den Knast echt verdient…

      • Bazi78 schreibt:

        @Stefan Rusch
        Bitte verschwinde wieder zu Twitter ect.Solche Typen wie dich können wir hier nicht gebrauchen…
        Was für ein Fan bist du? Bestimmt einer vom BVB…

    • derbayernblog schreibt:

      Bitte keine Verschwörungstheorien hier im Blog. Andernfalls müsste ich unter diesem Post die Kommentarfunktion deaktivieren. Gazprom hat mit diesem Urteil garantiert nichts zu tun. Ich respektiere deine persönliche Einschätzung, aber ich wäre Dir dankbar wenn Du diesen Kommentar selbst löschen würdest. Die Diskussion hierüber führt zu nichts.

      • Bazi78 schreibt:

        Wie kann ich den überhaupt einen meiner Kommentare löschen bzw entfernen?
        Das würde mich grundsätzlich mal in­te­r­es­sie­ren oder ist das nicht so einfach zu erklären?

  3. Daniel schreibt:

    Ich habe leider eine Gefängnisstrafe ohne Bewährung erwartet. Das lag aber eher an der Meinungsmache der Medien. Aber ich glaube das letzte Wort betreffend der Strafhöhe ist noch nicht gesprochen ( Stichwort BGH ). Dort wird ja noch einmal auf Basis der vorliegenden Aussagen und Beweise geurteilt ohne neue Beweisaufnahme.

    Es kann ja nicht sein das ich mich selber Anzeige, ich komplett reinen Tisch mache und der Richter in der Urteilsbegründung sagt: “ Sie haben sich selber ans Messer geliefert durch die nicht formal korrekte SA.“ Das geht so nicht und ist ein ganz schlechtes Zeichen nach außen. Ich hätte mir eine Bewährungsstrafe gewünscht und einen Rücktritt von UH als Aufsichtsratsvorsitzender.

    Welcher Steuerhinterzieher macht nach dem Urteil denn noch freiwillig eine SA…? Ich glaube nicht das er ohne SA eine höhere Haftstraße bekommen hätte. Und genau das leider die Signalwirkung nach außen.

  4. Stefan Rusch schreibt:

    Setzen, 6!

    • Bazi78 schreibt:

      @Stefan Rusch
      Wolfgang Niersbach, DFB-Präsident: „Die Dimension des gesamten Vorgangs, wie er in den letzten Tagen publik wurde, hat auch uns als DFB überrascht. Die großen Verdienste von Uli Hoeneß für Bayern München und den gesamten deutschen Fußball bleiben unabhängig von diesem Prozess bestehen. Die juristische Beurteilung können in einem solchen Fall aber ausschließlich die Gerichte vornehmen, und da muss für Uli Hoeneß das gleiche Recht wie für jeden anderen gelten.“

      Das sollte auch dir zu denken geben was UH für den Fußball geleistet hat…
      Er hat ja jetzt seine Strafe bekommen und damit sollte es auch gut sein!

  5. wolf-peter berthold schreibt:

    Im Falle Hoenes konnte der Richter nicht anders entscheiden, wenn die Selbstanzeige unwirksam ist. So betrachtet ,ist das Urteil gerecht . Aber UH konnte davon ausgehen,dass die Selbstanzeige zieht. Er hat auch echte Reue gezeigt und mehr zugegeben als ihm vom Staatsanwalt vorgeworfen wurde. Er hat damit dokumentiert ,dass er wirklich tabula rasa machen will und wollte. Dass bis heute noch nicht alle Dokumente gesichtet werden konnten,kann man ihm nicht vorwerfen. Bei dem Umfang an Transaktionen und Dokumenten ,haette vermutlich keiner alle Daten vollstaendig auswerten koennen. In der Selbstanzeige wurde dem auch Rechnung getragen, indem man weitere ,groessere Steuerschulden als die zum damaligen Zeitpunkt bekannten , rein vorsorglich einraeumte. Auch das laesst darauf schliessen, dass man nichts verheimlichen wollte, sich reuig zeigte. Uli Hoenes konnte davon ausgehen,dass seine Selbstanzeige wirksam ist, denn offenbar war noch keine Untersuchung gegen ihn eingeleitet worden.,jedenfalls war ihm nichts anderes bekannt. Das ist entscheidend, wurde aber nicht entsprechend gewuerdigt. Es ist richtig ,dass Dummheit nicht vor Strafe schuetzt, aber die Tatsache ,dass UH in gutem Glauben gehandelt hat und seine Schulden „freiwillig“ begleichen wollte, muesste sich strafmindernd auswirken. Warten wir auf die Revision! Unter Wuerdigung aller Tatbestaende und der Verdienste ,die der Buerger UH in gesellschaftlicher Hinsicht zweifellos hat ,sollte eine saftige Geldstrafe (z.B. Einzug eines Grossteils der unversteuerten Gewinne) sowie eine 2 jaehrige Haftstrafe auf Bewaehrung ,eigentlich angemessen sein.

  6. Jens schreibt:

    Viel zu wenig! Wer Steuern in solcher Höhe hinterzieht, gehört erbarmungslos in den Knast, das Vetrmögen gehört eingezogen! Wieviele Schulen kann man mit diesen Millionen sanieren? Und da kann ich niemanden verstehen, der vom „guten Uli“ spricht…

    • Bazi78 schreibt:

      Es ist nur verwunderlich das jetzt solche Leute wie du Herr Jens erstmalig hier bei derBayernblog kommentieren!? Bei den anderen Themen habt ihr wohl nichts zu sagen…
      Genauso hier jetzt den Moralapostel spielen und vor ein paar Jahren hättest du wahrscheinlich noch dem Hoeneß die Füße geküsst…

  7. Johannes schreibt:

    Oh man :-/
    Das ist mal ein richtiger Hammer weiss garnicht was ich dazu sagen soll…
    Für Hoeness tut es mir richtig leid nach allem was er für den Verein getan hat, meine Meinung über ihn bleibt bestehen glaube echt nicht das er das vorsätzlich gemacht hat, um sich die Taschen noch voller zu machen oder so.Er ist da irgendwie reingeraten und hat wohl die Kontrolle verloren anders kann ichs mir echt nicht erklären?!
    Hoffe das BGH kommt zu einem anderen Urteil und verkürzt die Strafe wenigstens ein bisschen drücke ihm die Daumen.

  8. Tobi schreibt:

    @ Bayernblog
    Könnt ihr bitte Leute wie Stefan Rusch und Jens entfernen.
    Der Bayernblog braucht keine Polemik und Wirtshausparolen wie die dieser 2 Personen.
    Für ihr unsachliches Gewäsch sollen sie sich eine andere Plattform suchen.

    Zum Thema selbst.
    Ein ziemlicher Schlag in die Magengrube. Ansonsten bin ich ziemlich der Meinung von wolf-peter berthold. Das Urteil ist für mich extrem übertrieben. Eine Bewährungsstrafe hätte es auch getan.
    Als Vergleich … ein ähnliches Strafmaß erhalten Kinderschänder. Gesellschaftliche Verdienste bleiben ungewürdigt und die Selbstanzeige wurde ignoriert. Eine kranke Gesellschaft wenn dies dann ähnliche Urteile zur Folge hat.

