FC Arsenal – FC Bayern 0:2 (0:0)

Falls Ihr es verpasst habt: Es kribbelte mal wieder vor der Partie und beide Mannschaft trugen ihren Teil zu einem aufregenden Fußball-Spiel bei. Guardiola überraschte mal wieder alle, inklusive mir und wahrscheinlich auch Arsène Wenger. Lahm wanderte zu Beginn zurück auf seine angestammte rechte Verteidiger Position. Martínez dafür mit Kroos und Thiago im Mittelfeldzentrum. Müller zunächst draußen. Arsenal dafür ebenso überraschend mit dem kopfballstarken Sanogo, statt Giroud im Sturmzentrum. Für den gesperrten Arteta spielte wie erwartet Flamini neben Wilshere. Arsenal begann forsch und dominierte die ersten 15-20 Minuten. Weil Neuer Özils schwach geschossenen Strafstoß parierte und zuvor schon gegen Sanogo weltklasse reagierte, blieb es aber zunächst beim 0:0 (9.). Bayern befreite sich in der Folge zusehends und machte vor allem über die rechte Seite viel Druck. Der Guardiola-Elf gelang es trotz mehr Ballbesitz aber nur selten konstruktiv in den Strafraum vorzudringen und setzte vermehrt auf hohe Bälle. Als Szczesny Robben im Strafraum legte, sah der Arsenal-Keeper zurecht Rot. Alaba traf aber zum insgesamt dritten Mal im Bayern-Trikot nicht vom Punkt (40.).

Arsenal überließ den Gästen mit einem Mann weniger in der zweiten Hälfte komplett das Feld. Bayern dominierte den Ball und alle statistischen Werte. Weil die Londoner aber die Passwege in den Strafraum weiter exzellent zustellten, war es nicht überraschend, dass ein Fernschuss von Kroos den Bann brach (54.). Als alles nach einem 1:0 aussah, fand Lahm die Lücke und bediente Müller zum späten aber verdienten 2:0 (86.). Eine fast perfekte Ausgangslage für das Rückspiel.

3 Dinge, die auffielen: 

1. Was Guardiola mit der Umstellung im Zentrum bewirken wollte

Eines muss man Guardiola lassen. Er scheut kein Risiko. Es gehört einiges an Selbstvertrauen und Mut dazu eine seit Wochen funktionierende Mannschaft vor dem bisher wichtigsten Spiel des Jahres im absoluten Herzstück umzustellen. Guardiola brachte den in den Vorwochen nur sporadisch eingesetzten Martínez auf der 6 und bildete so mit dem Basken, Kroos und Thiago ein bisher in Pflichtspielen gemeinsam nicht erprobtes Trio von Beginn an. Natürlich versprach sich Guardiola von Martínez auch mehr Robustheit im Zentrum – aus meiner Sicht war die Entscheidung jedoch eher ein Votum pro Lahm auf der rechten Außenverteidiger-Position als für Martínez auf der 6. Auch Guardiola bestätigte nach dem Spiel im Interview bei Sky, dass es das Ziel war die defensiv anfälligen Cazorla und Gibbs anzugreifen. Lahm agierte von Beginn an viel offensiver als es der eher sichernde Rafinha in den vergangenen Wochen auf dieser Position tat. Lahm hinterlief Götze, Robben oder den sehr rechtslastigen Thiago immer wieder sehr aktiv und suchte den Weg zur Grundlinie. Diese Idee ging insofern auf, dass gerade Gibbs mit Lahm ziemlich überfordert war und Bayerns Rechtsverteidiger die meisten gefährlichen Szenen der ersten Hälfte durch kluge Doppelpässe und dynamische Läufe selbst einleitete.

Konsequent wäre es gewesen Lahm seinen aus dem Vorjahr bewährten nach innen ziehenden Partner Robben an die Seite zu stellen – Guardiola begann jedoch wie schon häufiger in den letzten Wochen mit dem Holländer auf dem linken Flügel. Dass sich Robben dort nicht wirklich wohlfühlt bewies er dadurch, dass er sehr früh begann die Halbräume zu suchen oder die Flügel komplett zu wechseln. Trotz seiner Positionswechsel wird er in dieser Diagonalität einem Großteil seiner Qualitäten beraubt. Er wird so zu einem Kombinationsspieler und weniger zu einem echten Flügelstürmer. Seiner Effektivität tut das nicht unbedingt gut.

Martínez brauchte seine Zeit, um in die Partie zu kommen und verpasste es häufig die richtigen Abstände herzustellen, stand aber ab der 30. Minute besser. Bis dahin hatte Bayern aber Glück, dass es nicht 0:1 stand, denn Arsenal verstand es gut die Halbräume zwischen Martínez und der Innenverteidigung zu nutzen. Die fehlende Abstimmung der drei zentralen Mittelfeldspieler und die fehlende Selbstverständlichkeit im Timing beim Herausrücken war gerade zu Beginn alamierend. Dass Guardiola in der Halbzeit erneut umstellte, hatte zwar andere Gründe (Boateng war Gelb-Rot gefährdet), aber war doch in gewisser Weise ein Eingeständnis, dass durch einen Verzicht auf Lahm im Herzstück des Bayern-Spiels insgesamt zu viel verloren geht.

Mit Lahm auf der 6 wurde das Münchener Spiel in der 2. Hälfte vor allem eins. Ruhiger, gelassener, selbstverständlicher. Natürlich kam die personelle Überlegenheit Bayern zu Gute, aber es ist kein Zufall, dass vor allem Thiago und Kroos mit Lahm im Rücken viel effektiver und sicherer agierten. Lahm bereitete am Ende beide Treffer vor. Vor allem sein Chip auf Müller vor dem 2:0 war eine Augenweide. Guardiola hat einmal gesagt, der beste Spieler einer Mannschaft gehört ins Zentrum des Spiels. Dem kann ich nichts hinzufügen.

2. Toni Kroos spielt exzellenten Fußball

03kQnmIch habe es mehrfach geschrieben. Die Diskussion über Toni Kroos in den vergangenen Wochen war deutlich überhitzt. Ich war jedenfalls nicht überrascht, dass der ballsichere Nationalspieler gegen Arsenal in der Startelf. Kroos wirkte von Beginn an bereiter für dieses Spiel als sein Nebenmann Thiago. Natürlich tat auch er sich in der Anfangsphase schwer mit den agilen Londonern, die sich mehrfach geschickt durch das Zentrum kombinieren konnten. Dennoch war es Kroos, der von Beginn an die meisten Ballkontakte, die wenigsten Fehlpässe und zudem eine positive Zweikampfquote aufweisen konnte. Am Ende standen 152 Pässe (97 Prozent Passquote) und 172 Ballkontakte für Kroos zu Buche. Mit Abstand die besten Werte aller Spieler auf dem Feld. Vor allem seine exzellenten langen Diagonalbälle (21/22 erfolgreich), rissen in der zweiten Hälfte Arsenals kompakte Hintermannschaft immer wieder auseinander. Kroos schoss fünf Mal aufs Tor und traf ein Mal. Er leitete den Strafstoß ein und bereitete weitere drei Chancen vor. Es war eine rundum gelungene Partie des Nationalspielers, die kaum Luft nach oben lässt.

Thiago fiel neben Kroos ein wenig ab und hatte vor allem Probleme mit der Intensität des Spiels. Neben einigen unbedrängten Fehlpässen und erfolglosen Dribblings, blieb insgesamt wenig zählbares in Erinnerung. In der zweiten Hälfte agierte er mit zusätzlichem Raum etwas sicherer. Thiago muss sich dennoch in den kommenden Wochen wieder steigern und mehr Einfluss auf das Spiel nehmen, wenn er weiter einen Vorteil vor Schweinsteiger, Kroos oder Martínez behalten will.

