FC Bayern – 1899 Hoffenheim 2:0 (1:0)

FC Bayern – 1899 Hoffenheim 2:0 (1:0)
FC Bayern Neuer – Lahm, Boateng, Dante, Badstuber – Martínez (86. Luiz Gustavo), Schweinsteiger – Müller (26. Shaqiri), Kroos, Ribéry (89. Rafinha) – Mandzukic
Ersatz: Starke, Van Buyten, Tymoshchuk, Pizarro
1899 Hoffenheim Casteels – Beck, Delpierre, Compper, Johnson – Williams, Rudy – Ochs (73. Schröck), Roberto Firmino, Usami (63. Volland) – Joselu (63. Derdiyok)
Schiedsrichter: Tobias Stieler (Obertshausen)
Zuschauer 71.000 (ausverkauft)
Tore: 1:0 Ribéry (19.), 2:0 Ribéry (47.)
Gelbe Karten: – / Williams, Beck, Firmino

Fünf Dinge, die auffielen:

1. Frühes Tor der Schlüssel

Es bleibt dabei. Ein frühes Tor der Bayern tut ihrem Spiel unheimlich gut, weil der Gegner mit zunehmender Spielzeit gezwungen ist den Defensivverbund zu lockern. Erobert die Heynckes-Elf dann mit ihrem gefälligen Mittelfeldpressing frühzeitig den Ball, bekommen Ribery und Co. den Platz den sie brauchen. 13 Mal trafen die Münchener in der Vorsaison in der ersten halben Stunde. 13 Mal gewannen sie am Ende das Spiel wie ich es hier ausführlicher beschrieben habe. In dieser Saison traf Bayern zum dritten Mal in der ersten halben Stunde. Nach dem 6:1 gegen Stuttgart und dem 3:1 gegen Mainz gelang auch gegen Hoffenheim ein völlig ungefährdeter Sieg.

2. Müllers Torgefahr

Trotz seines verletzungsbedingten frühen Ausscheidens wies Thomas Müller einmal mehr seine gute Form nach. Die Vorbereitung zum 1:0 von Franck Ribery war bereits die 6. Torvorlage der laufenden Saison. Hinzu kommen 4 eigene Treffer. Müller war in all seinen sechs Bundesliga-Einätzen an mindestens einem Tor beteiligt. Müller scheint sich inzwischen auch wieder mit einer Position auf der rechten Außenbahn anzufreunden. Er ist im Dribbling nicht so stark wie Robben, Ribery oder Shaqiri, dennoch sorgt ein offensiv wie defensiv entlastender Phillip Lahm hinter ihm dafür, dass Müller immer wieder auch die Freiheiten bekommt diagonal ins Zentrum zu sprinten und sich so seine Räume selbst zu erarbeiten. Ein Müller der an der Außenlinie klebt und das 1 gegen 1 suchen muss wie über weite Strecken des Vorjahres, ist für den FC Bayern deutlich weniger Wert.

3. Martinez und Schweinsteiger mit guter Raumaufteilung

Ein wenig erinnerte der Auftritt der Beiden an die Bayern-Saison 2009-2010 mit Schweinsteiger und van Bommel im Zentrum, die sich im genannten Jahr nahezu perfekt ergänzten. Der Spanier und der Deutsche teilten sich offensiv und defensiv die Aufgaben zu gleichen Teilen. Mal ließ sich Schweinsteiger als erste Anspielstation tief in die eigene Hälfte fallen, um den Ball abzuholen. Mal war der Neuzugang aus Pamplona die erste Anspielstation im Spielaufbau. Abwechselnd tauchten beide auch als nachschiebende Mittelfeldspieler im und um den Hoffenheimer Strafraum auf. Die Auftritte der Beiden sind vielversprechend, auch wenn gerade Martinez im Bayern-Trikot defensiv noch nicht auf höchstem Niveau gefordert wurde.

4. Harmlose Ecken

Schon gegen Borisov brachten 14:0 Ecken nichts ein. Auch gegen Hoffenheim entstanden aus einer handvoll Standartsituationen kaum gefährliche Aktionen. Mit Martinez, Mandzukic, Dante und Boateng hat Bayern regelmäßig mindestens vier sehr gute Kopfballspieler im Strafraum – der Ertrag ist dafür zu wenig.

5. Johnson Thema für die Zukunft?

Schaut man sich den Bayern-Kader genau an, ist wenn überhaupt nur eine echte Baustelle zu erkennen. Es fehlt ein weiterer Bundesliga tauglicher Backup für die beiden Außénverteidiger-Positionen. Der gebürtige Münchener und ehemalige Sechziger Fabian Johnson (24) könnte in Zukunft eine Variante werden, sollte er die guten Leistungen der bisherigen Saison bestätigen können. Zwar ging auch er gegen Bayern mit unter, zeigte jedoch in zwei Szenen bei denen er Phillip Lahm im Rücken entwischte was ihn auszeichnet. Schon seine fünf Vorlagen im vergangenen Jahr ließen aufhorchen. In den bisherigen sieben Saisonspielen traf er zudem wie in der gesamten vergangenen Saison zwei Mal. Die Bayern sollten seine Leistungen weiter evaluieren – gute Außenverteidiger gibt es, zumal in seiner Altersklasse, nur wenige.

Advertisements
Dieser Beitrag wurde unter Hintergrund abgelegt und mit , , , , , , , , , verschlagwortet. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

4 Antworten zu FC Bayern – 1899 Hoffenheim 2:0 (1:0)

  1. C schreibt:

    Gerade auf links sehe ich mit Contento (man beachte sein Alter) und Alaba derzeit absolut keinen Bedarf.

    • FCB 4ever schreibt:

      stimme ich zwar zu aber man sieht es kann immer passieren dass beide ausfallen. Man sollte vielleicht noch einen weiteren defensiv Allrounder holen da ich nicht finde das Badstuber die offensive Rolle komplett ausfüllen kann. Außerdem ist mir aufgefallen dass Badstuber der ja linksfuß ist kaum Pässe mit rechts spielt um mal das spiel schnell zu machen sondern meistens mit links den ball zurück spielt. Ich frag mich dann aber auch was aus einem der IVs dann werden sollte da ich defensiv nicht dauernd rotieren würde. Müsste wohl einer dauerhaft auf die Bank und auf verletzungen hoffen^^

  2. sfscorpio schreibt:

    Sehe ich ähnlich. Da steht eine zweite Garde bereit bei der man nur aufpassen muss, dass man nicht verpasst sie früh heranzuführen und zu integrieren. Rafinha gibt es ja auch noch.

  3. Pingback: Die Blogschau für Montag, den 8.Oktober 2012 | Fokus Fussball

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s