SC Freiburg – FC Bayern 1:1 (0:1)

SC Freiburg Baumann – Sorg, Diagne, Ginter, Günter – Schuster (61. Höfler), Fernandes – Schmid, Laprevotte (60. Kerk) – Guedé (75. Hanke), Freis
Ersatz Schwolow, Höhn, Krmas
FC Bayern Neuer – Rafinha, Van Buyten, Dante, Contento – Schweinsteiger (79. Ribéry) – Müller, Götze (62. Lahm), Kroos, Shaqiri – Pizarro (88. Mandzukic)
Ersatz Starke, Alaba, Boateng, Robben
Schiedsrichter Florian Meyer (Burgdorf)
Zuschauer 24.000 (ausverkauft)
Tore 0:1 Shaqiri (33.), 1:1 Höfler (86.)
Gelbe Karten Höfler, Günter / Van Buyten

Falls ihr es verpasst habt: Unfassbar ärgerlicher Punktverlust für die Bayern, die nach mauer Anfangsphase eigentlich alles im Griff zu haben schienen. Freiburg begann stark und setzte eine auf sieben Positionen veränderte Bayern-Mannschaft gehörig unter Druck. Neuer verhinderte in der 12. Minute mit einem guten Reflex den Rückstand und weckte seine Mannschaft damit offensichtlich auf. Bayern kam nun trotz einiger Abspielfehler besser in die Partie und traf in Person von Shaqiri zum 1:0 (33.). Bayern erspielte sich in der Folge eine Reihe von guten Abschlussmöglichkeiten im Strafraum, allein das Tor fiel nicht. Weil Schweinsteiger in der 79. Minute verletzt runter musste, reagierte Guardiola und beorderte den eingewechselten Lahm ins Mittelfeldzentrum. Bayern wirkte in der Folge unsortiert und verlor die Linie. Freiburgs Ausgleich in der 86. Minute kam deshalb nicht völlig überraschend, war aber dennoch insgesamt glücklich.

Für die Elf von Pep Guardiola war es der erste kleine Rückschlag in der Saison 2013/2014. Ein ziemlich unnötiger noch dazu.

3 Dinge, die auffielen:

1. Fehlende Konsequenz wird bestraft

Wenn Spieler wie Bastian Schweinsteiger oder Philipp Lahm nach der Saison 2012/2013 nach den Gründen für die herausragende Spielzeit gefragt wurden, dann sprachen sie oft über Kompaktheit, über spielerischer Leichtigkeit. Aber sie sprachen auch immer von dieser Entschlossenheit, von der Gefräßigkeit, die die gesamte Mannschaft gepackt zu haben schien. Nur mit dieser absoluten Entschlossenheit und Konsequenz ist eine solche, beinahe perfekte Saison möglich. Vielleicht war es genau das, was dem FC Bayern am Dienstag-Abend zwischen 70. und 90. Minute ein wenig abging. Die Elf von Pep Guardiola hatte sich nach einer schwierigen Anfangsphase zusehends frei gespielt und war dem 2:0 deutlich näher, als die Freiburger dem 1:1. Shaqiri (56., 59.) und Müller (74.) hatten beste Gelegenheiten dieses Spiel zu entscheiden. Beiden fehlte im Abschluss die Klarheit und Schnörkellosigkeit, die es bedurft hätte.

Nach Schweinsteigers verletzungsbedingter Auswechslung versuchte sich der FC Bayern spürbar ins Ziel zu mogeln. Auch hier fehlte die notwendige Konsequenz dieses Spiel über die Bühne zu bringen. Beim 1:1-Ausgleich von Höfler in der 86. Minute hatte Bayern den Freiburger Konter eigentlich bereits abgewehrt und rückte für einen kurzen Moment nicht entschlossen genug auf. Weil Contento Freis flanken ließ und Dante im Zentrum ein Schritt fehlte, steht es am Ende 1:1. Alle das ist für den Moment kein Drama. Aber es sollte der Mannschaft für die kommenden Wochen eine Lehre sein.

2. Die Rotation war nicht das Problem

Wer hier regelmäßig mitliest weiß, dass ich ein großer Fan der Rotation bin. Eine intensive Rotation entfaltet mehrere positive Effekte. Sie setzt Reize, Sie hält die Mannschaft bei Laune und sie ermöglicht Leistungsträgern dringend benötigte Regenerationspausen. Im Prinzip wählte Guardiola drei Tage vor dem europäischen Supercup-Finale den richtigen Zeitpunkt für die erste größere Rotation. Klar ist: Ein Rotationsprinzip darf nie zum Selbstzweck werden, aber ein Kader dieser qualitativen Breite sollte auch entsprechend genutzt werden, um seinen Wert auch zu entfalten. Wenn Guardiola es Ernst meint mit 18 Stammspielern, dann muss er diesen auch in einem Auswärtsspiel gegen den SC Freiburg vertrauen können.

Das Spiel der neuformierten Münchener war gerade zum Beginn sehr zäh. Das ist jedoch im Prinzip nichts Neues. Im Vorjahr tat sich Bayern in Freiburg 72. Minuten gegen 10 Mann sehr sehr schwer. Erst Anatolij Tymoschchuk erlöste die Münchener 10 Minuten vor Schluss mit dem 2:0. Im Jahr 2012 spielte Bayern nur 0:0 in Freiburg und in der Saison 2010/2011 brauchten die Münchener auch bis zur 88. Minute, ehe Franck Ribéry das Spiel mit seinem Treffer zum 2:1 entschied. Es ist also auch anzuerkennen, dass es Freiburg immer wieder gelungen ist Bayern das Leben Schwer zu machen – egal in welcher Formation.

