Red Bull Salzburg – FC Bayern 3:0 (3:0)

RB Salzburg Gulacsi – Schwegler (46. Klein), Ramalho, Hinteregger, Ulmer (78. Fountas) – Kampl (89. Völkl), Ilsanker (46. Meilinger), Leitgeb (46. Lazaro), Mané (84. Dossou) – Zulj (46. Berisha), Soriano (73. Reyna)
FC Bayern Neuer – Martínez (46. Rafinha), Hojbjerg (76. Green), Dante, Boateng – Thiago – Shaqiri, Kroos, Götze (46. Mandzukic), Alaba – Müller
Ersatz Starke, Contento, Sallahi, Weiser, Pizarro
Zuschauer 30.188 (ausverkauft)
Tore 1:0 Mane (13.), 2:0 Soriano (20./Foulelfmeter), 3:0 Zulj (44.)
Gelbe Karten Schwegler / Hojbjerg, Boateng
Besondere Vorkomnisse Neuer pariert Foulelfmeter von Kampl (76.)

Ich bin weit davon entfernt Testspiele überzubewerten. Vor allem weil Guardiola gegen Salzburg taktisch experimentierte (3er Kette, Hojbjerg auf der 6) und viele Spieler fehlten. Dennoch sollte die deutliche und verdiente Niederlage gegen Salzburg in der Generalprobe ein deutliches Signal für die Mannschaft sein. 2013 ist vorbei. Die Titel sind gewonnen, die persönlichen Auszeichnungen und das Lob der Branche für die im Jahr 2013 beste Mannschaft der Welt waren mehr als eine Genugtuung. Klar ist aber auch: Das Label „beste Mannschaft der Welt“ ist beim Anpfiff der Rückrunde gegen eine gefährliche, konterstarke Mannschaft aus Mönchengladbach nicht viel Wert. Es geht von vorne los und die Mannschaft muss sich jedes Spiel, jeden Punkt mit der gleichen Intensität erarbeiten, wie im Vorjahr.

Sportlich war der Test gegen Salzburg vor allem deshalb interessant weil Guardiola in der ersten Hälfte mit einer Art 3-3-2-2 experimentierte. Dante, Boateng und Martínez bildeten die Innenverteidigung, während Hojbjerg als nomineller 6er häufig zwischen die Dreierreihe abkippte. Diese Variante wirkte absolut nicht einstudiert und Salzburg nutzte die asymetrischen Abstände zwischen den drei Verteidigern und den Raum zwischen den Ketten exzellent. Ich halte es trotz des Endergebnisses für richtig, dass Guardiola Testspiele nutzt, um solche Dinge auszuprobieren. Interessant ist in diesem Zusammenhang die Personalie Martínez. Man muss sich ein wenig Sorgen machen, um den Spanier, der so großen Anteil an den Erfolgen des Vorjahres hatte. Durch die Abkehr von der Doppel 6, wird es schwer sein für ihn dauerhaft einen Platz im Mittelfeld zu finden, weil Guardiola gegen viele unterlegene Teams in der Bundesliga auf eine spielerische Lösung mit Lahm, Schweinsteiger oder gar Thiago setzt. Dass Martínez eine Position in der Innenverteidigung beherrscht hat er in Bilbao bewiesen. In München in seinen zugegeben sporadischen Gelegenheiten noch nicht.

Eine Dreierkette verkompliziert Guardiolas System abermals, ist aber von der Ausrichtung her die logische Folge seiner Ideen (Ich habe das vor der Saison hier mal genauer beleuchtet). Für Martínez würden sich hier neue Möglichkeiten ergeben. Allerdings halte ich es für wenig wahrscheinlich, dass diese Variante schon in der Rückrunde dauerhaft zum Einsatz kommt. Schon gar nicht nach den Erfahrungen gegen Salzburg.

