FC Bayern – SV Werder Bremen 6:1 (2:0)

FC Bayern – SV Werder Bremen 6:1 (2:0)
FC Bayern Neuer – Lahm, Boateng, Dante, Contento – Luiz Gustavo, Martinez (52. Tymoshchuk) – Robben, Shaqiri (72. Pizarro), Ribéry – Gomez
Ersatz: Starke, Alaba, Kroos, Müller, Mandzukic
SV Werder Bremen Mielitz – Gebre Selassie, Prödl, Lukimya, Schmitz – Junuzovic, Ignjovski – Arnautovic, Hunt (46. Pavlovic), De Bruyne – Petersen
Schiedsrichter: Marco Fritz (Korb)
Zuschauer 71.000 (ausverkauft)
Tore: 1:0 Robben (25.), 2:0 Martínez (28.), 3:0 Gebre Selassie (49. / Eigentor), 4:0 Gomez (51.), 4:1 De Bruyne (58.), 5:1 Ribéry (86.), 6:1 Gomez (89.)
Gelbe Karten: – / Junuzovic, Pavlovic
Rote Karten: Prödl (44. / Notbremse)

Auch wenn es bei den Bayern zurecht verpönt ist zu früh über eine mögliche 23. Deutsche Meisterschaft zu sprechen, lehne ich mich mal ganz weit aus dem Fenster…………… Werder wird in dieser Saison wohl nicht Meister…………………………. Bayern erledigt die Pflichtaufgabe im Nord-Süd-Gipfel in beeindruckender Manier und kann sich jetzt auf ein dringend notwendiges Statement im Pokal gegen Dortmund unter der Woche konzentrieren.

3 Dinge die auffielen:

1. Martinez und Luiz Gustavo im Praxistest

Erstmals spielten Javi Martinez und Luiz Gustavo in der Bundesliga gemeinsam von Beginn an auf der Doppel 6. Bisher war diese Variante nur eine theoretische Option, da Schweinsteiger seit dem Martinez-Transfer nur am 14. Spieltag gegen Freiburg pausierte und dort von Toni Kroos vertreten wurde. Dass der Sieg gegen zu Beginn sehr konzentrierten Bremer so deutlich wurde, lag maßgeblich an den beiden defensiven 6ern. Mit ihrer Zweikampfstärke und ihrem enormen Druck auf den Ball raubte Werder jegliches Tempo im Konter. Viel versprechende Gegenstöße über die agilen de Bruyne und Hunt erstickten die beiden frühzeitig mit zahlreichen abgefangenen Bällen und Ballgewinnen im Zweikampf. Diese Dominanz im Zentrum war der Schlüssel zum Erfolg. Vor allem Martinez gefiel zudem als Ballverteiler. Während Luiz Gustavo vor allem horizontal agierte, spielte der Spanier viele gute vertikale Bälle und stieß auch selbst mit dem Ball am Fuß tief in die gegnerische Hälfte vor. Der Praxistest war erfolgreich und schreit nach einer Wiederholung!

2. Die Rotierten

Das Spiel stand ganz klar unter dem Zeichen der Heynckeschen heavy Rotation. Bayern brauchte einige Minuten, um mit dem neuen Personal den Rhythmus aufzunehmen. Während Boateng beinahe beschäftigungslos blieb, gefielen Gomez (der beim Torjubel erschreckend gleichgültig wirkte), Shaqiri und vor allem Robben mit hoher Laufbereitschaft und Effizienz im letzten Drittel. Robben war deutlich mehr als früher ins Kombinationsspiel eingebunden und verzichtete weitgehend auf allzu aussichtslose Dribblings gegen 2 oder 3 Gegenspieler. Als nach innen ziehender Linksfuß gibt er dem Bayernspiel eine etwas andere Ausrichtung als mit Thomas Müller auf der rechten Seite. Vor allem Lahm bieten sich damit mehr Möglichkeiten zum Hinterlaufen – wie vor dem 1:0, das der Kapitän über rechts mustergültig vorbereitete. Eigentlich fiel nur Diego Contento deutlich ab, der sich auf rechts einige Male von Arnautovic oder de Bruyne überlaufen ließ und offensiv zu viele Fehler machte. Dass er an Alaba nicht vorbei kommt ist klar, aber durch Spiele wie gegen Bremen entscheidet sich, ob er eine Zukunft als Backup in München hat. Dafür muss in weiteren Bewährungschancen etwas mehr kommen.

3. Petersen kann sich nicht auszeichnen

Nils Petersen, der an Bremen ausgeliehen ist, durfte bei seinem Stammverein vorspielen, um sich für eine mögliche Rückholaktion zu empfehlen. Bei dem Spielverlauf gab es für den Stürmer jedoch keine Chance sich auszuzeichnen. Petersen ist ein überdurchschnittlicher Bundesliga-Stürmer, der für 10-15 Tore gut ist und der seinen Weg machen wird. Den allerhöchsten Ansprüchen des FC Bayern genügt er jedoch nicht und wird hoffentlich eine Chance bekommen sich in Bremen weiter zu entwickeln.

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3 Antworten zu FC Bayern – SV Werder Bremen 6:1 (2:0)

  1. Wewew schreibt:

    Wie würdest du den Unterschied einer Doppelsechs mit Gustavo-Martinez zu Schweinsteiger-Martinez beschreiben? Aggressiveres Pressing und mehr defensive Stabilität, aber weniger Offensivkraft?
    Weiters interessiert mich, da ich das Spiel leider verpasst habe, welcher den offensiveren Part innehatte, oder wechselten sich die beiden damit ab?

    PS: Denkst du, so wie ich, dass Boateng Van Buyten wieder ersetzten wird? Gegen Arsenal war dieser mMn fantastisch, und in der Spieleröffnung scheint er sich gesteigert zu haben. Einzig seine fehlende Schnelligkeit macht mir Sorgen.

  2. derbayernblog schreibt:

    Der große Vorteil der nominell defensiveren Doppelsechs ist wirklich das aggressivere Pressing im Zentrum. Schweinsteiger ist ein ordentlicher Zweikämpfer. Martinez und Luiz Gustavo sind herausragende Zweikämpfer – das hat sich gegen Bremen ausgezahlt. Martinez hat den deutlich offensiveren Part übernommen und hatte mehr Ballkontakte in der Bremer Hälfte als Gustavo. Bremens Pressing war jedoch insgesamt sehr zurückhaltend. Schweinsteigers Pressingresistenz im Zentrum wird gegen Gegner wie Dortmund, Mainz dann auch wieder wichtiger…

    van Buyten spielt bisher grandios. Ich kann momentan nicht voraussagen, ob Boatengs Reservistenrolle wirklich allein auf Grund der Arsenal-Situation entstanden ist, oder ob van Buyten auch so die Nase vorn hat. Ich bin gespannt auf die nächsten Wochen – Das Pokalspiel gegen Dortmund wird hier der erste Gradmesser sein.

  3. Pingback: Die Bundesligaschau für Montag, den 25.02.2013 | Fokus Fussball

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