    Ich hoffe die Revision erspart ihm einiges vom Urteil. Ich drücke ihm jedenfalls die Daumen.

    • Jens schreibt:

      @bazi und @ tobi
      wenn ihr nicht mit kritik an euren halbgöttren umgehen könnt, zeigt das sehr deutlich, wie wenig ihr den sachverhalt als solches neutral bewerten könnt.
      der mann hat sich strafbar gemacht, und da ändern auch seine vielen benannten guten taten nichts dran. und übrigens hat einer eurer bayuwarischen ministerpräsidenten doch selber gesagt: wer betrügt, fliegt. und hoeness soll in den knast fliegen, basta.

      • Stefan Rusch schreibt:

        Dem ist nichts, aber auch wirklich gar nichts hinzuzufügen. Wie man mit so einem Verbrecher Mitleid haben kann, ist mir vollkommen schleierhaft!

      • Bazi78 schreibt:

        Warum mußt du dich auf einer Seite wo eigentlich nur Bayernfans kommentieren so wichtig machen?
        In der Sache gebe ich dir 100% Recht und UH wurde ja auch bestraft.Er ist auch kein Gott für mich.Ich wohne in Hessen und habe mit dem bayer.Ministerpräsidenten nix am Hut.Außerdem habe ich in keinem Kommentar Hoeneß als Gutmenschen bezeichnet.Nur gehen mir diese ganzen BayernHasser wie du auf den Keks…

  9. H34T schreibt:

    Auf die Gefahr hin mir aggressive gegenkommentare einzuhandeln (Bazi78 chill out), sage ich hier mal, dass man als ehrlicher steuerzahler zu diesem Thema eigentlich keine zwei Meinungen haben kann.

    Ich finde auch dass von Reue und dem Motiv, von sich aus reinen Tisch machen zu wollen mit der Selbstanzeige keine rede sein kann. Die Selbstanzeige hat er erst erstellt, als er von seiner Schweizer Bank informiert wurde, dass jemand nach seinem Nummernkonto gefragt hat (Stern). Ohne diese Warnung wäre er nicht aktiv geworden.

    Auch das Argument, sich als Gutmensch hinzustellen und die 5 Mio Spenden hervorzuheben, finde ich obschon der gegenüberstehenden Summe der hinterzogenen Steuern leicht fragwürdig.

    Daneben stehen noch die Verlustvorträge. Das sehe ich als mutwilligen Betrug an, das kann er auch nicht mehr entkräften mit den Argumenten, dass er die Gelder in der Schweiz nur zum zocken verwendet hat und als Spielgeld ansieht. Wenn er sich wirklich Verluste aus Wertpapiergeschäften als Verlustvorträge gutgeschrieben hat und gleichzeitig aber Gewinne mit den Geldern in der Schweiz gemacht hat, wäre das schon mehr als dreist.

    Hinzu kommt noch, dass sich jemand, der nach außen so sehr als Moralapostel auftritt, einfach viel reuiger hätte zeigen müssen. Er hätte gleich die Konsequenzen ziehen müssen und auf jeden Fall vom Aufsichtsratsvorsitz zurücktreten müssen. Auch der Auftritt auf der Hauptversammlung hat mich stark enttäuscht. Von einem immer so tough auftretenden Mann hätte ich nie erwartet, dass er in Tränen ausbricht. Für mich kam das schon alles sehr wie eine Inszenierung rüber. Ein sachlicher Auftritt, in dem er die notwendige Verantwortung für seine Vergehen übernimmt, wäre ein viel stärkeres Signal gewesen. Durch das Beharren auf seinen Ämtern zeigt er eben eines nicht: Reue.

    Ich erinnere mich noch wie damals Wildmoser in U-Haft ging wegen der Stadion affäre. Damals habe ich mir gedacht: so was kann beim FC Bayern nie passieren. genau 10 Jahre später sieht das schon anders aus. Ja, Uli hat viel für diesen Verein getan. Ja, wir wären ohne ihn jetzt nicht da, wo wir sind. Aber mit seinem Fehlverhalten wird er seinen Ansprüchen und denen des FC Bayern nicht gerecht. Wenn ihm das Wohl des Vereins wirklich am Herzen liegt, muss er dies auch zeigen und sich opfern und auf jeden fall zumindest vom Aufsichtsratsvorsitz zurücktreten, bevor das Ansehen des Vereins weiteren schaden nimmt. Ich fand das letzte Saison schon grenzwertig, dass die historische Saison unter Umständen durch die entstehende Unruhe gefährdet hätte werden können. Man kann sich nur freuen, dass die Mannschaft das scheinbar nicht tangiert hat.

  10. Bazi78 schreibt:

    @H34T
    Ich stimme dir voll und ganz zu und du kommentierst hier ja auch nicht zum ersten mal.Die anderen aber schon und lassen sich nur zum Thema Hoeneß aus.Jeder kann seine Meinung haben nur warum finden sie gerade jetzt den Weg zum derBayernblog?

  11. DasDing schreibt:

    Natürlich ist das Ganze auf der einen Seite niederschmetternd. Seit den neuen Veröffentlichungen am Montag/Dienstag war es jedoch im Grunde absehbar, dass die Causa Hoeneß kein gutes Ende nehmen konnte. Vorher konnte man noch argumentieren, dass Uli Hoeneß durch die Selbstanzeige reinen Tisch gemacht hatte und die Medien die Vergehen nur unnötig aufgeblasen hatten. Angesichts der nun bestätigten, tatsächlichen Summe im zweistelligen Millionenbereich jedoch ist eine Freiheitsstrafe sowohl vom faktischen als auch vom moralischen Standpunkt her unumgänglich, so schlimm es ür den Menschen Uli Hoeneß und den Verein auch ist. Dreieinhalb Jahre mit Option auf frühere Freilassung bei guter Führung sind wohl insgesamt angebracht, das Gericht hat damit einen mMn angemessenen Mittelweg gefunden und sich sowohl von zum Schluss nicht mehr haltbaren Forderungen nach Minimalstrafen als auch von der Bestrafungssucht, welche in der Öffentlichkeit vorherrscht, unbeeindruckt gezeigt.

    Was die Strafe nun langfristig für den Verein bedeutet, ist noch nicht abzusehen. Seine Posten dürfte der Präsident nun los sein, und natürlich kann man ihn nicht ganz ersetzen. Dennoch gibt es – wie auch im Blog schon geschrieben wurde – genug Kompetenz im Verein, um die Nachfolge angemessen zu regeln. Ich bin auch der Meinung, dass Karl Hopfner zumindest kommissarisch eine gute neue Nr.1 wäre. Er kennt den FC Bayern sehr gut, ist seit langer Zeit in Führungspositionen für den Verein tätig und hat sich vielfach verdient gemacht. Schon auffällig, dass er in dem wenig wohlgesonnenen ZEIT-Artikel, in welchem die These geäußert wurde, dass ein Nachfolger weit und breit nicht in Sicht ist, überhaupt nicht erwähnt wurde…vermutlich, da die erwähnte Hauptthese des Artikels sonst nicht zu halten gewesen wäre.