3. Neuer sei Dank

Nach der deutlichen zweiten Hälfte ging die Rolle von Manuel Neuer in diesem Spiel ein wenig unter. Wer weiß welchen Verlauf das Spiel genommen hätte, wenn Neuer nicht mit einem tollen Reflex gegen Sanogo und mit viel Ruhe beim Elfmeter gegen Özil in der Anfangsviertelstunde ein Gegentor verhindert hätte. Es ist knapp ein Jahr her, dass ich hier im Blog von Neuer den nächsten Schritt eingefordert habe. Neuer beschrieb damals selbst immer wieder wie schwer ihm die Umstellung beim FC Bayern auf weitgehend beschäftigungslose Partien fiel, in denen ein Torwart in nur sehr wenigen Momenten gefordert ist. Bis dato war er ein guter Torwart, der dem FC Bayern die ganz großen Spiele gegen Borussia Dortmund oder im Champions League-Finale gegen Chelsea 2012 aber nicht gewonnen hatte. Spätestens mit dem Champions League- und DFB-Pokalfinale 2013, in denen Neuer jeweils entscheidenden Anteil an den Erfolgen der Münchener hatte, ist das anders.

Ich habe Spiele für Bayern-Torhüter einmal in 2 Kategorien eingeteilt. Es gibt die Uwe Gospodarek-Spiele und die Oliver Kahn-Spiele. Die Gospodarek-Spiele machen 85-90 Prozent aller Spiele aus. Es sind die Partien gegen Nürnberg, Frankfurt Freiburg oder Moskau, die Bayern sicher auch mit Uwe Gospodarek oder Sven Scheuer im Tor überwiegend positiv gestaltet hätte. Aber es gibt eben auch die 10-15 Prozent Oliver Kahn-Spiele, in denen ein besonderer Torwart gefragt ist, der in wenigen Situationen unter hohem Druck hellwach und präsent sein muss. Mittwoch-Abend war so ein Oliver Kahn-Spiel und Neuer bewies erneut, dass auf ihn auch in diesen Spielen Verlass ist.

FC Arsenal Szczesny – Sagna, Mertesacker, Koscielny, Gibbs (31. Monreal) – Flamini – Oxlade-Chamberlain (74. Rosicky), Özil, Wilshere, Cazorla (39. Fabianski) – Sanogo
Ersatz Podolski, Giroud, Jenkinson, Gnabry
FC Bayern Neuer – Lahm, Boateng (46. Rafinha), Dante, Alaba – Martínez – Robben, Thiago (79. Pizarro), Kroos, Götze – Mandzukic (65. Müller)
Ersatz Starke, Van Buyten, Contento, Schweinsteiger
Schiedsrichter Nicola Rizzoli (Italien)
Zuschauer 59.911
Tore 0:1 Kroos (54.), 0:2 Müller (88.)
Gelbe Karten Sanogo, Rosicky / Boateng, Mandzukic
Rote Karten Szczesny (37./Notbremse)
Besondere Vorkomnisse Neuer hält Foulelfmeter von Özil (8.); Alaba verschießt Foulelfmeter (40.)
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36 Antworten zu FC Arsenal – FC Bayern 0:2 (0:0)

  1. Lizas Welt schreibt:

    Kleine Klugscheißerei: Bei den Spieldaten müsste der Torschütze zum 0:2 korrigiert werden. Und es war Alabas dritter verschossener Strafstoß (vergangene Saison in Frankfurt, diese Saison zu Hause gegen Nürnberg).

  2. Shamp0o schreibt:

    Dem kann ich eigentlich nur zustimmen.
    Noch ein Punkt zu Martinez: Er hatte meiner Meinung nach auch einen großen Anteil daran, dass Arsenal nicht früh in Führung gehen konnte. Durch erstklassiges Stellungsspiel hat er 2 unglaublich gefährliche Angriffe Arsenals im 16er entschärft, wo Dante und Alaba mehr als schlecht ausgesehen haben. Ansonsten geb ich dir natürlich recht, der Spielfluss ist mit Lahm auf der 6 (noch) deutlich besser.
    In der IV hat Martinez jedoch sein bisher stärkstes Spiel abgeliefert, auch wenn er nicht häufig gefordert war. Trotz seiner läuferischen Unterlegenheit konnte er zahlreiche Konter durch geschicktes Stellungsspiel vereiteln.
    In dieser Hinsicht hat mir auch Rafinha unglaublich gut gefallen.

    Alles in allem ein sehr durchwachsenes Spiel und mal wieder hat sich gezeigt, dass ein Müller dazu in der Lage ist jede noch so gut gestaffelte Verteidigung der Welt in der entscheidenden Situation außer Kraft zu setzen und zwar vor allem dann, wenn alle anderen Versuche hoffnungslos zu sein scheinen. Zwar war es hier natürlich auch Unzulänglichkeit Verteidiung (soweit ich mich erinnern kann vor allem von Koscielny) aber dieser Laufweg mit diesem Timing im Rücken der Verteidigung will erstmal gemacht sein.

    Das Viertelfinale sollte somit nur noch Formsache sein, denn Arsenal hat weitaus größere Probleme als weitere Verletzungen in einem fast aussichtslosen Rückspiel gegen eine Mannschaft die sie sicher nicht nochmal unterschätzen wird, zu riskieren.

  3. Bazi78 schreibt:

    Kroos hat heute die richtige Antwort gegeben.Für mich sein bestes Spiel in dieser Saison.Klasse Tor nur leider sehr selten bei ihm und eine außergewöhnliche Passquote.Alaba als Elfmeterschütze ist aber mittlerweile keine so gute Idee mehr.Er hat heute schon seinen dritten Elfer verschossen.Beim 1:0 in Frankfurt letzte Saison wo Schweini dann das Tor zum Meistertitel machte und in der Vorrunde beim 2:0 Heimsieg gegen Nürnberg.Ich denke wir können mit einem 2:0 Auswärtssieg sehr zufrieden sein gerade wegen der starken Anfangsphase von Arsenal…

    • Shamp0o schreibt:

      Haben wir denn (außer Müller welcher nur noch selten in der Startelf ist) einen verlässlichen Elferschützen? Alaba ist womöglich der einzige der in solchen Situationen cool genug ist, aber leider halt auch alles andere als verlässlich ist.
      Kann Götze Elfer schießen? Kroos, Thiago, Lahm?

      • Ryukyu schreibt:

        Ich fand den Elfer auch schwach geschossen. Völlig unnötig ist er so hohes Risiko gegangen. Der Torwart kam kalt ins Spiel, war dazu vermutlich auch überhaupt nicht vorbereitet darauf, wer wie welchen Elfer schießt. Da muss ich nicht mit so viel Risiko schießen. Auf der anderen Seite ist es natürlich besser, den Elfer so zu schießen als so wie Özil. Aber insgesamt war das keine große Stresssituation. Man hatte das Spiel im Griff, die rote Karte gab Sicherheit und war eine Vorentscheidung. Da muss man souveräner antreten. Sage ich hier jedenfalls so vom Sofa mit ner Tüte Chps in der Hand. :))

      • Bazi78 schreibt:

        Alaba hat jetzt 6von9 Elfmetern verwandelt.Aber zuletzt zwei hintereinander verschossen.Robben könnte wieder einen schießen der hat vor den zwei verschossenen 11er immer getroffen.Robben hat 12von14 und Müller hat 9von10. Ribery hat 8von10, Schweini und Lahm haben 5von7.