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13 Antworten zu Red Bull Salzburg – FC Bayern 3:0 (3:0)

  1. Ryukyu schreibt:

    Ich sehe diese Niederlage auch erst mal entspannt. In der Form wird man die Mannschaft wohl eh nie wieder auf dem Platz sehen. Weder Lahm noch Rafinha in der Elf, Alaba im Mittelfeld, kein Ribery, kein Robben, Höjbjerg auf der 6, kein Stürmer. Da weiß ich gar nicht wo ich anfangen soll. Vielleicht ist diese Niederlage genau richtig vor dem Rückrundenstart und schärft jetzt noch mal die Sinne.

    Wenn ich das richtig verstanden habe, hat Guardiola diese Variante auch nur für Spiele in Erwägung gezogen, in denen man schon in Rückstand liegt und weiter öffnen muss. Gerade gegen solche konterstarken Mannschaften wird man die Variante wohl eher nicht sehen.

    Das einzige was mich etwas bedenklich gestimmt hat war die Sorglosigkeit/Lässigkeit von Dante und Boateng. Solange Boateng seine Böcke in solch unwichtigen Spielen oder schon entschiedenen Partien schießt, soll mir das aber Recht sein. Ich bin gespannt wie sich Dante entwickelt, wenn Badstuber wieder zu alter Stärke finden sollte. Dann hätte man endlich wieder einen linksfüßigen IV als Alternative.

  2. C schreibt:

    Unsere IV macht momentan wirklich Sorgen weder Boateng noch Dante sind wirklich gut in Form, Martinez hat jedesmal Probleme wenn er etwas dynamischere Gegenspieler hat. Das Experiment mit Hojbjerg gabs so übrigens bereits beim 8:0 gegen die Kuwaitis zu sehen, auch hier war es nur Glück dass kein Gegentreffer fiel.

  3. Shamp0o schreibt:

    Ich frage mich auch ob Martinez unter Guardiola einen festen Platz für sich beanspruchen kann. Als alleiniger Sechser sollte er grundsätzlich dazu geeignet sein, jedoch kommt es mir häufig so vor als sei er im eigenen Ballbesitz auf dieser Position etwas verloren. Er wird selten als Anspielpartner gesucht und macht auch keine Schlüsselpässe von dieser Position aus. Unter Heynckes war er der vielleicht wichtigste Spieler der Rückrunde und dank der Doppelsechs konnte er (obwohl er stets der defensivere Sechser war) immer wieder Ausflüge nach vorne wagen, die dann auch sehr häufig extrem gefährlich für den Gegner wurden. Unter Guardiola sind solche Offensivaktionen sehr viel seltener durchzuführen, da diese natürlich gewisse Risiken mit sich bringen, die mit dem neuen System nicht so leicht aufgefangen werden können.

    Wer soll aber sonst die Aufgabe des Sechsers übernehmen? Kroos ist (wie sich in der Vergangenheit mehrmals gezeigt hat) hier wohl am ungeeignetsten von den Spielern die in Frage kommen würden. Thiago wäre für das Aufbauspiel perfekt, ist aber defensiv zu schwach. Auch bei Schweinsteiger fehlen meiner Meinung nach die nötigen Defensivqualitäten.
    Lahm scheint für diese Position prädestiniert zu sein. Aber dafür Rafinha standardmäßig spielen lassen?
    Doch egal wer sich von den genannten Spielern letztendlich auf dieser Position wiederfinden sollte – es bleibt die Frage nach Martinez. Als Außenverteidiger kann er nicht eingesetzt werden, da er hier schlichtweg zu langsam ist. Dieser Nachteil wurde ihm auch immer und immer wieder zum Verhängnis als er als Innenverteidiger eingesetzt wurde. Da Bayern so hoch verteidigt und Abseitsfallen vergleichsweise selten zum Einsatz kommen, ist Geschwindigkeit ein unglaublich wichtiges Attribut für die Innenverteidiger.