    Ein Wort zu den Trollen, die sich hier leider heute breitgemacht werden: Ich schließe mich der Meinung an, dass die Posts dieser Leute hier gelöscht werden sollten. Diese Seite hat bislang immer durch ihre Sachlichkeit auch im Kommentarbereich überzeugt, und ich denke, dass alle die hier regelmäßig Posten und/oder mitlesen ein Interesse daran haben sollten, dass das so bleibt. Für unsachliche Pöbeleien gibt es im Netz mehr als genug Orte.

    Allgemein ist die Hoeneß-Hetze sowohl im Netz als auch in den Medien völlig unangebracht, und die Vorverurteilungen der letzten Monate grenzten unabhängig vom Ausgang des Prozesses an Rufmord. Nun hat Uli Hoeneß die gerechte Strafe für seine Vergehen erhalten, und angesichts seiner großen Verdienste um den deutschen Fußball sollte man es als Journalist und Privatperson spätestens(!) damit gut sein lassen und nicht noch weiter auf ihm rumhacken. Fürs Strafen ist die Justiz zuständig, und nicht der Onlinepöbel. Für mich persönlich bleibt UH im Übrigen der Übervater des FC Bayern und die vielleicht größte Person im deutschen Fußball. Er hat einen schweren Fehler gemacht, aber auch eine gerechte Bestrafung erhalten, und damit ist die Sache für mich durch! (Somit hat das Urteil sogar etwas positives)

  12. Niccolo Jonathan Hager schreibt:

    Ein sehr guter Blog hier, welcher sich unheimlich angenehm liest aufgrund ebenjener angesprochenen Sachlichkeit und der vorhandenen Fachkompetenz.

  13. Der Riesenwirbel ist ja nur wegen der sensationsgeilen Neider und Medien. Ist U.H. der 1. Steuersünder dieser Republik? Warum bekommt man von den vielen anderen nichts mit?
    Hier spielt wohl der Neidfaktor auf die Kohle die Hauptrolle. Für den Ex Deutsche Bank Banker beispielsweise sind die paar Mios ja nur Peanuts.
    Aber entscheidend ist ja die „Wirksamkeit“ der Selbstanzeige. Juristische Spitzfindigkeiten sollten hier einmal außen vor bleiben. Wohin führt es, wenn ein Steuersünder sein Recht zur Selbstanzeige wahrnimmt, und damit ein Risiko eingeht, dass diese als nicht wirksam behandelt wird, also so, als ob keine Selbstanzeige erfolgt wäre. Dann kann ich jedem Steuersünder nur raten, keinesfalls das Risiko einer Selbstanzeige einzugehen, was dieser Prozess ja eindeutig zeigt. Das Instrument der Selbstanzeige wäre dann praktisch überflüssig, und der Steuersünder sollte besser das Risiko eingehen erwischt zu werden oder auch nicht. In beiden Fällen ist es fifty-fifty.
    Die Aufgabe der Gerichte ist es aber nicht, Gesetze praktisch wirkungslos zu machen, sondern im Sinne des Gesetzgebers auszulegen und was dieser mit dem Gesetz erreichen will. Die Selbstanzeige ist eine „Rechtswohltat“ der Strafbefreiung zur Erschließung von Steuerquellen, welche dem Staat zuvor nicht bekannt waren. Laut eigener Aussage des Finanzamtes war die Steuerquelle U.H. dem Finanzamt VOR der Selbstanzeige nicht bekannt. Der Gesetzgeber hat also mit der Selbstanzeige den Zweck seines Gesetzes erreicht. Auch die Staatsanwaltschaft wäre besser beraten, weitere Steuersünder nicht von einer Selbstanzeige abzuschrecken.
    Das Motiv einer Selbstanzeige ist völlig unbedeutend. Entscheidend ist nur, dass eine „Warnung“ nicht vom „Staat“ erfolgt. Ein Geschäftsfreund kann selbstverständlich eine „Warnung“ aussprechen. Das darf von einem Geschäftsfreund auch erwartet werden.
    Es bleibt nur zu wünschen, dass der BGH den Willen des Gesetzgebers durchsetzt und U.H. seinen Rechtsanspruch der „Rechtswohltat“ zukommen lässt. Ich gehe davon aus, dass die Revision zugelassen wird. Dies wäre bereits ein Zeichen der Bestätigung.
    Und noch was für alle Mio-Neider: Was wäre der Wirtschaftsfaktor FC Bayern ohne U.H. geworden ??? Ich meine damit nicht nur den FC Bayern als Steuerzahler, sondern auch die Wirtschaft und andere Steuerzahler und was sonst noch damit verbunden ist. Wenn man diese Mios mal dazu zählt, kommt unter dem Strich bestimmt eine ganze Menge Steuern für diese Republik zusammen, selbst wenn man die Peanuts von U.H. abzieht.
    Ich bin weder ein bekennender FC Bayern oder U.H. Fan. Aber ich konnte nicht mehr still halten und musste dies einfach loswerden, auch wenn ich aus dem „Norden“ bin.

    • DasDing schreibt:

      Bis vor einer Woche wäre ich bei dieser Argumentation mitgegangen…mit den neuen Erkenntnissen aus der Verhandlung hat sich allerdings einiges geändert. Da war allem Anschein nach längst nicht alles an Verfehlungen von der Selbstanzeige und der Steuerrückzahlung gedeckt. Somit wäre es unrealistisch, anzunehmen, dass die Selbstanzeige sich noch strafbefreiend hätte auswirken können. Zudem wurde die Anzeige ja nicht für völlig ungültig, sondern für „unzureichend“ erklärt. Das Gericht hat also durchaus anerkannt, dass Hoeneß seine Steuerschulden (unabhängig von etwaigen Warnungen) teilweise offengelegt hat, und womöglich hat sich das auch Strafmildernd ausgewirkt (rein rechtlich ist die Strafe nämlich längst noch nicht am oberen Ende dessen, was bei diesem Betrag möglich gewesen wäre).
      Somit kann ich mich nur wiederholen: Es ist menschlich schlimm, aber das Urteil ist gerecht. Und einen Vorteil hat das Ganze: Den Hetzern im Netz und in den Medien, die in Erwartung eines „Promibonus“ schonmal vorab einen riesigen Shitstorm losgelassen haben um UH präventiv für den Fall zu bestrafen, dass das Gericht nicht tut, was sie wollen, wurde das Wasser nun abgegraben. Eine Ausrede für primitive Pöbeleien hat jetzt niemand mehr.

