Warum Bayern Rafinha halten sollte

Es ist verständlich, dass der kleine Brasilianer nach zwei persönlich mittelmäßigen Jahren über einen Wechsel nachdenkt. Als er im Jahr 2011 aus Genua zu den Bayern wechselte, sollte er die Dauerbaustelle auf der rechten Abwehrseite schließen. Philipp Lahm schien sich mit der linken Abwehrseite angefreundet zu haben und sollte gemeinsam mit Rafinha ein offensives Außenverteidigerpaar bilden. Rafinha begann die Saison 2011/2012 als Stammspieler. Seine Leistungen waren allerdings zu oft nur Durchschnitt. Heynckes verwarf während der Saison seine ursprünglichen Pläne und setzte zunehmend auf David Alaba auf Links und beorderte Philipp Lahm wieder nach Rechts. Weil Alaba durchweg überzeugte und spätestens im Champions League Halbfinale gegen Real Madrid endgültig in die Weltklasse vorstieß und Lahm ohnehin unantastbar ist, blieb für Rafinha nur noch die Backup-Rolle.

Das änderte sich auch in dieser Saison nicht. Zwar rotierte Heynckes gerade zum Ende der Saison mehr, dennoch kam Rafinha nicht über sechs Startelf-Einsätze hinaus. Er schoss dabei immerhin zwei Tore und bereitete einen weiteren Treffer vor.

Aus meiner Sicht sollte Bayern trotz dieser Ausgangslage versuchen Rafinha zu halten. Bayern benötigt auf jeder Position einen Backup, der in Bundesliga und Champions League den Ansprüchen genügt. Außerdem wird Philipp Lahm nicht jünger und Guardiola ist gut beraten Heynckes Willen zur Rotation in der kommenden Saison fort zu führen. Richtig gute Außenverteidiger gibt es wenige. Es dürfte zudem schwierig werden einen guten Rechtsverteidiger zu einem Wechsel zu überreden, wenn von vornherein klar ist, dass der direkte Konkurrent Lahm heißt. Natürlich gäbe es immer noch die Möglichkeit Jerome Boateng auf Rechts zu ziehen, doch das hat in der Vergangenheit nur mäßig funktioniert.

Rafinha ist ein solider Außenverteidiger. Er ist ein giftiger Zweikämpfer (62 Prozent der Duelle am Boden gewonnen), er hat die Dynamik und die Spielintelligenz mit dem Ball am Fuß bis zur gegnerischen Grundlinie vorzudringen. Er ist keiner, der ein Spiel entscheidet und er ist ein Heißsporn, der wie zuletzt gegen Dortmund für eine unnötige Gelbe oder Gelb-Rote Karte gut ist. Aber ich hätte auch wenig Bedenken ihn bei einer Verletzung von Lahm auch in wichtigen Spielen in die Startelf zu stellen. Das ist viel Wert. Rafinhas Vertrag läuft noch bis 2014. Bayern sollte versuchen ihn von einem Verbleib zu überzeugen.

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