Ich bleibe deshalb dabei. Die Rotation war ok. Die Leistung über weite Strecken ebenfalls. Das Gegentor fiel als Lahm und Ribéry bereits auf dem Platz standen und Bayern muss dieses Spiel nach dem 1:0 einfach konsequent zu Ende bringen. Dass dies nicht gelang, hat mit der Rotation wenig zu tun.

3. Probleme mit dem Freiburger Pressing

Warum der FC Bayern auch in der Vergangenheit immer wieder Probleme mit den Freiburgern hatte, zeigte die Streich-Elf am Dienstag in der Anfangsviertelstunde. Während viele Teams mit nur einem Stürmer und einer hängenden Spitze den jeweils ballführenden Aufbauspieler anpendeln, spielen die Breisgauer ein sehr breites Pressing, das die beiden Innenverteidiger schon kurz hinter der Strafraumgrenze mannorientiert zustellt. Zwar ließ sich Schweinsteiger als zusätzliche Stütze zwischen van Buyten und Dante fallen – ihm fehlten durch die beinahe manngedeckten Innenverteidiger jedoch die für ihn so wichtigen Anspielstationen in der Breite. Rafinha und Contento brauchen eine Weile bis sie sich in ihrer Rolle als zusätzliche Anspielstationen im Zentrum zurecht fanden. Dass Bayern insgesamt 76 lange Bälle spielte, spricht für diese Probleme im Spielaufbau zu Beginn.

Auffällig war aber auch, dass Bayern von Beginn an Gefahr ausstrahlte wenn sie die erste Pressingzone kontrolliert überwinden konnten. Spätestens ab der 25. Minute klappte das immer besser, weil auch Toni Kroos mehr Verantwortung im Spielaufbau übernahm und sich als zusätzliche Schaltstelle zwischen die beiden Außenverteidiger zurückfallen ließ. Bayerns größte Chancen entstanden jedoch nicht aus dem geregelten Spielaufbau heraus, sondern nach frühen Ballgewinnen im Gegenpressing. Dies klappte wie schon gegen Nürnberg recht gut und erzwang auch die 1:0-Führung als Müller einen Pass von Baumann abfing. Auch die guten Gelegenheiten von Shaqiri und Müller in der zweiten Hälfte entstanden aus Ballgewinnen.

Bayerns Probleme gegen starke Pressingteams wie Dortmund, Mainz oder eben Freiburg sind nicht neu und sollten von Guardiola in der Trainingsarbeit adressiert werden. Zeit zum Nachdenken über diese Partie gibt es ohnehin genug. Das nächste Bundesliga-Spiel der Münchener gegen hannover 96 ist für den 14. September angesetzt.

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14 Antworten zu SC Freiburg – FC Bayern 1:1 (0:1)

  1. Ryukyu schreibt:

    Du hast den entscheidenden Punkt richtig benannt. Fehlende Konsequenz. Nicht nur im Abschluss, auch im Defensivverhalten. Warum Dante immer spielt, ist mir ehrlich gesagt ein Rätsel. Ich bin mit seiner Spielweise mittlerweile überhaupt nicht mehr einverstanden. Er scheint ein wenig übermütig geworden zu sein und lässt sich immer häufiger zu leichtsinnigen und vor allem unnötigen Dribblings hinreißen oder er wartet zu lange mit einem Abspiel. Wenn man dann hinten auch noch einen Schritt zu spät kommt, dann sieht das eben unglücklich aus.

    Ich bin auch ein Freund der Rotation, aber mit Maß bzw. Feingefühl. Hinterher sagt sich das natürlich leicht, aber ich habe schon bei der Aufstellung aufgestöhnt. Warum schont er nicht nur EINE Flügelseite? Müssen es direkt beide sein? Insbesondere wenn man BEIDE AV austauscht, geht dem Spiel zu viel Dynamik verloren.

    Insgesamt war der Auftritt heute zu pomadig und ich fand das 1:1 auch nicht überraschend. Es hat sich auch schon über die letzten Spiele angekündigt. Mich regt auch auf, warum Guardiola in einem Bundesligaspiel so rotieren lässt, wenn er am Freitag eine sportlich völlig belanglose Partie bestreiten muss!? Freitag, wo das das Ergebnis völlig egal ist, wird in Bestbesetzung gespielt. Natürlich mag der Verein dort medial mehr im Fokus stehen, sportlich ist die Partie allerdings völlig unwichtig.

    Große Defizite sehe ich noch in den Laufwegen im Mittelfeld. Das sah teilweise ganz schön chaotisch aus, aber okay. Das braucht sicherlich Zeit.

    • Taktik Boombox schreibt:

      Zitat: „(…) Mich regt auch auf, warum Guardiola in einem Bundesligaspiel so rotieren lässt, wenn er am Freitag eine sportlich völlig belanglose Partie bestreiten muss!? Freitag, wo das das Ergebnis völlig egal ist, wird in Bestbesetzung gespielt. Natürlich mag der Verein dort medial mehr im Fokus stehen, sportlich ist die Partie allerdings völlig unwichtig.(…)“

      Kann ich überhaupt nicht nachvollziehen, warum du meinst der Europ. Supercup ist belanglos und sportlich unwichtig. Das ist ein sehr seltener Titel den man gewinnen kann (und noch nie gewonnen hat) gegen eine der besten englischen Mannschaften. Dazu kommen noch verschiedene andere Aspekte (medial, Prestige, …) die du schon teilweise angsprochen hast.