      • Ich habe nicht an der Verhandlung teilgenommen. Auch liegt mir kein Protokoll vor. Von Spekulationen wie „Anschein“ lasse ich mich nicht leiten. Eine „halbe“ oder „unzureichende“ Selbstanzeige kennt der Gesetzgeber nicht. Oder habe ich da etwas übersehen? Bitte nenne doch die Quelle des Gesetzes.
        Entscheidend ist, dass der Steuersünder die nicht versteuerten Einnahmen dem Finanzamt bekannt macht, bevor der „Staat“ hiervon Kenntnis hat und bereits Maßnahmen eingeleitet hat.
        Die vom Gesetzgeber bestimmte Freiheitsstrafe von BIS zu 5 Jahren nennt keine Mindeststrafe. Daher könnte das Gericht sogar eine „symbolische“ Freiheitsstrafe von einem Tag aussprechen. Ausdrücklich bestimmt der Gesetzgeber als Alternative eine Geldstrafe. Eine Freiheitsstrafe ist also keineswegs Bedingung.
        Auch die Höhe des „Betrages“ spielt keine Rolle. Hier hat der Gesetzgeber die 5% Regelung vorgesehen, wenn die Steuerschuld 50000 Euro übersteigt. Ohne diese Regelung müsste Alice Schwarzer ja auch in den Knast.
        Die Freiheitsstrafe von 6 Monaten bis zu 10 Jahren sieht der Gesetzgeber für „kriminelle“ Steuerhinterziehung vor, also wenn bspw. vorsätzlich Belege gefälscht werden um Umsatzsteuer zu hinterziehen, oder die Steuerhinterziehung unter Ausnutzung des Machtbereiches der eigenen Person erfolgt und anderenfalls nicht möglich wäre. In jedem Fall ist aber damit gemeint, das ein geplantes Konzept zur vorsätzlichen Steuerhinterziehung angewandt wird. Der Begriff „großes Ausmaß der Steuerhinterziehung“ dürfte hier der 5% Regelung entgegen stehen und damit außer Kraft sein.
        Auch wenn hier nicht alle meine Analyse teilen. Ich bleibe dabei, U.H. Selbstanzeige ist wirksam und nicht „halb“. Es bleibt offen, ob der Staat ohne diese Selbstanzeige jemals Kenntnis der hinterzogenen Mios erlangt hätte.
        U.H. hat die gleichen Rechte wie jeder andere Bürger auch !!!!

      • DasDing schreibt:

        Soweit ich weiß muss die Selbstanzeige vollständig und formal korrekt sein, sowie ohne Wissen von einer Verfolgung durch den Staat entstanden sein, um gültig zu sein. Zumindest der Punkt der Vollständigkeit war nicht erfüllt, weshal die Anzeige wohl als ungültig gelten würde, wenn dabei tatsächlich nur ein binäres gültig/nicht gültig-Schema angewendet wird. Der Richter hat die Anzeige allerdings im Wortlaut als „unzureichend“ bezeichnet und das mit der Ansicht der Verteidigung (nur „formal inkorrekt“) kontrastiert. Eine derartige Rhetorik deutet doch zumindest auf Abstufungen hin…ich bin allerdings auch kein Experte auf diesem Gebiet.

  14. Es ist tatsächlich so, entweder oder. Die Ausschlussklauseln des Gesetzes sehen eine Straffreiheit nur vor, wenn vor einer Ergänzung keine Verfolgung durch den Staat eingeleitet wurde. Offen bleibt hierbei der Grund für die erfolgte Einleitung. Diese ist ja unzweifelhaft erst durch die Selbstanzeige erfolgt. Ohne diese hätte die staatliche Verfolgung ja nicht stattgefunden. Daher sind diese konjunktiven Zusammenhänge mangels eindeutiger gesetzlicher Regelungen durch das Gericht zu beurteilen. Die Unsicherheit des Gerichtes und auch der Zeitdruck führen dann zu schwammigen Begründungen, welche alles offen lassen. Der Richter will dies nicht selbst entscheiden (sehe ich übrigens auch so). Von daher ist auch die klärende Revision als sicher anzusehen. Der BGH muss dann feststellen was zuerst da war, die Henne oder das Ei.
    In unserem Rechtssystem ist aber die Anklage in der Beweispflicht. Im Zweifel gilt das römische Recht: In dubio pro reo.
    Für mich gibt es nur eins: Freispruch

    • cire schreibt:

      Du sprichst hier etwas Grundlegendes an, was mMn viel zu viele vergessen!
      Ich persönlich finde das Urteil (sofern man eine Selbstanzeige als unzulässig ansehen kann, was für mich in diesem Fall keinen Sinn ergibt…) gerecht! Wir sprechen einfach von enorm hohen Summen. Das Strafmaß bewegt sich zwischen 6 Monaten und 10 Jahren. Bei dieser exorbitant hohen Summe an hinterzogenem Geld ist Uli mit 3,5 Jahren sicherlich nicht schlecht weggekommen. Die mildernden Gründe sind allen bekannt und ich bin mir sicher, dass sie alle berücksichtigt wurden, sonst wäre die Strafe sehr viel höher ausgefallen.

      Nicht zu vergessen ist aber, dass Uli Hoeneß eine Selbstanzeige abgegeben hat, bevor zuständige Behörden Ihm auf den Fersen waren. Die Beweggründe zur Selbstanzeige, ob Reue oder Angst oder sonstwas, sind für die Gültigkeit dieser irrelevant!
      Ich möchte an dieser Stelle auch nicht darüber diskutieren ob Uli Hoeneß Reue gezeigt hat oder nicht, da ich mir darüber kein Urteil erlauben möchte.
      Entscheidend ist: Seit dem Kauf der Steuer-CD’s und dem nicht Zustandekommen des Abkommens mit der Schweiz sind 50.000 Selbstanzeigen beim Finnanzamt eingegangen. Unter diesen 50.000 gab es prominentere Fälle und Fälle, in denen mehr Steuern hinterzogen wurden als in diesem! Nur weiß das niemand, weil hier das Steuergeheimnis gewart wurde und kein Vögelchen was gezwitschert hat. Es gibt nur 2 Fälle in dieser Zeit die an die Öffentlichkeit geraten sind (Uli Hoeneß und Alice Schwarzer). Alle anderen 49.998 Fälle wurden unter Ausschluss der Öffentlichkeit bearbeitet. Also auch die wenigen Fälle, bei denen es um ähnliche Summen ging, und bei denen die Steuersünder am Ende ohne Freiheitsstrafe davon gekommen sind und „nur“ den Geldbeutel weit aufmachen mussten.

      Man kann vom System der Selbstanzeige halten was man möchte, aber da sie in unserem Gesetz seit 100 Jahren verankert ist, muss man einfach akzeptieren, dass unabhängig der Summe komplette Straffreiheit sichert. Man darf zB auch eine Stufenselbstanzeige abgeben bei der man die Schuldsumme etwas höher anlegt und nur schätzt um dann die Unterlagen nachzureichen. Auch das wird gesetzlich anerkannt. Also entscheidet am Ende eine juristische Haarspalterei, weil Hoeneß sich zu wenig Zeit genommen hat und zu schlecht beraten war. Nur weil sein Steuerberater zwei Kommata vergessen hat? Das kann ich einfach nicht nachvollziehen…

      Und wie Ferdinand Kestennus schon richtig sagt: Ich würde jetzt auch keine Selbstanzeige mehr abgeben wollen. Wozu? Um von der Öffentlichkeit 14 Monate lang in der Luft zerissen zu werden um am Ende freiwillig ins Gefängnis zu müssen, obwohl mir mein Entgegenkommen eiegntlich Straffreiheit garantiert. Nein danke. Dann kann ich auch weiter abwarten und hoffen nicht erwischt zu werden.

      mMn muss das Steuergesetz an dieser Stelle einmal gründlich durchdacht werden.

