Guardiola zur Situation auf der 6

„Bastian ist ein unglaublicher Spieler. Er hat viel Erfahrung und er liebt Bayern München. Er ist aber noch nicht ganz fit. Er braucht noch mehr Zeit. Das sagt er mir und das sagen die Ärzte auch. Ich weiß noch nicht, ob ich mit einem oder zwei defensiven Mittelfeldspielern spielen werde. Thiago ist fit und ich muss im Moment mit den fitten Spielern arbeiten. Wir haben einen großen Kader und jeder will spielen. Wir werden sehen.“

Josep Guardiola, 30.07.2013.

Der Bayern-Trainer adressierte auf der Pressekonferenz am Dienstag eins der heißesten Themen der vergangenen Tage sehr direkt. Zum einen stellte er klar, dass Schweinsteiger auf Grund seiner Verletzungspause noch ein Stück Fitness fehlt und er deshalb auch gegen Dortmund verhältnismäßig wenig Spielzeit bekam. Wer Guardiola auf der PK über seinen Co-Kapitän sprechen hörte, der weiß, dass die medialen Prophezeiungen über eine Versetzung Schweinsteigers ins zweite Glied aus der Luft gegriffen sein dürften. Auch Sammer („Wer Schweinsteiger in Frage stellt, ist respektlos“) äußerte sich heute entsprechend deutlich.

Interessant war auch, dass Guardiola erstmals einräumte, dass auch eine Variante mit zwei 6ern wie in der Vorsaison absolut nicht ausgeschlossen ist. Auch eine offensivere Ausrichtung der Doppel 6 mit Schweinsteiger und Thiago halte ich zu diesem Zeitpunkt nicht für ausgeschlossen, zumal Martínez heute im Mannschaftstraining offensichtlich mit den Innenverteidigern trainierte. Es bleibt also taktisch weiter vieles offen. Lasst uns abwarten.

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17 Antworten zu Guardiola zur Situation auf der 6

  1. Ryukyu schreibt:

    Das sind doch super Nachrichten. 🙂

    Ich bin jedenfalls deutlich entspannter jetzt. 🙂

  2. fwrewre schreibt:

    Ein klares Bekenntnis zu Schweinsteigher sieht doch aber anders aus als „wir werden sehen“

  3. Basedow schreibt:

    Wir werden sehen bezieht such mMn darauf ob mit 66 oder 6 gespielt wird. Er meint weiters, er MUESSE thiago einsetzen, weil nicht alle fit sind.
    Einst sagte er zudem, der spanier könne im mittelfeld alle positionen spielen.
    Schweinsteiger hingegen ist nur auf der 6oder 8 ideal eingesetzt, dass wird guardiola whrsl. Nicht anders sehen…

    Es deutet mMn daher viel auf schweini auf der 6, thiago auf der offensiven 6 bzw. 8 hin

    • Basedow schreibt:

      PS: ist martinez eurer meinung nach agil und sprintstark genug für die iv? Ich habe wirklich nie darauf geachtet, wie schnell er ist, also bitte einfach eine direkte antwort 😉

      • Ryukyu schreibt:

        Martinez ist auf jeden Fall eine Ecke schneller als van Buyten. 😛 Vor allem wirkt er beweglicher. Er bringt alle Fähigkeiten mit für einen IV, da er auch physisch stark ist. Wobei er auf der 6 (zumindest nen Schweinsteiger) dermaßen stark ist, dass ich mir kaum vorstellen kann, dass er in der IV noch wertvoller ist. Außerdem muss ich gestehen, dass ich ein großer Fan von Boateng geworden bin. Er spielt ab und zu zwar noch etwas riskant, zumindest wirkt das so im Fernsehen, wenn er mal wieder mit Schwung einen Spieler abgrätscht. Kommt er in solchen Situationen mal einen Tick zu spät, geht er vermutlich direkt duschen. Aber er trifft fast immer die richtige Entscheidung, wann er so in einen Zweikampf geht. Das ist auch eine Frage der Erfahrung. Ich fand ihn letzte Saison insgesamt sogar noch stärker als Dante, was natürlich auch Dantes leichtem Abfall im letzten Saisondrittel geschuldet ist. Er hat sich richtig gut entwickelt. Dazu ist er sehr athletisch und dynamisch. Von ihm kann man noch einiges erwarten in meinen Augen. Das würde dann u.U. für Dante die Bank bedeuten. Und dann stehen da noch van Buyten und Kirchhoff. Badstuber lasse ich jetzt mal außen vor, der ist für diese Saison ja erst mal keine Option. Jedenfalls hat Bayern jetzt das erste Mal seit Jahren wirkliche Alternativen in der IV und muss nicht auf Tymoshchuk zurückgreifen.

