FC Bayern – FC Schalke 04 5:1 (4:0)

Falls Ihr es verpasst habt: Es gab schon häufiger in dieser Saison den Moment an dem ich dachte, dass eine weitere Steigerung nicht mehr möglich ist. Der FC Bayern überrascht mich und wohl auch sich selbst aber jede Woche aufs Neue. Die ersten 45 Minuten gegen Schalke waren vielleicht die besten der gesamten Saison. Bayern brannte ein Feuerwerk ab und zerlegte Schalke in seine Einzelteile. 

Guardiola begann mit Schweinteiger und Kroos, statt Lahm in der Mittelfeldzentrale und „testete“ Martínez in der Innenverteidigung diesmal neben Dante. Thiago begann auf ungewohnter Rolle auf dem linken Flügel – wo er jedoch kaum anzutreffen war (dazu später mehr). Bayern begann forsch und erzeugte von Beginn an hohen Druck. Nach Alabas Freistoß-Tor in der 3. Minute nahm das Münchener Spiel erst richtig Fahrt auf. Robben (15.), Mandzukic (24.) und erneut Robben (28.) münzten die deutliche Überlegenheit früh in Tore um. Schalke wachte erst nach ca. 40. Minuten auf und entwickelte zumindest gelegentlich so etwas wie Torgefahr. Dass Rafinha den einzigen Schalke Treffer nach einer Ecke mit einem Eigentor erzielte (64.) passte ins Bild. Weil bei Bayern die Konzentration vor dem Tor nachließ und Fährmann mehrfach glänzend reagierte, bleib es bei Robbens 5:1 per Strafstoß (77.). Wäre das Spiel 8:1 ausgegangen, wäre auch das wohl um kein Tor zu hoch gewesen.

3 Dinge, die auffielen:

1. Warum Schalkes Ausrichtung Bayern in die Hände spielte

Ich habe mich ja schon oft über die Ausrichtung gegnerischer Trainer bei Auftritten in der Allianz Arena gewundert – am Samstag-Abend war das nicht anders. Jens Keller setzte formell auf ein 4-3-3, das jedoch gegen den Ball zu einem 4-5-1 wurde mit meist flacher 5 wurde. Das Ziel war es wohl durch die personelle Überzahl und eine entsprechende Kompaktheit Bayerns Kombinationsspiel zu unterbinden. So wie Schalke diese Ausrichtung interpretierte war es jedoch eine Einladung. Schalke ließ die Hausherren fast bis zur Mittellinie ungestört aufbauen, stand richtig tief hinten drin und ermöglichte den quirligen Bayern immer wieder in die Nahtstellen zwischen flacher 4 in der Abwehr und flacher 5 im Mittelfeld zu spielen. Gerade der völlig fehlende Druck auf den Spielaufbau ließ Kroos und Schweinsteiger frei aufspielen und ermöglichte es den Offensivspieler die passenden Räume zu suchen, statt sich zu Unterstützung des Spielaufbaus fallen zu lassen. Gerade Thiago, der formell auf Linksaußen eingesetzt war, zog immer wieder in die Mitte und glich die dortige personelle Unterzahl der Münchener aus. Alaba band teilweise als weit vorgeschobener Linksverteidiger, sowohl Höwedes als auch den eher träge nach hinten arbeitenden Farfan. Bis die Gäste gemerkt hatten, dass ihre Ausrichtung völlig ins leere lief und Bayerns Offensivwirbel sogar begünstigte, stand es 4:0. Man muss sich das nochmal auf der Zunge zergehen lassen. Der Tabellenvierte der Fußball-Bundesliga spielt in der ersten Halbzeit quasi kein Pressing gegen den FC Bayern und lässt ihn bis 35-40 Meter vor dem eigenen Tor frei und unbedrängt kombinieren. Absurd.