  4. H34T schreibt:

    Tolles Spiel, auch wenn es um einiges interessanter gewesen wäre, wenn Arsenal zu 11. Durchgespielt hätte. Neuer hebst du sicher zu recht hervor, er hat uns in der ersten brenzligen Phase im Spiel gehalten. Es ist beeindruckend, welche Ruhe und absolutes Selbstbewusstsein er mit jedem pass ausstrahlt.

    Was mich in der drangphase von Arsenal uberrascht hat sind die Schwierigkeiten von Martinez in den kopfballduellen gegen sanogo. Und allgemein wie sanogo sich behaupten konnte. Das wurde aber später besser, dann gewann Martinez die kopfbälle und hatte sanogo im griff.

    Kroos hat wirklich eine hervorragende Leistung gezeigt, vor allem die diagonalpässe auf Robben aber auch die vertikalen Pässe in die Schnittstellen/Kanäle kamen wie am Fließband um immer extrem präzise. Ich denke, das passiert, wenn man kroos machen lässt und ihn nicht presst/unter Druck setzt.

    Lahm vs Martinez auf der 6 hat sich heute wohl klar gezeigt, lahm bietet einfach viel mehr optionen und Kreativität, Martinez wurde teilweise als anspieloption gar nicht wahrgenommen. Mandzu hatte es heute erwartet schwer gegen die iv von Arsenal. Guardiola hat diese beiden Punkte mit den wechseln korrigiert, auf den Müller Wechsel konnte man warten.

    Dessen Tor war auch beeindruckend. Vor allem wie pizzaro mit seinem decoy run mertesacker aus der Mitte zieht, Müller sieht das, startet in die Lücke, lahm sieht ihn und spielt die halbfeldflanke, die aussichtslos wäre, wenn merte noch in der Mitte wäre. Wirklich eine hervorragende Szene von allen dreien und ein perfektes Tor.

    Daneben war vor allem die rechtslastigkeit von Bayerns Spiel auffällig, auch nachdem rafinha RV gespielt hat. Alaba hatte wohl keinen so guten Tag und auch teilweise Probleme mit oxlaide Chamberlain. Robbens Positionen in der ersten Halbzeit waren auch interessant, teilweise als 2. Spitze.

    • förbay schreibt:

      „Vor allem wie pizzaro mit seinem decoy run mertesacker aus der Mitte zieht…“

      Guter Begriff, „decoy run“ (ist das ein Fachterminus?)! Nach der ersten halben Stunde hatte ich schon irgendwie das Gefühl, dass Pizarro dem Spiel vielleicht besser täte, als Alaba, so als zweite, kopfballstarke Spitze, um einfach mehr Durchschlagskraft im Strafraum zu haben. Zusammen mit Müller war das nachher ne ziemlich geniale Angelegenheit: Man konnte sehen, wie Müller verstärkt mit flachen Reingaben gespeist wurde (und eine auch fast verwertet hätte), aber hohe Bälle natürlich nach wie vor eine Gefahr darstellten, da sowohl Müller als auch Pizarro, die abwechselnd in den Strafraum stießen, diese verwerten können. An diesem Punkt war die Offensive insgesamt am gefährlichsten, die Variabilität war am höchsten und die nötige Durchschlagskraft war da.

  5. Berti schreibt:

    Ich muss sagen, dass ich erstmal so richtig enttäuscht vom spielerischen unseres Mannschaft war. Selbstverständlich gilt dies nur für die ersten 20-30 Minuten oder maximal die erste Halbzeit. Ich frage mich, ob die vielen langen Bälle ganz zu Beginn (vor allem durch Boateng) vorgegeben waren oder einfach aus Panik/Ungeduld gespielt wurden. In der Liga haben wir immer wieder auch Neuer mit ins Spiel genommen, welcher dann auch kurz rausgespielt hat. Das war im heutigen Spiel in der ersten Halbzeit garnicht zu sehen. Martinez brauchte sicherlich einige Zeit um richtig ins Spiel zu finden, trotzdem möchte ich an einige Situationen erinnern, wo wir über links (Alaba/Dante) überspielt wurden und er den Querpass abgefangen hat (u. a. zur Ecke geklärt). Für mich stellt sich u. a. die Frage weshalb die Außenbahnen oft bei Diagonalbällen fast komplett verweist waren (denke da an eine Situation als der Wechsel auf unsere linke Seite erfolgte und Boateng auf halblinks gerade noch ablaufen konnte)? Denke hier sollten unsere Verteidiger besser Unterstützung erhalten. Missglückt ist für mich in der Offensive auch die Aufstellung der beiden „Außenstürmer“. Sowohl Robben als auch Götze sind auf den jeweiligen anderen Flügeln stärker, was auch in der Halbzeitpause korrigiert wurde (Robben ging auf rechts; Götze agierte eigentl. frei, Thiago lies sich oft nach links fallen). Anscheinend wurde auch die linke Abwehrseite Arsenal’s als der extreme Schwachpunkt ausgemacht, denn gerade in der zweiten Halbzeit wurde immer wieder versucht dort durchzubrechen, wohingegen auf der linken Seite immer wieder der Rückpässe in die Zentrale erfolgte. Kross machte tatsächlich ein Riesenspiel, schade, dass er vielen anderen Spielen seine exzellente Schusstechnik selten so erfolgreich anbringt. Interessant war meiner Meinung nach schon zu sehen, dass Arsenal vor Kroos’s Lupfern auf Robben Angst hatte, aber gerade so einer doch wieder zum (Teil)Erfolg geführt hat. Gerade in der zweiten Halbzeit bei Rückstand war auffällig, dass Arsenal Lahm usw. 25-35 Meter vor dem Tor spielen lies, aber Kroos doch immer wieder direkt angelaufen wurde. Zu guter letzt möchte ich noch Pizzaro loben. Warum? Achtet doch bitte beim erneuten Studium des Tores von Müller auf den Laufweg von Pizzaro. Durch sein querlaufen durch den Sechzehner zieht er Mertesacker mit und macht somit Platz für Müller am Elfmeterpunkt. Diese Spielintelligenz einiger überragender Spieler, wie Pizzaro nunmal eindeutig ist, kommt hier sehr schön zum tragen.

  6. Ryukyu schreibt:

    Puh, was für ein Abend.. du sprichst genau die 3 Punkte an, die mir heute auch am meisten im Kopf geblieben sind.

    1. Guardiola merkwürdige Idee, einen Martinez ohne Spielpraxis auf die Schlüsselposition vor der Abwehr zu stellen. Da würde ich ihn gerne selbst zitieren – der beste Spieler sollte im Zentrum stehen? Ich weiß nicht, was ich zu Guardiolas Experimenten sagen soll. Man kann es natürlich Mut nennen und auch Bereitschaft zum stetigen Wandel, aber als Zuschauer stellt man sich schon die Frage, warum ein Robben zum x-ten Mal über die linke Seite angreift und zum x-ten Mal wirkungslos bleibt. Dann der Einsatz vom Martinez auf der 6. Hey, kann man natürlich machen. Aber doch bitte nicht im wichtigsten Spiel der Saison solche Experimente. Ich fand Lahm übrigens im Gegensatz zu dir richtig schwach auf der rechten Seite. Man merkt ihm deutlich an, dass er diese Rolle nicht mehr gewohnt ist, er hat sich auch sehr häufig nach innen orientiert. Kurios auch, dass Guardiola zum wiederholten Male seine Fehler einsieht und das Spiel wieder umstellt auf die bewährte Spielweise. Natürlich war das zum einen der Vorbelastung von Boateng geschuldet, aber der Wechsel war ehrlich gesagt überfällig.