      • km schreibt:

        Guardiola geht es bei den Innenverteidigern auch mehr als vielleicht anderen Trainern darum, dass sie erstens erkennen wann sie rausrücken müssen und den dann folgenden Zweikampf fast sicher gewinnen. Ich denke Martinez ist zumindest für diese Aufgabe prädestiniert, wie es mit dem Standardhandwerk auf der IV bei ihm aussieht, weiß nicht..

  4. Pingback: #Link11: Der Untergang des Fußballs | Fokus Fussball

  5. Basedow schreibt:

    Genau, ich denke dass martinez die rolle des proaktiven IV, ähnlich wie pique oder eher david luiz, einnehmen wird

    Diese ist der des defensiven 6ers im heynckes system ähnlich, er wird mMn verstärkt auf die 2. Bälle gehen und zum zweikampf herausrücken, während boateng bzw dante absichert

    Deshalb sehe ich ihn nicht verschwendet auf der position

  6. Spanische Fliege schreibt:

    Was passiert eigentlich wenn Sokratis beim BVB in die IV geht und Hummels auf die 6 vorrückt- so eine Art deutscher Yaya Toure. Hummels und Gündogan zusammen im DM dann könnte Sahin auf die 10. Ebenso denkbar dass Sahin neben Hummels spielt und Gündogan wie gegen die Bayern beim 2:4 auf die 10 rückt.
    Santana war zu instabil. Warten wir ab wie sich Sokratis beim BVB entwickelt. Sobald Sokratis sehr stabil mit Subotic funktioniert könnte Kloppo auf „dumme“ Gedanken kommen.

    Wir brauchen wohl kaum darüber zu diskutieren wie gut Hummels in die aktuelle Elf der Bayern passen würde. Mir ist als mache der FCB bei Emre Can den selben Fehler den man bei Mats gemacht hat. Emre Can hat ein extrem großes Potential. Erleidet ihn das Schicksal welches Paul Pogba bei Man United unter SAF getroffen hat?

    Pep hat bereits erkannt dass Emre Can ein ernsthafter Konkurrent für Martinez auf der 6 wäre. Zur Zeit ist Martinez der Einzige bei den Bayern der die alleinige 6 bekleiden könnte. Busquets ist der zur Zeit Weltbeste auf dieser Position. Man hat jedoch schon seit April 2012 gesehen dass Puyol immer mehr Schwächen gezeigt hat. Gleichwertigen Ersatz für ihn gab es nicht.
    Die 6 er Position darf man nie alleine betrachten sondern stets als Mosaikstein eines perfekt funktionierenden Kollektivs.

    Denke heute gegen Sao Paulo hat jeder gesehen wie langsam der Aufbau über die 6 ging. Erst durch Kirchhoff kam der Ball schnell ins OM oder gar direkt in die vorderste Linie- teilweise sehr riskant. BS31 spielt immer den sicheren Pass- er steht somit für Stabilität und Ballsicherheit. Gustavo hat die beste Passquote aller 6 er- saß jedoch heute auf der Bank. Der brasilianische Balldieb wird ebenso unterschätzt wie Emre Can.

    • Anni schreibt:

      Ist es nicht egal, was die in Dortmund machen?

      Und was Can angeht, so leben die Diskussionen über ihn von der unterstellten Prämisse, dass er gut genug ist, um sich einen Platz im Bayern-Team zu erspielen und dies so auch noch zu verbessern.
      Für diese Unterstellung sprechen einige seiner Leistungen (u.a. bei der u-sonstwas Nationalmannschaft). Dagegen sprechen seine „Lustlosigkeit“ unter dem Talentschmied Scholl und einige Auftritte bei der ersten Mannschaft. Er bewies sicherlich Engagement und körperliche Stärke, aber hatte oftmals auch kleine technische Fehler in seinem Spiel, z.B. Stockfehler. Für eine Ballbesitzorientierte Mannschaft ist das immer ein Problem, gerade bei Spielern, die zentral defensiv spielen.