    Sollte er aber dennoch für diese Position vorgesehen sein, kann ich mir nur vorstellen, dass er Dante ersetzen würde, da Boateng bis auf ein paar Ausnahmen eine weltklasse Saison gespielt hat, während bei Dante bis auf ein grundsolides Stellungsspiel nicht mehr viel von seiner alten Leistung zu sehen war. In diesem Fall müsste wohl Boateng auf die linke Seite rutschen, da er so durch seinen relativ starken linken Fuß den Aufbau besser unterstützen kann als Martinez es auf dieser Seite könnte. Langfristig wird aber auch das keine Lösung sein, da Badstuber in ein paar Monaten wieder zurückkehren sollte und möglicherweise bereits zu Beginn der nächsten Saison wieder voll einsatzfähig ist. Eine Innenverteidigung aus Badstuber und Boateng halte ich dabei für sehr sinnvoll.

    Wo findet nun also der 40m€-Mann seinen Platz? Er scheint in diesem System auf keine Position ideal zu sein. Wäre eine Umstellung auf das gute alte 4-2-3-1 eine Möglichkeit? Dieses System würde definitiv wieder mehr Stabilität ins Spiel der Bayern bringen und man könnte die wohl stärkste Doppelsechs der Geschichte wieder spielen lassen. Aber wer soll in diesem Fall 10er spielen. Thiago, Kroos, Müller oder Götze? Mandzukic müsste hier wohl Stürmer spielen, was angesichts des Kaders fast schon eine Verschwendung der Position wäre.

    Egal was am Ende auch passiert, es wird wohl auf jeden Fall einen Verlierer geben. Hoffentlich wirkt sich das nicht auf die allgemeine Stimmung und somit auf den Erfolg aus.

    • C schreibt:

      Ich seh das ähnlich. Grundsätzlich könnte mir vorstellen dass man gegen stärkere Gegner Martinez auf der 6 bringt und gegen schwächere Schweinsteiger, allerdings glaube ich das nicht, es sieht so aus als würde Pep langfristig wirklich mit Hojbjerg planen dem er ja aktuell eine Innenverteidiger 6er Hybridrolle beibringt, bis dahin wirds wohl Übergangslösungen aus Lahm/Martinez/Schweinsteiger/Thiago geben. Martinez könnte imho auch sehr wohl auf einer der 8er Positionen spielen wie das ja bereits gegen den BVB der Fall war ich denke dass dies nicht das letzte Spiel war wo er dort gespielt hat, auch wenn man das wohl in Zukunft n bisschen anders machen wird.

      • Shamp0o schreibt:

        Von Martinez auf der 8 halte ich recht wenig. Er kam dort zwei- bis dreimal zum Einsatz, wurde aber soweit ich mich erinnern kann dann recht schnell wieder auf die 6 verschoben, da er auf der 8 keine Akzente setzen konnte. Kroos, Thiago und auch Schweinsteiger sind für diese Position(en) deutlich besser geeignet.

      • C schreibt:

        Also man sollte hier schon zwischen Positionen und Spielerrollen unterscheiden. Martinez wird auf der 8 nie ein Spielmacher genausowenig wir Müller, das schliesst aber dennoch nicht aus dass sie dort spielen, denn sie können hier auch andere Rollen verkörpern sei es um anderen Spielern (Robben) Räume zu öffnen, oder für andere Spieler Bälle zu behaupten, im Gegenpressing Bälle zu erobern/Räume zu verengen, oder dann als in den Strafraum startender Kopfballtorjäger (ähnlich wie es Ballack zu seinen besten Zeiten machte) eine Alternative zu bieten. Klar das sind alles spezielle Varianten, die nicht bei jedem Gegner passen und deswegen nur bedingt für einen Stammplatz taugen, und mir persönlich gefällt ein kreativerer Spieler auf der Position auch grundsätzlich besser aber man sollte sich solcher Varianten nicht berauben.