    Ganz ehrlich – als Fan, der von Taktik nur begrenzt etwas versteht, wirkt Guardiola auf mich manchmal als jemand, der immer etwas besonderes ausprobieren muss. Ich sehe ein, dass man auf den Gegner reagieren kann. Aber warum muss man unnötig solche Experimente wie heute eingehen? Arsenal hätte nach 10 Minuten führen müssen und weiß der Geier, wie das Spiel dann gelaufen wäre. Das ist auch genau das Szenario, das ich in den letzten Tagen hier bereits einmal skizziert habe. Die schnellen und wendigen Spieler von Arsenal haben extrem große Probleme in Bayerns Abwehr verursacht. Mit der Führung im Rücken wäre Arsenal sicher noch selbstbewusster aufgetreten.

    Man muss sich jetzt langsam auch die Frage stellen, wieso Bayern sich immer wieder von so couragierten Leistungen in den ersten 15-20 Minuten überrumpeln lässt. Das war schon gegen relativ schwache Teams wie Nürnberg, Augsburg und Stuttgart der Fall. Angesichts des riesigen Vorsprungs in der Bundesliga ist das sicherlich zu verzeihen. Aber in der CL sollte das tunlichst nicht passieren. Mit ein bisschen Pech führt Arsenal nach 10 Minuten 2:0, dann wird das Spiel aber mal ein völlig anderes.

    2. Toni Kroos. Zu ihm gibt es heute nichts anderes zu sagen als Weltklasse. Mit Abstand der beste Mann auf dem Platz. Was für eine Präzision und Tempo in den Pässen.

    3. Manuel Neuer – ohne ihn hätte das Spiel einen anderen Verlauf genommen. Die Parade gegen Sanogo war ohne Frage gigantisch. Kurze Distanz, blitzschnell am Boden. Zum totlachen, dass im Kicker Ranking Leno vor Neuer stand. Der Elfmeter hat dann auch ein wenig an Olli Kahn in Mailand gegen Valencia erinnert. Lange gestanden, wahnsinniger Reflex. Völlig zurecht ist er der aktuelle Welttorhüter.

    Ansonsten gibt es nicht viel zu sagen. Ich bin fast erschrocken, dass ich mittlerweile lieber Rafinha auf rechts sehe als Lahm. Der spielt seit Wochen überragend, nicht nur defensiv. Er schaltet sich auch immer mehr in die Offensive ein und hinterläuft Robben viel öfter als früher. Das ist für das Rückspiel natürlich eine hervorragende Ausgangsposition. Und zugleich ein Warnschuss für die Mannschaft, dass man noch nicht so weit ist, wie man sich vielleicht gewähnt hat.

    Die rote Karte fand ich übrigens zu hart. Es war keine Fehlentscheidung, aber die Regel ist einfach für den Arsch. Wenn es Elfmeter gibt, dann sollte es bei Gelb bleiben. Mit der roten Karte war das Spiel entschieden. Genau wie gestern City-Barca. Gegen solche Teams wiegt die rote Karte in der 40. Minute schwerer als ein Elfmeter. Danach geht einfach nichts mehr.

    • Shamp0o schreibt:

      Ich muss hier Pep mal etwas in Schutz nehmen, auch wenn deine Kritik natürlich berechtigt ist.
      Zum einen bereiten die meisten Bundesligagegner durch überengagiertes Auftreten den Bayern in den ersten 20 Minuten mehr oder weniger große Probleme, auch wenn Bayern in reglärer Besetzung aufläuft und zum anderen hat auch Heynckes (wenn er auch vielleicht nicht Positionen der Spieler getauscht hat) starke Anpassungen an den Gegner vorgenommen. Am meisten stechen hier wohl die Spiele gegen Barcelona ins Auge wo man im krassen Gegensatz zu den meisten anderen Spielen dieser Saison plötzlich jeglichen Anspruch auf Ballbesitz aufgab und sich auf eine stabile Defensive konzentrierte.
      Solche Anpassungen sind gut, auch nicht zuletzt deshalb weil man den Gegner auf dem falschen Fuß erwischen kann. Solange der Trainer letztendlich so viel Größe zeigt und bereit ist seine Fehler einzugestehen, kann man meiner Meinung nach das Risiko eingehen evtl. mal gleich am Anfang ein Tor zu kassieren.
      Aber ja die Sache mit Martinez auf der 6 ohne genügend Spielpraxis war wohl zu viel des guten zumal anscheinend ohnehin erwartet wurde, dass Arsenal versuchen wird mitzuspielen. In diesem Fall ist eine gesunde Ballzirkulation wie sie derzeit nur mit Lahm in dieser Form erreichbar ist, das A und O.

      • Ryukyu schreibt:

        Naja, klar sind Anpassungen gut. Man muss aber festhalten, dass die letzten Experimente von Guardiola eher in die Hose gegangen sind. Und dann in der Halbzeit reagiert wurde, indem dann auf das alte bewährte System umgestellt wird. Das lustige ist, dass er hinterher dafür auch noch gelobt wird, indem er seine Fehler von vorher korrigiert. 🙂 Aber okay.

  7. Martin schreibt:

    Les nun schon ne ganze Weile immer wieder mal hier mit. Jetzt auch mal mit Wortmeldung zu deinen Punkten 🙂
    Zunächst die einfachen Sachen:
    Neuer:
    Muss man nich viel sagen dazu denke ich. Zeigt dass er einfach Weltklasse ist. Nicht weil er den Elfmeter hält (war auch grottig geschossen) oder weil er den Schuss von Sanogo hält. Sondern weil er es schafft die Konzentration hochzuhalten. Steht seit Wochen eig. nur rum und läuft ab und zu mal an die Mittellinie. Aber als es darauf ankommt ist er vollkommen fokussiert – Kahnstyle

    Toni Kroos:
    Mein absoluter Lieblingsspieler. Schon immer gewesen. Einfach herrlich diese Pässe.
    Dann tut das natürlich auch gut wenn er mal von allen gelobt wird. (Auch wenn ich jetzt wieder ein medialen hype befürchte, welcher ähnlich übertrieben nach der Auswechslung gegen VFB ausarten wird nur in die andere Richtung)
    In meinen Augen ein Supermann und in Topform für mich auch immer gesetzt als Spielertyp des verbindenden/gestalteten Achters

    Lahm / Martinez:
    Ich würde es doch denke ich wagen dir hier zu widersprechen.
    Ohne Frage spielt Lahm klasse auf der 6. Auch heute wieder.
    Ohne Frage ist Martinez nicht bei voller Leistungsfähigkeit. Und war auch heute nicht super sattelfest.
    Dennoch würde ich den zwei Thesen: Lahm ist besser auf der 6 aufgehoben und die Umstellung in der zweiten Halbzeit hat den Sieg gebracht widersprechen.

    Zum Spiel:
    Denke die von dir (hoffe duzen is okay?) angesprochen Ruhe, Sicherheit und besseres Aufbauspiel war vor allem dem fehlenden Mann im Arsenal MF geschuldet. Hat sich auch schon zum Ende der 1 Hz. gezeigt und da war Martinez noch auf der 6.
    Sicherlich hat Lahm bessere Fähigkeiten im Spielaufbau auf der 6 als Martinez. Spielt Martinez auf der 6 wird ihn Guardiola aber auch dafür nicht einsetzen. Das ganze wird dann eher dahingehend verschoben, dass Kroos tiefer spielt und den Aufbau einleitet. (Ähnlich wie Schweinsteiger letzte Saison als er sich oft zwischen die Verteidiger fallen hat lassen, nur natürlich nicht so extrem)
    Heute Martinez auf sechs hattte aus meienr Sicht zwei Ziele:
    Zum einen Martinez Spielzeit geben damit er wieder ganz fit wird (Und das wird man nunmal nur im Duell mit den richtig guten und nicht gegen Freiburg [no offence])
    Wir brauchen ein Martinez in Top Verfassung als Ersatz in der IV (so wie Dante derzeit spielt…) als auch als Backup im MF
    Und zum anderen der Vorbereitung auf die Rochade wenn Schweinsteiger wieder fit ist und in die Mannschaft zurück kehrt. Dazu unten mehr
    Lahm hat ein gutes Spiel gemacht war aber für mich auf der 6 jetzt nicht deutlich besser im Vergleich zu RV.