Dass Keller mit der Auswechslung Goretzkas in der 29. Minute reagierte, mit Fuchs einen stabileren Mittelfeldspieler brachte und die Formation leicht anpasste, soll nicht unerwähnt bleiben. Boateng spielte in der Folge meist etwas vorgeschoben in einer Art 4-4-1-1 und hatte die Aufgabe die zuvor völlig freie Ballzirkulation der Innenverteidiger + Kroos und Schweinsteiger ein wenig zu stören. Auf den Ausgang des Spiels hatte das beim Stand von 4:0 jedoch keinen Einfluss. Als Keller in der 30 Minute wechselte, hatte der FCB 71 erfolgreiche Pässe im Angriffsdrittel gespielt. Schalke keinen. Bis zum Schlusspfiff veränderte sich diese Statistik immerhin noch auf 172 zu 50. Bezeichnend ist auch, dass Bayern neben Ballbesitz- (71:29%) und Zweikampfwerten (56:44%) auch alle läuferischen Parameter klar dominierte. 108,5 zu 106.3 Kilometer. Mehr Sprints (178:151), mehr schnelle Läufe (387:357), mehr intensive Läufe (565:509) – so gewinnst du als Gast in München keinen Blumentopf.

2. Weitgehend positionsloser Fußball

Der FC Bayern startete im Vergleich zu den Vorwochen erneut leicht verändert in die Partie gegen Schalke. Ohne Lahm baute Guardiola das Mittelfeld um. Thiago begann formell auf Links, während Schweinsteiger, Kroos und Götze die drei zentralen Positionen bekleideten. Auffällig war dabei, dass Schweinsteiger und Kroos das Zentrum eher als Doppelsechs interpretierten und gemeinsam den Spielaufbau organisierten. Es liegt nahe, dass Guardiola weder Kroos noch Schweinsteiger zur Zeit zutraut die riskante alleinige 6, wie sie Lahm in den vergangenen Monaten exzellent interpretierte, auszufüllen. Die leicht versetzte Doppelsechs bietet mehr Sicherheit und Balance.

Was sich vor und neben der Doppelsechs abspielte, war bemerkenswert. Bayern spielte weitgehend positionslosen Fußball. Alaba und Rafinha agierten immer wieder als Flügelstürmer. Thiago driftete immer wieder auf die 10. Götze wich genau wie Mandzukic auf den Flügel aus und auch Robben war immer wieder im Zentrum zu finden. Natürlich sind die Zeiten der van Gaal’schen Positionsdisziplin längst vorbei – eine solche Dynamik und Konsequenz in der Positionsrotation habe ich aber auch unter Guardiola noch nicht gesehen. Das häufig scherzhaft angeführte Ideal einer 2-8-0-Formation war gegen Schalke nicht besonders weit von der Realität entfernt, wie auch folgende Grafik über die reellen Einflussbereiche der Spieler zeigt. Hier im Vergleich Bayern in den ersten 20 Minuten und Schalke über 90 Minuten:

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3. Robbens Bilanz bemerkenswert

Er fliegt in dieser Saison fast ein wenig unter dem Radar. Guardiola, Götze, Lahm, Thiago – diskutiert wird in dieser Saison über andere, dabei spielt Arjen Robben klammheimlich seine vielleicht beste Saison seit 2010. Viele – auch ich – waren skeptisch wie Robben sich mit seiner etwas festgefahren, dribbellastigen Spielweise der Vergangenheit unter Guardiola zurecht finden würde. Nach etwas mehr als der Hälfte der Saison muss ganz klar festgehalten werden, dass der Satz von vielen Trainern, das herausragende Fußballer in jedem System zurecht kommen, richtig ist. Robben hat sich insgesamt ein wenig zurückgenommen, sucht deutlich weniger die schnelle Einzelaktion und ist so insgesamt effektiver geworden. Er erzielte seine Saisontore 8, 9 und 10 gegen Schalke. Er war am Samstag-Abend an 10 Torschüssen beteiligt. So viele wie die gesamte Schalker Elf zustande brachte. Insgesamt war der Niederländer allein in der Bundesliga in 96 Spielen an 89 Toren beteiligt. Eine herausragende Quote. Das Entscheidende ist vor allem, dass er fit ist. 18 Bundesliga-Spiele hat er bisher absolviert. In zwei seiner vier Jahre in München erreichte er diese Marke nicht mal bis zum Ende der Saison.