      • Shamp0o schreibt:

        Ich gebe dir Recht, seine Qualitäten würden ihn durchaus interessant für diese Position machen. Durch sein Raumverständnis könnte er vielleicht ähnlich wie Müller durchaus Räume für seine Mitspieler öffnen und dann auch im richtigen Moment starten, um dann alleine vor dem Tor angespielt zu werden, wie er es auch unter Heynckes mehrmals gezeigt hat. Er bringt auch durchaus Abschlussstärke mit, was neben der Kopfballstärke nochmals für solche „Ausflüge“ sprechen würde.
        Auch wäre er, wie du schon sagst, durch seine Spielintelligenz und Zweikampfstärke der ideale Spieler fürs Gegenpressing, was dann letztendlich zu einer vielzahl von Chancen führen könnte, wenn der Gegner bei Balleroberung Räume öffnet. Was ebenfalls für diese Position spricht ist seine Ballsicherheit. Er ist einer der Spieler die am schwierigsten vom Ball zu trennen sind, was natürlich auf einer solchen Position einen enormen Vorteil bedeutet.

        Soweit die Theorie. Das hört sich ja alles ganz gut an und wäre eine denkbare Lösung gegen entsprechende Gegner, aber so etwas muss dann doch eingeübt werden, da sich dadurch bekannte Bewegungsmuster teilweise komplett ändern.
        Was mir ebenfalls an dieser Auslegung nicht gefällt ist die asymmetrische Rollenverteilung im Mittelfeld. Sollte Martinez im zentralen Mittelfeld eingesetzt werden, müsste der zweite Achter einen deutlich größeren Bewegungsradius einnehmen als es im Moment der Fall ist. Thiago sollte für diese Rolle eigentlich durchaus geeignet sein und könnte wohl als alleiniger Spielmacher fungieren, aber eine vollständige Balance im Angriff zwischen links und rechts wird sich so wohl dennoch nicht erreichen lassen. Aber auch ein zu erwartendes Ungleichgewicht kann natürlich gezielt gegen einzelne Gegner eingesetzt werden.
        Ich sehe es aber wie du und hätte auf dieser Position grundsätzlich auch eher einen Spielmacher-Typen.

      • C schreibt:

        Naja also wenn man sich die spielweisen von Robben und Ribery genauer ansieht dass haben wir da ja bereits eine Asymmetrie, Robben ist ja eigentlich eher n Stürmer während Ribery ein Spielmacher ist, weswegen diese beiden auch total unterschiedliche Spieler neben sich „bevorzugen“. Robben kommt am besten mit jemandem wie Müller klar der Raum schafft, während Ribery mit seiner engen Ballführung lieber jemanden wie Götze oder Kroos (Alaba) (hinter/)neben sich hat mit dem er sich durchkombinieren kann. Ein Wort noch zur 10er Diskussion Götze erscheint mir eine Art Zwischenglied zwischen Spielern wie Kroos und Özil, den Martin Raffelt von Spielverlagerung mal so schön passend als „spielerische Brechstange“ bezeichnete, der allerdings Defizite im (Gegen)Pressing, im Zustellen von Räumen und in der Rückwärstbewegung hat. Diese Defizite sind bei Götze nicht so stark erkennbar, aber sie sind erkennbar, weshalb Pep Götze anfangs auch bevorzugt auf Aussen hat spielen lassen, von daher gibt es nicht „die Beste“ Lösung es gibt mit Götze und Kroos unterschiedliche Lösungen mit unterschiedlichen Stärken und Schwächen.

        Den beeindruckensten Spielaufbau fand ich übrigens diese Saison ein Spiel der Bayern mit im Spielaufbau de facto 2 6ern und nur den 2 IV’s also 2-2 wobei die beiden 6er Positionen nicht starr besetzt waren sondern ein regelrechter Durchlauf der Besetzung der beiden Positionen mit den 3 zentralen Mittelfeldspieler erfolgte, das schien mir nahezu „unpressbar“.