    Generell:
    Ich bin, wie Guardiola, ein Fan von der These der beste Mann gehört in die Mitte. Wobei ich eher zu einem „die besten“ gehören in die Mitte tendieren würde. Das sind aus meiner Sicht für Bayern und ihren derzeitigen Spielstil Schweinsteiger (wenn fit) und Kroos.
    Lahm ist auf rechts genauso absolute weltklasse und gefällt mir da einfach noch mehr.
    Dazu sehe ich den Trade off zwischen Schweinsteiger Mitte und Lahm rechts und Lahm Mitte und Rafinha rechts einfach positiv. Also wieso nicht das maximale herausholen?

    In meinen Augen sollte es Ziel Guardiolas sein Schweinsteiger als 6er wieder aufzubauen und ihn dann konstant dort einzusetzen. Lahm dafür wieder auf rechts.

    • Ryukyu schreibt:

      Noch mal ein Nachtrag zu Neuer. Es sind ja nicht nur seine Paraden gewesen. Auch seine Pässe, die Sicherheit bei der Annahme von Rückpässen etc.. ich erinnere mich an eine Szene, wo Dante oder Martinez sehr scharf zu Neuer zurückspielen, ein Raunen durch das Stadion ging, weil man eine unmittelbare Gefahr erwartet hat und Neuer den Ball ganz souverän annimmt und ihn auch direkt weiter spielt.

      Auch stark die Szene nach dem zu kurz geratenen Rückpass von Alaba, wo Neuer den Ball ins linke Seitenaus spielt, aber leicht nach hinten, so dass kein Pressschlag mit dem Arsenal Spieler entstehen konnte.

      Sensationelle Übersicht und Spielverständnis!

    • derbayernblog schreibt:

      Danke für Deinen Kommentar. Du sprichst viele richtige Dinge an. Ich würde auch nicht sagen, dass Lahm grundsätzlich auf der 6 besser aufgehoben ist. Aber so lange es keine eingespielte Alternative im Zentrum gibt, ist mir das Risiko Lahm für etwas mehr Offensivpower auf dem Flügel „zu opfern“ zu groß. Er hätte das finde ich dann in den vergangenen Wochen in der Bundesliga schon anwenden sollen, damit sich gerade Martínez reinfinden kann. Ob die Zeit bleibt in den kommenden Wochen Schweinsteiger die notwendigen Spielzeiten zu geben ist ein wenig fraglich. Nach Hannover kommen Schalke, Wolfsburg und Leverkusen. Ich hoffe aber, dass Guardiola die Gelegenheit nutzt und nicht erst bei den großen Spielen in der CL mit einer Überraschung aufwartet.

  8. schavi schreibt:

    Neuer mit einem super Spiel, hat Bayern vor allem in der Anfangsphase vor einem Rückstand bewahrt. Aber auch danach unglaublich sicher und abgeklärt.

    Bei Martinez sehe ich auch noch deutliches Steigerungspotential. Aber nach nur einem Spiel, noch dazu gegen den bisher stärksten Gegner in der Rückrunde, sollte man die Option mit ihm im Mittelfeld und Lahm als RV nicht gleich wieder verwerfen. Auch das muss sich etwas einspielen (dafür die nächsten BuLi-Spiele nutzen!). Der Vergleich heute (1. HZ Martinez vs. 2. HZ Lahm im DM) ist aufgrund der roten Karte nur wenig Aussagekräftig.

    Gefreut hat mich, dass Mandzukic von Beginn an spielen durfte. Das hatte er sich mit seinen Leistungen einfach verdient!

  9. rammc schreibt:

    „Mit Lahm auf der 6 wurde das Münchener Spiel in der 2. Hälfte vor allem eins. Ruhiger, gelassener, selbstverständlicher. […] Guardiola hat einmal gesagt, der beste Spieler einer Mannschaft gehört ins Zentrum des Spiels. Dem kann ich nichts hinzufügen.“

    Man muss auch anmerken, dass die Körpersprache von Lahm eine andere war. Er spielte in der Mitte viel selbstsicherer und überlegter. Das kann natürlich der Umstellung geschuldet sein. Das Spiel als RV ist eben ein anderes als der Spielgestalter in der Mitte. Für mich spätestens seit gestern Abend klar, dass wir Lahm nicht mehr als RV sehen werden, sondern das er das Spiel von der Mitte aus lenken wird. Übrigens schon beim Heimspiel gg. ManCity ging der Versuch mit Lahm als RV schief — das Spiel wurde verloren. Daher ist klar – Lahm muss in die Mitte – im Idealfall wohl mit Schweinsteiger. Martinez könnte dafür in die IV rücken. Wohl für Dante. Er hat mir in den ersten Minuten (mal wieder) nicht gefallen. Die Abstände zum Gegenspieler waren zu groß, und schon in der zweiten Spielminute hätte man gegen ihn Elfmeter pfeifen können, wenn er sein Bein nicht noch blitzschnell weg zieht.

  10. förbay schreibt:

    Was Lahm als RV angeht, würde ich so ein bisschen vermuten, dass das Flügelspiel physisch anstrengender ist, weil es mehr lange Sprints erfordert, und diese schnellen Stakkato Schritte in der Defensive (was natürlich in Hälfte 2 kaum noch vorkam) beinhaltet. Könnte mir vorstellen, dass es nicht ganz selbstverständlich ist, in diesen etwas anderen physischen Rhythmus wieder reinzukommen wenn man praktisch eine halbe Saison ZM gespielt hat. Teilweise hatte ich den Eindruck, Lahm pumpt ganz schön. Nichtsdestottrotz war Lahms Offensivspiel (als RV) schon stärker als das, was Rafinha zu bieten hat. Seine Reingaben sind präziser und gefährlicher, seine Kombinationen, heute mit Robben, zwingender. Aber klar, die Frage ist, ob dieser Vorteil den Nachteil aufwiegt.

    Ich denke, Shampoo hat schon darauf hingewiesen, dass die Gegner, die überhaupt mit offenem Visier ins match gehen und sich nicht nur hinten verstecken, dass die eben insbesondere in der ersten Viertelstunde ihre Chance sehen; die wollen zum einen das superfrühe Bayerntor verhindern und zum anderen hoffen sie natürlich, mit ein bisschen Glück eben selber ein frühes Tor zu machen. Wenn das nicht gelingt, ist eben nach 15 Minuten die Puste erstmal aus, und dann wird gemauert und gekontert. Um gegen diesen ersten Sturm gegenzuhalten ist Martinez wahrscheinlich nicht der schlechteste Spieler! 😉 Später liegt dann der Fokus auf konstruktivem Spielaufbau, und ich bin mir einigermaßen sicher, dass wir den Wechsel von Lahm auf die 6 in den meisten hypothetischen Spielverläufen gesehen hätten.