      Ich hoffe auf den BGH…

  15. Ryukyu schreibt:

    So, nachdem dieses ganze Dilemma einen halben Tag sacken konnte und der erste Schreck verdaut ist, sehe ich die Sache wieder etwas schärfer.

    Die Situation ist jetzt wie sie ist, man braucht auch nicht groß darüber zu diskutieren, ob die Strafe gerecht ist oder nicht. Daran lässt sich jetzt eh nicht mehr ändern. Ich bin mir noch nicht so sicher, ob es eine gute Idee ist, in Berufung zu gehen. Es hätte weitaus schlimmer kommen können und vielleicht auch müssen, wenn man überlegt, dass die Höchststrafe bei 10 Jahren liegt und der Fall Hoeneß nun einmal der größte Fall (zumindest nach meinem Wissen) von Steuerbetrug in der Geschichte Deutschlands ist.

    Sehen wir mal das positive an der ganzen Geschichte für den FC Bayern und auch für Uli Hoeneß und richten den Blick nach vorne. Sowohl Uli als auch der Verein haben jetzt die Möglichkeit zu sehen, wer zu den wirklichen Freunden gehört. Vielleicht ist das die richtige Gelegenheit, ein paar faule Äpfel und den ein oder anderen Trittbrettfahrer aus dem Korb zu werfen. Für mich steht außer Frage, dass Uli Hoeneß auch nach Verbüßung seiner Haftstrafe wieder auf seinen Posten des Präsidenten zurückkehren muss, natürlich nur sofern er dies auch persönlich wünscht. Der FC Bayern ist immer noch ein Fußballverein und die Mitglieder bestimmen über den Vorsitzenden. Gott sei Dank sind wir in dieser Sache unabhängig und nicht Spielball von Investoren, Sponsoren oder sonstigen Unternehmen.

    Wem es also nicht passt, wie oder von wem der Verein geführt wird, der kann das Boot gerne wieder verlassen. Ich bin auch sehr gespannt, wie jetzt die Nachfolge von Uli Hoeneß geregelt wird und ob hier vielleicht jemand Morgenluft wittert und versuchen wird, das Ruder an sich zu reißen. Öffentlich wird sich natürlich niemand so Recht hinreißen lassen, das wäre zu offensichtlich vermutlich. Die Möglichkeit besteht trotzdem.

    Ich bin in dieser Hinsicht leider kein Experte, aber ist es nicht so, dass schon nach der Hälfte der Haftzeit die Strafe in eine Bewährungsstrafe umgewandelt werden kann? Dann wären es gut 1,5 Jahre, die man überbrücken müsste. So gut wie der Verein aktuell da steht, sollte das doch wirklich kein unüberwindbares Problem werden. Für mich wäre Karl-Heinz Rummenigge die richtige Wahl als Präsident. Er hat fußballerischen Sachverstand und ist dem FC Bayern tief verbunden. Eigentlich kann es kein anderer machen.

    Natürlich hat Uli einen Fehler gemacht, trotzdem wünsche ich mir nach der ganzen Häme und den überflüssigen Kommentaren – vor allem von Seiten irgendwelcher Politiker – am Samstag die Unterstützung der Fans. Ein bisschen Trost und Solidarität kann er jetzt gut gebrauchen. Frau Merkel und Co. brauchen sich auch nicht mehr im Stadion blicken zu lassen. Die hatten da sowieso noch nie was verloren.

    • cire schreibt:

      Der Fall Uli Hoeneß ist nur der größte Fall von Steuerhinterziehung, der es an die Öffentlichkeit geschafft hat. Bearbeitende Finanzbeamte und Steuerfahnder haben ausgesagt, dass unter den 50.000 Selbstanzeigen der letzten Monate/Jahre prominentere Namen und höhere Summen waren. Selbstverständlich ohne Namen zu nennen (Steuergeheimnis).

      Ab 2/3 der Haft kann er in Bewährung übergehen, also nach 2 Jahren und 4 Monaten.
      Davor schon hat er die Möglichkeit als Freigänger tagsüber einen Job auszuüben. Ich bin mir aber grade nicht sicher ab wann das möglich ist. War bei Breno das gleiche und auch Hoeneß wird hier mit Sicherheit sein Optimum rausholen können. Da bin ich mir ziemlich sicher.

      Die Ausmaße der Konsequenzen für den Verein kann ich nur ganz schwer abschätzen. Ich habe jedoch wenig Bedenken, dass der FCB das nicht auf die Reihe bekommt. Außerdem hatte man 14 Monate Zeit sich auf diesen Fall vorzubereiten. Ich denke das hat man getan und es werden nun schnelle und sinnvolle Entscheidungen getroffen.
      Ob Uli Hoeneß wieder in seine jetzige Position zurückkehrt wage ich zu bezweifeln. Ich schätze Ihn als Person sehr und rechne Ihm sein Lebenswerk hoch an, trotzdem ist mMn diese Zockerei und die Hinterziehung einer so hohen Summe nicht tragbar für den Inhaber einer solchen Position in einem solchen Verein bzw Unternehmen. Leider nicht einmal für Uli Hoeneß.

      Da dies mein zweiter Kommentar ist und ich es beim ersten mal versäumt habe, hier noch ein Nachtrag: Sehr großes Lob an diesen Blog! Ich kann mich da nur jedem anschließen der sich diesbezüglich hier bereits geäußert hat.

  16. Daniel schreibt:

    Keine Revision. Dieser Schritt nötigt mir höchsten Respekt ab. Ich glaube das hat niemand erwartet. Wer jetzt noch Häme ausschüttet über diesen Mann dem ist nicht mehr zu helfen…

  17. Ryukyu schreibt:

    Oh je.. Uli tritt von allen Ämtern mit sofortiger Wirkung zurück und geht nicht in Berufung. Die letzte Entscheidung finde ich richtig, es bestand eh wenig Aussicht auf Erfolg, wenn man ehrlich ist. Und vermutlich ist man mit den 27 Mio. noch ganz gut bedient. Und dieses Thema ist damit auch endgültig aus den Medien verbannt.

    Er zieht die Notbremse und erweist seinem Verein damit einen letzten großen Dienst. 😦

    Ich kann und will es noch nicht so richtig glauben, dass wir ihn in keiner Funktion mehr im Club sehen. :(((((((((

    Danke Uli Hoeneß!