    • Ryukyu schreibt:

      Das gleiche Problem hat Martinez ja auch in der spanischen Nationalmannschaft. Er ist eben mehr Zweikämpfer und Abräumer als Spielgestalter auf der 6. Seine Idealposition wurde aufgelöst. Eine Rückkehr zur Doppelsechs halte ich auch nicht wirklich für richtig, denn du sprichst es schon an: Was macht man dann auf der 10? Dort MUSS eigentlich Götze spielen dann, aber in dem Fall wäre für Kroos keinen Platz mehr. Kroos ist für mich der Spieler der Hinrunde. Solange Schweinsteiger verletzt ist, halte ich Martinez aber für den besten 6er, zumindest gegen starke Gegner. Kroos müsste sich dann etwas weiter fallen lassen. Dann wären vorne auch etwas mehr Räume für Ribery, Robben und Götze zum kreuzen.

      Lahm gehört für mich langfristig jedenfalls auf die rechte Seite. Erst Recht in den wichtigen KO Spielen. Martinez muss man auch zugute halten, dass er noch nicht allzu viele Spiele gemacht hat in dieser Saison und auch relativ lange verletzt war. Die ersten 3-4 Spiele waren schon wackelig, danach hatte er aber immer wieder gute Szenen. Jetzt konnte er die Vorbereitung mitmachen. In der Rückrunde wird er wieder stärker werden. Ich halte Martinez für einen guten Mann auch auf der alleinigen 6. Vor allem gegen die großen Gegner. Dann steht die Mannschaft sowieso nicht ganz so hoch und die Abstände im MF sind enger, so dass man als 6er und auch in der IV nicht ganz so entblößt steht, wenn dann doch mal jemand durch kommt.

      Diese ständigen 1vs1 Situationen und Laufduelle gab es letzte Saison jedenfalls nicht. Insofern haben sich auch die Anforderungen an die IV deutlich verändert.

      Bei Badstuber bin ich ehrlich gesagt skeptisch, dass er wieder zu seiner alten Stärke zurück findet. Und Antritt sowie Beweglichkeit gehörten schon seit jeher nicht zu seinen Stärken.

      Das gleiche gilt mehr oder weniger für Schweinsteiger. Mich beschleicht so ein Gefühl, dass er sich spätestens ab März wieder unter allen Umständen gesund melden wird, allein um die WM nicht zu verpassen. Dann würde er eben wieder mit Schmerzmitteln spielen. Das Resultat wären dann vermutlich so durchwachsene Leistungen wie in der Hinrunde, wobei man da sagen muss, dass er sich dort in den Dienst der Mannschaft gestellt hat.

      Im Sturm sehe ich auf Dauer Mandzukic. Wir brauchen einfach einen richtigen Stürmer in meinen Augen. Wir haben die stärksten Außenbahnen der Welt, da darf man sich auch dem Mittel von hohen Flanken nicht völlig berauben. Mit Pizarro hat man ja noch einen hervorragenden zweiten Strafraumstürmer, so dass Mandzukic nicht alle spielen machen muss.

      Große Unruhe sehe ich eigentlich nicht aufkommen. Guardiola wird das zum einen nicht akzeptieren, zum anderen wird es auch wieder Verletzungen geben. Und es wurde ja schon verstärkte Rotation angekündigt. Nicht zuletzt durch den großen Vorsprung in der Bundesliga kann und muss man sicherlich das eine oder andere Spiel Stammspieler wie Lahm oder Ribery schonen.