    Interessant war, wie später Rafinha und Lahm ihrerseits ständig rochiert haben. Klar war gerade das auch durch die Rote Karte vereinfacht möglich, aber es wäre bestimmt nicht schlecht, wenn dieses Element auch 11 vs 11 vermehrt genutzt würde.

    Und noch ein Wort zu Müller und Pizarro: Die beiden waren in der Endphase ein kongeniales Sturmpärchen! Pizarro als so eine Art Falsche 9 mit eher vertikalen Laufwegen, Müller eher horizontal zwischen rechtem Flügel und Zentrum pendelnd. Könnte man das nicht auch 11 vs 11 umsetzen? Zumindest in der BuLi? Durch Pizarros Präsenz im Mittelfeld würde man dort nicht allzuviel Spielstärke einbüßen… was meint ihr?

  11. förbay schreibt:

    Was mir noch aufgefallen ist: Absolut spitze wie die Mannschaft den verschossenen Elfer von Alaba aufgenommen hat! Mandzukic läuft lässig an ihm vorbei und klatscht ihn ab, „Scheiß drauf Mann, wir packen das auch so!“… Da ging mir echt das Herz auf. Dieser Mannschafts-Spirit es es halt. Der ist eine der wichtigsten Gründe, warum es derzeit so gut läuft. Das zeigt sich immer wieder mal, eben auch in dieser Situation.

  12. Tobi schreibt:

    Kann mich meinen Vorgängern zum Spiel nur anschließen. Da zwischen dem Verfassen meiner Meinung weitere Post hinzukamen bitte ich eventuelle Wiederholungen zu entschuldigen.

    Die erste Halbzeit dürfte Pep nützliche Infos geliefert haben, was nicht funktioniert.
    Alaba+Robben ist nicht gleich Alaba-Ribery. Robben hat zu wenig nach hinten gearbeitet. Sein Abdriften in die Mitte war nicht förderlich. Auf links wurde kein Druck aufgebaut und Arsenal konnte durch Überladen auf Alabas Seite einige Probleme bereiteten.
    Anfangs fehlte der Biss um Zugriff auf das Spiel im Mittelfeld zu bekommen. Kaum Bewegung und wenig Anspielstationen. Arsenal sehr gut organisiert und mit exzellenter Aufteilung. (Wichtige) Kopfballduelle gingen in der 1.Halbzeit gefühlt alle an Arsenal. Entweder lag es an mangelnder Spielpraxis von Martinez oder die Kombination Thiago+Kroos+Martinez funktioniert nicht. Ich vermute ersteres.
    Mandzukic kam überhaupt nicht ins Spiel. Seine Körperlichkeit konnte er gegen die Verteidiger nicht ausspielen. Er wirkte fast unsichtbar. Ich mag den Kerl aber es war nicht sein Spiel.

    Der Schiri mit einigen unerklärlichen Entscheidungen. Situationen ohne Foul wurden abgepfiffen. Er besaß zudem nicht den Mut einen zweiten Elfer zu geben. Das Foul an Müller (Standbein weggetreten) war strafstosswürdiger als Ozils Einfädler.

    Erwähnenswert das Tor zum 0:2. 50% kann man Pizza gutschreiben. Zieht er Merte nicht aus der Mitte wäre Müller kaum so frei zum Kopfball gekommen. By the way … gutes Spiel auch vom Arsenal Innenverteiger.

    Immer diese Diskussion um Kroos und die Torgefahr. Wie schon früher geschrieben ist er der Bayernspieler mit der besten Schusstechnik. Konnte er beim Tor bestens beweisen. Sein erster Versuch scheitert am gut reagierenden Keeper. Einmal trifft er den Pfosten. Wenn man Kroos besser in Abschlußposition bringt würde er auch häufiger treffen. Er mag (noch) nicht unersätzlich sein, aber wie wertvoll er für Bayern werden kann war erkennbar. Vielleicht sollte man die Vertragsgespräche beenden und eine Einigung finden. Andere Mannschaften haben das Spiel auch gesehen. Man weiß nicht mit welchen Summen plötzlich die finanzstarken Teams locken und ihm evtl. damit den Kopf verdrehen. Ich würde den Kerl ungern für ManU, City o.ä. auflaufen sehen wollen.
    Aus der Erfahrung der letzten Saison weiß man, das Duell ist noch nicht entschieden. Vor einem Jahr wurde trotz eines 1:3 Auswärtssieges das Rückspiel eine ganz enge Nummer. Heutiges Arsenal ist deutlich stärker. Wie das Spiel gestern ohne die Rote Karte verlaufen wäre möchte man besser nicht wissen. Im Rückspiel heißt es sofort Betriebstemperatur erreichen.

    • Shamp0o schreibt:

      Da zum Spiel selbst schon mehr oder weniger alles gesagt wurde, will ich mich noch zur Schiedsdrichterleistung äußern.
      Insgesamt war es ein sehr schwieriges Spiel zu pfeifen, Rizzoli‎ hat meiner Meinung nach seine Sache aber sehr sehr gut gemacht. Speziell fällt mir jetzt keine Szene ein, wo er Fouls gepfiffen hätte, die keine waren.
      Zu Özils Situation: Hier hätte der Linienrichter eigentlich das Abseits sehen müssen, dieses war allerdings relativ knapp und Situationen wie diese gibt es in jedem Spiel. Bei der eigentlichen Situation war Boateng sehr unglücklich (und leider auch ungeschickt). Ob ein nachhinkendes Bein genug ist einen Spieler zu Boden zu bringen sei dahingestellt, aber Özil nimmt diese Einladung natürlich dankend an und geht zu Boden. Bis auf die Abseitsposition zuvor eigentlich nicht weiter zu diskutieren.
      Müllers Situation: Auch hier war das Foul unbeabsichtigt, aber durchaus vorhanden. Der entscheidende Unterschied zur Szene vor dem ersten Elfmeter ist der, dass Arsenal zum Zeitpunkt des Fouls bereits wieder in Ballbesitz war. Natürlich kann man auch hier einen Elfmeter geben, muss man aber nicht. Diese Entscheidung finde ich insofern gut, dass Bayern hier weder einen Elfer verdient hätte (Ball bereits zuvor verloren) noch Arsenal durch das Foul einen Vorteil erlangt hätte. Zudem war es wie schon angesprochen völlig unbeabsichtigt. Solche Situationen werden dann teilweise nichtmal außerhalb des Strafraums abgepfiffen.

      Noch eine kleine Anmerkung zum letztjährigen CL Finale, wo der Schiedsrichter auch Rizzoli‎ hieß.
      Ziemlich am Anfang gab es gelb für Dante für ein doch recht kleines Foul. Damit wollte er wohl ein Zeichen setzen. Beim Elfmeter später, hätte Dante dann eine gelbe Karte verdient und wäre folglich mit gelbrot vom Platz geflogen. Da die erste gelbe Karte jedoch keine war und der Rizzoli‎ das wusste, zeigte er bei Dantes zweiter Aktion keine weitere Karte. Am Ende hatte Dante seine verdiente gelbe Karte und Dortmund ihren verdienten Elfmeter und diesen sogar aus einer Situation resultierend, in welcher kaum noch Torgefahr für Bayern bestand. Ein durchaus salomonisches Urteil.
      Auch bei den kleinen Geplänkeln von Ribery und Lewandowski zeigte er keine rote Karte (wenngleich beide eine solche verdient hätten), um das Spiel nicht wegen überlaufenden Emotionen emotionsfreudiger Spieler zu zerstören. Dadurch gabs dann im Vergleich zu sonstigen CL Finals doch ein recht ansehnliches, auch wenn Taktikliebhaber hier sicher enttäuscht wurden.