  18. Wolf-Peter Berthold schreibt:

    Uli Hoeness verdient Respekt fuer seine Entscheidung. Er steht fuer seinen Fehler ein und erspart seiner Familie und dem Verein weitere Ungemach und offentliche Polemik.
    Die fuer mich durchaus offene Frage der Wirksam seiner Selbstanzeige durch den BGH bleibt leider offen. Der Druck der Medien und gewisser Teile der Oeffentlichkeit ,haben moeglicherweise einen Justizirrtum zu verantworten. Von „sine ira und studio“ war beim Prozess gegen UH leider nichts zu bemerken.

    • Ryukyu schreibt:

      Ich schätze es gab schlicht keinerlei Aussicht auf Erfolg. Im Gegenteil. Wer weiß was die 70.000 Seiten noch alles zu Tage gefördert hätten!? Es wird einen Grund haben, dass die Verteidigung sofort der Schätzung der Ermittlerin zugestimmt hat. Und abgeschlossen ist der Fall leider auch noch nicht, denn die Staatsanwaltschaft kann auch noch in Revision gehen.

      • Wolf-Peter Berthold schreibt:

        So gesehen, stimme ich Ihnen zu. Sollte es sich um die Spitze eines Eisberges handeln , dann waere es toericht nicht die Segel zu streichen um eine Kollision zu vermeiden.

  19. Daniel schreibt:

    Soweit ich mich eingelesen habe hätte sich bei der BGH Revision nichts verschlechtern können. Es gilt das „Verschlechterungsverbot“ wenn der Angeklagte Revision einlegt.

    „Für die Berufung, die der Angeklagte eingelegt hat, gilt das Verschlechterungsverbot: Die Strafe darf im Berufungsverfahren nicht höher ausfallen als in erster Instanz.“

    Die Steuerschuld von UH wird ja sowieso in einem nachgelagerten Steuerverfahren geprüft. Da dort dann wie teilweise im Internet geschrieben auch angefallene Verluste aufgerechnet werden ist davon auszugehen das sich die Steuerlast nicht mehr erhöht.

    Und da in einer Revision auch gar keine neue Beweisaufnahme stattfindet ist es auch falsch davon zu sprechen was noch „rauskommen“ könnte. Es geht vor dem BGH nur darum ob das Urteil formaljuristisch korrekt ist. Daher warten die Staatsanwälte sowie die Anwälte des Beklagten die schriftliche Urteilsbegründung ab um darin ggf. Fehler zu finden.

    Ich bin weit davon zu sagen man müsste Uli jetzt ein Denkmal bauen. Aber mal ganz ehrlich wer von uns hätte in so einem Fall nicht nach jedem Strohhalm ( der Revision) gegriffen um eine Strafe abzumildern oder abwenden zu können. Selbst wenn es vor dem BGH / einem neuen Verfahren einer anderen Kammer zu einer Bewährungsstrafe gekommen wäre, der Aufsichtsratvorsitzende / Präsident UH wäre unhaltbar gewesen.

    So zeigt er ehrliche Reue und beweist nun endgültig auch das Rechtsverständnis das ihm viele absprechen.

    Ich als langjähriges Mitglied würde mir wünschen das UH nach Ablauf seiner Bewährung wieder in die Vereinsführung aufgenommen wird. Denn das wäre für mich auch ein Ausdruck von „Mia san Mia“…!!!

    • Thomas schreibt:

      @Daniel:
      Natürlich hätte nach einer *erfolgreichen* Revision auch eine höhere Strafe ausgesprochen werden können. Das BGH würde bei Rechtsfehlern den Fall nach München zurückgeben und eine andere Kammer des Landgerichts würde nochmals verhandeln und eine neue Strafe festlegen.

      Wenn das BGH in seiner Revision eine Aussage zur möglichen Strafhöhe getroffen hätte, dann würde dies in der Neuauflage natürlich berücksichtigt werden müssen. Das „berichtigte“ Urteil könnte natürlich höher ausfallen!

      Solche höchstrichterlichen Aussagen zur Strafhöhe nennen die Medien oft „Grundsatzurteil“. Der BGH würde einen Präzedenzfall schaffen und im Strafrecht hier *Recht setzen*; also anstelle des Gesetzgebers festlegen, wie in solchen Einzelfällen grundsätzlich Recht zu sprechen ist von den Gerichten.

      Komm bitte weg vom US-amerikanischen Justizsystem! Den Gedanken, daß eine Berufung (oder eine Revision!) für den Verurteilten keine Schlechter-Stellung zur Folge haben darf, diesen Gedanken gibt es nur dort. Wahrscheinlich übernehmen dies viele aus Hollywood-Filmen.

      • wolf peter berthold schreibt:

        warum sollte ein Staatsanwalt Revision einlegen, Zeit und Geld verschwenden, wenn von vornherein feststeht, dass das Urteil sich nur zugunsten des Angeklagten aendern koennte? macht doch keinen Sinn,oder?

  20. Ich bin einfach nur geschockt! Die Ankündigung auf eine Revision zu verzichten, zeigt wie sehr U.H. unter den Massenattacken der Neider und Medien zerbricht. Anscheinend hat die rechtliche Situation für U.H. keine Bedeutung mehr. Er leidet wohl mehr darunter, die moralischen Anforderungen der Massen nicht erfüllt und diese enttäuscht zu haben. Hoffentlich erholt sich U.H. vor Ablauf der Revifrist wieder um auch das für ihn geltende Recht wahrzunehmen.
    Zudem scheint das Recht des Datenschutzes für U.H. nicht zu gelten. Wo sind die Datenschützer, welche sich sonst über jedes Pillepalle aufregen.
    Aus den öffentlich gemachten Tatsachen muss ich auf einen Verfahrensfehler schließen. Die Ansicht der Massen, welche nur auf die Mios gaffen, mag auch das Gericht beeindruckt haben. Rechtlich ist die Miohöhe unbedeutend, auch wenn die Massen pro Mio eine Strafe von 1 Monat fordern. Mit den paar Mios kann die Schuldenuhr dieses Staates nicht einmal eine Stunde angehalten werden.
    Angenommen U.H. hätte besser auf eine Selbstanzeige verzichtet und sich „erwischen“ lassen. Wie hätte dieses Verfahren ausgesehen ?? Wahrscheinlich stinknormal ohne Anwendung des §371AO. In welcher „Schublade“ wäre U.H. gelandet ? In der eines „normalen“ Steuerhinterziehers (Mit Freiheitsstrafe bis zu fünf Jahren oder mit Geldstrafe wird bestraft) oder in der Schublade eines kriminellen „Steuerbetrugmodells“ (In besonders schweren Fällen ist die Strafe Freiheitsstrafe von sechs Monaten bis zu zehn Jahren) ??
    Das Gesetz ist hier abschließend und lässt keinen Freiraum für eigene Interpretationen. Lediglich der Begriff „in großem Ausmaß“ ist schwammig, und könnte allenfalls für das Strafmaß Bedeutung haben. Entscheidend ist aber vielmehr die Aufzählung der sonstigen „schweren Fälle“. Diese sind leicht zu erkennen, da hiermit auch Straftaten neben der AO verbunden sind.
    Die Strafe von 3,5 Jahren, also Mindeststrafe für jeden der 7 Fälle, zeigt, dass das Gericht U.H. in die Schublade eines kriminellen „Steuerbetrugmodells“ geschoben hat. Danach müsste sich der Staatsanwalt ja noch einmal bei U.H. melden, um abseits der AO zusätzlich tätig zu werden. Dem ist aber nicht so. Also bleibt nur das „große Ausmaß“, die gigantischen Mios übrig.
    Ohne „Selbstanzeige“ wäre die Entscheidung des Gerichtes also in Ordnung.
    Nun kommt aber bei einer Selbstanzeige der Ausschluss der gigantischen Mios zur Anwendung. Die 5% Regelung steht dem „großen Ausmaß“ entgegen. Damit passt U.H. aber nicht mehr in die Schublade des kriminellen „Steuerbetrugmodells“ und muss als „normaler“ Steuerhinterzieher behandelt werden, also 0 bis 5 Jahre oder Geldstrafe. Hier ist dann auch kein Platz für das von der Staatsanwaltschaft geforderte Strafmaß.
    Beide Vertreter des Gesetzgebers, also Richter und Staatsanwalt geben den Willen ihres „Chefs“ unterschiedlich wieder.
    Vielleicht will der Richter auch eine Grundsatzentscheidung des BGH erzwingen.