      Genauso die Rotation:
      Wenn nicht gegen das (vermeintlich) schwache Freiburg, dass ziemlich schlecht gestartet ist und sich mit einem halben neuen Team erst finden musste, wann dann ? Zudem kommt noch die ungewohnte Spielfolge (SA – DI – FR) hinzu. Einen besseren Zeitpunkt für Rotation gibt es m.M.n. nicht. Wie willst du denn den extrem starken Kader bei Laune halten ? Die „gefühlte Niederlage“ hatte, da schließ ich mich Bayernblog an andere Gründe …

      • Ryukyu schreibt:

        Vermutlich schätzen wir den Supercup unterschiedlich hoch ein. Ich kann dem Supercup keinen sportlichen Wert beimessen. Ich sehe ihn beinahe ähnlich wie den Ligacup. Dem Supercup muss man zugute halten, dass es ein alter Wettbewerb ist, den es schon seit den 70ern gibt. Okay, er hat auf jeden Fall Tradition und das Medieninteresse ist entsprechend hoch. Ich kann auch verstehen, dass es für den Verein wichtig ist, international noch stärker wahrgenommen zu werden und zu Barca oder Real aufzuschließen, aber je mehr Rücksicht man auf solche Dinge nimmt, desto weniger steht der Sport im Vordergrund. Für mich persönlich hätte der Ligabetrieb absolute Priorität. Die nationale Meisterschaft steht über allem.

        Erst Recht gegen einen Gegner wie Freiburg. Freiburg spielt sehr mutig, egal wie der Gegner heißt, ob nach vorne oder nach hinten. Nürnberg z.B. hat vor allem nach den ersten 20 Minuten einfach nur noch dichtgemacht. Die haben überhaupt gar nicht erst versucht, das Spiel nach vorne zu machen. Alle Spieler waren mit Defensivaufgaben ausgelastet. Freiburg hat insgesamt sehr viel höher und mutiger verteidigt. Für mich war das auch wenig überraschend, überraschend war vielleicht, wie gut sie das gemacht haben.

        Ich hätte auch rotiert. Ich würde auch in beinahe jedem Spiel 2-3 Akteure austauschen. Aber nicht 6 oder 7. Und ich würde vor allem bestimmte Mannschaftsteile zusammenlassen. So würde ich z.B. EINE Außenbahn rotieren, meinetwegen Alaba-Ribery. Dafür bleiben Lahm-Müller/Robben in der Partie. Ich sehe darin auch den Vorteil, dass sich die anderen Paare einspielen können, z.B. Contento/Shaquiri. Nimmst du parallel dazu auch Lahm und Robben vom Feld, hast du Unordnung im Mittelfeld durch die neuen AV, die noch nicht mit dem System 100% vertraut sind. Davor spielt dann ein Götze, der erst seit 2 Wochen im Mannschaftstraining ist. Götze und Shaquiri haben auch noch nicht zusammen gespielt. Dass da die Abstimmung fehlt, ist ja klar. Ich fand die Laufwege im Mittelfeld teilweise erschreckend. Es gab mehrfach die Situation, in der sich zwei Spieler quasi auf den Füßen standen, weil sie in die gleiche Richtung gelaufen sind.

        Heynckes hat letzte Saison auch viel rotiert. Allerdings wurde es erst so richtig wild, als die Meisterschaft entschieden oder fast entschieden war. Davor wurde (jedenfalls gefühlt) maximal auf 4 Positionen getauscht. Lahm hat bis zum 26. Spieltag mit Ausnahme vom 12. Spieltag (Einwechslung in der 62.) alle Spiele über 90 Minuten bestritten. Alaba hat nach seiner Genesung ebenfalls bis zum 26. Spieltag durchgespielt (mit Ausnahme vom 23. Spieltag).

        Wenn positionsgetreu rotiert wird, finde ich das absolut in Ordnung. Den Wechsel von Pizarro fand ich z.B. absolut in Ordnung. Wenn dadurch aber das Gefüge innerhalb der Mannschaft derart durcheinander gewürfelt wird, dass dadurch erheblich an Organisation eingebüßt wird, dann ist das zu viel des Guten. Und in diesem Fall war das meiner Meinung nach so. Zumal man dazu sagen muss, dass es sowieso noch genügend Dinge gibt, die verbessert werden müssen. Kein Spiel bisher war richtig überzeugend. Es gab gute Ansätze zu sehen, mehr noch nicht. Von daher würde ich mir wünschen, dass man die bestehende Mannschaft erst einmal so gut wie möglich einspielt. Dabei kann man auch mal gerne einen Robben gegen Müller tauschen oder Mandzukic gegen Pizarro oder Dante/Boateng gegen van Buyten. Kein Ding. Aber beide Außenbahnen plus 1 IV? Bitte nicht mehr.

  2. Markus Wilding schreibt:

    Da stimme ich Ryukyu in allen Punkten zu, insbesonders im Bezug auf Dante. Er war einer meiner Lieblingsspieler der letzten Saison, auch weil zu der Leistung auf dem Platz die gerne unterschaetzte positive Ausstrahlung sowohl nach aussen, als auch im Clubhaus dazu kam. Diese Saison gefaellt er mir bis jetzt allerdings ueberhaupt nicht – er scheint schludrig zu werden, alles etwas zu locker anzugehen. Ich koennte mir aber vorstellen, dass eine klare Ansage von Pep bei ihm einiges bewirken koennte.