      Was die Frage nach einem Sechser angeht, so scheint die mir etwas ungenau zu sein. Es müsste eher gefragt werden in welchen Situationen zwei Spieler die Sechser-Funktion einnehmen oder eben nicht. Beispielsweise haben die Bayern unter Heynkes im Pressing bei gegnerischen Ballbesitz meistens eine 442 Formation gewählt. Im eigen Ballbesitz sah das natürlich ganz anders aus. Gerade Schweinsteiger wechselte im eigenen Ballbesitz gelegentlich von einem Sechser zu einem Achter, während Martinez meistens, aber nicht immer, etwas defensiver spielte.

      Kurz: es kommt darauf an wie in bestimmten Situationen Funktionen ausgefüllt werden. In einem möglichen Mittelfeld aus Schweinsteiger, Kroos und Alcantara könnten alle drei eine Sechserfunktion ausfüllen. Ebenso könnten sie auf eine Formation mit zwei oder gar drei Sechsern wechseln. Und das obwohl sie als vermeintliches 433 aufgestellt sind.
      Wenn ich Guardiola richtig verstanden habe, dann will er, dass die Spieler insgesamt flexibler spielen, was die Systemfrage in den Hintergrund rücken würde. Anstatt von einem System (und den „starren“ Rollen darin) zu sprechen würde es vielleicht helfen von prozessualen Formations(abläufen) (und Funktionen darin) zu reden.

      • Spanische Fliege schreibt:

        Annie schreibt. „ist es nicht egal was die in Dortmund machen?“
        Sehr intelligent. Mit solch einer Einstellung hat man wohl schon so manches wichtige Spiel der letzten Jahre gegen den Hauptkonkurrenten der BL verloren. Gerade Pep ist doch bekannt dafür seine Spieler und deren Lifestyle genauestens überwachen zu lassen. Was bedeutet dies wohl für die Gegner?

        Erfolg ist planbar.

        Die Kritik an Emre Can teile ich nicht, erinnert mich eher an den Umgang mit Paul Pogba ( bei Man United ) der jetzt bereits 40 Mio wert ist und aus dem Team von Juve nicht mehr wegzudenken ist. Sein N11 Kollege bei FRA namens Varane hat eine ähnliche Entwicklung genommen- man muss ihnen eben die notwendige Spielpraxis geben. Stellt man sie nicht auf, wechseln sie weit unter Wert, und werden aller Wahrscheinlichkeit nach nie wieder zurückkehren ( siehe Mats Hummels).

        Zidane hat Varane entdeckt. Conte hat die sagenhaften Talente von Pogba erkannt. Pep ist u.a. dafür bekannt einen Busquets exakt auf seine Rolle vorbereitet zu haben.

        Recht gebe ich dir natürlich bezüglich des Gesamtkontext in den ein 6er eingebunden ist. Das extrem erfolgreiche Pressing / Gegenpressing System von Pep bei Barca basiert auf einheitlicher Stammzellenformation- sie funktionierten also wie EIN Organismus. Dies betrifft genauso die Abwehrformation.
        Auf diese Weise kann Dominanz erzeugt werden- wie es Pep bei Barca über 2-3 Jahre gelungen ist.

        ERNEUERT sich ein Organismus jedoch nicht, und passt sich eben nicht an eventuell gestiegene Anforderungen an, dann bleiben nur die alterprobten Mittel. Dies führt dazu dass man immer mehr stagniert ( Messidependencie ) und letztendlich klar geschlagen wird ( Bayern – Barca 7:0 im CL HF ).

        Erneuerung führt im Idealfall zur Evolution. Die notwendige Zwischenstation zur Evolution heißt Revolution. Deshalb sprechen wir ja auch momentan von der „Pep Revolution“.
        Die Bayern haben nach dem CL Titel 2001 exakt 12 Jahre gebraucht für ihren Prozess.
        Real folgte in 2002 als CL Sieger und so sieht es meiner Meinung auch diesmal wieder aus. Real ist für mich der Favorit in dieser CL Saison- es sei denn die Pep Revolution wird zum „jump start“.
        Real hat sich am System der Bayern aus der letzten Saison orientiert.

        Pep weiß wie wichtig aber auch riskant die Erneuerung ist. Der Ausgang ist völlig offen.
        Für die deutschen N11 Spieler kommt die „Pep Revolution“ hinsichtlich der WM 2014 in BRA nicht zum richtigen Zeitpunkt. Sie werden aller Wahrscheinlichkeit nach die Opfer sein ( Boateng, Kroos, BS31, Müller).