Robbens Vertragsverlängerung bis 2017 steht weiterhin kurz bevor. Wer hier im Blog regelmäßig liest, weiß, dass ich ein paar Restzweifel habe, ob Robben sein Niveau bis dahin (er ist dann 33) halten kann. Im Moment ist er jedoch ein ganz wesentlicher Grund für den Lauf des FC Bayern in den vergangenen Monaten.

FC Bayern Neuer – Rafinha, Martínez, Dante, Alaba – Kroos, Schweinsteiger (77. Hojbjerg) – Robben (84. Contento), Götze (70. Pizarro), Thiago – Mandzukic
Ersatz Starke, Van Buyten, Boateng, Lahm
FC Schalke 04 Fährmann – Höwedes, Papdopoulos, Matip, Kolasinac – Boateng, Neustädter – Farfan, Goretzka (28. Fuchs), Draxler (78. Hoogland) – Huntelaar
Schiedsrichter Dr. Jochen Drees (Münster-Sarmsheim)
Zuschauer 71.000 (ausverkauft)
Tore 1:0 Alaba (3.), 2:0 Robben (15.) 3:0 Mandzukic (24.), 4:0 Robben (28.), 4:1 Rafinha (64./Eigentor), 5:1 Robben (77./Foulelfmeter)
Gelbe Karten Thiago / –
Rote Karten Papadopoulos (76./Notbremse)
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18 Antworten zu FC Bayern – FC Schalke 04 5:1 (4:0)

  1. Ryukyu schreibt:

    Die Spielfreude gestern war enorm, die Schalker waren aber auch wirklich erschreckend passiv in den ersten 40 Minuten. 😀 Ich weiß nicht, ob es unbedingt förderlich ist, dass alle Teams im Vorfeld betonen, dass es gegen die beste Mannschaft der Welt geht. Natürlich betrifft das wohl eher die Kommunikation nach Außen, aber ganz ohne Wirkung bleibt das vermutlich auch nicht auf die eigenen Mannschaft. Wenn sich selbst Teams wie Schalke in so einer Opferrolle präsentieren.. der Auftritt war jedenfalls völlig unambitioniert.

    Die aktuelle Überlegenheit, egal in welchem Wettbewerb, ist fast schon absurd. Es ist wirklich beeindruckend, wie diese Mannschaft wöchentlich auftritt.

    Schön, dass Robben wieder an seine Leistung aus der Hinrunde anknüpfen kann! Ich habe ja schon oft betont, was für ein großer Fan ich von ihm bin. Sein Charakter und Ehrgeiz sind beispiellos. Er hätte sich auch vor der Saison verabschieden können, wie es z.B. ein Mario Gomez getan hat. Statt dessen arbeitet er härter denn je und kommt so auf ein neues Level. Dazu hat er die Bereitschaft, in jeder Szene Verantwortung zu übernehmen. Solche Spieler gehören nach München. So gut er offensiv schon immer war, glänzt er jetzt auch durch die gleiche Bereitschaft, in der Defensive zu arbeiten. Ich erinnere mich gestern an einen Ballgewinn auf der linken Seite auf Höhe der Mittellinie, der auch umgehend mit Szenenapplaus des Publikums quittiert wurde. Er geht nicht nur auf Ballgewinne, er läuft auch Passwege zu etc.. aus ihm ist ein wahrer Mannschaftsspieler geworden, darum ist er für mich auch stärker als 2010. Dort war er offensiv brillant, aber eben vor allem durch seine individuelle Qualität. Jetzt führt er eine Rolle innerhalb der Mannschaft aus. Das ist zumindest meine Sichtweise auf ihn. 🙂

    Gut gefallen hat mir gestern auch Martinez. Nicht, dass er wahnsinnig gefordert wurde. Aber er war schon auffallend sicher, hat sich auch gut ins Spiel nach vorne eingeschaltet und wirkte so, als hätte er nie woanders als auf der Position des IV gespielt.