    Und ja, Rotation ist grundsaetzlich eine gute Sache, aber kann man nicht auch die „Rotation rotieren“ lassen und entweder Ribery ODER Robben draussen lassen, und nicht beide gleichzeitig und Mandzukic noch dazu? Kam mir auch ein bisschen zuviel des Guten vor.

    Auch die Pomadigkeit war sehr deutlich zu spueren, paradoxerweise kam sie umso mehr auf, je besser Bayern das Spiel diktierte. Als nach den dicken Chancen Mitte der zweiten Haelfte nichts herauskam, schwante mir schon, dass am Ende doch noch etwas schief gehen koennte. Aber letztendlich ist das vielleicht auch besser so – dieses Spiel war ein Beweis dafuer, dass man eben nicht jedes Bundesligaspiel mit jeder Besetzung schaukeln kann.

  3. Taktik Boombox schreibt:

    Thema Quarterback:

    Guardiola scheint die „Quarterback-Variante“ weiter auszubauen:
    Ist euch auch aufgefallen, dass Van Buyten, Dante und Schweinsteiger in der 2. Halbzeit öfters die Positionen getauscht haben ? Schweini besetzte in der 3er Kette auch ab und zu die äußeren Positionen und baute dann auf der jeweiligen Seite das Spiel auf, während Van Buyten oder Dante auf Schweinsteigers zentrale Position auswichen.

    Generell fand ich, dass Konzept des Positionstausches und Besetzens (-> Relokation) greift immer mehr und war deutlich verbessert. Auch gab es eine Szene in der Kroos (nachdem Schweinsteiger einen Vorstoß wagte) sich auf Schweinsteigers Position für 1-2 Minuten fallen ließ, um dann wieder zu übergeben.

  4. anandvishwanathan schreibt:

    @Ryukyu
    Hat Ped bereits Fracksausen vor einer eventuellen Niederlage gegen seinen „Buddy“ Mourinho? Oder warum wird der international angesehene Titel des UEFA Supercup so klein geredet?
    Teile also zu 100 % die Meinung von @Taktik Boombox bei diesem Thema.

    Zum Spiel gegen Freiburg: die B-Elf der Bayern unter Heynkes aus der letzten Saison hätte ein solches Spiel locker 2-0 oder 3-0 nach Hause geschaukelt.
    Warum? Weil jeder Spieler hochmotiviert war und in ein sehr gut funktionierendes Spielsystem integriert wurde.
    Streich teilt das Schicksal von Favre aus der letzten Saison. Er hat mehrere Leistungsträger vor allem auch seine stärkste Offensivkraft ( Kruse ) verloren. Die 2 Punkte die sie auf dem Konto haben geben ziemlich genau den aktuellen Leistungsstand der Breisgauer wieder. Ja, sie haben mir in der zurück liegenden Saison auch imponiert. Aber bereits das DFB Pokalspiel hat gezeigt wo sie jetzt stehen.

    BS31 sporadisch auf die DvB Position zu ziehen ist natürlich eine neue taktische Variante-ist mir auch aufgefallen. Erwartet Pep von Mou ein hoch aggressives Angriffspressing in den ersten 15 Minuten am Freitag? Oder warum diese Variante?
    Bin mir ziemlich sicher dass Mou Mittelfeldpressing spielen wird und der Flügelzange Rib+Rob kein Einladungsschreiben ausstellen wird. Bis zur Mittelllinie kann BS31 gegen Chelsea dirigieren- darnach wird er sofort und intensiv attackiert.

    Schwache Schonkost der Bayern gegen Freiburg. Hoffe am Freitag gegen Chelsea kommt ein erster Saisonhöhepunkt.
    Sollte der Virtuose Pep auch den 2. Titel dieser Saison vergeigen, dann wird er mit heftigen Herbstwinden zu kämpfen haben. Dass er um diese beiden Titel überhaupt kämpfen darf / durfte hat er Jupp Heynkes und dem Super- Super-Super-Super-Super Team aus der letzten Saison zu verdanken.

    Wie auch immer, viel Glück am Freitag wenn es um den renommierten UEFA Supercup Titel in Prag geht. Da kommt dann kein geschwächtes und allenfalls durchschnittliches Team der BL sondern der CL Sieger von 2012 mit einem Coach der Pep schon mehrfach ausgecoached hat ( zuletzt im April 2012 bei Reals 2.1 Sieg im Camp Nou ).

    • Ryukyu schreibt:

      So wie du vom FC Chelsea sprichst, scheinst du in den letzten 12 Monaten nicht allzu viele Spiele von denen gesehen haben. 😛 Ich bin gespannt auf Freitag. Ich habe Chelsea jetzt zwei Mal über 90 Minuten gesehen diese Saison und umgehauen hat mich das nicht. Im Spiel nach vorne passiert wenig. Was mich auch wundert sind die Transfers von Chelsea. Das sind alles keine typischen Mourinho Spieler. Insbesondere im Sturm. In Manchester hat er mit Hazard in der Spitze gespielt bzw. haben die Flügelspieler rotiert. De Breuyne und Schürrle sind von Beginn an aufgelaufen. Die zwei sind wirklich gut, aber einfach eine andere Klasse als Ribery und Robben. Der absolute Fixpunkt ist eigentlich Oscar. Über den lief fast jeder Angriff. Wenn man die Anspiele auf ihn unterbinden kann, ist das Offensivspiel von Chelsea vielleicht schon gestorben. Am meisten hat mich bei Chelsea noch die Verteidigung überzeugt. Die ist Bayern ja noch bestens bekannt. 😉 Das Pressing von Chelsea hielt sich in Grenzen. Sie haben überhaupt nicht im Aufbau gestört, sondern erst ab der Mittellinie den ballführenden Spieler attackiert und die Räume eng gemacht. Das haben sie allerdings ziemlich gut hinbekommen. Was dann in Richtung Strafraum ankam war nicht mehr sonderlich gefährlich. Allerdings wurde es häufig brenzlig, wenn Rooney sich schnell gedreht hat oder direkt gespielt hat. Da sind wir mit Kroos und Götze sicherlich besser aufgestellt als United. Und auf den Außen sowieso. Valencia.. dass so jemand Stamm spielt dort. Und Evra hat auch seine beste Zeit hinter sich. Auch Jones als AV.. ich würde gerne mal Ribery gegen Jones sehen. Dem ist nach 15 Minuten wahrscheinlich schwindelig. Generell fand ich das Spiel am Montag eher langweilig. Richtig Tempo kam erst in der zweiten Hälfte auf, aber auch nur vereinzelt. Vor 3-4 Jahren war die Premier League viel, viel schneller als die Bundesliga. Das Tempo am Montag war im Vergleich zum Freundschaftskick im Supercup gegen Dortmund jedenfalls fast lächerlich. Ich sehe bei Chelsea auch keine Weltklasse mehr. Terry räumt zwar nach wie vor noch alles ab und Lampard ist mit seiner Erfahrung natürlich auch immer gefährlich, aber die ganz große individuelle Klasse fehlt in dem Kader einfach. Vor allem im Sturm. Torres war allerdings eine Belebung nach seiner Einwechslung. Auf der anderen Seite sind de Breuyne und Schürrle natürlich ideale Typen, die die großen Räume zwischen Bayerns MF und der Abwehrkette ausnutzen können. Kann sein, dass es da ruckzuck einen Konter setzt. Ich bin auf jeden Fall gespannt.

      • anandvishwanathan schreibt:

        Hochverehrter @Ryukyu

        Vielleicht überarbeitest Du Deinen Kommentar nach dem hochklassigen Match gestern noch einmal. Wäre wohl angebracht.

        Die Mou Handschrift war klar zu erkennen. Erste 15 Minuten hoch stehen und auf ein frühes 1:0 gehen. Dann tief stehen und per Kontertaktik den Sack zumachen.
        Weltklasse Hazard auf kommende Weltklasse Schürrle und rein mit der Murmel durch ehemalige Weltklasse Torres Rumms! Hat der Neuer die Rakete von Torres überhaupt gesehen?
        Nach 8 Minuten ohne BS31 steht es 1:0 für Chelski. So lässt Mou Fussball spielen.
        Macht Torres das 2:1 in der 84. wieder auf Zuspiel Schürrle, dann passt Mous Spruch:
        „Wir waren das bessere Team ( bessere durch effizientere ersetzen ),

        Cech, Hazard und Luiz Weltklasse ( nicht Weltauswahl wohlgemerkt ) . Schürrle auf bestem Wege dorthin. Mata konnte seine Kunst leider nicht zeigen.
        Alaba, hat eine komplette Hz. benötigt um sich auf Schürrle einzustellen.
        Cole hat Robben fast komplett abgemeldet ( ein super Pass auf Müller + 1 Schuss aufs Tor ).

        Das Rib Monster sowie MS Martinez hat die Bayern ins 11m Schießen gerettet. Und dort hat Weltklasse Neuer den ersten haltbaren auch gleich pariert.
        Gott sei Dank wird Pep in den Himmel ( sky ) geschrien haben.

  5. anandvishwanathan schreibt:

    @Ryukyu
    off topic

    Warum lässt Mou mit Schürrle + De Bruyne vorne spielen? Genau, zwei sehr laufstarke Spieler die an jenem Abend vor allem mit verteidigen sollten. Schürrle hat permanent auf seiner rechten Seite hinten gedoppelt- von Evra war offensiv gar nichts zu sehen.
    Mou wollte ein 0:0 und mehr nicht. Warum sollte er gegen M;an U Angriffspressing spielen lassen? Sein Focus liegt bereits seit Wochen auf dem Spiel gegen die Bayern am Freitag. Und da gilt es mit möglichst vielen gesunden und frischen Spielern gerüstet zu sein. Also lieber Defensivtaktik und Kräfte schonen.
    Schon bei der Aufstellung von Chelski hätte Moyes eigentlich aufwachen müssen. Aber auch Moyes wollte unter keinen Umständen verlieren. Beide Teams hatten mit Ausnahme der Periode 50-70. Minute eine gefühlte Hundertschaft hinter dem Ball.
    Was soll das werden? Natürlich ein 0:0, welches nicht annähernd das Niveau des deutschen Supercup FCB-BVB hatte.

    Gebe Dir völlig Recht dass Oscar den Spielaufbau von Chelsea gegen Man U gemacht hat. David Luiz war nicht auf dem Platz. Ramirez und Lampard hatten hauptsächlich defensive Aufgaben.
    Ja, Roo war der stärkste Mann auf dem Platz. Mou wird sich vor allem Gedanken machen wie er Rib + Rob soweit wie möglich ausschalten kann. Wir wollen nicht vergessen dass Rob auch eine Chelsea Vergangenheit hat- man kennt ihn dort.