      • Anni schreibt:

        „Annie schreibt. “ist es nicht egal was die in Dortmund machen?”
        Sehr intelligent. Mit solch einer Einstellung hat man wohl schon so manches wichtige Spiel der letzten Jahre gegen den Hauptkonkurrenten der BL verloren. Gerade Pep ist doch bekannt dafür seine Spieler und deren Lifestyle genauestens überwachen zu lassen. Was bedeutet dies wohl für die Gegner?“

        Mir ist tatsächlich immer noch unklar warum wir hier über mögliche Dortmunder Fromationen spekulieren sollten. Wenn Klopp so blöd wäre Hummels aus der Abwehr ins Mittelfeld zu ziehen, dann wäre er doch selber schuld. Zum einen schwächt er durch den Ex-Werderaner Sokratis die eigene Abwehr, zum anderen macht er den Spielaufbau wesentlich pressinganfälliger.
        Ein Trainer wie Guardiola, der sich bei Barcelona nachweislich als guter Matchtrainer gezeigt hat, wird damit umgehen können. Falls ein solches Spiel anstehen würde, wäre es dann sinnvoll über solche Formationen und die damit zusammenhängenden Taktiken zu reden. Aber jetzt gegen Ende der Vorbereitung, noch bevor die Saison gestartet ist?
        Was das mit dem Lifestyle der Spieler oder deren womöglicher Überwachung zu tun haben soll, habe ich leider nicht verstanden.

        Auch bin ich nicht dafür biologi[sti]sche Metaphern auf einen sozo-ökonomisches Phänomenzusammenhang anzuwenden, aber das ich vielleicht Ansichtssache.

        Ach ja, und ich sehe auch keinen Grund von einer „Pep Revolution“ zu sprechen. Zum einen ist mir das noch zu früh. Noch befindet man sich in der Vorbereitungsphase. Wichtige Spieler wie Schweinsteiger, Martinez und Dante sind gerade erst zurückgekehrt, bzw. sind jetzt erst wieder einsatzfähig. Gerade die Sechser-Diskussion greift dadurch zu weit vor. Ohne Martinez, Scheinsteiger und Gustavo, wen hätte Guardiola denn spielen lassen sollen? Mal war es Kroos, zuletzt dann Thiago – waren das nicht naheliegende Optionen? Wie sich das Mittelfeld der Bayern darstellt wird sich erst zeigen, denn Guardiola wird wohl erstmal mit den Rückkehrern arbeiten wollen, bevor er darüber entscheidet. Zum anderen würde ich gerne zu Bedenken geben, dass die Bayern sich seit van Gaal (oder vielleicht schon seit dem Scheitern von Felix Magath) versuchen „neu zu erfinden“. Seit van Gaal findet hier eine Entwicklung statt, die auf offensiven und dominanten Ballbesitzfußball ausgerichtet ist. Wenn es diesbezüglich jemals eine Revolution gab, dann unter van Gaal. Erinnert euch doch mal an den Robben-Transfer. Da musste van Gaal der Vereinsführung zusichern, dass man auch mit Robben 442 spielen kann. Heynkes hat die Arbeit van Gaals weiterentwickelt. Neben der defensiven Stabilität hat er eine offensive Fluidität eingeführt, bzw. verstärkt. Ähnlich hat Guardiola in Barcelona mit dem Positionsfußball seiner Vorgänger gebrochen und mehr auf Dynamik, Gegenpressing und Fluidität gesetzt. Auf mich wirkt Guardiola deshalb wie eine konsequente Fortschreibung der eingeschlagenen Richtung, in die sich der Spielstil des FC Bayern entwickeln soll.

      • Spanische Fliege schreibt:

        @Annie

        Wäre sicher dumm Mats Hummels auf die 6 zu ziehen ( Ironie). Bei der Übersicht, Zweikampfstärke, dem hervorragenden Stellungsspiel und der Klasse im Spielaufbau. Zudem könnte er viele Lochpässe aus besserer Position spielen. Auf der 6 könnte er einen noch zentraleren Einfluss auf das Spiel seines Teams nehmen.

        Warum steht Yaya Toure nicht auf der IV Position? Genau, weil er die zentrale Schaltstation bei Man City ist. Erste Hz. ohne Yaya kam City kaum aus der Münchener Umklammerung heraus. 2. Hz. mit Yaya war es ein komplett anderes Match.
        Und mit wem hat sich Pep direkt nach Spielschluss auf dem Feld unterhalten? Exakt, mit Yaya Toure. Ein „unglaublicher Spieler“ würde Pep wohl sagen. Einer der den Unterschied aus macht. Pep versteht natürlich sofort dass eine solche Qualität den Spielverlauf merklich verändern kann.