      • anandvishwanathan schreibt:

        @Shampoo
        Interessant das CL Finale 2013 anzusprechen. Ist eigentlich aufgefallen dass Wenger sein Team für die ersten 15 Minuten ähnlich eingestellt hat wie Kloppo damals seinen BVB?
        Arsenal hat sogar noch mehr Druck entwickeln können. Deshalb war es von Pep auch die richtige Entscheidung Martinez auf der A6 einzusetzen ( aufgrund der Robustheit + Zweikampfstärke ). Was wäre wohl in dieser Drangphase geschehen wenn Lahm dort bereits auf der A6 gestanden hätte?
        Was zu Rizzoli gesagt wurde ist völlig korrekt. Klever und notwendig von Pep dass er Mandschu + Boa vor einer roten Karte geschützt hat. Man hat regelrecht gemerkt dass Rizzoli in der Hz. Pause über die rote gegen Szczesny ( Höchststrafe ) nachgedacht hat. Möglicherweise wollte er die spielentscheidende Hinausstellung insofern korrigieren dass er schneller Karten für die Bayern zieht und letztendlich so wieder eine Gleichzahl erreicht- Pep hat es entschärft. Das Spiel war für Pep mental extrem fordernd. Es waren gleich mehrere taktische Veränderungen notwendig. Pep sah nach dem Spiel ganz schön mitgenommen aus.
        Aus taktischer Sicht war es ein Spiel für Kroos. Ein klarer Hinweis des Coaches dass er Toni Kroos auch weiterhin eine sehr wichtige Rolle im Team zugesteht.
        Pep hat stets an Xavi +Iniesta + Messi festgehalten. Es wurden nur mehr Veränderungen innerhalb des Systems vorgenommen.
        Wenger hat genauso gezockt wie Kloppo: er wusste dass man den FCB eigentlich nur bezwingen kann wenn man ein frühes Tor erzielt und sich dann aufs Kontern verlegt.
        Im Gegensatz zu Man City die Barca überhaupt nicht ernsthaft unter Druck setzen konnten ist es Wenger mit seinem Team gelungen den Bayern wirklich heiße 12 Minuten zu bescheren. An dieser Stelle gehen alle Komplimente an Neuer der exakt an dieser Stelle seine „King Neuer“ Qualitäten unter Beweis stellen konnte. Danke.

    • Bazi78 schreibt:

      Ich gebe dir zu Toni Kroos recht er ist ein unglaublich wichtiger Spieler für Bayern.Das mit der fehlenden Torgefahr sollte keine Kritik sein.Er ist ja auch mehr der spielmachende Typ und damit genauso wichtig im einleiten von Tormöglichkeiten.Wenn Toni mehr am Sechzehner zum Abschluß kommen würde hätte er sicher auch mehr Tore gemacht.Und für mich wäre es auch sinnlos wenn er gehen würde.Egal wer für ihn als Ersatz verpflichtet wird derjenige kostet ja auch erstmal Ablöse+Gehalt.Und wenn ich höre es wird Draxler für 45 Mio dann ist das noch lächerlicher.Die sollen Toni halt 7-8 Mio Gehalt zahlen und man ist damit immer noch billiger.Bei Kroos weiß jeder was man hat und Draxler ist im gegensatz zu Götze so eine hohe Summe nicht wert.Da geht es mMn nur darum um wieder zu zeigen das nur Bayern in der Bundesliga so eine Summe stemmen kann…

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  15. DasDing schreibt:

    Schon ein seltsames, aber letztendlich vom Ausgang her zum Glück positivies Spiel, welches wir da erleben durften. In der Anfangsphase kam man wieder mal ordentlich in Bedrängnis, diesmal gegen den erheblich schwereren Gegner natürlich noch deutlich stärker als etwa zuletzt gegen Nürnberg. Für gewöhnlich liegt man nach so einer Anfangsphase zurück…nach dem ersten Elfmeter gelang es dann glücklicherweise, die Spielkontrolle halbwegs zu gewinnen. Wirklich effektive Angriffe gegen die hervorragend organisierte londoner Defensive blieben zunächst jedoch Mangelware. Teilweise ist dies wohl auf Guardiolas personelle Fehlentscheidungen zurückzuführen.

    Zu Robben auf links und Martinez auf der 6 wurde hier ja nun schon viel geschrieben, aber auffällig war mMn auch, dass man mit Mandzukic im Sturm begann. Was hat Guardiola sich dabei gedacht, einen Stürmer, der von seiner Kopfballstärke und seinen Qualitäten bei der Zerstörung des gegnerischen Spielaufbaus lebt, ausgerechnet gegen Mertesacker/Koscielny zu bringen, welche im Aufbau sowieso eher schwach, im Kopfball- und Stellungsspiel aber extrem schwer zu knacken sind? Eine klare Fehlentscheidung, und entsprechend ineffektiv war Mandzukic dann auch. Müller von Anfang an zu bringen hätte sehr viel mehr Sinn gemacht, da er dicht gestaffelte Abwehrreihen auflösen und mit seiner Wendigkeit und seinem Raumgespür den nicht ganz so schnellen IVs von Arsenal sicherlich Probleme bereiten kann. Mit Müller vorne wäre auch Götze als RA sinnvoll gewesen, da die beiden ihre Positionen permanent hätten tauschen können. Aber in der gestrigen Aufstellung (auch durch das Fehlen Riberys) fehlte der Offensive im 11vs11 dann doch einiges an Wucht.

    Nach der roten Karte nahm das Spiel dann natürlich einen völlig anderen Verlauf, es ging 45 Minuten auf ein Tor, Gegner hätte auch der HSV sein können. Letzlich schade, dass durch die sinnlose Doppelbestrafung wieder mal ein interessantes Spiel gekillt wurde…ich befürchte, es wird nicht das Letzte gewesen sein. Natürlich ist das Ergebnis positiv – aber mit 11 gegen 11 wäre ein solches Ergebnis, wenn man den üblichen Verlauf von Bayern-Spielen bedenkt, ebenfalls möglich und wohl deutlich befriedigender gewesen.

    Zudem sehen ich im Hinblick auf die Saison noch einen möglicherweise gefährlichen Aspekt, welcher gestern womöglich auch zum Tragen kam: Bayern hat ein gewaltiges Potential im Kader, aber da sie in der Liga eigentlich nie bis zum Letzten gefordert werden, fehlen einfach die Erfahrungswerte auf höchstem Niveau: Man lernt nichts über die eigenen Schwächen! Dieses Problem hat Arsenal zb. nicht, da sie sich in der Liga mit mehreren gleichwertigen Gegnern herumschlagen müssen. So sehen sie permanent, welche ihrer Schwächen von anderen Topteams ausgenutzt werden und bekommen eine Menge Analysematerial, welches sie nutzen können, um ihre auf höchstem Niveau hervortretenden Schwachpunkte auszubessern. Diesen Vorteil hat Bayern eher nicht, und auf CL-Niveau kann das durchaus ein Problemfaktor werden. Von den ersten 15 Minuten gegen Arsenal sollte daher jede Sekunde dreimal analysiert werden, denn derartiges Anschauungsmaterial in Bezug auf die eigenen Schwächen bietet die BL zurzeit nicht. In noch stärkerem Maße dürfte wohl PSG dieses Problem haben…ich bin mal gespannt, wie die sich machen, wenn sie zum ersten Mal auf einen richtig schweren Gegner treffen.