    Gehe von Mittelfeldpressing bei Chelsea aus. Mou wird sicher das CL Endspiel wie auch den Supercup FCB-BVB mehrfach per Videoanalyse studiert haben.
    Bei Real hat Mou häufig in der Anfangsviertelstunde hoch pressen lassen und mit seinem Team in dieser Phase viele Treffer erzielt. Wenn er gegen die Bayern früh pressen lässt könnte es ihm wie Kloppo im CL Finale ergehen. Die Bayern würden die Phase möglicherweise überstehen und das Spiel mit zunehmender Dauer immer mehr in den Griff bekommen. Denke, er wird die Bayern kommen lassen und in Hz. 2 mit der Einwechslung von Lukaku + Schürrle das Spiel per „counter attacking“ zu entscheiden.
    Schade dass Willian nicht im Aufgebot steht. Hätte gerne gesehen ob er in der Lage gewesen wäre auf höchstem Niveau gegen die Bayern Akzente zu setzen.

    Mata Moses und Lukaku sind ebenso frisch wie Mikel oder Azpilicueta da alle gegen Man U gar nicht oder nur kurz gespielt haben. Auch Torres hatte nur einen Teilzeiteinsatz.
    Pep hat Boa, Alaba, Lahm ( Teilzeit ), Mandzukic + Rib ( Kurzeinsätze ) sowie Robben geschont. Ein klares Zeichen dafür dass beide Coaches einen richtigen „Clash“ am Freitag erwarten. Mal sehen ob Mou seinen „Freund“ Pep auch am Öhrchen zieht.

    So aber spricht vieles dafür dass die Trümpfe der Münchener ( Rib+ Rob, Müller und Mandzukic ) das Spiel entscheiden können. Zumal wir ja den besten Trainer der Welt haben….

    Barca war in der letzten Saison so leicht zu schlagen wie die letzten 5 Jahre nicht mehr. Ebenso ist Chelsea unter ihrem neuen Coach Mourinho jetzt leichter zu besiegen. Mou ist gerade erst dabei sein neues Team zu formen- er kann jedoch auf einige altbewährte Kräfte ( Lampard, Terry, Czech ) zurückgreifen. Im nächsten Jahr wird es schwieriger gegen Chelski zu gewinnen.

    Mou sagt: Die Bayern unter Heynkers waren stärker“.
    Pep könnte Antworten: “ Chelski unter Benitez war ebenfalls stärker“. Das Team von Chelsea ist nämlich in der letzten Saison zunehmend stabiler und stärker geworden. Und dies obwohl Torres monatelang kein einziges Tor in der PL erzielen konnte.

    Lieber Freund @Ryukyu, Czech, Hazard, Luiz, Wllian, Mata, haben Weltklasse Format. Oscar, Lukaku, Schürrle, KdB sowie Azpilicueta sind auf dem Weg dorthin. Klar ist jedoch dass Roo dem Team eine zusätzliche Qualität gegeben hätte. Zudem wollte Mou seinen alten Kämpfer Khedira. Mou hat sehr genau erkannt wo die Schwächen seines eigenen Teams sind.
    Mit BS31 + Martinez auf der Doppel 6 sowie der Form die die Bayern in der letzten Saison hatten, wäre Chelsea in jedem Falle geschlagen worden. Unter den aktuellen Vorzeichen bin ich vorsichtig optimistisch.

    • Ryukyu schreibt:

      Ich glaube nicht, dass Mourinho im Spiel gegen United Kräfte für das Supercup Spiel geschont hat. Das macht er vielleicht gegen Stoke, aber nicht im wichtigsten Ligaspiel der Saison.

      Ich schätze, Chelsea wird sehr defensiv spielen und vor allem sicher stehen. Quasi war das Spiel gegen Man U eine Blaupause für das Spiel am Freitag. Warum sollte er erhöhtes Risiko gehen, wenn Bayern vielleicht von allein genug Räume für einen schnellen Konter anbietet!? Chelsea wird also vermutlich genau so auftreten wie am Montag.

      Weltklasse hat vielleicht noch Czech. Der hat sein bestes Spiel aber auch im CL Finale gemacht. Willian halte ich absolut nicht für Weltklasse. Wer Weltklasse hat, der wechselt nicht zu Anschi Machatschkala. Ich weiß gar nicht, wer das gesagt hat, aber es trifft genau meine Meinung. Ein richtig ambitionierter Spieler wird nicht dorthin wechseln, es sei denn er hat vorher wie Eto´o schon alles gewonnen. Und wenn ich die Stats von Willian und Mkhitaryan vergleiche, dann sieht Willian ziemlich alt aus. Sie haben beide in etwa eine Quote von knapp 0,25 Vorlagen pro Spiel, nur ist Mkhitaryans Torquote fast 3x höher. Er ist bestimmt nicht schlecht, aber er hat noch nicht mal internationale Klasse nachgewiesen für mich, geschweige denn Weltklasse.

      Hazard halte ich auch für den talentiertesten Spieler bei Chelsea, der könnte tatsächlich mal vorstoßen in die Weltklasse. Seine Leistung gegen United war allerdings sehr bieder und zeigt, dass er noch lange nicht so weit ist.

      Luiz hat vor allem einen guten Confed-Cup gespielt, hat aber auch immer mal wieder Wackler. Er ist sehr stark, ohne Frage. Insbesondere die letzte Saison war klasse und vor allem in den entscheidenden Spielen in der EL war er da. Zu Saisonbeginn war allerdings auch nicht unumstritten bei Chelsea, von daher sehe ich ihn auch noch weit von der Weltklasse entfernt. Das gleiche gilt für Schürrle, de Breuyne und Mata. Gute Spieler, aber keine Weltklasse. De Breuyne und Schürrle sind vor alleim international noch alles schuldig.