        Fazit 1: der FCB kann sich nicht nur auf sich selbst konzentrieren. Es geht auch darum möglichst ideal auf den jeweiligen Gegner eingestellt zu sein.

        In den ersten 30 Minuten gegen Man City haben die Bayern praktisch Powerplay gespielt. Hervorragendes Pressing, Nachrücken, dem Gegner nur minimale Reaktionszeiten gewährt. Die IV war direkt am Mann und hat sofort bei Ballannahme effektiv gestört. Allein die Verwertung der Chancen hat gefehlt. Die Effizienz fehlte.
        Aber wie gesagt, der zentrale 6er von Man City saß auf der Bank.

        BS31 auf der 6 und Thiago meist auf der 8. So wurde enormer Druck ausgeübt. Ein deutlicher Unterschied zum Spiel gegen den BVB ( Thiago auf der 6 + BS31 nur Kurzeinsatz ). Diese erste halbe Stunde gegen Man City hat bereits klar die Handschrift von Pep bei den Bayern gezeigt. In jedem Falle ein großer Schritt vorwärts.

        Fazit 2: Man spielt so gut wie es der Gegner zulässt. Yaya Toure hat es heute verdeutlicht. Für mich aktuell der stärkste 6er der PL.

      • Spanische Fliege schreibt:

        @Annie
        Zitat: „Seit van Gaal findet hier eine Entwicklung statt, die auf offensiven und dominanten Ballbesitzfussball ausgerichtet ist. Wenn es diesbezüglich jemals eine Revolution gab, dann unter van Gaal.

        Heynkes / Sammer haben die Prozesse bei den Bayern annähernd perfekt veredelt. Van Gaal hat den Ballbesitzfussball von Cruyff abgekupfert. Defensiv hat er bewusst oder unbewusst erhebliche Fehler gemacht ( Contento, Butt ). Deshalb ist er gescheitert. Sein ehemaliger Assist bei Barca Namens Mourinho ist auf ähnliche Art und Weise bei Real gescheitert ( Lopez, Arbeloa, Carvalho ). In beiden Fällen wurde die Defensive bewusst oder unbewusst verunsichert und wurde so zum Schwachpunkt.

        Heynkes / Sammer haben exakt diese defensiven Schwachpunkte bei den Bayern ausgemerzt. Zudem haben alle drei Neuerwerbungen ( Dante, Mandzukic, Martinez ) eingeschlagen. Man hat sich also perfekt verstärkt.

        Die Überladung mit Lahm / Robben sowie Alaba / Ribery sowie die Doppelsechs mit BS31 / Martinez gehörten zu dem Besten was es weltweit zu bestaunen gab,
        Heynkes / Sammer / Hermann haben dies in ihr spieltaktisches System des 4-2-3-1 wunderbar eingebettet.
        Die Harmonie und Balance des Teams hat sich seit der Absetzung von van Gaal in 2011 immer weiter verbessert.

        Pep hat eine Revolution im Kopf. Er ist aber schlau genug diese Schritt für Schritt durchzuführen. Ob das neu Geschaffene dann letztendlich besser ist als die Balance + Harmonie der Kombi Heynkes / Sammer / Hermann werden wir sehen.

        Pep hat keinen Messi beim FC Bayern. Mal sehen ob er eine andere ähnlich effiziente Lösung findet…. ?
        Sein Fokus liegt darauf im MF eine fluide + flexible Raute zu installieren, sowie diese dann durch Effizienz im Abschluss zu veredeln. Dazu muss das Team wie EIN Körper funktionieren .

      • Anni schreibt:

        „Wäre sicher dumm Mats Hummels auf die 6 zu ziehen ( Ironie). Bei der Übersicht, Zweikampfstärke, dem hervorragenden Stellungsspiel und der Klasse im Spielaufbau. Zudem könnte er viele Lochpässe aus besserer Position spielen. Auf der 6 könnte er einen noch zentraleren Einfluss auf das Spiel seines Teams nehmen.“