    • dba_wpb schreibt:

      Das waere doch die eleganteste Loesung, um dieses Verfahren bei dem so vieles falsch gelaufen ist, erfolgreich zu beenden. U.H. steht zu seiner schaendlichen Tat, zeigt echte Reue und will die Konsequenzen tragen. Er beweisst seine Charakterstaerke. Staatsanwalt geht in die Revision und der BGH verwirft das Urteil. Weg. Verfahrensfehlern, Vorverurteilung in der Presse aufgrund der Indiskretion eines Finanzbeamten, (Teil)anerkennung der Selbstanzeige ohne die die gesamte Steuerschuld nicht zu ermitteln gewesen waere und die erfolgte bevor das FA recherchierte.Das ein Journalist ohne Auftrag eigene Nachforschungen  anstellte, ist fuer das Motiv der Selbstanklage nicht im gesetzlichen Sinne relevant. Freispruch aufgrund wirksamer Selbstanzeige. Steuernachzahlung plus Zinsen. Evtl.Geldstrafe wegen der Hoehe der unterschlagenen Steuern ueber viele Jahre. Fazit: Staatsanwalt hat erfolgreich Steuern in Millionenhoehe eingezogen ; BGH klaert die Rechtsunsicherheit hinsichtlich Selbstanzeige und macht damit den Weg frei fuer weitere reuige Steuersuender. Der Fiskus darf sich freuen. Uli Hoenes ist tief gefallen aber kann trotzdem noch mit erhobenem Haupt im Stadion sitzen. Sein unermuedlicher Einsatz fuer den Verein, fuer Sport,Buerger und Staat ist letztlich die beste Form der Wiedergutmachung. Viel besser als auf Staatskosten untaetig im Gefaengnis zu sitzen. Nc

      Sent from Samsung Mobile

      • Hast du sehr schön beschrieben. Zudem profitieren ALLE davon, insbesondere das Finanzamt. Die Selbstanzeige des Gesetzgebers verkommt nicht durch Gerichte zu einer Farce mit der Funktion eines „Honigtopfes“ nach dem Motto: Täter meldet euch, damit wir euch verknasten können. Dies dürfte andere Steuersünder nicht anlocken und weitere unbekannte gigantische Mios vom Finanzamt fern halten.
        Noch was am Rande: U.H. hat keinesfalls die Pflicht moralischer zu sein als andere Bürger. Auch wenn die Masse dies von U.H. verlangt. Hierbei darf nicht vergessen werden, dass er seine Rechte hierdurch nicht verliert und ebenso behält wie jeder andere Bürger auch.
        Wer das Finanzamt noch nie beschissen hat, kann hier ja mal ganz laut ICH schreien und den ersten Stein werfen. Jeder halt im Rahmen seiner Möglichkeiten, und wenns auch nur die gut aufgerundeten KM der Entfernungspauschale sind. Manche „Rühmen“ sich ja sogar, wenn diese das Finanzamt unbemerkt beschissen haben. Selbstanzeige ? Fehlanzeige !!!

  21. @cire
    Zitat: „Der Fall Uli Hoeneß ist nur der größte Fall von Steuerhinterziehung, der es an die Öffentlichkeit geschafft hat. Bearbeitende Finanzbeamte und Steuerfahnder haben ausgesagt, dass unter den 50.000 Selbstanzeigen der letzten Monate/Jahre prominentere Namen und höhere Summen waren. Selbstverständlich ohne Namen zu nennen (Steuergeheimnis).“ Zitat Ende.
    In diesem Zuisammenhang stellen sich 4 Fragen:
    1. Warum verwirft das Gericht die Selbstanzeige?
    2. Warum geht U. Hoieness nicht in Revision und zögert den Prozess möglicherweise noch um Jahre hinaus? Er ist doch als Persönlichkeit ein Kämpfer der jede Chance nutzt und stets gewinnen will?
    3. Warum wird genau dieser Prozess genau jetzt entschieden?
    4. Was hat der Fall Breno mit dem Prozess gegen U. Hoeness zu tun?
    Normalerweise gehen Prozesse dieser Größenordnung von der Öffentlichkeit unbemerkt in einem stillheimlichen Vergleich über die Bühne. Zudem ist zu bedenken dass Personen die wie U. Hoeness dermaßen gut mit Politik, Wirtschaft und den Medien vernetzt sind in aller Regel stets einen Ausweg aus brenzligen Situationen finden. In aller Regel ist dies EIN Club der miteinander häufig noch eng befreundet ist.
    Morgen läuft das Referendum bezüglich der Krim. Alle Beteiligten gehen fest davon aus dass die Bürger sich mehrheitlich für die Zugehörigkeit zu RUS entscheiden werden. 45 % der Ukrainer sind Russen und gerade auf der Krim ist dieser Prozentsatz nochmals erheblich höher ( etwa 80 % ). Es sollte also klar sein wie das Referendum ausgeht.
    Die EU hat Finanzhilfen für die Ukraine ( die brauchen sofort Hilfe da der Staat praktisch Bankrott ist )in Höhe von 660 – 800 MIo € in Aussicht gestellt. Diese enormen Geldbeträge müssen natürlich ganz schnell generiert werden.
    Was hat der Fall Hoeness damit zu tun? Das FA erhält im Fall Hoeness etwa 40 Mio €. 13 Mio € hat U. Hoeness bereits in Folge der Selbstanzeige beglichen
    Keien Frage hier wird ganz schnell Geld von Wohlhabenden Deuitschen gesammelt. Kommt günstig da die BRD wohl wieder einen Großteil für die Zahlungen an die Ukraine übernehmen wird.
    Nicht dass es da einen Zusammenhang gibt…
    Zudem wird es in den folgenden Tagen noch eine Menge an Selbstanzeigen ( und damit auch einen wahren Geldsegen für das FA durch Beglewichung von Steuerschulden ) geben.
    Die Ukraine kann sich also an einen wahren Geldsegen aus Deutschland freuen.
    An U. Hoeness wird nur ein Exemple statuiert um einen schnellen Geldfluss in Richtung Ukraine zu gewährleisten.
    War Tymo ( Anatoli Tymostchuk ) der gerade zu Zenit St. Petersburg gewechselt ist nicht auch Ukrainer? Welch ein Zufall…