      Wenn die schon Weltklasse oder auf dem Weg dorthin sind, dann spielt Bayern mit 11 Weltklasse Spielern. Und auf der Bank sitzen davon auch noch 2-3. Bei Bayern würde ich in diese Kategorie nur Ribery, Lahm und Schweinsteiger in diese Klasse heben. Arjen Robben gehört nach der letzten Saison eigentlich auch noch in diese Kategorie. Von dieser Klasse hat Chelsea in meinen Augen keinen einzigen.

      Ich bin jedenfalls schon richtig gespannt auf morgen (wie im Moment eigentlich auf jede Partie :D). Der erste internationale Prüfstein. Eine Prognose kann ich überhaupt nicht abgeben. Es kann in einer Katastrophe enden, indem man sich 3 dumme Konter fängt. Oder es kann ein Triumph werden. Es wird davon abhängen, wie anfällig man für Konter wird. Das ist der Schlüssel in der Partie für mich.

      P.S. Sorry für Offtopic, wir bräuchten unbedingt einen Vorbericht für das Supercup Spiel. 😀

      • anandvishwanathan schreibt:

        @Ryukyu

        Im Grunde genommen hattest Du Recht mit Deiner Aussage:

        „Ich schätze, Chelsea wird sehr defensiv spielen und vor allem sicher stehen. Quasi war das Spiel gegen Man U eine Blaupause für das Spiel am Freitag. Warum sollte er erhöhtes Risiko gehen, wenn Bayern vielleicht von allein genug Räume für einen schnellen Konter anbietet!? Chelsea wird also vermutlich genau so auftreten wie am Montag“.

        2 Faktoren hast Du allerdings unterschlagen:
        1. Die berühmt berüchtigte Anfangsviertelstunde in der auch gleich das 1:0 für Chelski gefallen ist.
        2. Gegen Man U Haben Schürrle, Hazard und auch KdB im luftleeren Raum gehangen. Gegen den FCB hat das Umschaltspiel weitaus besser funktioniert. Ein weiterer Hinweis darauf wie wichtig David Luiz für das Aufbauspiel ist.

        Im Übrigen hat Mou seine Spieler Cole, Luiz, Torres und Lukaku für das Bayern Spiel geschont. Da Schürrle gegen Man U viel zu wenig angespielt wurde hatte es den Anschein als SOLLTE er schwach aussehen. Gegen die Bayern hat Schürrle ein klasse Spiel gezeigt.
        Mou hat es genauso geplant.

  6. anandvishwanathan schreibt:

    <<<off topic da das Spiel FCB- Chelsea betreffend.<<<

    @Ryukyu schreibt:
    P.S. Sorry für Offtopic, wir bräuchten unbedingt einen Vorbericht für das Supercup Spiel.
    <<<<Da hat er völlig Recht. Volle Zustimmung.<<<<<<<

    @Ryukyu:
    Du schreibst: "Ich habe Chelsea jetzt zwei Mal über 90 Minuten gesehen diese Saison"
    <<<Na immerhin.<<<

    Mata ist 2x hintereinander zum wertvollsten Spieler der Saison bei Chelsea gewählt worden.
    Willian hat bereits im ukrainischen Kohlenpott bei Donetsk auch gegen starke internationale Gegner ( Juve, Chelsea ) seine Klasse unter Beweis gestellt.
    Dass er bei Anzhi Kasse gemacht hat qualifiziert ihn nicht automatisch ab. Wage mal zu behaupten dass Donetsk mit Willian es dem BVB in der letzten CL Saison deutlich schwerer gemacht hätte.
    David Luiz hat Schwächen im defensiven Bereich. Im Aufbauspiel ist er jedoch einer der besten IV weltweit ( nach Hummels natürlich ). Deshalb kann er auch im DM seinem Team sehr viel weiterhelfen. Wie sähen wohl Boa oder Dante im DM aus?
    Hazard hat viele überragende Spieler bei Chelsea unter Benitez gemacht. Es war gerade jenes Duo Hazard / Mata mit der Unterstützung von Oscar welches Chelsea in der letzten Saison den Stempel aufgedrückt hat.
    Benitez hat gut rotiert um so die Dreifachbelastung ( Pl, El und Fa Cup ) gut zu überstehen. Das Team hat sich im Saisonverlauf deutlich gesteigert.
    Trotzdem sollte nicht vergessen werden dass Chelski die direkte CL Quali erst im letzten Ligaspiel erlangt hat. Vor dem Sieg gegen die Bayern im CL Finale 2012 standen sie auf Rang 6 in der PL.

    Generell: Mou ist ein Zocker, der in Endspielen stets besonders gefährlich ist. Mit 50 Jahren macht sein Gehirn keine Quantensprünge mehr. Mag sein dass er über sehr viel IT Technology, gutes Videomaterial und sehr gute Analysefähigkeiten verfügt.
    In großen Spielen beherrscht er gerne die ersten 15 Minuten mit hohem Pressing um den Gegener unter Druck zu setzen. Fällt ein Tor für sein Team in dieser Phase dann kann er wunderbar auf "counter attacking" umstellen.
    Des Weiteren legt Mou einen sehr hohen Wert auf defensive Stabilität die er als notwendige Grundlage für jeden Sieg betrachtet.
    Pep sollte ihm mental und intellektuell eigentlich überlegen sein. Leider wurde er zuletzt von Mou auzsgecoached. Vorteil Mou.