        Ja, meiner Meinung wäre es sehr unklug. Warum?
        1. Eine eklatante Schwächung der Abwehr.
        2. Die Spieleröffnung aus der Defensive heraus wird schwieriger. Gerade bei Weidenfeller im Tor und Subotic und Sokratis in der Innenverteidigung.
        3. Dadurch auch eine wesentlich größere Anfälligkeit für (passives) Angriffspressing, bzw. Pressing im Allgemeinen. Womöglich müssten viele Angriffe von Piszczek oder Schmelzer initiiert werden.
        4. Hätte der Spieler weniger Zeit um seine langen Bälle zu spielen, da er im Mittelfeld eher angegangen wird.
        5. Seine Stärke im Pressing und Gegenpressing, was das wichtigste Mittel im Dortmunder Spiel ist, müsste er erst noch beweisen.
        6. Seit wann ist der denn bitte schön ein Lochpassspieler im Mittelfeld?
        7. Wenn die mit zwei Sechsern spielen, dann sind sie mit dem Ex-60er Bender, dem Ex-Clubberer Gündogan, dem Real Madrid-Spieler Sahin bereits bestens besetzt. Zumal Gündogan mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit nicht längerfristig auf die Zehn geschoben wird, da dies Mkhitaryan spielen wird.
        8. Auch wenn Hummels im defensiven Mittelfeld ausgebildet wurde, um besser als Innenverteidiger spielen zu können, ist es doch immer fraglich, ob es sinnvoll ist Spieler auf „neue“ Positionen zu schieben, gerade dann, wenn ein Team so stark auf Eingespieltheit bei gruppentaktischen Mitteln setzt.

        Zwar war Toure eine Option besser mit dem Pressing fertig zu werden, jedoch nicht notwendigerweise die einzige. Ein spielstarker und pressingresistenter Innenverteidiger hätte den Bayern das Spiel auch in der ersten Hälfte schon schwerer machen können.

      • Spanische Fliege schreibt:

        @Annie

        Ja viele richtige Punkte die Du da ansprichst. Hummels ist nur dann eine Alternative auf der 6 sobald Sokratis neben Subotic voll überzeugen kann- wurde auch bereits erwähnt. Zudem müssten neue Lösungen für den Spielaufbau beim BVB gefunden werden.
        Du erwähnst es ja selber dass Mats auch im DM ausgebildet wurde.

        @Annie schreibt:
        „Auch wenn Hummels im defensiven Mittelfeld ausgebildet wurde, um besser als Innenverteidiger spielen zu können, ist es doch immer fraglich, ob es sinnvoll ist Spieler auf “neue” Positionen zu schieben, gerade dann, wenn ein Team so stark auf Eingespieltheit bei gruppentaktischen Mittel setzt.“

        Positionstreue ist wohl unter Pep ein Fremdwort. Auch der BVB könnte die Positionswechsel forcieren um eben schwieriger auszurechnen zu sein. Wer sich Gedanken darüber macht ob Martinez auf der IV verschwendet wäre könnte sich ebenso fragen ob nicht auch Mats Hummels auf der 6 seinem Team noch mehr helfen könnte.

        Als Vorbild dient mir Yaya Toure. Und Mats ist 6 Jahre jünger. Von der Größe geben sich Yaya Toure, Javi Martinez und Mats Hummels nicht viel. Mit lediglich 26 Mio Marktwert wird Hummels von diesem Trio am Geringsten bewertet. Warum wohl?!

        Die erste halbe Stunde im Match gegen Man City gestern hat klar gezeigt welchen Fussball Pep bei den Bayern spielen lassen will. Der Endpunkt ist dann eine Performance wie von Barca bei jenem 5:0 am 29.11.2010 gegen Real.
        BS31 auf der 6 und Thiago auf der 8 passt deutlich besser als alle bisherigen Varianten.
        Denken wir Götze noch in das Team hinein dann kommen wir der Stammelf bereits recht nahe.

  7. Spanische Fliege schreibt:

    Ein Kommentar allgemein zum alleinigen 6er.

    Wer glaubt allen Ernstes dass ein Sechser ( womöglich noch Thiago oder Kroos ) reicht um Teams wie Real, Man City oder Barca zu stoppen?

    Real: CR7 + Benzema + Bale mit Isco und Özil dahinter. Alonso, Illaramendi auf der 6. Ancelotti.
    Barca: Messi + Neymar mit iniesta + Xavi dahinter. Busquets auf der 6. Tata Martino.
    Man City: Silva + Dzeko + Aguero + Jovetic + Navas. Yaya Toure auf der 6. Pellegrini.

    Gegen solche geballte Offensivpower inklusive hoher Coaching Kompetenz mit nur einem 6 er zu spielen erinnert an „Ratatouille“.

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