      Ich freue mich jedenfalls, dass es Freitag wieder los geht. Schrecklich diese Winterpause. 🙂

      • Shamp0o schreibt:

        Kann ich eigentlich nur unterschreiben bis auf den Punkt mit Mandzukic. Grundsätzlich ist es richtig dass man mit einem echten kopfballstarken Stoßstürmer mehr Möglichkeiten hat, aber Mandzukic ist für dieses System eindeutig zu spielschwach. Bayern arbeitet ohnehin nicht viel über Flanken und nur für Standardsituationen einen kopfballstarken Stürmer einzusetzen halte ich vor allem bei diesem System für falsch. Dann doch eher noch Müller, der wenigstens im Ansatz Kombinationen spielen kann, auch wenn dieser mir in der Vorrunde überhaupt nicht gefallen hat und auf anderen Positionen besser ist.
        Sollte Mandzukic dennoch standardmäßig Stürmer spielen, müsste entweder Robben oder Götze (oder weiters auch Kroos bzw Thiago) auf die Bank, was ich mir beim besten Willen nicht vorstellen kann. Auch hat mir Götze bislang immer sehr gut auf der falschen 9 gefallen.

      • C schreibt:

        Auch wenn ich das Argument, dass unsere beiden inversen(!) Weltklasse Aussenspieler einen Kopfballstarken Stürmer brauchen so nicht unterschreiben würde denke ich dass man Mandzukic mit seiner Kopfballstärke auch defensiv gut gebrauchen kann. Ich will hier daran erinnern dass bei Barca Ecken nicht umsonst immer als die Hauptschwäche gelten. Außerdem wenn ich da an die Spiele unter Heynckes gegen Dortmund erinnern darf das ging immer so Bayern spielt nach links Dortmund schiebt dorthin, und dann kam ein diagonaler Ball Richtung Schmelzer zu dem sich Mandzukic orientiert hatte und der dort seine Zweikämpfe meist gewann. Im übrigen stelle ich mir einen 2er Sturm mit Mandzukic und Lewa auch richtig stark vor, schon allein weil Mandzu eben immer nach rechts driftet und Lewa nach links.

        Zu Badstuber er mag nicht der beweglichste sein aber er war bei den Sprinttests immer relativ weit vorne mit dabei bei Bayern.

      • Ryukyu schreibt:

        Ich möchte Mandzukic gar nicht auf Kopfbälle reduzieren. Ich finde die Mannschaft insgesamt stärker, wenn man einen klassischen Stürmer im Zentrum hat. Das gilt nicht nur für hohe Bälle, sondern auch für flache Anspiele. Wenn man zentral immer mit einem kleinen, wendigen Spieler spielt, ändert das die Spielweise sehr und schränkt sie unnötig ein. Hat man im Strafraum einen Spieler wie Mandzukic oder nächste Saison Lewandowski, muss sich der Gegner auch immer mal auf hohe Bälle einstellen. Insbesondere, wenn Spieler wie Schweinsteiger, Martinez oder Müller einrücken. Dadurch wird das gesamte Offensivspiel facettenreicher, ist schwerer auszurechnen und anspruchsvoller zu verteidigen. DAS ist für mich der Hauptgrund, warum ich immer mit einer zentralen Spitze spielen würde.

        Natürlich gibt es auch je nach Gegner und Spielsituation andere Varianten, das ist ja das schöne an diesem sensationellen Kader. Aber die grundsätzliche Spielausrichtung sollte sich in meinen Augen an einer klassischen Spitze orientieren. Mit Lewandowski hat man ja nächste Saison die spielstärkere Variante im Vergleich zu Mandzukic im Programm.

        Defensiv hast du natürlich auch Recht, auch das ist ein Argument für Mandzukic. Und auch in der Offensive ist es je nach Gegner gut, wenn man die Spitzen auch mal hoch anspielen kann. Dort wurde ja extra Martinez gegen Dortmund extra auf die 8 beordert, um eine zusätzliche Anspielstation für hohe Bälle zu schaffen.

  4. Pingback: Rückrundenauftakt: Was Mönchengladbach so gefährlich macht | Der Bayern Blog

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