    Man darf nach der Leistung gestern auch nicht vergessen, dass wir ohne Lahm und Ribery gespielt haben. Solche Spiele gingen früher ja öfter in die Hose oder wurden nur knapp gewonnen..

    • SP schreibt:

      Stimme dir in jedem Punkt zu. Robben ist wirklich in einer überragenden Form. Nicht nur der von dir angesprochene Ballgewinn haben das gestern unterstrichen. Direkt nach dem Ballgewinn hat er sich ja auch noch mit einigen anderen nach vorne kombiniert, bis er beinahe schon wieder in der Spitze durchbrechen konnte. Außerdem ist es für mich auch sehr beeindruckend, wie gut er sich behaupten kann, wenn er unter Druck gerät. Es gab gestern einige Szenen, in denen er angespielt wurde, daraufhin von mehreren Schalkern nah an der Grenze zum Foul unter Druck gesetzt wurde und dennoch den Ball behaupten und zurückspielen konnte. Ich sehe ihn vor allem wegen der Defensivarbeit und der Kombinationsstärke daher auch deutlich besser als 2010. Und sollte er in den weiteren Spielen dieses Jahres immer noch auf diesem Niveau spielen, dann bin ich ganz klar der Meinung, dass Robben eine gute Chance hat, Weltfußballer zu werden. (Kommt es mir eigentlich nur so vor, oder hat er sich im Dribbling auch noch weiter verbessert? Ich hab da unter anderem eine Szene im Kopf, wo er sich (leider ohne Torerfolg) im Strafraum mit ultraenger Ballführung durch 4-5 Gegner durchgetankt hat.)
      Was mir auch noch in den letzten Spielen aufgefallen ist, ist die tolle Harmonie zwischen Robben und Kroos. Es gab jetzt schon so manche Tore in dieser Saison, vor allem aber in der laufenden Rückrunde, in denen Robben sich sehr schnell von allen Gegenspielern gelöst hat, um einen von Kroos gespielten langen Pass über die komplette Abwehr anzunehmen und zu verwerten.

  2. J. Stock schreibt:

    Vor gut einem Jahr habe ich im Internet lange nach einer Seite gefahndet, die mit fachlichem Niveau Spiele „meines“ FCB analysiert. Ich habe Deine Seite gefunden und erfreue mich seither regelmäßig über Deine Interpretationen und Analysen! Dieses qualitative Level hat keine mir bekannte Zeitschrift oder Internetseite. Bitte weiter so, Du machst das unglaublich klasse!
    Chapeau und Danke!

    Jetzt brauche ich nur noch das Glück, einmal in die Allianz Arena zu kommen. Die Anreise aus Lübeck ist nicht gerade einfach, viel schwieriger erscheint es mir leider, überhaupt an offizielle Karten zu kommen. Da wäre ich sogar bereit, Mitglied des FCB zu werden, wenn es hierdurch klappen würde..

    • derbayernblog schreibt:

      Danke für deine Rückmeldung – hat mich sehr gefreut. Was die Karten-Situation angeht – auch eine Mitgliedschaft bringt hier leider nur bedingt Abhilfe. Viele Spiele sind hoffnungslos überbucht.

    • Moritz schreibt:

      Kann ich nur unterschreiben. Ein wirklich toller Blog dem ich noch ein langes Fortbestehen wünsche.

      Zum Spiel: Wie Schalke in den ersten 45. Minuten aufgetreten ist war furchtbar. Sich nach einem 6:1 daheim so unmotiviert zu zeigen ist schon fast peinlich. Da scheint es mit dem Charakter der Mannschaft nicht weit her.
      Die Bayern hingegen, der reine Wahnsinn. Gut, das erste Tor war Glück, auf normalem Wege hätte es jedoch sich nicht länger als fünf Minuten für das erste Tor gebraucht. Ich fand es besonders bemerkenswert, dass die Gier auch nach dem 2:0 und 3:0 nicht aufgehört hat. Jeder hat immer weitergearbeitet, Mandzukic war defensiv ganz stark (Zwar kaum gefordert) und Robben hat auch ein Wahnsinnsspiel gemacht.