    Simeone ( Atletico ) hat gestern mal wieder gezeigt wie das System Barca ( mit Messi + Neymar ) erstickt werden kann. Ein tiefstehendes und zweikampfstarkes 4-5-1 oder auch situativ 5-4-1 entsprechend bestückt ( Courtois, Miranda, Godin, Juanfran, Suarez, Gabi, Koke ) legte die Weltauswahl von Barca lahm.
    4 Torchancen bei fast 80 % Ballbesitz in 94 Minuten. Tiki Taka hoch ineeffizient.
    Hört sich fast so an wie die Statistik vom FCB in Freiburg ( falls die A-Elf der Bayern gespielt hätte ) oder gegen Nürnberg.

    • Ryukyu schreibt:

      Mata ist auf jeden Fall ein starker Spieler, aber eben nicht Weltklasse. Wäre er Weltklasse oder seine Kollegen so gut, wie von dir beschrieben, dann hätte sie sich sicher und nicht mit Ach und Krach für die CL qualifiziert. Das waren in der Liga zwei schwache Jahre von Chelsea. Wie sie 2 europäische Titel geholt haben, wissen sie wohl selbst nicht so genau.

      Dass Willian zum Kasse machen nach Anschi geht, spricht gegen ihn als Sportler. Ein absoluter Ausnahmespieler käme gar nicht auf die Idee dorthin zu wechseln, zumindest nicht bevor er seine sportlichen Ziele verwirklich hat. Ich glaube, dass das eine Frage der Einstellung ist. Und ohne diese Einstellung wirst du auch nicht zu den besten Fußballern gehören. Natürlich spielen finanzielle Dinge immer eine Rolle, aber absolute Ausnahmespieler (und auch Trainer) entscheiden sich immer für die sportliche Perspektive. Mourinho würde niemals zu einem Verein wie Anschi wechseln, jedenfalls könnte ich mir das nicht vorstellen. Guardiola verdient in München auch fürstlich, hätte anderswo aber sicherlich noch eine Ecke mehr kassieren können. Ich bin überzeugt davon, dass eben diese Einstellung sich auch in der Leistung widerspiegelt – wenn du willst die letzten Prozent, die den Unterschied zwischen Internationaler Klasse und Weltklasse ausmachen.

      Hazard ist stark, keine Frage. Er hat auch das Zeug zu einem Weltklassespieler. Aber bis man von Weltklasse sprechen kann, bedarf es in meinen Augen 3-4 Jahre konstanter, herausragender Leistung. So gesehen ist Schweinsteiger für mich auch eine Art Wackelkandidat, da er (verletzungsbedingt) schon seine Schwanker hatte. Aber 2009/10 und 2012/13 war er überragend und ohne Zweifel der Kopf der Mannschaft.

      Simeone mag das Spiel von Barca gestern erstickt haben. So sind Chelsea ja auch seine Titel gelungen. Hinten dicht stehen und vorne hilft der liebe Gott (bzw. 2012 Drogba). Aber er hat eben den Supercup verloren. Herzlichen Glückwunsch, nicht die Hucke voll bekommen. Aber Titel gewinnst du so nicht. Es sei denn, dein Gegner scheidet am Unvermögen (Bayern 2012) oder du hast einfach unfassbaren Dusel. Selbst im EL Finale hatte Chelsea großes Glück, nicht deutlich zurückzuliegen, auch wenn sie das Spiel später dann im Griff hatten und letztlich nicht unverdient gewonnen haben. Gegen Benfica – nichts gegen Benfica, aber das ist eine andere Kategorie als Bayern, Barca, Dortmund oder Juve (die dieses Jahr bestimmt noch ein Stück weiter sein werden).

      Mourinho fehlt vorne noch ein Stürmer. Den wird er jetzt ja aller Voraussicht nach mit Eto´o bekommen. So gesehen hätte Mourinho eigentlich besser zu Bayern gepasst als Guardiola. Ich finde, dass Bayern das eindeutig bessere Spielermaterial für den Fußball Mourinhos hat. Aber gut, das ist jetzt noch mal ein ganz anderes Thema.

      • anandvishwanathan schreibt:

        @Ryukyu
        Zum Thema Mou oder Guardiola:
        Als bei Bayern plötzlich solche Namen wie Tuchel oder Schoill ( Okt. 2012 ) für die Nachfolge von Don Jupp gehandelt wurden, habe ich Mou oder Guardiola vorgeschlagen. Mou stand dabei an erster Stelle.

        Bei Mou wäre jedoch das Problem entstanden dass die Journalistenschaft eine Zeltstadt an der Säbener Str. errichtet hätte. Da hätte der Ausnahmezustand geherrscht.
        Ob die Kombination Hoeness / Mourinho / Sammer eine „soft landing“ geworden wäre ist mehr als zweifelhaft. Keine Frage, die Presse hätte jubiliert.

        Mou hätte das 4-2-3-1 fortgeführt und Götze eingebaut. Möglicherweise wären ihm auch Khedira + Özil nach München gefolgt.
        So aber haben wir Pep mit Thiago.

        Im Übrigen gab es Gespräche mit Mou + Barca in 2008 bevor Pep als Coach von Barca B zu Barca A aufgestiegen ist. Mou wollte Pep als Assistent. Die Geschichte hat der ehemalige Vizepräsi von Barca ausgeplaudert.
        Die Fehde zwischen Mou und Pep existiert also spätestens seit 2008.

        Die Bayernführung hat sich entschieden und man muss nach Vorne schauen.
        Wir hoffen das Beste für die Kombi Hoeness + Sammer + Pep. .

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