    • cire schreibt:

      Zitat derbayernblog:
      „Bitte keine Verschwörungstheorien hier im Blog. Andernfalls müsste ich unter diesem Post die Kommentarfunktion deaktivieren. Ich respektiere deine persönliche Einschätzung, aber ich wäre Dir dankbar wenn Du diesen Kommentar selbst löschen würdest. Die Diskussion hierüber führt zu nichts.“

      Mehr ist hierzu nicht zu sagen…

      Edit: Vielleicht noch folgendes: Die Steuernachzahlungen + Zinsen + Strafzahlungen muss Uli Hoeneß unabhängig vom Ausgang dieses Prozesses sowieso zahlen. Und schnell wird das nicht passieren. Das Verfahren dazu wird noch einige Monate dauern denke ich. Ich weiß wirklich nicht in welchen sauren Apfel du gebissen hast?!

      • anandvishwanathan schreibt:

        Bleiben wir bei den Fakten und lassen wir die sogenannten „Verschwörungstheorien“ beiseite.
        10 Mio € sind im Falle U. Hoeness bereits geflossen. Weitere 30 Mio werden sicher bald fließen da die Staatsanwaltschaft auf eine Revision verzichtet und U. Hoeness bereits öffentlich die Strafe hingenommen hat. Ergo ist der Fall juristisch erst mal abgeschlossen. Jetzt geht es um den Geldfluss für das FA und die terminliche Anordnung der Starfe für U. Hoeness.
        Im Zusammenhang mit der Strafe für U. Hoeness sei auch an den gerade zurückgetretenen Präsi von Barca Namens Rosell erinnert. Barca hat bereits 9.1 Mio € an das FA nachgezahlt- man hatte bei Barca die Transfersumme für Neymar mit 58 Mio angegeben. In Wahrheit lag diese jedoch bei 95 Mio.
        So schnell könen nicht unerhebliche Summen fließen…
        Addieren wir die Summe von U. Hoeness ( ca 40 Mio wobei 10 Mio bereits gelossen sind ) mit den 9.1 Mio von Barca so sind mal eben europaweit ca 50 Mio eingesammelt worden. Klappt doch.
        Pep hat sicherlich bessere und genauere Infos da er mit beiden Clubs sehr eng verbunden ist.
        Die Zahlungen und Hintergründe zu deuten ist eine persönliche Angelegenheit, die Fakten liegen jedoch klar auf dem Tisch.

  22. Abdulla Albrecht schreibt:

    Freiheit für Uli! Für jedes Shirt geht 1 € ans Finanzamt München!

    http://de.dawanda.com/product/60124283-FREE-ULI-T-Shirt

    • Ja, eine tolle Idee! Aber bitte nicht, um mit U.H. Leid Geschäfte zu machen.
      Besser wäre ein Konto „U.H.“ beim Finanzamt. Dann könnten sogar noch unbekannte Steuersünder bekunden, dass die Selbstanzeige von dem Gericht zu einer Lachnummer verkommt.
      Leider muss ich hier nochmal ausholen. Die Daseinsberechtigung der Strafgesetze besteht ja in der Androhung einer „Bestrafung“. Die Selbstanzeige ist aber keine Strafandrohung, sondern soll genau das Gegenteil bewirken, nämlich eine Strafbefreiung als Lockmittel. Daher muss man hier umdenken und nach Gründen suchen, welche einer Strafe dennoch eine Daseinsberechtigung geben.
      Die Gesetze sind Regelungen für das Zusammenleben der Bürger dieser Republik und werden (leider indirekt) von der Mehrheit der Bürger dieser Republik bestimmt. Daher muss sich nicht nur die Mehrheit, sondern alle Bürger diesen Regeln unterwerfen. Die Strafandrohung hat hier eine „Erziehungswirkung“ um diese Regeln einzuhalten.
      Für den Fall der Nichteinhaltung soll der „Täter“ dahingehend „erzogen“ werden, die Regeln zukünftig einzuhalten und einen „Denkzettel“ bekommen. Keines falls ist die Strafe als eine „Rache“ oder „Vergeltung“ zu betrachten, wie es leider zu häufig bei der Masse der Fall ist. Hier mag jeder mal darüber nachdenken, was unter „Bewährung“ zu verstehen ist.
      Selbst wenn U.H. keine Selbstanzeige erstattet hätte, sondern „erwischt“ worden wäre, sehe ich eine zusätzliche „Erziehungsmaßnahme“ durch den Staat (Gericht) als völlig überflüssig an, da diese keinen Sinn ergibt.
      Es ist offensichtlich, wie sehr U.H. bereits darunter leidet, die Massen enttäuscht zu haben. Allein dies hat U.H. bereits einen solchen „Denkzettel“ verpasst, dass er mit Sicherheit die Regeln zukünftig einhält. Anders kann sein jetziges und offensichtlich ehrliches Verhalten nicht verstanden werden. Zudem kann die bereits erfolgte Strafe durch die Massen von keinem Gericht überboten werden. Daher wäre wenn überhaupt, nur eine extra Bestrafung mit Bewährung als „gerecht“ anzusehen.

  23. S. Meyer schreibt:

    Das Urteil ist richtig und die Konsequenz die Hoeneß daraus gezogen hat sicherlich auch nicht alltäglich. So eine Haltung wäre auch bei manch einem Politiker oder Manager manchmal wünschenswert. Steuerhinterziehung sollte (gerne auch noch härter) bestraft werden, aber dann bitte auch gleich Steuerverschwendung mit. Was bringen läppische 28 Millionen wenn diese dann gleich für eine Tierbrücke über die Autobahn in den Sand gesetzt werden in der alle 2 Monate mal ein Hase hüpft.

    Transparenz und verantwortungsvoller Umgang sollte wohl beidseitig erfolgen

  24. Geert H schreibt:

    Gott, was für ein Schmus. Da hinterzieht der mal eben 30 Millionen. Und was liest man hier? Tragödie, Drama, Tränen. Und dann wird der Straftäter Hoeneß noch gegen die angebliche Häme in Schutz genommen.

    „Ich habe mich zu dem Thema bewusst zurückgehalten.“ Ja, warum eigentlich?

    Ist halt nur ein Fan-Blog. Traurig.

  25. anandvishwanathan schreibt:

    U. Hoeness geht möglicherweise nach 3 Wochen Haft anschließend in den offenen Vollzug. Alles klar, verstanden.

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