      Martinez hat mir auch gut gefallen in der IV. Er ist kein Hummels der das Spiel von hinten aufzieht, im Kopfballspiel und im Kampf ist er jedoch über jeden Zweifel erhaben. Insgesamt ein toller Samstag Abend. Nun heißt es weiter heiß bleiben und nicht nachlassen. Aber das wird der Herr Sammer intern schon kommunizieren.

  3. Axel schreibt:

    Ich würde hier gerne noch die Diskussion über die Leistung von Götze weiterführen. Nach dem letzten Spiel habe ich gepostet, er spiele unter Form, und zwei Diskussionsteilnehmer sind ihm zur Seite gesprungen und haben ihn verteidigt (siehe Kommentare zum letzten Spiel). Nach dem gestrigen Spiel sehe ich mich in meiner Kritik bestätigt. Bis zu seiner Auswechslung hat er seinen üblichen Mix aus Sicherheitspässen, Fehlpässen und vielleicht zwei schönen Szenen gezeigt, aber das ist kein Vergleich zu unseren anderen Mittelfeld- und Offensivspielern. Wenn eine Alternative fit gewesen wäre (Ribery, Müller oder Shaqiri) hätte ich ihn auf der Bank vermutet. Bin ich weiterhin der Einzige, der von ihm mehr erwartet (und bitte nicht antworten, ich sei NUR deshalb kritisch weil Götze vom BVB kommt und viel gekostet hat. Das wäre falsch.).

    • Ryukyu schreibt:

      Also ich kann deine Kritik nicht im Ansatz nachvollziehen. Ich finde Götze spielt eine hervorragende Saison. Er spielt seine erste Saison in München, seine Ansätze sind absolut vielversprechend. Er kann sicherlich noch effektiver werden, aber er ist auch erst 21. Ich war vor der Saison skeptisch, ob das ein guter Transfer wird. Götze ist für mich mittlerweile über jeden Zweifel erhaben. Ihm zuzuschauen ist eine Augenweide. Tempo, Technik und Spielverständnis sind überragend. Ich bin auch davon überzeugt, dass Götze mit seinen Fähigkeiten das Bayern Spiel noch mal auf ein ganz anderes Level heben kann. Ich traue ihm sogar zu, dass er für Bayern noch wichtiger werden kann, als z.B. ein Franck Ribery.

      Mich überrascht wirklich, wie man ihn so kritisch sehen kann.

    • Bazi78 schreibt:

      @ Axel
      Sorry wegen dem „weil Götze vom BVB kommt und viel gekostet hat“.Ich hatte auch nur den Gesamteindruck von Götze gemeint.Die letzten beide Spiele war er nicht gut und damit stimme ich dir zu.Da aber Ribery,Shaqiri und Müller verletzt sind mußte er weiter spielen.Ich hoffe die können gegen Wolfsburg und Arsenal wieder sonst wird Götze wohl weiterhin starten.Nach der Winterpause hatte er aber mMn eine gute Phase.Genauso nach seinem Comeback in der Vorrunde ab dem Auswärtssieg beim BVB.Wer außer Ribery und Robben ist denn in den meisten Spielen in der Offensive konstant stark? Was genau deiner Meinung nach sollte Götze besser machen?

      • Axel schreibt:

        Wenn die Meinungen so unterschiedlich sind, höre ich auf zu nörgeln. Ohne konkrete Belege für meine Ansicht hat das ja wenig Sinn. Ich schätze Eure Beiträge (Bazi78 und Ryukyu) immer, deshalb kann es auch sein, dass ich mich einfach auf Götze eingeschossen habe und nicht mehr objektiv bin.

  4. Heinz Rudolf Moser schreibt:

    Bravo meine lieben Bayern.
    Nur weiter so.
    Einfach nur klasse.
    Heinz, (FC Bayern München Fan seit über 40 Jahren.