    • Ryukyu schreibt:

      Ich habe vorhin noch mal die 1. HZ geschaut. Ohne die Anspannung und im Wissen des Verlaufs der Partie bewertet man so ein Spiel dann doch noch mal anders. Im Prinzip hatte Bayern ab der 10. Minute das Spiel im Griff und nach 15-20 Minuten die völlige Kontrolle über den Gegner. Nach der roten Karte wurde das natürlich noch eklatanter, aber abgesehen von den ersten 10 Minuten war das alles in allem ein sehr guter Auftritt. Auffällig war wirklich, dass man auf der Seite von Alaba vor allem deshalb so anfällig war, weil Robben ständig auf rechts oder in die Mitte ausgewichen ist. Dadurch stand Alaba relativ häufig alleine da und auch hinter ihm hat es an Absicherung gefehlt.

      Was man auch nicht vergessen darf – es hat gestern Ribery gefehlt. Ohne Ribery war man früher viel, viel schwächer. Heute reicht es immerhin zu einem 2:0 in London. Mit ein bisschen Abstand und vor allem einem erneuten Betrachten der 1. HZ sehe ich das Spiel nicht mehr so kritisch wie gestern.

      Auf jeden Fall sollte der Spuk mit Robben auf links gegen solche starken Gegner aufhören. Und Martinez sollte man auch wirklich vor einer Bewertung zu seiner Eignung für die alleinige 6 ein paar Spiele über 90 Minuten auf dieser Position gönnen. Zumal er auch physisch noch nicht bei 100% sein kann. Ich finde übrigens schon, dass man in der Bundesliga durchaus experimentieren kann jetzt – wenn man es denn überhaupt als Experiment bezeichnen kann, Schweinsteiger auf der 6 vermehrt Spielpraxis zu geben. Man hat 16 Punkte Vorsprung. Und es ist ja nicht so, dass man da eine Wurst auf den Platz stellt.

      • anandvishwanathan schreibt:

        @Ryukyu
        1. Exakt, die ersten 12 Minuten hat Arsenal volles Pressing und attacking soccer gespielt- zumal in Minute 2 der Schuss von Kroos im Winkel gelandet wäre. Ganz so wirkungslos waren die Bayern also in jenen Drangphase von Arsenal nicht.
        2. Du bist hier der Einzige der die Alaba Problematik in diesem Spiel angesprochen hat. Pep hat Alaba + Boa zur Außenlinie beordert und klare taktische Anweisungen gegeben. Alaba hat bereits im letzten Jahr gegen Arsenal in der Anfangsphase Schwächen gezeigt. Gott sei Dank stand Walcott nicht auf dem Platz- sonst hätte es in den ersten 10 Minuten aller Wahrscheinlichkeit nach „gerappelt“.
        Auffällig dass Kroos in beiden Auswärtsspielen bei Arsenal eine Weltklasseleistung abgerufen hat und Alaba eine Performance im unteren Bereich zeigte.
        3. Ohne Rib oder Shaq attack auf links muss Pep natürlich andere Lösungen servieren.
        Dass Robben auf links nicht die ideale Lösung ist, wissen wir alle. In Hz. 2 kam Götze hauptsächlich über links. Die Harmonie mit Alaba muss sich erst noch bilden. In Hz. 1 gab es sehr schöne Kombinationen von Lahm / Götze über rechts zu bestaunen.
        Wie @Johannes sagt ist ein Weltklassemann wie Rib auch bei den Bayern nicht gleichwertig zu ersetzen.
        4. Die eigentlichen Lochpassspieler Götze und Thiago haben keine spielentscheidenden Akzente setzen können. Die entscheidenden Pässe kamen von Lahm ( beide Tore vorgelegt ) sowie Kroos ( Lupfer auf Robben zum 11m + roten Karte ).
        5. Dies war ein Spiel wie gemacht für Toni Kroos. Im Rückspiel wird es ein Match für Götzinho.

      • Bazi78 schreibt:

        @anandvishwanathan
        Mir hat Alaba gegen Arsenal defensiv wie auch offensiv überhaupt nicht gefallen.Auch in der Bundesliga ist er nicht immer ohne Fehler im Defensivverhalten.Aber wer macht den keine in unserer Abwehr? Alaba muß auch immer wenn Müller nicht spielt die 11er schießen weil andere sich vor der Verantwortung drücken.Bei allen 3 verschossenen Elfmetern von Alaba wurden die Spiele noch gewonnen.Das ist sein Glück und deswegen wird mMn nicht darüber geredet bzw. geschrieben…

      • anandvishwanathan schreibt:

        @Bazi78
        Als 11m Schütze würde mir Lahm einfallen. Als Kapitän und bei seiner brillianten Technik kann er gut den Roberto Carlos machen und weitere Verantwortung übernehmen.
        Warum schießt eigentlich Kroos keine 11m? Auch er verfügt über eine gute Schusstechnik.
        Alibaba ist einfach zu jung für diese enorme Verantwortung wenn es mal gegen Barca oder Real geht.
        Denken wir nur an Lukaku und was bei ihm passiert ist nachdem er den Elfer für Chelski gegen die Bayern so kläglich vergeben hat.

      • Bazi78 schreibt:

        @anandvishwanathan
        Lahm hat unter Van Gaal zwei in der Bundesliga verwandelt aber den Dritten leider nicht mehr.Danach war wieder Robben fit und er hat mit Gomez die 11er geschossen.Ab der letzten Saison hat Müller 9von10 verwandelt.Ich glaube Kroos hat bis jetzt nur im Elfmeterschießen geschossen und wollte ja auch nicht beim Finale2012.Alaba war auch immer ein sicherer Schütze.Wenn ein Spieler aber 3 seiner letzten 4 Elfer verschossen hat sollte man ihn besser wechseln.Schweini und Robben haben seit dem Finale2012 nicht mehr geschossen.Ich denke wenn Müller nicht spielt werden Ribery oder Lahm die nächsten Elfmeter schießen.

      • anandvishwanathan schreibt:

        @Bazi78
        Vielen Dank für die exakten Daten zu den 11m Schützen. Sehe es so wie Du: Lahm oder Rib sind prima Optionen falls Müller nicht auf dem Platz steht.

    • anandvishwanathan schreibt:

      @DasDing
      Gebe Dir völlig Recht, es war ein Spiel für Kroos und gegen Mandschu. Pep hat genau dass herausgearbeitet was in SEINEM System gefragt ist.
      Die ersten 15 Minuten waren sehr interessant und auch hier hast Du vollkommen Recht: es gilt diese genau zu analysieren und die notwendigen Schlüsse zu ziehen. Die Bayern waren bei diesem Tempo nicht in der Lage das Spiel zu dominieren. Arsenal hat jedoch auch die Konsequenzen erfahren müssen wenn sie eben kein frühes Tor erzielen. Die Situation in Minute 40 war nur die logische ( konditionelle ) Folge des hohen Aufwands in den ersten 15 Minuten.

  16. Johannes schreibt:

    Ryuku hat mal wieder alles vorweggenommen ich hab mir die ersten 20 Minuten eben auch nochmal angeschaut(ZDF Mediathek).Ohne nen Puls von 180 sieht man das viel klarer es war bei weitem nicht so dramatisch.

    Ich denke das Martinez gespielt hat um die vielen langen Bälle auf Sanogo zu verteidigen.Die kamen nämlich zu 90% alle in den Raum vor Alaba da war schon ein gewisses Schema von Arsenal zu erkennen.

    Aber wie auch immer fällt schwer hier große Erkenntnisse rauszuziehn da dass Spiel nach der Roten komplett gekippt ist.

    Die wichtigsten für mich waren :
    1.Spiel in Überzahl sehr gut
    2.Ribery nicht zu ersetzen
    3.Die Einwechslungen bzw das zweite Tor wie vom Reisbrett absolut genial

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