  5. Thomas schreibt:

    Wie habt ihr die Elfmetersituation (vorm 5:1) gesehen? Ich fand den Elfer okay, aber die rote Karte zu hart. Der Schalker blockt Mandzukic mit dem Becken, verstellt ihm den Weg. Mein Gerechtigkeitsempfinden sagt mir aber, der Elfer und eine Gelbe hätte gereicht. Oder meinetwegen nur der Strafstoß. Was meint ihr?

    • SP schreibt:

      Ich sehe es exakt genauso, wie du.

    • Ryukyu schreibt:

      Es war keine rote Karte, der Ball geht ja auch nach Außen.. also nicht die Vereitelung einer klaren Torchance. Insgesamt gehört die Doppelbestrafung langsam aber wirklich abgeschafft. In einen Bundesligaspiel ist so eine Entscheidung ja noch so gerade zu verkraften, da man insgesamt 34 Spieltage hat, um sowas auszugleichen. Und die Partie gestern war natürlich schon entschieden. In London war die Situation ja ähnlich. Die rote Karte hat die Partie dort allerdings maßgeblich beeinflusst. Ob das Spiel jetzt anders ausgegangen wäre ist natürlich Spekulation. Eine rote Karte sollte es geben, wenn ein grobes Foul begangen wird. Oder meinetwegen das Foul außerhalb des 16ers begangen wird. Aber mit einem Elfmeter ist man wirklich schon genug bestraft. Dazu kommt ja auch noch die Sperre. Ich hoffe mal, dass diese Änderung im Sommer kommt.

      Genau wie beim Handspiel im 16er. Auch hier sollte man langsam mal wieder zu einer klaren Regel kommen. Am logischsten finde ich persönlich, dass es dann Elfmeter gibt, wenn sich durch das Handspiel ein Vorteil für die verteidigende Mannschaft ergibt. Dann ist auch egal, ob es Absicht ist oder nicht. Hier gibt es dann zwar immer noch einen kleinen Ermessensspielraum, aber dieser ließe sich ja per Definition eingrenzen.

  6. anandvishwanathan schreibt:

    Die Bayern haben ca. 30 Minuten Ernst gemacht.
    Das System von Keller mit 4-5-1 wäre ein Lösungsansatz gegen die Bayern. Das Problem: Schalke kann dieses Systemn nicht ansatzweise.
    Anschauungsbeispiel gibt es bei Atletico Madrid speziell gegen Barca oder Real. Sie verlieren auch schon mal bei 2 abgefälschten Schüssen mit 0:3 ( wie in der Copa gegen Real ). Das häufigste Ergebnis ist jedoch ein Unentschieden wobei Atletico mit hervorragenden Zweikampfwerten zur Sache geht. Es gibt Spiele von Barca gegen Atletico in denen die hochgelobten Cules ( Messi, Sanchez, Neymar, Fabregas, Iniesta, Xavi…) 2-3 Torchancen in über 90 Minuten „kreieren“.
    Und wenn sie ( Atletico ) in Rückstand geraten dann pressen sie weit vorne um den Ausgleich zu erzwingen- wie am Wochenende gegen Real. Jeder Zweikampf wird auf das Intensivste geführt und Ballverluste werden durch technisches Können minimiert.
    Lassen wird das abgefälschte 1:0 durch Alaba außer Acht ( so ein Ding fängt sich auch ein Bufffon oder Casillas ). Die folgenden 3 Tore kommen jedoch alle durch mangelhaftes Zweikampfverhalten der Schalker Spieler ztustande. Die stehen rum und schauen sich die Galaktischen aus München ehrfurchtsvoll an.
    4-5-1 oder auch 5-4-1 gegen die Bayern Ja, aber bitte mit intensivem Raum- und Zweikampfverhalten- ansonsten wird man nach Belieben verprügelt.
    Klasse Partie von Arjen Robben.

    • Ryukyu schreibt:

      Ich glaube auch, dass diese extrem defensive Ausrichtung gut passt gegen Bayern. Schalke stand allerdings in meinen Augen 10 Meter zu tief und war vor allem zu passiv. Wenn Schalke 10 Meter höher steht und mehr Druck auf den ballführenden Spieler macht, dann wird es schon deutlich unangenehmer.

      Ich habe am Wochenende Atletico gegen Real geschaut. Was für ein Spiel!! Atletico geriet früh in Rückstand und hat dann sehr, sehr aggressiv gepresst und unglaublich aggressiv gespielt. Das Spiel war sehr hart geführt von beiden Seiten. Allerdings habe ich mir schon gedacht, dass Atletico dieses Tempo nicht halten kann. Die letzten 10-15 Minuten waren sie stehend ko. Trotzdem spielen sie so, wie du es beschrieben hast. Bei Rückstand wird extrem aggressiv gepresst und überhaupt sehr physisch gespielt. Nach dem 2:1 haben sie sich etwas fallen lassen und ca. erst 10-15 Meter hinter der Mittellinie angefangen zu pressen. Dann allerdings immer mit mindestens 2 Leuten am ballführenden Spieler. Egal ob im Zentrum oder auf den Außen. Über 90 Minuten ist diese Spielweise aber kaum durchzuhalten. Trotzdem war das eine beeindruckende Leistung von Atletico und von der Spielanlage das in meinen Augen unangenehmste Szenario für Bayern..

      Real hat mir aber auch ganz gut gefallen. Die haben sich gefunden würde ich sagen. Modric spielt nach dem Ausfall viel defensiver als zuvor. Auch die Rückkehr von Alonso hat wieder einiges an Stabilität gegeben. Das ist jedenfalls ein völlig anderes Real als in der Hinrunde. Bale und Ronaldo sind sowieso extraklasse. Ich würde Bayern ja dieses Jahr gerne über 2 Spiele gegen Real sehen. Auf den Außen ist Real nach wie vor aber sehr anfällig mit Marcelo/Coentrao und di Maria und Carvajal/Arbeloa auf der anderen. Real ist vor allem stark, wenn sie den Ball und Raum haben. Es wäre spannend zu sehen, wie Bayern das lösen kann bzw. wie Real es schafft, sein Spiel durch zu bringen gegen die Bayern. Atletico halte ich für sehr, sehr unangenehm. Arda Turan war überragend am Wochenende, Diego Costa ist auch eine Bombe. Den müsste sich Dortmund holen, wenn sie den bekommen können..

      • anandvishwanathan schreibt:

        @Ryukyu
        Wie aus der Seele gesprochen. 100 % Zustimmung zu dem was Du schreibst. Vielen Dank für Deine ausführliche Beschreibung des Spiels.
        Das Modell Atletico Madrid zeigt wie ein über Jahre gewachsenes Team ohne Starspieler ( mal abgesehen von Falcao bzw. jetzt Diego Costa oder auch ein in die Jahre gekommener Villa ) ein Starensemble wie jenes von Real auf hohem Niveau Parolie bieten kann.
        Teamspirit, athletisches Topniveau, hoch intensives Zweikampfverhalten, taktisches Geschick, smart coaching, Effektivität und ungeheure Disziplin zeichnen Atletico aus.
        In der letzten Saison hat Atletico mit die wenigsten Gegentreffer der PD kassiert.
        Schalke ist von diesem Standard wie wir alle sehen konnten zur Zeit meilenweit entfernt.

  7. mia-san-bayern schreibt:

    Eigentlich war mir das im Vorhinein schon klar dass Bayern haushoch gewinnen wird. Mein ursprünglicher Tipp lautete 4:1. Man hat ja an den Schalker Kommentaren vor dem Spiel schon gesehen dass sie eigentlich kapituliert haben… ich bin Bayern-Fan aber mittlerweile wird die Buli echt langweilig… ich habe mich auch schon dabei ertappt, dass ich die letzten Male mehr mit dem HSV mitgefiebert habe als bei den Bayern, da habe ich mir nebenbei die Fingernägel lackiert hahaha 🙂 tja aber spannend wird´s wieder wenn sie gegen Arsenal spielen, auf das Spiel freue ich mich riesig… ach ja und natürlich noch auf das Relegationsspiel, da ist wenigstens noch richtig was los! Also in diesem Sinne, seid gegrüßt liebe mit Bayern-Fans…

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